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Wann lockert die FED wieder?
28.07.25 10:00
Julius Bär Holding
Zürich (www.anleihencheck.de) - Wann wird die FED die Zinsen senken? Für den Juli stehen einer Lockerung einerseits Inflationssorgen aufgrund der verhängten Zölle und andererseits der Druck von Präsident Trump entgegen, so David Kohl, Chief Economist bei Julius Bär.
Erst für die zweite Jahreshälfte sei eine Zinssenkung realistisch.
Die FED sitze zwischen den Stühlen. Das Wachstum der US-Wirtschaft schwäche sich ab, was eine lockerere Politik erfordere. Die Inflation dagegen verharre hartnäckig nahe 3%, was über der Zielmarke der FED liege und damit eine restriktive Geldpolitik nahelege. Außerdem übe US-Präsident Donald Trump Druck auf FED-Chef Jerome Powell aus, die Zinsen deutlich zu senken. In dieser Situation sähe selbst eine gerechtfertigte Zinssenkung wie ein Verzicht auf die Unabhängigkeit der FED aus.
Julius Bär gehe davon aus, dass dieses Dilemma eine Zinssenkung bei der nächsten FOMC-Sitzung am 29. und 30. Juli verhindern werde. Julius Bär rechne mit einer weiteren Abschwächung der US-Wirtschaft. Die privaten Konsumausgaben seien in der ersten Jahreshälfte real kaum gewachsen. Ein schwächeres Einkommenswachstum und höhere Preise dürften den Konsum auch in der zweiten Jahreshälfte bremsen. Darüber hinaus behindere der Handelsstreit die Investitionsbereitschaft von US-Industrieunternehmen, wie die jüngste Umfrage der FED von Kansas bestätige.
Die nachlassenden Konjunkturaussichten würden die FED bei der kommenden FOMC-Sitzungen nach und nach zu einer weniger restriktiven Haltung zwingen. Der aktuelle Zielkorridor für den Leitzins liege mit 4,25% bis 4,5% recht restriktiv, insbesondere wenn man bedenke, dass der geschätzte neutrale Leitzins bei 3% bis 3,5% liege. Julius Bär gehe davon aus, dass die FED ihren Zinssenkungszyklus bei der FOMC-Sitzung im September wieder aufnehmen und den Zielkorridor für die Fed Funds um 25 Basispunkte senken werde, um die Geldpolitik bis zum Jahresende bei jeder folgenden Sitzung weiter zu lockern.
Die Geldpolitik dürfte im Vergleich zu einer neutralen Haltung restriktiv bleiben, denn die höheren Zölle dürften sich allmählich in höheren Verbraucherpreisen niederschlagen und könnten so die Inflation verstärken. Sollte sich herausstellen, dass die durch Zölle bedingte Inflation nur vorübergehend sei, werde die FED 2026 eine neutrale Geldpolitik mit zwei weiteren Zinssenkungen um 25 Basispunkte einnehmen können. (28.07.2025/alc/a/a)
Erst für die zweite Jahreshälfte sei eine Zinssenkung realistisch.
Julius Bär gehe davon aus, dass dieses Dilemma eine Zinssenkung bei der nächsten FOMC-Sitzung am 29. und 30. Juli verhindern werde. Julius Bär rechne mit einer weiteren Abschwächung der US-Wirtschaft. Die privaten Konsumausgaben seien in der ersten Jahreshälfte real kaum gewachsen. Ein schwächeres Einkommenswachstum und höhere Preise dürften den Konsum auch in der zweiten Jahreshälfte bremsen. Darüber hinaus behindere der Handelsstreit die Investitionsbereitschaft von US-Industrieunternehmen, wie die jüngste Umfrage der FED von Kansas bestätige.
Die nachlassenden Konjunkturaussichten würden die FED bei der kommenden FOMC-Sitzungen nach und nach zu einer weniger restriktiven Haltung zwingen. Der aktuelle Zielkorridor für den Leitzins liege mit 4,25% bis 4,5% recht restriktiv, insbesondere wenn man bedenke, dass der geschätzte neutrale Leitzins bei 3% bis 3,5% liege. Julius Bär gehe davon aus, dass die FED ihren Zinssenkungszyklus bei der FOMC-Sitzung im September wieder aufnehmen und den Zielkorridor für die Fed Funds um 25 Basispunkte senken werde, um die Geldpolitik bis zum Jahresende bei jeder folgenden Sitzung weiter zu lockern.
Die Geldpolitik dürfte im Vergleich zu einer neutralen Haltung restriktiv bleiben, denn die höheren Zölle dürften sich allmählich in höheren Verbraucherpreisen niederschlagen und könnten so die Inflation verstärken. Sollte sich herausstellen, dass die durch Zölle bedingte Inflation nur vorübergehend sei, werde die FED 2026 eine neutrale Geldpolitik mit zwei weiteren Zinssenkungen um 25 Basispunkte einnehmen können. (28.07.2025/alc/a/a)


