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Warum Anleihen auch in turbulenten Zeiten eine solide Wahl sind
17.10.23 15:00
Edmond de Rothschild Asset Management
Paris (www.anleihencheck.de) - Die Spannung auf den Anleihenmärkten ist nicht auf die steigenden Ölpreise zurückzuführen, da der Inflationsgrenzwert nur um einige Basispunkte gestiegen ist, so Benjamin Melman, Global Chief Investment Officer bei Edmond de Rothschild Asset Management.
Ebenso wenig liege es daran, dass die Märkte davon ausgehen würden, die Zentralbanken würden die hohen Zinssätze länger beibehalten, denn selbst die fünf- und zehnjährige Renditekurve sei eher steiler als flacher geworden. Die eigentliche Ursache der aktuellen Spannungen sei der Anstieg der Laufzeitprämie, eine nicht nachvollziehbare Variable, die jedoch verschiedenen Schätzmethoden unterliege. Sie hänge von so vielen Faktoren ab, dass kurzfristige Bewegungen schwer zu verstehen und noch schwerer zu antizipieren sein könnten.
Die Entwicklung der Laufzeitprämien habe in der Regel nichts mit den Erwartungen an die Geldpolitik zu tun. Und die Vorstellung, dass die höheren Renditen langfristiger Anleihen auf eine sich anbahnende Krise bei der Finanzierung des US-Defizits zurückzuführen seien, werde durch die starke Entwicklung des Dollars widerlegt.
Wir haben es bei dieser jüngsten Entwicklung also mit einem unbekannten Faktor zu tun, so Benjamin Melman von Edmond de Rothschild Asset Management. Die Anleihemärkte würden sich jedoch sicher wieder normalisieren, wenn das Ende der starken Inversion der US-Renditekurve, die anhaltende Disinflation und die bevorstehende weiche Landung voll zum Tragen kämen. Ein weiterer Faktor, der für eine Stabilisierung der Märkte spreche, sei die Tatsache, dass einige Mitglieder der US-Notenbank selbst angesichts der anhaltenden Stärke des Arbeitsmarktes offen argumentieren würden, dass höhere Renditen für langfristige Anleihen die Notwendigkeit einer weiteren Straffung der Geldpolitik verringern würden. Und dann sei da noch der Krieg in Israel, ein weiterer Grund trotz des Aufwärtsdrucks auf die Ölpreise Staatsanleihen zu kaufen, die als sicherer Hafen gelten würden.
All dies erkläre, warum die Experten von Edmond de Rothschild Asset Management Anleihen weiterhin übergewichten würden. Dabei liege ihr Schwerpunkt auf europäische Investment-Grade-Anleihen und hochverzinsliche Anleihen guter Qualität.
Die aktuellen Spannungen auf den Märkten und die geopolitischen Unsicherheiten würden zu einer eher vorsichtigen Haltung der Experten von Edmond de Rothschild Asset Management bei der Vermögensallokation führen. Nach dem Boom im Technologiesektor würden sich die Experten jetzt auf Big Data konzentrieren, um von der Ausbreitung der Revolution der künstlichen Intelligenz auf die Wirtschaft zu profitieren. Auch das etwas zurückgebliebene Gesundheitswesen biete Potenzial. Denn der Sektor werde von zahlreichen therapeutischen Durchbrüchen profitieren. Zudem entwickele sich der Bereich in der Regel auch unter schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen gut. (17.10.2023/alc/a/a)
Ebenso wenig liege es daran, dass die Märkte davon ausgehen würden, die Zentralbanken würden die hohen Zinssätze länger beibehalten, denn selbst die fünf- und zehnjährige Renditekurve sei eher steiler als flacher geworden. Die eigentliche Ursache der aktuellen Spannungen sei der Anstieg der Laufzeitprämie, eine nicht nachvollziehbare Variable, die jedoch verschiedenen Schätzmethoden unterliege. Sie hänge von so vielen Faktoren ab, dass kurzfristige Bewegungen schwer zu verstehen und noch schwerer zu antizipieren sein könnten.
Wir haben es bei dieser jüngsten Entwicklung also mit einem unbekannten Faktor zu tun, so Benjamin Melman von Edmond de Rothschild Asset Management. Die Anleihemärkte würden sich jedoch sicher wieder normalisieren, wenn das Ende der starken Inversion der US-Renditekurve, die anhaltende Disinflation und die bevorstehende weiche Landung voll zum Tragen kämen. Ein weiterer Faktor, der für eine Stabilisierung der Märkte spreche, sei die Tatsache, dass einige Mitglieder der US-Notenbank selbst angesichts der anhaltenden Stärke des Arbeitsmarktes offen argumentieren würden, dass höhere Renditen für langfristige Anleihen die Notwendigkeit einer weiteren Straffung der Geldpolitik verringern würden. Und dann sei da noch der Krieg in Israel, ein weiterer Grund trotz des Aufwärtsdrucks auf die Ölpreise Staatsanleihen zu kaufen, die als sicherer Hafen gelten würden.
All dies erkläre, warum die Experten von Edmond de Rothschild Asset Management Anleihen weiterhin übergewichten würden. Dabei liege ihr Schwerpunkt auf europäische Investment-Grade-Anleihen und hochverzinsliche Anleihen guter Qualität.
Die aktuellen Spannungen auf den Märkten und die geopolitischen Unsicherheiten würden zu einer eher vorsichtigen Haltung der Experten von Edmond de Rothschild Asset Management bei der Vermögensallokation führen. Nach dem Boom im Technologiesektor würden sich die Experten jetzt auf Big Data konzentrieren, um von der Ausbreitung der Revolution der künstlichen Intelligenz auf die Wirtschaft zu profitieren. Auch das etwas zurückgebliebene Gesundheitswesen biete Potenzial. Denn der Sektor werde von zahlreichen therapeutischen Durchbrüchen profitieren. Zudem entwickele sich der Bereich in der Regel auch unter schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen gut. (17.10.2023/alc/a/a)


