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Was bedeutet die Zinswende in den USA für europäische Aktienanleger?
08.03.18 14:30
LOYS
Oldenburg (www.anleihencheck.de) - In den Vereinigten Staaten von Amerika hat sich in den letzten Monaten eine Zinswende vollzogen, so die Experten von LOYS.
"Vielen Marktteilnehmern ist erst im Februar 2018 bewusst geworden, dass damit eine neue Phase am Kapitalmarkt begonnen hat", würden Ufuk Boydak und Dr. Christoph Bruns, Fondsmanager und Mitinhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG, in ihrem Monatskommentar erklären.
"Für die Aktienbörsen stellten die Jahrzehnte andauernden Zinssenkungen eine prächtige Begleitmusik dar. Erstens sind langfristige Anleihen per se die wichtigste Anlagealternative zur Aktienanlage. Zweitens werden künftige Unternehmensgewinne im Rahmen der Aktienanalyse auf den heutigen Bewertungstag abgezinst. Und drittens weisen die meisten Unternehmen zinstragende Verbindlichkeiten auf, so dass mit schwächeren Finanzergebnissen der Unternehmen zu rechnen ist", so Christoph Bruns.
Von großer Bedeutung sei nunmehr die Frage, wie schnell und auf welches Niveau die Zinsen in den USA steigen würden. Von der Beantwortung dieser Frage werde abhängen, wie nervös die Aktienmärkte auf die Entwicklung reagieren würden.
"Ein sprunghafter Anstieg der Zinsen könnte Unruhe an die Märkte bringen. Daran kann der Notenbank und der Regierung nicht gelegen sein. Zudem werden steigende Zinsen Konsequenzen für den Immobilienmarkt und die Kreditvergabe aufweisen. In den USA, wo nahezu alle höherwertigen Wirtschaftsgüter finanziert werden, spielt dieser Faktor eine herausgehobene Rolle. Zwar läuft die amerikanische Konjunktur derzeit ganz passabel und am Arbeitsmarkt spricht man von Vollbeschäftigung. Allerdings könnten höhere Zinsen den kreditfinanzierten Konsum ins Stottern bringen. Daran wird auch die im Dezember 2017 verabschiedete Steuerreform nur wenig ändern. Klar ist aber, dass die US-Notenbank für das laufende Jahr drei Zinserhöhungsschritte angekündigt hat", sage Ufuk Boydak.
In Europa sehe das Bild anders aus. "Der alte Kontinent konnte sich nicht so schnell erholen wie Nordamerika und hat besonders in den Südländern das Vorkrisenniveau beim Bruttosozialprodukt noch nicht wieder erreicht. Daher verspürt die europäische Notenbank keinerlei Eile, Amerika zu folgen und die Zinsen im Euroraum anzuheben. Es bleibt nach Aussage der Europäischen Zentralbank noch für geraume Zeit bei der Politik negativer Realzinsen. Zugleich spricht aber vieles dafür, dass auch Europa die Tiefstände bei den Zinsen, vor allem bei den Anleihezinsen, mittlerweile hinter sich gelassen hat", würden die Fondsmanager erklären. (08.03.2018/alc/a/a)
"Vielen Marktteilnehmern ist erst im Februar 2018 bewusst geworden, dass damit eine neue Phase am Kapitalmarkt begonnen hat", würden Ufuk Boydak und Dr. Christoph Bruns, Fondsmanager und Mitinhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG, in ihrem Monatskommentar erklären.
Von großer Bedeutung sei nunmehr die Frage, wie schnell und auf welches Niveau die Zinsen in den USA steigen würden. Von der Beantwortung dieser Frage werde abhängen, wie nervös die Aktienmärkte auf die Entwicklung reagieren würden.
"Ein sprunghafter Anstieg der Zinsen könnte Unruhe an die Märkte bringen. Daran kann der Notenbank und der Regierung nicht gelegen sein. Zudem werden steigende Zinsen Konsequenzen für den Immobilienmarkt und die Kreditvergabe aufweisen. In den USA, wo nahezu alle höherwertigen Wirtschaftsgüter finanziert werden, spielt dieser Faktor eine herausgehobene Rolle. Zwar läuft die amerikanische Konjunktur derzeit ganz passabel und am Arbeitsmarkt spricht man von Vollbeschäftigung. Allerdings könnten höhere Zinsen den kreditfinanzierten Konsum ins Stottern bringen. Daran wird auch die im Dezember 2017 verabschiedete Steuerreform nur wenig ändern. Klar ist aber, dass die US-Notenbank für das laufende Jahr drei Zinserhöhungsschritte angekündigt hat", sage Ufuk Boydak.
In Europa sehe das Bild anders aus. "Der alte Kontinent konnte sich nicht so schnell erholen wie Nordamerika und hat besonders in den Südländern das Vorkrisenniveau beim Bruttosozialprodukt noch nicht wieder erreicht. Daher verspürt die europäische Notenbank keinerlei Eile, Amerika zu folgen und die Zinsen im Euroraum anzuheben. Es bleibt nach Aussage der Europäischen Zentralbank noch für geraume Zeit bei der Politik negativer Realzinsen. Zugleich spricht aber vieles dafür, dass auch Europa die Tiefstände bei den Zinsen, vor allem bei den Anleihezinsen, mittlerweile hinter sich gelassen hat", würden die Fondsmanager erklären. (08.03.2018/alc/a/a)


