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Ungarn: Leitzins auf 13,00% angehoben
28.09.22 10:10
Oberbank
Linz (www.anleihencheck.de) - Die Kerninflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) in Ungarn lag im August bei 19,00%, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.
Die Notenbank habe aus diesem Grund den Leitzins auf mittlerweile 13,00% angehoben. Erwartet gewesen seien 12,75%. Das sei der letzte Zinsschritt der Ungarischen Zentralbank gewesen. Im Markt halte sich derzeit die Meinung, dass langsam der Gipfel bei der Inflation erreicht sei. Die Inflations-Prognosen für 2023 lägen im Mittel bei 9,00% für 2024 bereits bei unter 4,00%. Es sei also gut möglich, dass die ungarische Notenbank auf Zeit spielen werde und für eine gewisse Zeit einen negativen Realzins in Kauf nehme. Der Realzins (Differenz Inflation zu Leitzins) sei aktuell mit rund 6,00% negativ. Ungarische Bürger würden, vereinfacht gesagt, pro Jahr 6,00% an Kaufkraft verlieren.
Auf der Währung laste aber nicht nur der Verlust der Kaufkraft, auch die Diskussion mit Brüssel zum Thema Rechtsstaatlichkeit und die Anschuldigung zum Missbrauch von EU-Geldern würden auf der Währung lasten. Um Brüssel Wind aus den Segeln zu nehmen, schaffe Ungarn eine Integritätsbehörde, um die Missstände abzustellen. Es sei eine Wechselbeziehung. Ungarn brauche die EU-Milliarden für die Wirtschaft, im Umkehrschluss sei Europa auf Ungarn bei den Russlandsanktionen angewiesen. Alles in allem eine Situation, die wenig Argumente für eine starke Währung liefere. An Kursen über 400 in EUR/HUF (Ungarischer Forint) werde man sich gewöhnen müssen. (28.09.2022/alc/a/a)
Die Notenbank habe aus diesem Grund den Leitzins auf mittlerweile 13,00% angehoben. Erwartet gewesen seien 12,75%. Das sei der letzte Zinsschritt der Ungarischen Zentralbank gewesen. Im Markt halte sich derzeit die Meinung, dass langsam der Gipfel bei der Inflation erreicht sei. Die Inflations-Prognosen für 2023 lägen im Mittel bei 9,00% für 2024 bereits bei unter 4,00%. Es sei also gut möglich, dass die ungarische Notenbank auf Zeit spielen werde und für eine gewisse Zeit einen negativen Realzins in Kauf nehme. Der Realzins (Differenz Inflation zu Leitzins) sei aktuell mit rund 6,00% negativ. Ungarische Bürger würden, vereinfacht gesagt, pro Jahr 6,00% an Kaufkraft verlieren.
Auf der Währung laste aber nicht nur der Verlust der Kaufkraft, auch die Diskussion mit Brüssel zum Thema Rechtsstaatlichkeit und die Anschuldigung zum Missbrauch von EU-Geldern würden auf der Währung lasten. Um Brüssel Wind aus den Segeln zu nehmen, schaffe Ungarn eine Integritätsbehörde, um die Missstände abzustellen. Es sei eine Wechselbeziehung. Ungarn brauche die EU-Milliarden für die Wirtschaft, im Umkehrschluss sei Europa auf Ungarn bei den Russlandsanktionen angewiesen. Alles in allem eine Situation, die wenig Argumente für eine starke Währung liefere. An Kursen über 400 in EUR/HUF (Ungarischer Forint) werde man sich gewöhnen müssen. (28.09.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


