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Unternehmensanleihen im Umfeld von Marktvolatilität
07.08.18 09:45
Franklin Templeton
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - 2018 lösten eine steigende Inflation, höhere US-Zinssätze und eskalierende Handelsspannungen Bedenken um das globale Wirtschaftswachstum und Volatilitätsschübe am Aktienmarkt aus, so Ed Perks, CIO von Franklin Templeton Multi-Asset Solutions von Franklin Templeton.
Für Ed Perks seien Unternehmensanleihen für Rentenanleger jedoch ein Lichtblick. Er erläutere seinen Ausblick für die Weltwirtschaft und die Gründe, warum er in vereinzelten Hochzinsanleihen nach wie vor Wert erkenne.
Zu Beginn des zweiten Halbjahres 2018 würden die steigende Inflation und höhere US-Zinssätze viele Industrie- und Schwellenländer vor dem Hintergrund der zunehmenden Handelsspannungen und der breiten Verhängung von Zöllen allmählich vor Herausforderungen stellen. Infolgedessen könnten sich viele Anleger nach unserem Ausblick für das globale Wachstum und seinem Einfluss auf unsere Anlageentscheidungen fragen, so die Experten von Franklin Templeton.
Trotz dieser Probleme und der Schwäche einiger Vertrauensindikatoren würden die Experten von Franklin Templeton die ausgewogenen Wirtschaftsmeldungen und -daten nach wie vor für stützend halten. Sie würden weiter mit einem positiven globalen Wirtschaftswachstum rechnen, das durch die scheinbar in relativ guter Verfassung befindliche US-Konjunktur angeführt werde.
Die Experten würden die Inflation in den USA noch nicht für einen bedeutenden Faktor halten. Bei der Inflation sei nach der globalen Finanzkrise derzeit eine Rückkehr zur Normalität zu beobachten.
Nach Ansicht der Experten werde die Inflation weiter anziehen, aber der Anstieg dürfte nur ganz allmählich erfolgen. Die wesentlichen Kräfte, die die Inflation bisher in Schach gehalten hätten - Globalisierung und technologische Innovation - bestünden fort und dürften auch künftig eine dämpfende Wirkung haben.
In den USA setze sich die Stärke am Arbeitsmarkt fort. Es komme zu aus Sicht der Experten beherrschbaren Steigerungen der Arbeitskosten, während die Zahl der offenen Stellen jene der Erwerbslosen übersteige. Nach unserer Auffassung dürften die steigenden Kosten, vor allem die Löhne, die Gewinnmargen nur moderat belasten, so die Experten von Franklin Templeton.
Überdies dürften die Gewinne in den USA - gestützt durch Unternehmensausgaben und zunehmende Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe - robust sein und das Potenzial besitzen, weitere Zinsanhebungen zu veranlassen.
Man sollte sich klarmachen, dass die Angst vor Protektionismus nicht neu sei und in vielen Regionen der Welt während der aktuellen wirtschaftlichen Expansion begleitet habe. Derzeit erscheine die Wahrscheinlichkeit eines echten Handelskrieges mit Vergeltungsmaßnahmen zumindest teilweise eingedämmt, da die Staats- und Regierungschefs weiterhin nach konstruktiven Lösungen suchen würden. Doch die im Frühjahr und Frühsommer zu beobachtenden eskalierenden Konflikte würden ein Risiko bleiben. Insgesamt erwarte man auf kurze Sicht kein Erliegen des internationalen Handels und kein Abgleiten der Weltwirtschaft in die Rezession.
Wir bleiben bei dieser Einschätzung, obwohl die US-Renditekurve, die eine grafische Darstellung des Unterschiedes zwischen den Zinssätzen kurzfristiger und langfristiger US-Staatsanleihen ist, flacher wurde, da die kurzfristigen Zinssätze rascher stiegen als die langfristigen Zinssätze, so die Experten von Franklin Templeton. Obschon es aus Sicht der Experten für die Renditen völlig normal sei, gemeinsam mit Aktien zu steigen, werde diese Kennzahl aufgrund ihres offensichtlichen Vorhersagewertes genau beobachtet: Jeder Rezession der letzten 60 Jahre sei eine Umkehr der Renditekurve oder ein Rückgang unter null vorausgegangen.
Der Abstand zwischen zweijährigen und zehnjährigen US-Staatsanleihen sei im Juni auf rund 30 Basispunkte geschrumpft und die Renditekurve habe das niedrigste Niveau seit 2007 erreicht.
Trotz steigender US-Zinssätze würden sich Unternehmensanleihen als belastbar erweisen. Obwohl in diesem Jahr bei Aktien ein Anstieg der Volatilität zu beobachten sei, würden Anleihen recht gut abschneiden. Dies gelte insbesondere für Hochzinsanleihen (also Anleihen mit einer Einstufung unterhalb von BBB- durch die unabhängige Kreditratingagentur Standard & Poor's).
Natürlich fließt die Länge des Konjunkturzyklus, der in den USA nun in sein zehntes Jahr der Expansion eintritt, in unseren Entscheidungsprozess mit ein, so die Experten von Franklin Templeton. Sollte dieser ausgedehnte Zyklus die ersten typischen Anzeichen für das Ende des Zyklus zeigen, wie z.B. eine Verlangsamung der Gewinndynamik oder die Umkehr der Renditekurven, würden die Experten entsprechende Änderungen an unserer Portfoliopositionierung vornehmen.
Im Festzinsbereich würden sich die Experten etwas mehr auf das kürzere Ende der Renditekurve und gegenüber Unternehmensanleihen generell eine positive Haltung einnehmen, da sie der Auffassung seien, dass das fundamentale Umfeld weiterhin eine gute Stütze darstelle.
Die Rendite auf die zweijährige US-Staatsanleihe sei im ersten Halbjahr 2018 von 1,89% auf 2,52% gestiegen. Überdies habe sich der Abstand zwischen den Renditen auf Hochzinsanleihen und auf US-Staatsschuldtitel in diesem Jahr verringert, obwohl sich der Spread zwischen Schuldtiteln mit hohem Rating und US-Staatsanleihen ausgeweitet habe.
Da einige Hochzins-Unternehmensanleihen und Aktien unsere Schätzungen der vollen Bewertung erreicht zu haben schienen, eröffneten wir in einigen unserer ertragsorientierten Portfolios in Anbetracht des jüngsten Renditeanstiegs in diesen Kategorien Positionen in kurzlaufenden US-Staatsanleihen im Bereich von einem bis fünf Jahren, so die Experten von Franklin Templeton. Ferner wird uns dies in Phasen potenzieller Volatilität im zweiten Halbjahr 2018 Flexibilität verleihen, so die Experten von Franklin Templeton.
Die Experten sähen aus erster Hand, wie eine hohe Unternehmensrentabilität einzelne Unternehmensanleihen auf fundamentaler Ebene stütze, scheinbar um der aggressiveren Politik der US-Notenbank und den politischen und geopolitischen Herausforderungen zu trotzen. Viele dieser Wertpapiere seien eng mit der Stärke der US-Konjunktur verwoben.
Es gebe am Markt für Hochzins-Unternehmensanleihen quer durch die Sektoren vereinzelte notleidende Titel. Dies sei jedoch kein allgemeiner Trend. Laut der Analyse der Experten gebe es überdies im spekulativen Bereich weniger Ausfälle und zudem einen Aufwärtstrend bei der Bonitätsheraufstufung durch Kreditanalysten. Und der kurzfristige Kreditausblick für Hochzins-Unternehmen sei generell positiv.
Wie 2017 würden die Experten in diesem Jahr bisher auf kürzere und mittlere Laufzeiten setzen. Generell würden sich die Unternehmen weiterhin stark auf ihre bevorstehenden Fälligkeiten konzentrieren und daher könnten diese kürzeren Laufzeiten möglicherweise sogar in einer Phase der Volatilität bessere Ergebnisse erzielen.
Allerdings suchen wir weiterhin nach Anzeichen eines Ausfallrisikos, bevor es am Markt für Unternehmensanleihen eingepreist wird, so die Experten von Franklin Templeton. Diese Warnsignale würden möglicherweise bei einer Verschlechterung der Fundamentaldaten erscheinen, einschließlich der Gesamtverschuldung (Schulden-Cashflow-Verhältnis) des Emittenten und der Zinsdeckung gemessen am Verhältnis zwischen jährlicher Cashflow-Generierung und jährlichem Zinsaufwand.
Als Anleger in Unternehmensanleihen und Bank Loans sind wir in Bezug auf die Unternehmen, denen wir Kapital geben oder deren Schuldtitel wir erwerben, besonders wählerisch und wir geben ganz genau darauf acht, wo wir uns in ihrer Kapitalstruktur positionieren, so die Experten von Franklin Templeton. (Ausgabe vom 06.08.2018) (07.08.2018/alc/a/a)
Für Ed Perks seien Unternehmensanleihen für Rentenanleger jedoch ein Lichtblick. Er erläutere seinen Ausblick für die Weltwirtschaft und die Gründe, warum er in vereinzelten Hochzinsanleihen nach wie vor Wert erkenne.
Zu Beginn des zweiten Halbjahres 2018 würden die steigende Inflation und höhere US-Zinssätze viele Industrie- und Schwellenländer vor dem Hintergrund der zunehmenden Handelsspannungen und der breiten Verhängung von Zöllen allmählich vor Herausforderungen stellen. Infolgedessen könnten sich viele Anleger nach unserem Ausblick für das globale Wachstum und seinem Einfluss auf unsere Anlageentscheidungen fragen, so die Experten von Franklin Templeton.
Trotz dieser Probleme und der Schwäche einiger Vertrauensindikatoren würden die Experten von Franklin Templeton die ausgewogenen Wirtschaftsmeldungen und -daten nach wie vor für stützend halten. Sie würden weiter mit einem positiven globalen Wirtschaftswachstum rechnen, das durch die scheinbar in relativ guter Verfassung befindliche US-Konjunktur angeführt werde.
Die Experten würden die Inflation in den USA noch nicht für einen bedeutenden Faktor halten. Bei der Inflation sei nach der globalen Finanzkrise derzeit eine Rückkehr zur Normalität zu beobachten.
Nach Ansicht der Experten werde die Inflation weiter anziehen, aber der Anstieg dürfte nur ganz allmählich erfolgen. Die wesentlichen Kräfte, die die Inflation bisher in Schach gehalten hätten - Globalisierung und technologische Innovation - bestünden fort und dürften auch künftig eine dämpfende Wirkung haben.
In den USA setze sich die Stärke am Arbeitsmarkt fort. Es komme zu aus Sicht der Experten beherrschbaren Steigerungen der Arbeitskosten, während die Zahl der offenen Stellen jene der Erwerbslosen übersteige. Nach unserer Auffassung dürften die steigenden Kosten, vor allem die Löhne, die Gewinnmargen nur moderat belasten, so die Experten von Franklin Templeton.
Überdies dürften die Gewinne in den USA - gestützt durch Unternehmensausgaben und zunehmende Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe - robust sein und das Potenzial besitzen, weitere Zinsanhebungen zu veranlassen.
Man sollte sich klarmachen, dass die Angst vor Protektionismus nicht neu sei und in vielen Regionen der Welt während der aktuellen wirtschaftlichen Expansion begleitet habe. Derzeit erscheine die Wahrscheinlichkeit eines echten Handelskrieges mit Vergeltungsmaßnahmen zumindest teilweise eingedämmt, da die Staats- und Regierungschefs weiterhin nach konstruktiven Lösungen suchen würden. Doch die im Frühjahr und Frühsommer zu beobachtenden eskalierenden Konflikte würden ein Risiko bleiben. Insgesamt erwarte man auf kurze Sicht kein Erliegen des internationalen Handels und kein Abgleiten der Weltwirtschaft in die Rezession.
Wir bleiben bei dieser Einschätzung, obwohl die US-Renditekurve, die eine grafische Darstellung des Unterschiedes zwischen den Zinssätzen kurzfristiger und langfristiger US-Staatsanleihen ist, flacher wurde, da die kurzfristigen Zinssätze rascher stiegen als die langfristigen Zinssätze, so die Experten von Franklin Templeton. Obschon es aus Sicht der Experten für die Renditen völlig normal sei, gemeinsam mit Aktien zu steigen, werde diese Kennzahl aufgrund ihres offensichtlichen Vorhersagewertes genau beobachtet: Jeder Rezession der letzten 60 Jahre sei eine Umkehr der Renditekurve oder ein Rückgang unter null vorausgegangen.
Trotz steigender US-Zinssätze würden sich Unternehmensanleihen als belastbar erweisen. Obwohl in diesem Jahr bei Aktien ein Anstieg der Volatilität zu beobachten sei, würden Anleihen recht gut abschneiden. Dies gelte insbesondere für Hochzinsanleihen (also Anleihen mit einer Einstufung unterhalb von BBB- durch die unabhängige Kreditratingagentur Standard & Poor's).
Natürlich fließt die Länge des Konjunkturzyklus, der in den USA nun in sein zehntes Jahr der Expansion eintritt, in unseren Entscheidungsprozess mit ein, so die Experten von Franklin Templeton. Sollte dieser ausgedehnte Zyklus die ersten typischen Anzeichen für das Ende des Zyklus zeigen, wie z.B. eine Verlangsamung der Gewinndynamik oder die Umkehr der Renditekurven, würden die Experten entsprechende Änderungen an unserer Portfoliopositionierung vornehmen.
Im Festzinsbereich würden sich die Experten etwas mehr auf das kürzere Ende der Renditekurve und gegenüber Unternehmensanleihen generell eine positive Haltung einnehmen, da sie der Auffassung seien, dass das fundamentale Umfeld weiterhin eine gute Stütze darstelle.
Die Rendite auf die zweijährige US-Staatsanleihe sei im ersten Halbjahr 2018 von 1,89% auf 2,52% gestiegen. Überdies habe sich der Abstand zwischen den Renditen auf Hochzinsanleihen und auf US-Staatsschuldtitel in diesem Jahr verringert, obwohl sich der Spread zwischen Schuldtiteln mit hohem Rating und US-Staatsanleihen ausgeweitet habe.
Da einige Hochzins-Unternehmensanleihen und Aktien unsere Schätzungen der vollen Bewertung erreicht zu haben schienen, eröffneten wir in einigen unserer ertragsorientierten Portfolios in Anbetracht des jüngsten Renditeanstiegs in diesen Kategorien Positionen in kurzlaufenden US-Staatsanleihen im Bereich von einem bis fünf Jahren, so die Experten von Franklin Templeton. Ferner wird uns dies in Phasen potenzieller Volatilität im zweiten Halbjahr 2018 Flexibilität verleihen, so die Experten von Franklin Templeton.
Die Experten sähen aus erster Hand, wie eine hohe Unternehmensrentabilität einzelne Unternehmensanleihen auf fundamentaler Ebene stütze, scheinbar um der aggressiveren Politik der US-Notenbank und den politischen und geopolitischen Herausforderungen zu trotzen. Viele dieser Wertpapiere seien eng mit der Stärke der US-Konjunktur verwoben.
Es gebe am Markt für Hochzins-Unternehmensanleihen quer durch die Sektoren vereinzelte notleidende Titel. Dies sei jedoch kein allgemeiner Trend. Laut der Analyse der Experten gebe es überdies im spekulativen Bereich weniger Ausfälle und zudem einen Aufwärtstrend bei der Bonitätsheraufstufung durch Kreditanalysten. Und der kurzfristige Kreditausblick für Hochzins-Unternehmen sei generell positiv.
Wie 2017 würden die Experten in diesem Jahr bisher auf kürzere und mittlere Laufzeiten setzen. Generell würden sich die Unternehmen weiterhin stark auf ihre bevorstehenden Fälligkeiten konzentrieren und daher könnten diese kürzeren Laufzeiten möglicherweise sogar in einer Phase der Volatilität bessere Ergebnisse erzielen.
Allerdings suchen wir weiterhin nach Anzeichen eines Ausfallrisikos, bevor es am Markt für Unternehmensanleihen eingepreist wird, so die Experten von Franklin Templeton. Diese Warnsignale würden möglicherweise bei einer Verschlechterung der Fundamentaldaten erscheinen, einschließlich der Gesamtverschuldung (Schulden-Cashflow-Verhältnis) des Emittenten und der Zinsdeckung gemessen am Verhältnis zwischen jährlicher Cashflow-Generierung und jährlichem Zinsaufwand.
Als Anleger in Unternehmensanleihen und Bank Loans sind wir in Bezug auf die Unternehmen, denen wir Kapital geben oder deren Schuldtitel wir erwerben, besonders wählerisch und wir geben ganz genau darauf acht, wo wir uns in ihrer Kapitalstruktur positionieren, so die Experten von Franklin Templeton. (Ausgabe vom 06.08.2018) (07.08.2018/alc/a/a)


