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Verweigert die FED wegen der Fiskalklippe noch den Einstieg in den Ausstieg?
19.09.13 15:46
Baader Bank
Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Mit ihrer Entscheidung, ihr Ankaufprogramm für US-Staatsanleihen nicht zu reduzieren, verweigert die Federal Reserve Bank (FED) vorerst den Einstieg in den Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.
Anscheinend werde die konjunkturelle Verfassung der US-Wirtschaft noch nicht als so robust angesehen, dass man die Höhe der monatlich zur Verfügung gestellten Gelder hätte reduzieren können.
Zur Wochenmitte habe die ganze Aufmerksamkeit der Investoren dieser anstehenden FED-Entscheidung gegolten. Aus diesem Grund hätten sich die Anleger zuvor auch nicht aus der Deckung gewagt. Abwarten sei das Motto gewesen. US-Staatsanleihen seien wenig verändert in den Mittwoch gestartet. Deutsche Staatsanleihen hätten im Vorfeld der mit Hochspannung erwarteten Entscheidung noch schwächer tendiert. Aber dann sei der Zinsentscheid gekommen und es sei Bewegung in die Märkte gekommen. Aktien und Renten hoch!
Aber auch ein anderes, nicht neues Thema beschäftige die Kapitalmärkte. Denn ungeachtet der Geldpolitik könne man sich indessen des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich bei der US-Fiskalklippe um eine "never ending story" handle. Bereits 2012 zum Börsenthema Nummer 1 avanciert, sei die Zahlungsunfähigkeit der USA nur durch diverse Kunstgriffe, Tricks und höhere Steuereinnahmen infolge der konjunkturellen Belebung vermieden worden. Jetzt stehe "Fiskalklippe Reloaded" in den Charts wieder ganz oben. Eine Einigung der beiden Parteien im Parlament sei dringend notwendig, um sowohl innen- als auch außenpolitisch handlungsfähig zu bleiben.
Die bereits seit Monaten angewendeten Notfallmaßnahmen seien lediglich als Übergangslösung gedacht gewesen. Bis Ende Oktober sollte spätestens eine Einigung erzielt werden, da bis zu einer Neuwahl des Repräsentantenhauses und eines Drittels des Senats im kommenden Jahr nicht gewartet werden könne. Eine Lösung im Haushaltsstreit müsse also her und werde wohl nur als Kompromiss erzielt werden können. Närrische Zeiten für die Kapitalmärkte seien vorprogrammiert. Es bleibe also spannend.
Auch sie könnten sich dem nach oben gerichteten Zinstrend nicht entziehen, seien aber dennoch gefragt. Die Rede sei von jenen Corporate Bonds, von denen Anleger eine noch halbwegs ordentliche Rendite bei einem überschaubaren Risiko erwarten würden. Unter den gesuchten Titeln würden sich in dieser Woche ein Bond von Continental, der bis 9/2020 laufe und mit ca. 3,3% rentiere, sowie eine Anleihe von Nestlé (ISIN XS0969795680 / WKN A1HQUA) mit Laufzeit 9/2021 und ca. 2,1% Rendite befinden. Ebenso stehe mit einem Corporate Bond von Thyssen-Krupp, der 2/2017 fällig werde und ca. 3,3% Rendite aufweise, ein Dauerbrenner auf den Kauflisten. Dasselbe gelte für eine Renault-Anleihe, die bis 9/2017 laufe und mit ca. 3,1% rentiere.
Für mittelständische Unternehmen werde die Luft an den Kreditmärkten dünner. Schuld daran trage Basel III. Sobald diese Reform der Bankenregulierung 2014 in Kraft trete, müssten die Institute Kredite mit mehr Eigenkapital unterlegen und Reserven für Krisenzeiten aufbauen. Dies mache Kredite teurer, wahrscheinlich auch seltener, denn im Zweifel möge manche Bank auf die Kreditvergabe ganz verzichten, zumindest aber weniger langfristige Kredite vergeben. Hinzu komme, dass die Banken noch stärker als bisher auf die Bonität der Kreditnehmer achten würden. Unterm Strich bleibe die Erkenntnis, dass die neuen Basel III-Regeln zur Kreditvergabe die Unternehmensfinanzierung schwieriger machen würden.
Aus diesem Grund würden sich die Unternehmen alternativen Finanzierungsformen zuwenden müssen. Und eine davon sei die Begebung von Mittelstandsanleihen - jene Form von Bonds also, die in jüngster Zeit ja einen Boom erlebt hätten, ein Segment aber, das in den vergangenen Monaten auch durch mehrere Insolvenzen in Misskredit geraten sei. Gehe man davon aus, dass durch eine von Basel III ausgehende Kreditverknappung komme, dürften auch die Emissionen von Mittelstandsbonds neuen Schub bekommen. Für den Anleger freilich werde es dann noch schwieriger, die Spreu vom Weizen zu trennen - zumal laut der Beratungsfirma Rödl & Partner davon auszugehen sei, dass es vornehmlich die Unternehmen mit einem "mittelguten Rating" sein würden, die bei der Kreditfinanzierung in Schwierigkeiten geraten dürften.
Einen weiteren Aspekt, der zu einer geringeren Kreditvergabe an den Mittelstand führen könne, würden die im Februar 2014 anstehenden Stresstests der EZB und der EU-Bankenaufsicht EBA darstellen. Mit Einführung der gemeinsamen europäischen Bankenaufsicht sollten die 130 größten Banken in der Euro-Zone nochmals auf Herz und Nieren geprüft werden. Damit sei vor allem beabsichtigt, die in Südeuropa grassierende Kreditklemme und letztendlich die Vertrauenskrise im Bankensektor zu überwinden. Wenn durch die Stresstests aber nochmals - berechtigterweise - die Zügel angezogen würden, um bei den Banken das Gute vom Schlechten zu trennen, dürfte sich die Kreditklemme in einem ersten Schritt eher nochmals verstärken.
Gute Nachrichten aus Euroland. Die Wirtschaft im Euroraum habe ihren Handelsüberschuss im Juli weiter gesteigert. Das Plus in der Handelsbilanz habe bei 18,2 Mrd. Euro gelegen, nach 16,5 Mrd. Euro im Vormonat. Allerdings seien sowohl Importe als auch Exporte rückläufig gewesen. Die Einfuhren seien um 0,1% gefallen, die Ausfuhren um 1,6%. Und damit würden auch schon die schlechten Nachrichten beginnen, zum Beispiel aus dem Nachbarland Frankreich, wo das für 2013 vereinbarte Schuldenziel nicht erreicht werde. Statt der von der Kommission höchstens erlaubten 3,9% werde Paris neues Geld im Volumen von 4,1% der Wirtschaftsleistung aufnehmen. Zunächst habe sich Frankreich sogar verpflichtet, die Haushaltslücke 2013 auf 3,7% zu begrenzen.
Mehr neue Schulden als geplant wolle auch Italien aufnehmen. Statt deren 80 sollten es nun 98 Mrd. Euro werden, die bis Ende 2013 in Form von Staatsanleihen ausgegeben würden. Und dabei zahle Rom schon mehr Zinsen auf Anleihen als das andere Sorgenland Spanien. Denn die würden manches anders machen. Zum Beispiel plane Madrid, den Renten-Anstieg nicht mehr an die Inflationsrate zu koppeln. 33 Mrd. Euro Ersparnisse solle das in zehn Jahren bringen.
Und dann wäre da noch Griechenland, wo ein Ende der Probleme nicht abzusehen sei. So sei man bei der EZB überzeugt, dass Athen mindestens ein drittes, wenn nicht gar ein viertes Hilfspaket benötigen werde. Aber auch der vermeintliche Musterknabe unter den Euro-Schuldensündern, Irland, bekomme wohl ein weiteres Darlehen. Eine Stand-by-Kreditlinie solle dies sein, die Dublin als eine Art Sicherheitsnetz dienen solle, da die Iren planen würden, sich ab 2014 an den Finanzmärkten wieder selbst zu refinanzieren.
Ein anderer Musterknabe bei der Einhaltung der Maastricht-Kriterien sei jahrelang Finnland gewesen. Nun würden aber auch die Skandinavier erstmals die 60%-Grenze beim Gesamtschuldenstand reißen. 60,7% sollten es 2014 werden. Für 2015 würden sogar 62% erwartet.
Dass es so mit den Haushaltslöchern nicht weiter gehen dürfe, mache die EU zum wiederholten Mal klar, diesmal mit Blick auf Paris. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn und Eurogruppenchef Jereon Dijsselbloom würden nun eine Erklärung von Frankreich wollen, warum die Sparziele nicht eingehalten worden seien. In Paris sei man bestimmt kreativ genug, eine solche Erklärung zu liefern.
Das sehe doch gar nicht schlecht aus, zumindest auf den ersten Blick. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturentwicklung sei im September um 7,6 auf 49,6 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit April 2010 geklettert. Und auch laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) dürfe sich Deutschland 2014 auf ein kräftiges Wachstum einstellen. Laut DIW werde das Bruttoinlandsprodukt um 1,7 Prozent steigen. Die Bundesbürger würden weiterhin mehr Geld ausgeben, heiße es zur Begründung. Und genau da könnte der Hase im Pfeffer liegen.
Die Bundesbürger, so scheine es, würden ihre fast jahrhundertelang gepflegte Sparneigung zunehmend ablegen. Mit rund 10% liege die Sparquote auf einem Zehnjahrestief. Die Frage sei also, ob sich in Deutschland in Sachen Sparen versus Konsum derzeit nicht ein Paradigmenwechsel einstelle - ganz nach dem Motto: "Ich gebe mein Geld lieber aus, solange ich noch etwas dafür bekomme."
Eine Studie des Instituts für die deutsche Wirtschaft Köln (IW-Köln) gebe der Europäischen Zentralbank Recht. Demnach seien die umstrittenen Staatsanleihekäufe der EZB nicht rechtswidrig. Die Währungshüter seien gezwungen gewesen, durch Stützungskäufe eine Kreditklemme in den Euro-Krisenländern zu verhindern, so das Fazit der Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft. Die Frage, ob die EZB ihr Mandat überschritten habe, beschäftige derzeit das Bundesverfassungsgericht und sorge für Streit zwischen den Ökonomen. "Die EZB hat keineswegs ein Interesse daran, überschuldete Staaten zu finanzieren, indem sie deren Staatsanleihen kauft", würden die Experten schreiben.
Dies sei aber genau der Vorwurf, den Volkswirte wie der Münchner ifo-Chef Hans-Werner Sinn und der Bonner Geldtheoretiker Manfred Neumann der Zentralbank machen würden. Das IW pflichte dagegen der EZB bei und argumentiere, primäres Ziel sei es, die Geldwertstabilität zu sichern. Und dies sei nur möglich, wenn der Finanzsektor soweit funktioniere, dass Banken die Leitzinsen der Zentralbank an Unternehmen und Haushalte weitergeben würden. Laut IW aber sei dieser "geldpolitische Transmissionskanal" in Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien gestört gewesen.
Diesen Spruch kenne man in Abwandlung aus dem Bereich des Sports, aber auch auf die Politik treffe er stets zu. Nach dem Sieg der CSU in Bayern und der absoluten Mehrheit im Landtag seien an diesem Sonntag nicht nur Bayerns Bürgerinnen und Bürger zur Bundestagswahl aufgerufen, sondern alle Wahlberechtigten in Deutschland. Die zu wählende Regierung werde dann auch die Geschicke in Europa lenken. In den nächsten Jahren werde sich abzeichnen, ob es in Europa gelingen werde, ein Gegengewicht zu den USA und China zu schaffen. Dies wäre dringend notwendig, aber der Umstand, dass Europa ein Konglomerat vieler unterschiedlicher Kulturen und Vorgeschichten darstelle, mache ein gemeinsames Agieren nicht einfacher, sondern fördere immer wieder die nationalen Empfindsamkeiten.
Oft möge einen Europa an die klischeehafte Vorstellung einer Gesamtschule erinnern. Alles gehöre allen, keiner werde zu etwas gezwungen. Jeder dürfe sich aber einbringen und gerne mitdiskutieren. Früher habe stets das Prinzip gegolten: "Wer zahlt, schafft an", aber das sei - zumindest für Deutschland - schon lange nicht mehr der Fall. Schon bald werde sich zeigen, wie es in Europa weitergehen werde und ob es zu einer Art der Vergemeinschaftung kommen werde.
Inzwischen notiere der Euro-Bund-Future wieder deutlich unter der Marke von 140,00%. Dies sei unter anderem dem generell gestiegenen Zinsniveau geschuldet, aber auch der Kursdifferenz beim Rollover vom September in den Dezember-Kontrakt. Nach dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank notiere der zehnjährige Bundkontrakt aktuell bei 139,25%.
In den vergangenen Wochen habe sich das Sentiment beim Rentenbarometer grundsätzlich verschlechtert, da die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die guten Konjunkturdaten in Deutschland dazu geführt hätten, dass Umschichtungen von Renten in Aktien vorgenommen worden seien. Daher seien die Blicke der Marktteilnehmer eher nach unten gerichtet und die erste nennenswerte Unterstützung verlaufe aktuell im Bereich von 137,00%.
Nach oben stelle der Bereich um 139,00% (diverse August-Hochs) einen ersten Widerstand dar, der aber nach dem gestrigen Zinsentscheid in den späten Handelsstunden bereits überwunden worden sei. Sicherlich werde sich schon bald zeigen, dass es sich hierbei lediglich um ein Strohfeuer gehandelt habe und im Zweifelsfall die gestiegenen Kurse zu Glattstellungen genutzt würden. Denn die von den Märkten erwartete Entscheidung sei nur vertagt worden.
Auch in dieser Handelswoche hätten sich diverse Staaten an den Geld- und Kapitalmärkten mit frischer Liquidität versorgt. So habe zum Beispiel Spanien am Dienstag die Bereitschaft der Investoren mittels Titel mit einer Laufzeit von sechs und zwölf Monaten getestet. Für die Sechs-Monats-Titel habe eine durchschnittliche Rendite von 0,911% nach zuletzt 0,83% und für die Zwölf-Monats-Titel von 1,367% nach 1,253% akzeptiert werden müssen.
Die Steigerung liege allerdings im Rahmen der allgemeinen Zinsentwicklung und sei nicht einer fehlenden Akzeptanz seitens der Anleger geschuldet. Allerdings handle es sich mit der Mittelaufnahme von 4,56 Mrd. Euro nur um den ersten Teil für Spanien, der zweite Teil folge heute. Zwischen 3 und 4 Mrd. Euro sollten durch Aufstockungen von Altemissionen mit Laufzeiten von 3 und 15 Jahren refinanziert werden. Aber auch Frankreich beabsichtige, mit Aufstockungen von zwei-, drei und fünfjährigen Anleihen zwischen 6,5 und 7,5 Mrd. Euro aufzunehmen.
Bereits gestern habe die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland die aktuellen zweijährigen Bundesschatzanweisungen (ISIN DE0001137438 / WKN 113743) im Rahmen eines Tenderverfahrens um 5 Mrd. Euro auf insgesamt 10 Mrd. Euro aufgestockt. Die Nachfrage habe wie üblich das angebotene Material deutlich überstiegen und somit sei die 1,6fach überzeichnete Gattung bei einer Durchschnittsrendite von 0,22% zugeteilt worden. Unter Berücksichtigung der Inflationsrate also weiterhin ein lohnendes Geschäft für unseren Bundesfinanzminister, so die Analysten der Baader Bank.
Am Wochenende starte zum 180. Mal das größte Volksfest der Welt, die Münchner Wiesn. Die Zelte seien aufgebaut und die Fahrgeschäfte stünden bereit, um wieder einmal Millionen Besucher aus aller Welt in ihren Bann zu ziehen. Die aktuelle Entwicklung am Devisenmarkt erinnere an eine Achterbahnfahrt auf dem Oktoberfest. Noch zu Monatsbeginn habe sich die europäische Gemeinschaftswährung knapp oberhalb der Marke von 1,31 USD bewegt, um dann im weitern Handelsgeschehen ein neues Monatshoch von 1,3385 USD zu erreichen.
Die Frage, ob es wie beim "Sky-Fall" noch weiter nach oben gehe oder ob es nach unten saust, sei nach der geldpolitischen Entscheidung der FED kurzfristig beantwortet worden. Der freie 70m Fall sei ausgeblieben und mit 1,3541 USD sei ein neues Sieben-Monatshoch erreicht worden. Es bleibe aber abzuwarten, welches Fahrgeschäft die zukünftigen Marktbewegungen am besten beschreibe, Toboggan, Teufelsrad oder Looping Achterbahn. Eines sei allerdings bei solchen Märkten Pflicht: Sicherheitsbügel schließen!
Der Kursverlauf der Landeswährung Brasiliens gleiche ebenfalls einer Berg- und Talfahrt. Auf die vergangenen vier Wochen gesehen habe sich der Brasilianische Real von seinem Jahrestief (3,28 BRL) deutlich entfernen können und handle aktuell um die Marke von 2,9475 BRL.
Diese Kursbewegungen hätten einige Anleger als Chance gesehen und so würden Fremdwährungsanleihen auf Brasilianische Real zu den am meisten gehandelten Bonds gehören. Weitere Aktivitäten seien in Währungsanleihen, lautend auf Türkische Lira, Norwegische Kronen und Australische Dollar, zu beobachten gewesen.
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Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar.
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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen. (19.09.2013/alc/a/a)
Anscheinend werde die konjunkturelle Verfassung der US-Wirtschaft noch nicht als so robust angesehen, dass man die Höhe der monatlich zur Verfügung gestellten Gelder hätte reduzieren können.
Zur Wochenmitte habe die ganze Aufmerksamkeit der Investoren dieser anstehenden FED-Entscheidung gegolten. Aus diesem Grund hätten sich die Anleger zuvor auch nicht aus der Deckung gewagt. Abwarten sei das Motto gewesen. US-Staatsanleihen seien wenig verändert in den Mittwoch gestartet. Deutsche Staatsanleihen hätten im Vorfeld der mit Hochspannung erwarteten Entscheidung noch schwächer tendiert. Aber dann sei der Zinsentscheid gekommen und es sei Bewegung in die Märkte gekommen. Aktien und Renten hoch!
Aber auch ein anderes, nicht neues Thema beschäftige die Kapitalmärkte. Denn ungeachtet der Geldpolitik könne man sich indessen des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich bei der US-Fiskalklippe um eine "never ending story" handle. Bereits 2012 zum Börsenthema Nummer 1 avanciert, sei die Zahlungsunfähigkeit der USA nur durch diverse Kunstgriffe, Tricks und höhere Steuereinnahmen infolge der konjunkturellen Belebung vermieden worden. Jetzt stehe "Fiskalklippe Reloaded" in den Charts wieder ganz oben. Eine Einigung der beiden Parteien im Parlament sei dringend notwendig, um sowohl innen- als auch außenpolitisch handlungsfähig zu bleiben.
Die bereits seit Monaten angewendeten Notfallmaßnahmen seien lediglich als Übergangslösung gedacht gewesen. Bis Ende Oktober sollte spätestens eine Einigung erzielt werden, da bis zu einer Neuwahl des Repräsentantenhauses und eines Drittels des Senats im kommenden Jahr nicht gewartet werden könne. Eine Lösung im Haushaltsstreit müsse also her und werde wohl nur als Kompromiss erzielt werden können. Närrische Zeiten für die Kapitalmärkte seien vorprogrammiert. Es bleibe also spannend.
Auch sie könnten sich dem nach oben gerichteten Zinstrend nicht entziehen, seien aber dennoch gefragt. Die Rede sei von jenen Corporate Bonds, von denen Anleger eine noch halbwegs ordentliche Rendite bei einem überschaubaren Risiko erwarten würden. Unter den gesuchten Titeln würden sich in dieser Woche ein Bond von Continental, der bis 9/2020 laufe und mit ca. 3,3% rentiere, sowie eine Anleihe von Nestlé (ISIN XS0969795680 / WKN A1HQUA) mit Laufzeit 9/2021 und ca. 2,1% Rendite befinden. Ebenso stehe mit einem Corporate Bond von Thyssen-Krupp, der 2/2017 fällig werde und ca. 3,3% Rendite aufweise, ein Dauerbrenner auf den Kauflisten. Dasselbe gelte für eine Renault-Anleihe, die bis 9/2017 laufe und mit ca. 3,1% rentiere.
Für mittelständische Unternehmen werde die Luft an den Kreditmärkten dünner. Schuld daran trage Basel III. Sobald diese Reform der Bankenregulierung 2014 in Kraft trete, müssten die Institute Kredite mit mehr Eigenkapital unterlegen und Reserven für Krisenzeiten aufbauen. Dies mache Kredite teurer, wahrscheinlich auch seltener, denn im Zweifel möge manche Bank auf die Kreditvergabe ganz verzichten, zumindest aber weniger langfristige Kredite vergeben. Hinzu komme, dass die Banken noch stärker als bisher auf die Bonität der Kreditnehmer achten würden. Unterm Strich bleibe die Erkenntnis, dass die neuen Basel III-Regeln zur Kreditvergabe die Unternehmensfinanzierung schwieriger machen würden.
Aus diesem Grund würden sich die Unternehmen alternativen Finanzierungsformen zuwenden müssen. Und eine davon sei die Begebung von Mittelstandsanleihen - jene Form von Bonds also, die in jüngster Zeit ja einen Boom erlebt hätten, ein Segment aber, das in den vergangenen Monaten auch durch mehrere Insolvenzen in Misskredit geraten sei. Gehe man davon aus, dass durch eine von Basel III ausgehende Kreditverknappung komme, dürften auch die Emissionen von Mittelstandsbonds neuen Schub bekommen. Für den Anleger freilich werde es dann noch schwieriger, die Spreu vom Weizen zu trennen - zumal laut der Beratungsfirma Rödl & Partner davon auszugehen sei, dass es vornehmlich die Unternehmen mit einem "mittelguten Rating" sein würden, die bei der Kreditfinanzierung in Schwierigkeiten geraten dürften.
Einen weiteren Aspekt, der zu einer geringeren Kreditvergabe an den Mittelstand führen könne, würden die im Februar 2014 anstehenden Stresstests der EZB und der EU-Bankenaufsicht EBA darstellen. Mit Einführung der gemeinsamen europäischen Bankenaufsicht sollten die 130 größten Banken in der Euro-Zone nochmals auf Herz und Nieren geprüft werden. Damit sei vor allem beabsichtigt, die in Südeuropa grassierende Kreditklemme und letztendlich die Vertrauenskrise im Bankensektor zu überwinden. Wenn durch die Stresstests aber nochmals - berechtigterweise - die Zügel angezogen würden, um bei den Banken das Gute vom Schlechten zu trennen, dürfte sich die Kreditklemme in einem ersten Schritt eher nochmals verstärken.
Gute Nachrichten aus Euroland. Die Wirtschaft im Euroraum habe ihren Handelsüberschuss im Juli weiter gesteigert. Das Plus in der Handelsbilanz habe bei 18,2 Mrd. Euro gelegen, nach 16,5 Mrd. Euro im Vormonat. Allerdings seien sowohl Importe als auch Exporte rückläufig gewesen. Die Einfuhren seien um 0,1% gefallen, die Ausfuhren um 1,6%. Und damit würden auch schon die schlechten Nachrichten beginnen, zum Beispiel aus dem Nachbarland Frankreich, wo das für 2013 vereinbarte Schuldenziel nicht erreicht werde. Statt der von der Kommission höchstens erlaubten 3,9% werde Paris neues Geld im Volumen von 4,1% der Wirtschaftsleistung aufnehmen. Zunächst habe sich Frankreich sogar verpflichtet, die Haushaltslücke 2013 auf 3,7% zu begrenzen.
Mehr neue Schulden als geplant wolle auch Italien aufnehmen. Statt deren 80 sollten es nun 98 Mrd. Euro werden, die bis Ende 2013 in Form von Staatsanleihen ausgegeben würden. Und dabei zahle Rom schon mehr Zinsen auf Anleihen als das andere Sorgenland Spanien. Denn die würden manches anders machen. Zum Beispiel plane Madrid, den Renten-Anstieg nicht mehr an die Inflationsrate zu koppeln. 33 Mrd. Euro Ersparnisse solle das in zehn Jahren bringen.
Und dann wäre da noch Griechenland, wo ein Ende der Probleme nicht abzusehen sei. So sei man bei der EZB überzeugt, dass Athen mindestens ein drittes, wenn nicht gar ein viertes Hilfspaket benötigen werde. Aber auch der vermeintliche Musterknabe unter den Euro-Schuldensündern, Irland, bekomme wohl ein weiteres Darlehen. Eine Stand-by-Kreditlinie solle dies sein, die Dublin als eine Art Sicherheitsnetz dienen solle, da die Iren planen würden, sich ab 2014 an den Finanzmärkten wieder selbst zu refinanzieren.
Ein anderer Musterknabe bei der Einhaltung der Maastricht-Kriterien sei jahrelang Finnland gewesen. Nun würden aber auch die Skandinavier erstmals die 60%-Grenze beim Gesamtschuldenstand reißen. 60,7% sollten es 2014 werden. Für 2015 würden sogar 62% erwartet.
Dass es so mit den Haushaltslöchern nicht weiter gehen dürfe, mache die EU zum wiederholten Mal klar, diesmal mit Blick auf Paris. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn und Eurogruppenchef Jereon Dijsselbloom würden nun eine Erklärung von Frankreich wollen, warum die Sparziele nicht eingehalten worden seien. In Paris sei man bestimmt kreativ genug, eine solche Erklärung zu liefern.
Das sehe doch gar nicht schlecht aus, zumindest auf den ersten Blick. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturentwicklung sei im September um 7,6 auf 49,6 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit April 2010 geklettert. Und auch laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) dürfe sich Deutschland 2014 auf ein kräftiges Wachstum einstellen. Laut DIW werde das Bruttoinlandsprodukt um 1,7 Prozent steigen. Die Bundesbürger würden weiterhin mehr Geld ausgeben, heiße es zur Begründung. Und genau da könnte der Hase im Pfeffer liegen.
Die Bundesbürger, so scheine es, würden ihre fast jahrhundertelang gepflegte Sparneigung zunehmend ablegen. Mit rund 10% liege die Sparquote auf einem Zehnjahrestief. Die Frage sei also, ob sich in Deutschland in Sachen Sparen versus Konsum derzeit nicht ein Paradigmenwechsel einstelle - ganz nach dem Motto: "Ich gebe mein Geld lieber aus, solange ich noch etwas dafür bekomme."
Eine Studie des Instituts für die deutsche Wirtschaft Köln (IW-Köln) gebe der Europäischen Zentralbank Recht. Demnach seien die umstrittenen Staatsanleihekäufe der EZB nicht rechtswidrig. Die Währungshüter seien gezwungen gewesen, durch Stützungskäufe eine Kreditklemme in den Euro-Krisenländern zu verhindern, so das Fazit der Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft. Die Frage, ob die EZB ihr Mandat überschritten habe, beschäftige derzeit das Bundesverfassungsgericht und sorge für Streit zwischen den Ökonomen. "Die EZB hat keineswegs ein Interesse daran, überschuldete Staaten zu finanzieren, indem sie deren Staatsanleihen kauft", würden die Experten schreiben.
Dies sei aber genau der Vorwurf, den Volkswirte wie der Münchner ifo-Chef Hans-Werner Sinn und der Bonner Geldtheoretiker Manfred Neumann der Zentralbank machen würden. Das IW pflichte dagegen der EZB bei und argumentiere, primäres Ziel sei es, die Geldwertstabilität zu sichern. Und dies sei nur möglich, wenn der Finanzsektor soweit funktioniere, dass Banken die Leitzinsen der Zentralbank an Unternehmen und Haushalte weitergeben würden. Laut IW aber sei dieser "geldpolitische Transmissionskanal" in Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien gestört gewesen.
Diesen Spruch kenne man in Abwandlung aus dem Bereich des Sports, aber auch auf die Politik treffe er stets zu. Nach dem Sieg der CSU in Bayern und der absoluten Mehrheit im Landtag seien an diesem Sonntag nicht nur Bayerns Bürgerinnen und Bürger zur Bundestagswahl aufgerufen, sondern alle Wahlberechtigten in Deutschland. Die zu wählende Regierung werde dann auch die Geschicke in Europa lenken. In den nächsten Jahren werde sich abzeichnen, ob es in Europa gelingen werde, ein Gegengewicht zu den USA und China zu schaffen. Dies wäre dringend notwendig, aber der Umstand, dass Europa ein Konglomerat vieler unterschiedlicher Kulturen und Vorgeschichten darstelle, mache ein gemeinsames Agieren nicht einfacher, sondern fördere immer wieder die nationalen Empfindsamkeiten.
Inzwischen notiere der Euro-Bund-Future wieder deutlich unter der Marke von 140,00%. Dies sei unter anderem dem generell gestiegenen Zinsniveau geschuldet, aber auch der Kursdifferenz beim Rollover vom September in den Dezember-Kontrakt. Nach dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank notiere der zehnjährige Bundkontrakt aktuell bei 139,25%.
In den vergangenen Wochen habe sich das Sentiment beim Rentenbarometer grundsätzlich verschlechtert, da die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die guten Konjunkturdaten in Deutschland dazu geführt hätten, dass Umschichtungen von Renten in Aktien vorgenommen worden seien. Daher seien die Blicke der Marktteilnehmer eher nach unten gerichtet und die erste nennenswerte Unterstützung verlaufe aktuell im Bereich von 137,00%.
Nach oben stelle der Bereich um 139,00% (diverse August-Hochs) einen ersten Widerstand dar, der aber nach dem gestrigen Zinsentscheid in den späten Handelsstunden bereits überwunden worden sei. Sicherlich werde sich schon bald zeigen, dass es sich hierbei lediglich um ein Strohfeuer gehandelt habe und im Zweifelsfall die gestiegenen Kurse zu Glattstellungen genutzt würden. Denn die von den Märkten erwartete Entscheidung sei nur vertagt worden.
Auch in dieser Handelswoche hätten sich diverse Staaten an den Geld- und Kapitalmärkten mit frischer Liquidität versorgt. So habe zum Beispiel Spanien am Dienstag die Bereitschaft der Investoren mittels Titel mit einer Laufzeit von sechs und zwölf Monaten getestet. Für die Sechs-Monats-Titel habe eine durchschnittliche Rendite von 0,911% nach zuletzt 0,83% und für die Zwölf-Monats-Titel von 1,367% nach 1,253% akzeptiert werden müssen.
Die Steigerung liege allerdings im Rahmen der allgemeinen Zinsentwicklung und sei nicht einer fehlenden Akzeptanz seitens der Anleger geschuldet. Allerdings handle es sich mit der Mittelaufnahme von 4,56 Mrd. Euro nur um den ersten Teil für Spanien, der zweite Teil folge heute. Zwischen 3 und 4 Mrd. Euro sollten durch Aufstockungen von Altemissionen mit Laufzeiten von 3 und 15 Jahren refinanziert werden. Aber auch Frankreich beabsichtige, mit Aufstockungen von zwei-, drei und fünfjährigen Anleihen zwischen 6,5 und 7,5 Mrd. Euro aufzunehmen.
Bereits gestern habe die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland die aktuellen zweijährigen Bundesschatzanweisungen (ISIN DE0001137438 / WKN 113743) im Rahmen eines Tenderverfahrens um 5 Mrd. Euro auf insgesamt 10 Mrd. Euro aufgestockt. Die Nachfrage habe wie üblich das angebotene Material deutlich überstiegen und somit sei die 1,6fach überzeichnete Gattung bei einer Durchschnittsrendite von 0,22% zugeteilt worden. Unter Berücksichtigung der Inflationsrate also weiterhin ein lohnendes Geschäft für unseren Bundesfinanzminister, so die Analysten der Baader Bank.
Am Wochenende starte zum 180. Mal das größte Volksfest der Welt, die Münchner Wiesn. Die Zelte seien aufgebaut und die Fahrgeschäfte stünden bereit, um wieder einmal Millionen Besucher aus aller Welt in ihren Bann zu ziehen. Die aktuelle Entwicklung am Devisenmarkt erinnere an eine Achterbahnfahrt auf dem Oktoberfest. Noch zu Monatsbeginn habe sich die europäische Gemeinschaftswährung knapp oberhalb der Marke von 1,31 USD bewegt, um dann im weitern Handelsgeschehen ein neues Monatshoch von 1,3385 USD zu erreichen.
Die Frage, ob es wie beim "Sky-Fall" noch weiter nach oben gehe oder ob es nach unten saust, sei nach der geldpolitischen Entscheidung der FED kurzfristig beantwortet worden. Der freie 70m Fall sei ausgeblieben und mit 1,3541 USD sei ein neues Sieben-Monatshoch erreicht worden. Es bleibe aber abzuwarten, welches Fahrgeschäft die zukünftigen Marktbewegungen am besten beschreibe, Toboggan, Teufelsrad oder Looping Achterbahn. Eines sei allerdings bei solchen Märkten Pflicht: Sicherheitsbügel schließen!
Der Kursverlauf der Landeswährung Brasiliens gleiche ebenfalls einer Berg- und Talfahrt. Auf die vergangenen vier Wochen gesehen habe sich der Brasilianische Real von seinem Jahrestief (3,28 BRL) deutlich entfernen können und handle aktuell um die Marke von 2,9475 BRL.
Diese Kursbewegungen hätten einige Anleger als Chance gesehen und so würden Fremdwährungsanleihen auf Brasilianische Real zu den am meisten gehandelten Bonds gehören. Weitere Aktivitäten seien in Währungsanleihen, lautend auf Türkische Lira, Norwegische Kronen und Australische Dollar, zu beobachten gewesen.
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Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen.
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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen. (19.09.2013/alc/a/a)
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16.04.26
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Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie




