Zeit für einen Kurswechsel


13.05.16 10:18
Baader Bank

Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Es ist an der Zeit, dass Politiker und Notenbanken die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und sich der wachsenden Unzufriedenheit großer Bevölkerungsteile mehr annehmen als bisher, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.

Insbesondere in Europa, wo die Themen vielfältig seien, gewinne man den Eindruck, dass vieles ignoriert werde. Der zu beobachtende "Rechtsruck" in Ländern wie Polen, Österreich, Frankreich und nicht zuletzt auch in Deutschland komme nicht von ungefähr. Denn manchmal dränge sich bei verschiedenen EU-Bürgern der Eindruck auf, dass die Rettung von Staaten, die jahrelang weit über ihre Verhältnisse gelebt hätten, wichtiger sei als der Vermögenserhalt.

Das Aufblühen nationalen Gedankenguts und auch die "Brexit"-Bewegung in Großbritannien seien Folgen politischer Ignoranz gegenüber den Menschen, deren Interessen man vertreten solle. Dies solle freilich keine Entschuldigung für Nationalismus sein, der immer dann aufkeime, wenn der Steuerzahler, das schwächste Glied der Kette, die finanziellen Folgekosten einer verfehlten Politik oder eine Fehlentwicklung in der Finanzwelt zu tragen habe. Ob es sich um Steuerausfälle als Folge von Abschreibungen bei Unternehmen, direkte Subventionierung infolge der Energiewende, Gelder zur Bankenrettung oder die Finanzierung von Rettungsmaßnahmen überschuldeter Länder handle - alles schlage in letzter Konsequenz beim Fiskus und somit beim Steuerzahler auf. Doch damit nicht genug. Wegen der Haushaltsdefizite vieler EU-Staaten betreibe die Europäische Zentralbank bereits seit Jahren eine Niedrigzinspolitik, die jetzt an den Ersparnissen vorausschauender Bürger nage. Alle Formen der gesetzlichen sowie der privaten Altersvorsorge und nicht zuletzt die Betriebsrente würden aktuell unter den Minizinsen leiden, was für die jüngere Generation die Gefahr der Altersarmut aufkommen lasse.

Es werde also Zeit für eine Kursänderung, insbesondere der EZB. Ob sich allerdings die Notenbanker diesem Wunsch gegenüber aufgeschlossen zeigen würden, dürfe bezweifelt werden. Daran werde auch die jüngste Aufforderung des Bundesfinanzministers, Wolfgang Schäuble, nach einem Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik aller Voraussicht nichts ändern. Doch irgendwann würden die Spätfolgen dieser Geldpolitik nicht mehr zu bezahlen sein, sodass sich die Märkte neu ausrichten müssten. Alle Marktteilnehmer würden wissen, dass es so kommen werde, aber niemand könne sagen, wann es soweit sei. Denn wie sei schon bei Heinrich von Kleist zu lesen: "Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht." Man könne lediglich hoffen, dass die Kursänderung noch rechtzeitig und nicht ruckartig erfolgen werde.

Auf "gutem Weg" wähne EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker das von der Schuldenkrise gebeutelte Griechenland. Nachdem sich das griechische Parlament am Sonntag auf weitere Reformen habe einigen können, sehe er die Ziele, die als Voraussetzung für den Fortgang des dritten Hilfsprogramms gelten würden, als so gut wie erreicht an.

Bei EU-Währungskommissar Pierre Moscovici klinge das Ganze schon etwas weniger euphorisch. So bezeichne er die vom griechischen Parlament verabschiedeten Reformen als "sehr wichtige Anstrengungen". Auch die Vorschläge der griechischen Führung für ein von den Geldgebern gefordertes zusätzliches Sparpaket "auf Vorrat" seien in die richtige Richtung gegangen. Sie könnten aber eben auch noch verbessert werden, so Moscovici.

Und nochmal anders klinge die Einschätzung der Kreditgeber Griechenlands, wonach die Schuldenlast des Landes 2016 mit rund 183% des BIPs ihren Höhepunkt erreichen könnte, um dann bis 2060 auf 105% zu sinken. Im günstigsten Fall könnte die Verschuldung sogar auf 63% zurückgehen, im Worst Case allerdings auch auf 258% des BIPs klettern. Bis 2060 sei es fürwahr noch eine lange Zeit. Unterm Strich aber würden die Kreditgeber laut Wall Street Journal aufgrund der hohen Schulden- und Bruttofinanzierungsquoten, die sich aus der Analyse ergeben würden, signalisieren, dass die langfristige Schuldentragfähigkeit Griechenlands besorgniserregend sei.

Dies dürfte die Debatte um eine abermalige Erleichterung der Schuldenlast des Landes befeuern. Auf einen solchen Schuldenschnitt dränge der Internationale Währungsfonds (IWF), der sich bislang nicht am dritten Hilfspaket beteilige, was wiederum ein großer Wunsch der deutschen Bundesregierung sei.

Indessen gehe die EU-Kommission für Hellas von einer Rückkehr zum Wachstum im zweiten Halbjahr 2016 aus, das sich im kommenden Jahr noch beschleunigen solle. Schon jetzt seien die Wirtschaftsdaten für die griechische Wirtschaft besser als erwartet, habe Juncker gesagt und schlussfolgert: "Mit dem Programm, das im letzten Sommer begann, hat Griechenland also die Grundlage dafür erhalten, zu einer dauerhaft stabilen Wirtschaftsentwicklung zurückzukehren." Man wolle es den Griechen wohl gönnen, aber dennoch klinge das alles stark nach Gesundbeten.

Dass Mario Draghi ausgerechnet Jens Weidmann als neuen Verbündeten finden würde, hätte sich der EZB-Präsident bestimmt nicht träumen lassen. Denn der Bundesbank-Präsident, sonst ein ausgewiesener Kritiker der expansiven Geldpolitik der EZB, stelle sich momentan immer wieder demonstrativ hinter Draghi. Wie die "Deutschen Wirtschaftsnachrichten" analysieren würden, würden sich in Aussagen von Weidmann immer mehr zustimmende Passagen zur EZB-Politik finden. So habe er jüngst den expansiven Kurs der Notenbank als "angemessen" bezeichnet und verständnisvoll von einem "Handlungsbedarf" der EZB gesprochen.

Habe Weidmann, der stets als Anwalt der deutschen Sparer gegolten habe, seine Ansichten also geändert? Vielleicht habe er nur - ohne seine grundsätzliche Gegnerschaft des Anleihen-Kaufprogramms aufzugeben - erkannt, dass die EZB in manchen Situationen nicht anders habe handeln können. Eine andere Lesart könnte auch sein, dass Weidmann seine nach außen praktizierte offene Opposition zurückgefahren habe, um dadurch wieder mehr Einfluss auf interne EZB-Entscheidungen zu bekommen.

Ganz ohne Wirkung sei Weidmanns Kritik dennoch nicht geblieben. So werde zwar die Produktion des 500-Euro-Scheins eingestellt und dessen Ausgabe bis 2018 gestoppt, dennoch bleibe der 500-Euro-Schein nicht zuletzt dank Weidmann gesetzliches Zahlungsmittel. Der 500-Euro-Schein gehöre weltweit zu den Banknoten mit dem höchsten Wert. In den USA reiche die Skala nur bis 100 US-Dollar. Lediglich die Schweiz verfüge mit dem 1.000-Franken-Schein über eine Banknote, die einen höheren Wert als der 500-Euro-Schein aufweise.

So gesehen möge es nicht so sehr die Abschaffung des 500-Euro-Scheins sein, die zu denken gebe, sondern die Debatte um eine Bargeldobergrenze. Bargeld sei der deutlichste Ausdruck für die europäische Integration und stelle einen Vetrauensanker der Bürger in die Währung dar, schreibe dazu die Bundesbank. Eine Bargeldobergrenze würde demnach dazu führen, dass Banknoten die Qualität des unbeschränkten gesetzlichen Zahlungsmittels verlieren würden und die Bürger ab einem bestimmten Betrag auf Giralgeld ausweichen müssten. Dies sei aber kein Zentralbankgeld und daher mit Ausfallrisiken verbunden, wie es die Finanzkrise gezeigt habe. Auch vor diesem Hintergrund sollte man die Einführung von Barzahlungsgrenzen "sehr sorgfältig diskutieren", so die Aussage der Bundesbank.

Fast schon kurios mute es an, wenn man höre, dass die Abschaffung des 500-Euro-Scheins rund 500 Mio. Euro kosten solle. Die Kosten entstünden vor allem für den Druck alternativer Scheine. Denn es müssten mehrere Milliarden neue Banknoten in recht kurzer Zeit gedruckt und in Umlauf gebracht werden, was eine logistische Herkulesaufgabe darstelle.

Bereits seit einem Jahr nehme die Finanzaufsicht BaFin die Lebensversicherungen wegen der Belastungen durch die niedrigen Zinsen genauer unter die Lupe. Nun habe die BaFin ihr Augenmerk auch auf die Pensionskassen, welche die betriebliche Altersvorsorge garantieren sollten, ausgeweitet. BaFin-Präsident Felix Hufeld habe davon gesprochen, dass seine Behörde eine Handvoll der Kassen " in Manndeckung genommen" habe, weil sie möglicherweise bald ihren Verpflichtungen gegenüber Pensionären nicht mehr nachkommen könnten.

Hufeld habe auf Entwicklungen wie in den Niederlanden verwiesen, wo Pensionskassen ihre Rentenzahlungen bereits gekürzt hätten und es weitere Leistungskürzungen geben werde. Im Fokus der BaFin stünden dabei besonders kleinere Pensionskassen. Großunternehmen könnten laut Hufeld dagegen die Zahlungsfähigkeit ihrer Kassen sichern.

"Wie ein schleichendes Gift machen sich die niedrigen Zinsen nicht nur in den Bilanzen der gesamten Bankenbranche bemerkbar, sondern auch bei Pensionskassen", habe er gesagt, dessen Behörde über 140 Pensionskassen und Pensionsfonds mit einem Volumen von 165 Mrd. Euro wache. Das erhöhe den Druck auf die Arbeitgeber, welche die Kassen finanzieren müssten.

Hufeld habe den Banken derzeit eine stabile Lage attestiert. Allerdings bleibe der Druck auf die Branche hoch. Sie hätten sich einen "Speckgürtel" verschafft, der noch eine ganze Zeit reiche. Auch die Lebensversicherer hätten zumindest auf kurze und mittlere Sicht ausreichendes Stehvermögen. Klar sei ihm aber auch: Je länger die Zinsen niedrig bleiben würden, desto mehr werde auch das Zinsänderungsrisiko zu einem Problem.

Britische Banken müssten sich für den Brexit wappnen. Die EZB-Bankenaufsicht fordere von den Instituten Angaben über Notfallpläne für den Fall eines möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU. Damit solle sichergestellt werden, dass die Banken die Risiken angemessen einstufen würden und für alle möglichen Ergebnisse gewappnet seien. Die Banken sollten beispielsweise angeben, wie sie sich auf den möglichen EU-Austritt Großbritanniens vorbereiten und mit eventuellen Marktschocks und anderen Veränderungen umgehen würden. Die Bevölkerung Großbritanniens votiere am 23. Juni über den Verbleib in der Europäischen Union.

Bei einem Brexit drohe den Geldhäusern eine lange Periode der Unsicherheit. Dies habe eine Untersuchung der Anwaltskanzlei Clifford Chance im Auftrag des europäischen Finanzmarktverbandes AFME ergeben. Denn zunächst seien die wirtschaftlichen Beziehungen des Landes zu den früheren EU-Partnern unklar, heiße es dort. Das werde die Geschäftsplanungen der Marktteilnehmer beeinflussen. Banken und Investmentfirmen würden infolge neuer Beschränkungen für grenzüberschreitende Geschäfte wahrscheinlich mit negativen Folgen zu rechnen haben, hätten die Autoren konstatiert. Mit dieser Gefahr seien auch Börsengesellschaften und Wertpapierabwicklungshäuser konfrontiert.

Das im Erdölraffinerie-Sektor tätige Unternehmen Shell habe sich für die Zukunft gerüstet und sich am Kapitalmarkt refinanziert. Um für zukünftige Projekte ausreichend mit Liquidität ausgestattet zu sein, habe man sich zur Aufnahme einer Multitranche entschieden. Es seien insgesamt sechs Anleihen begeben worden, wovon vier auf US-Dollar lauten würden, die sich zu einem Gesamtvolumen von 7,25 Mrd. USD addieren würden. Die Ausstattung der einzelnen US-Dollar-Anleihen richte sich nach der Laufzeit und stelle sich wie folgt dar: ISIN US822582BR27 / WKN A181DU/ 2019 mit 1,375% p.a., ISIN US822582BS00 / WKN A181DS/ 2021 mit 1,875% p.a., ISIN US822582BT82 / WKN A181DT/ 2026 mit 2,875% p.a. sowie ISIN US822582BQ44 / WKN A181DR/ 2046 mit einer Zinszahlung von 4,00% p.a.

Die beiden Euro-Anleihen hingegen würden sich auf ein Gesamtvolumen von 1,75 Mrd. Euro belaufen. Bei der ersten Tranche handle es sich um eine 750 Mio. Euro schwere achtjährige Anleihe (ISIN XS1411405662 / WKN A181L9) mit Fälligkeit am 12.05.2024. Der Anleger erhalte eine jährliche Verzinsung von 0,75%. Das Pricing erfolge mit +45 bps über Mid Swap und somit bei 99,899%. Die zweite Tranche, eine zwölfjährige Anleihe (ISIN XS1411401083 / WKN A181MA) habe ein Volumen von 1 Mrd. Euro und sei am 12.05.2028 endfällig. Der Investor erhalte 1,25% p.a. Der Ausgabepreis habe bei 98,965% (Mid Swap +65 bps) gelegen.

Shell habe sich bei allen USD-Tranchen für eine Mindeststückelung von 1.000 USD und bei den Euro-Anleihen für die Mindestanlagesumme von 100.000 Euro entschieden.

Aber auch der europäische Luftfahrtkonzern Airbus habe sich insgesamt 1,5 Mrd. Euro als Doppelpack gesichert. Der erste Bond mit 600 Mio. Euro werde mit 0,75% p.a. bis zum 13.05.2026 verzinst. Der Emissionspreis sei bei 99,278% und somit 81,3 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe fixiert worden. Die zweite Anleihe (ISIN XS1410582313 / WKN A181L7) habe ein Volumen von 900 Mio. Euro und einen jährlichen Kupon von 1,375% bis zur Fälligkeit am 13.05.2031. Der Emissionsspread habe bei +135,3 bps über der entsprechenden Bundesanleihe gleicher Laufzeit gelegen und folglich habe der Ausgabepreis 98,464% betragen. Airbus habe bei beiden Bonds nicht nur ein optionales Sonderkündigungsrecht (Make-Whole-Option), sondern auch die Mindestanlagesumme von jeweils 100.000 Euro in den Emissionsbedingungen festschreiben lassen.

Es gebe Börsentage, an denen sich die Verhaltensmuster der Investoren ähneln würden, aber manchmal auch nicht. So geschehen in den vergangenen Handelstagen, so Stopp. Obwohl sich der Aktienmarkt wieder habe stabilisieren können, habe sich das Rentenbarometer nicht von seinem Weg nach oben abbringen lassen. Die oft festgestellte Korrelation zwischen Aktien und Renten sei also in dieser Handelswoche ad absurdum geführt worden und es sei zumindest phasenweise zu einem Gleichschritt der beiden Assetklassen gekommen.

Doch nun sei der Euro-Bund-Future nach sechs aufeinander folgenden Handelstagen in luftige Höhen vorgedrungen und schicke sich an, das Hoch vom 11. April (164,60%) zu testen. Sollte das nicht gelingen, so wäre eine technische Gegenreaktion um ein Drittel der jüngsten Aufwärtsbewegung möglich. Die daraus resultierende Unterstützungslinie würde bei ca. 163,40% verlaufen und im Bereich von ca. 163,10% um eine aus mehreren Hochs und Tiefs Ende Januar gebildete Linie verstärkt werden. Obwohl sich bei der Aufwärtsbewegung die Anzeichen einer nachlassenden Dynamik mehren würden, sei ein Test des bisherigen Hochs bei 164,60% infolge der Entwicklung an den Aktienmärkten zu erwarten. Aktuell notiere das "Sorgenbarometer" bei 164,47%.

In den USA sei in dieser Woche den Investoren wieder einiges zum Kauf angeboten worden. Neben den üblichen Geldmarkttiteln mit Laufzeiten von vier Wochen sowie drei und sechs Monaten für insgesamt 102 Mrd. USD seien auch Bonds für 62 Mrd. USD mit Fälligkeiten in drei, zehn und 30 Jahren aufgelegt worden. Die Anleger hätten also aus dem Vollen schöpfen können.

In Euroland hingegen seien von den zuständigen Stellen insgesamt lediglich ca. 15 Mrd. Euro aufgenommen worden. Hierbei habe die Slowakei eine neue Anleihe (ISIN SK4120011636 / WKN A181DY/ 2026) emittiert und Altemissionen der Niederlande (ISIN NL0011819040 / WKN A1VNKY/ 2026) und Österreichs (ISIN AT0000A1K9C8 / WKN A18X6P/ 2026; ISIN AT0000A10683 / WKN A1HJL6/ 2034) seien aufgestockt worden. In Deutschland hätten ebenfalls Zeichnungen für zwei Anleihen auf der Agenda gestanden. Zum einen sei bereits am Dienstag die inflationsindexierte Anleihe (ISIN DE0001030559 / WKN 103055/ 2030) um 1 Mrd. Euro auf insgesamt 8 Mrd. Euro aufgestockt worden. Die Zuteilung der technisch unterzeichneten Gattung sei bei einer realen Durchschnittsrendite von -0,75% erfolgt. Überzeichnet sei allerdings der gestrige Tender der zweijährigen Bundesschatzanweisungen (ISIN DE0001104644 / WKN 110464) über 5 Mrd. Euro gewesen, die bei einer Durchschnittsrendite von -0,51% abgerechnet worden seien. Auch Irland habe sich über die Aufstockung einer Altemission (ISIN IE00BJ38CQ36 / WKN A1ZUS5/ 2022) finanziellen Freiraum geschaffen.

Das europäische Highlight der Woche sei allerdings die Auflegung einer 50-jährigen Anleihe durch Spanien im Volumen von 3 Mrd. Euro gewesen, für die Orders in Höhe von mehr als 10,5 Mrd. Euro vorgelegen hätten. Die Nominalverzinsung dieser langfristigen Mittelaufnahme belaufe sich auf 3,45%. Ob der Aufschlag gegenüber der zehnjährigen Anleihe, die momentan mit ca. 1,6% rentiere, angemessen sei, müsse jeder Investor selbst entscheiden.

Die kleine Schweizer Gemeinde Zug zeige sich innovativ und als globaler Technikpionier. Als weltweit erste Stadt akzeptiere sie die Digitalwährung Bitcoin bis zu 200 SFR in einem Pilotprojekt ab dem 1. Juli als Zahlungsmittel für Leistungen des Einwohneramtes. Dennoch würden weiterhin die Währungen Euro und US-Dollar als die besser etablierten Leitwährungen gelten.

In der vergangenen Berichtswoche habe sich eben dieses Währungspaar kaum verändert gezeigt Zum Wochenausklang habe der US-Arbeitsmarktbericht kurzzeitig für Bewegung am Devisenmarkt gesorgt. So sei der Euro bis auf 1,1479 USD gestiegen, um nur kurz danach seine Gewinne allesamt wieder abzugeben und sich mit 1,1404 Dollar ins Wochenende zu verabschieden. Seither bewege sich der Eurokurs in sehr ruhigem Fahrwasser. Aufgrund fehlender Impulse habe die Tradingrange der vergangenen Handelstage zwischen 1,1359 USD und 1,1446 USD gelegen.

Für mehr Aufregung habe wieder einmal die ziemlich volatile Kursentwicklung des Brasilianischen Reals (BRL) aufgrund der zunehmenden politischen Unsicherheit im Land gesorgt. Zudem habe die Ratingagentur Fitch das Rating Brasiliens von BB+ auf BB gesenkt, mit negativem Ausblick. So habe die Währung zu Wochenbeginn massive Kursverluste zu verkraften gehabt und sei zum Euro bis auf 4,1829 BRL gefallen, habe diese jedoch in kürzester Zeit wieder wettmachen können und handle nun bei 3,93 BRL.

Auf der Suche nach rentablen Investments hätten in dieser Berichtswoche vornehmlich Währungsanleihen in Norwegischen Kronen auf den Kauflisten gestanden. Aber auch Fremdwährungsanleihen in US-Dollar, Südafrikanischen Rand und Brasilianische Real haetten ihre Käufer gefunden.

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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader und Dieter Brichmann. (13.05.2016/alc/a/a)





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