Erweiterte Funktionen
Was erwartet uns an den Finanzmärkten?
11.11.24 11:22
La Française
Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Kurzfristig entspricht die Marktreaktion unseren Erwartungen eines Erfolgs der Republikaner sowohl bei den Präsidentschaftswahlen als auch im Kongress, so die Experten von La Française Systematic Asset Management.
Die derzeitige Dynamik dürfte sich in den kommenden Wochen fortsetzen, wobei US-Aktien europäische Aktien outperformen würden. Bei US-Aktien dürften die niedrigen Bewertungen kleiner und mittlerer Unternehmen eine Fortsetzung der Rallye ermöglichen, ebenso bei Banken.
An den Anleihemärkten sei die Situation mit einem starken Anstieg der US-Renditen etwas anders, während sich die europäischen Renditen kaum bewegten. Auch hier dürfte sich der Trend kurzfristig fortsetzen (obwohl der Zinssatz bereits nahe 4% liege). Der US-Anleihemarkt sei derzeit wohl der wichtigste Markt. Solange die Zinserhöhung in geordneten Bahnen verlaufe, dürften sich die derzeitigen Trends fortsetzen - vorausgesetzt, die Explosion des US-Defizits führe nicht zu einer Reaktion wie nach dem Haushalt von Liz Truss in Großbritannien 2022 mit einem Kontrollverlust am langen Ende der Kurven.
Man sehe keine wesentlichen Auswirkungen der US-Wahlen auf die Credit Spreads.
Bei den Rohstoffen dürften die fossilen Brennstoffe stabil bleiben, und die Aussicht auf sehr große Haushaltsdefizite würde sich nach Meinung der Experten günstig auf den Goldpreis auswirken.
Die Marktreaktion auf die US-Wahl falle zugunsten der USA und zulasten Europas aus, wobei eine deutliche sektorale Verzerrung zu beobachten gewesen sei. Der inflationäre Aspekt der während des Wahlkampfs erwähnten Maßnahmen - die Besteuerung von Importen, der Fokus auf das Eindämmen der Einwanderung und der zu erwartende Einfluss auf die Zinssätze - habe zu einer Underperformance fremdfinanzierter Aktien geführt, die dem Inflation Reduction Act besonders ausgesetzt seien.
Europa weise eine unterdurchschnittliche Performance auf, insbesondere bei Versorgern, Banken und dem Automobilsektor.
Diese hohe Volatilität sei in einem Zeitraum aufgetreten, in dem die Gewinne veröffentlicht worden seien und die - notwendige - Konsensusauswertung stattgefunden habe, die eine bessere Positionierung zum Jahresende und zum Jahresbeginn 2025 bei Titeln ermöglichen würde, die unter ihrer Sektorzugehörigkeit gelitten hätten.
Trumps Einfluss auf das geopolitische Umfeld werde wahrscheinlich zu einer Arbitrage in Sektoren wie der Rüstungsindustrie führen. Sein Handelskrieg mit China könnte weiterhin Druck auf die Importe ausüben, aber China dürfte darauf reagieren. Der Markt werde auf diese Ankündigungen warten.
Man bevorzuge auch defensive Sektoren wie das Gesundheitswesen, bis mehr Details darüber vorlägen, was 2025 passieren werde.
Man sei zwar nicht alarmiert, aber man nehme eine vorsichtige Haltung ein und werde von übermäßigen Kursverlusten profitieren.
Nach dem Druck auf langfristige Renditen, der Versteilerung der Zinsstrukturkurven und den seit mehreren Wochen allmählich steigenden Inflationserwartungen - als die Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs von Donald Trump für die Märkte immer größer geworden sei - habe man begonnen, die Duration des Anleiheexposures schrittweise zu erhöhen. Man gehe davon aus, dass man die Duration weiter erhöhen werde, wenn der Zinsausverkauf anhielte. Man sei jedoch der Meinung, dass der größte Teil dieser Belastung bereits stattgefunden habe.
Man bleibe vorsichtig bei Schwellenländeranleihen, deren Risikoprämien sinken könnten, sollten der US-Dollar stärker werden, die langfristigen Zinssätze steigen und sich die Kurven weiter versteilen. Andererseits könnten die Dollarstärke und das beste Momentum bei Anleihen ein Gegengewicht zum schwachen Wachstum bilden. (11.11.2024/alc/a/a)
Die derzeitige Dynamik dürfte sich in den kommenden Wochen fortsetzen, wobei US-Aktien europäische Aktien outperformen würden. Bei US-Aktien dürften die niedrigen Bewertungen kleiner und mittlerer Unternehmen eine Fortsetzung der Rallye ermöglichen, ebenso bei Banken.
An den Anleihemärkten sei die Situation mit einem starken Anstieg der US-Renditen etwas anders, während sich die europäischen Renditen kaum bewegten. Auch hier dürfte sich der Trend kurzfristig fortsetzen (obwohl der Zinssatz bereits nahe 4% liege). Der US-Anleihemarkt sei derzeit wohl der wichtigste Markt. Solange die Zinserhöhung in geordneten Bahnen verlaufe, dürften sich die derzeitigen Trends fortsetzen - vorausgesetzt, die Explosion des US-Defizits führe nicht zu einer Reaktion wie nach dem Haushalt von Liz Truss in Großbritannien 2022 mit einem Kontrollverlust am langen Ende der Kurven.
Man sehe keine wesentlichen Auswirkungen der US-Wahlen auf die Credit Spreads.
Bei den Rohstoffen dürften die fossilen Brennstoffe stabil bleiben, und die Aussicht auf sehr große Haushaltsdefizite würde sich nach Meinung der Experten günstig auf den Goldpreis auswirken.
Die Marktreaktion auf die US-Wahl falle zugunsten der USA und zulasten Europas aus, wobei eine deutliche sektorale Verzerrung zu beobachten gewesen sei. Der inflationäre Aspekt der während des Wahlkampfs erwähnten Maßnahmen - die Besteuerung von Importen, der Fokus auf das Eindämmen der Einwanderung und der zu erwartende Einfluss auf die Zinssätze - habe zu einer Underperformance fremdfinanzierter Aktien geführt, die dem Inflation Reduction Act besonders ausgesetzt seien.
Diese hohe Volatilität sei in einem Zeitraum aufgetreten, in dem die Gewinne veröffentlicht worden seien und die - notwendige - Konsensusauswertung stattgefunden habe, die eine bessere Positionierung zum Jahresende und zum Jahresbeginn 2025 bei Titeln ermöglichen würde, die unter ihrer Sektorzugehörigkeit gelitten hätten.
Trumps Einfluss auf das geopolitische Umfeld werde wahrscheinlich zu einer Arbitrage in Sektoren wie der Rüstungsindustrie führen. Sein Handelskrieg mit China könnte weiterhin Druck auf die Importe ausüben, aber China dürfte darauf reagieren. Der Markt werde auf diese Ankündigungen warten.
Man bevorzuge auch defensive Sektoren wie das Gesundheitswesen, bis mehr Details darüber vorlägen, was 2025 passieren werde.
Man sei zwar nicht alarmiert, aber man nehme eine vorsichtige Haltung ein und werde von übermäßigen Kursverlusten profitieren.
Nach dem Druck auf langfristige Renditen, der Versteilerung der Zinsstrukturkurven und den seit mehreren Wochen allmählich steigenden Inflationserwartungen - als die Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs von Donald Trump für die Märkte immer größer geworden sei - habe man begonnen, die Duration des Anleiheexposures schrittweise zu erhöhen. Man gehe davon aus, dass man die Duration weiter erhöhen werde, wenn der Zinsausverkauf anhielte. Man sei jedoch der Meinung, dass der größte Teil dieser Belastung bereits stattgefunden habe.
Man bleibe vorsichtig bei Schwellenländeranleihen, deren Risikoprämien sinken könnten, sollten der US-Dollar stärker werden, die langfristigen Zinssätze steigen und sich die Kurven weiter versteilen. Andererseits könnten die Dollarstärke und das beste Momentum bei Anleihen ein Gegengewicht zum schwachen Wachstum bilden. (11.11.2024/alc/a/a)


