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Zinsanhebung erst einmal unwahrscheinlich
13.12.21 15:00
Berenberg
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Aktien entwickelten sich jüngst volatil seitwärts, so Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management bei Berenberg im aktuellen "Märkte-Monitor".
Jedoch hätten unter der Oberfläche zwei Segmente deutlich nachgegeben. Zyklische Aktien seien durch Konjunktursorgen aufgrund der Omikron-Variante belastet worden, während unprofitable Tech-Unternehmen wegen Zinserhöhungsängsten unter Druck geraten seien. Im Zuge dessen habe sich die US-Zinskurve auch merklich verflacht. Die kurzfristigen Zinsen seien gestiegen, da der Markt nun mehr FED-Zinserhöhungen preise, und die langfristigen Zinsen seien aufgrund des Risk-Off-Umfelds gefallen. Verstärkt worden sei die Verflachung noch durch Hedge-Fonds, die stark auf eine steilere Kurve gewettet hätten und diese Position nun hätten reduzieren müssen. Die jüngste Episode könnte ein Vorgeschmack auf 2022 sein. Der Investment-Konsensus sei uneins. Auf der einen Seite seien die Optimisten, die an zweistellige Aktienrenditen ohne große Störfeuer glauben würden. Auf der anderen Seite seien die Pessimisten, die wegen der restriktiveren FED-Politik eine stärkere Korrektur erwarten würden. Die Wahrheit liege nach Meinung der Berenberg nach in der Mitte.
Kurzfristiger Ausblick
Diese Wochen dürften die Zentralbanken im Fokus stehen. Am 15.12. halte die FED, am 16.12. die EZB sowie die Bank of England und am 17.12. die Bank of Japan ihre monatliche Sitzung ab. Eine Zinsanhebung durch eine der Zentralbanken sei unwahrscheinlich - lediglich bei der BoE bestehe eine gewisse Chance. Der Ton der Zentralbanken dürfte jedoch bei weiterhin hoher Inflation restriktiver werden. Am 16. Dezember finde zudem ein EU-Gipfel statt. Auf der Agenda stünden COVID19, Krisenmanagement, Energiepreise, Sicherheit und Migration. Diesen Dienstag würden EUR-Industrieproduktionsdaten (Oktober) und US-Erzeugerpreise (Nov.) veröffentlicht. Chinesische Industrieproduktionsdaten (November), britische Verbraucherpreise (November) und US-Einzelhandelsumsätze (November) würden am Mittwoch bekannt gegeben. Vorläufige Einkaufsmanagerindices für Europa und die USA (Dezember) und US-Industrieproduktionsdaten (November) würden am Donnerstag folgen. Der ifo-Index werde am Freitag veröffentlicht. (13.12.2021/alc/a/a)
Jedoch hätten unter der Oberfläche zwei Segmente deutlich nachgegeben. Zyklische Aktien seien durch Konjunktursorgen aufgrund der Omikron-Variante belastet worden, während unprofitable Tech-Unternehmen wegen Zinserhöhungsängsten unter Druck geraten seien. Im Zuge dessen habe sich die US-Zinskurve auch merklich verflacht. Die kurzfristigen Zinsen seien gestiegen, da der Markt nun mehr FED-Zinserhöhungen preise, und die langfristigen Zinsen seien aufgrund des Risk-Off-Umfelds gefallen. Verstärkt worden sei die Verflachung noch durch Hedge-Fonds, die stark auf eine steilere Kurve gewettet hätten und diese Position nun hätten reduzieren müssen. Die jüngste Episode könnte ein Vorgeschmack auf 2022 sein. Der Investment-Konsensus sei uneins. Auf der einen Seite seien die Optimisten, die an zweistellige Aktienrenditen ohne große Störfeuer glauben würden. Auf der anderen Seite seien die Pessimisten, die wegen der restriktiveren FED-Politik eine stärkere Korrektur erwarten würden. Die Wahrheit liege nach Meinung der Berenberg nach in der Mitte.
Kurzfristiger Ausblick
Diese Wochen dürften die Zentralbanken im Fokus stehen. Am 15.12. halte die FED, am 16.12. die EZB sowie die Bank of England und am 17.12. die Bank of Japan ihre monatliche Sitzung ab. Eine Zinsanhebung durch eine der Zentralbanken sei unwahrscheinlich - lediglich bei der BoE bestehe eine gewisse Chance. Der Ton der Zentralbanken dürfte jedoch bei weiterhin hoher Inflation restriktiver werden. Am 16. Dezember finde zudem ein EU-Gipfel statt. Auf der Agenda stünden COVID19, Krisenmanagement, Energiepreise, Sicherheit und Migration. Diesen Dienstag würden EUR-Industrieproduktionsdaten (Oktober) und US-Erzeugerpreise (Nov.) veröffentlicht. Chinesische Industrieproduktionsdaten (November), britische Verbraucherpreise (November) und US-Einzelhandelsumsätze (November) würden am Mittwoch bekannt gegeben. Vorläufige Einkaufsmanagerindices für Europa und die USA (Dezember) und US-Industrieproduktionsdaten (November) würden am Donnerstag folgen. Der ifo-Index werde am Freitag veröffentlicht. (13.12.2021/alc/a/a)


