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Ein kleines Land hat die Kapitalmärkte stimmungsmäßig fest im Griff: Griechenland
13.07.15 12:58
Pioneer Investments Austria
Wien (www.anleihencheck.de) - Die relativ günstigen Wirtschaftsdaten der Eurozone werden derzeit von der Griechenland-Problematik überschattet, so die Experten von Pioneer Investments Austria.
Aber auch in den USA seien die Wachstumsdaten für das erste Quartal 2015 von -0,7% auf -0,2% nach oben revidiert worden. Schwaches Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal habe mittlerweile fast schon Tradition, in den drei weiteren Quartalen liege das Wachstum meist deutlich über dem des ersten Quartals.
"Die Gewinnmargen der Unternehmen zeigen derzeit, dass die USA in der Nähe ihrer Höchststände der vergangenen 20 Jahre sind", erkläre Hans Köck Investmentstratege bei Pioneer Investments Austria. Hingegen lägen die Margen in Europa deutlich darunter. "Steigende Löhne in den USA und der feste Dollar könnten Druck auf die Margen erzeugen. In Kombination mit den positiven Wirtschaftsdaten ergibt sich daraus Potenzial, dass Europa den Abstand zu den USA verringern könnte", sage Köck. Und weiter: "Deshalb bleiben wir, trotz der erhöhten Volatilität, in europäischen Aktien übergewichtet."
Das Risiko eines "Grexit" sei sicherlich gestiegen. Noch könnten die Verhandlungspartner durch gemeinsame neue Pläne einen Staatsbankrott Griechenlands und einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone abwenden.
Nach einer volatilen Seitwärtsbewegung habe der US-Aktienindex S&P 500 im Juni nach dem Verhandlungsabbruch zwischen Griechenland und seinen Gläubigern mit deutlichen Kursverlusten (-2,1%) geschlossen. Auf Eurobasis (-3,7%) sei das der schlechteste Monat seit August 2011 gewesen. Seit Jahresbeginn habe damit der Markt Ende Juni nur mehr 0,2% im Plus gelegen, auf Eurobasis allerdings - durch den Dollaranstieg - noch deutlich im Plus (+8,8%).
Europäische Aktien hätten 2015 bisher deutlich stärker zugelegt als US-Aktien. Nach dem massiven Anstieg in den ersten drei Monaten sei es im April und Mai allerdings zu Gewinnmitnahmen gekommen. Im Juni habe die Griechenland-Krise erneut die Stimmung der Investoren gedrückt und es sei zu deutlichen Kursrückgängen auf breiter Front gekommen.
Die Wirtschaftsdaten würden für europäische Aktien sprechen, aktuell würden die besseren Fundamentaldaten aber vom Griechenland-Drama überschattet. Die positiven Faktoren würden derzeit in den Hintergrund rücken: Das QE der EZB erhöhe die Liquidität. Der schwache Euro unterstütze die Exportwirtschaft. Die niedrigen Energiepreise würden eine Kostenentlastung für Unternehmen und Konsumenten bedeuten. Das Wirtschaftswachstum könnte positiv überraschen. Unternehmensgewinne und BIP-Erwartungen würden derzeit nach oben revidiert. Europa sei günstiger bewertet als die USA. Die Experten von Pioneer Investments Austria bleiben - wie bereits oben erwähnt - wegen der verbesserten fundamentalen Aussichten trotz erhöhter Volatilität in europäischen Aktien übergewichtet.
Für Euro-Staatsanleihen sei das zweite Quartal 2015 das schlechteste Quartal der vergangenen 30 Jahre gewesen. Nur wegen der kräftigen Kursgewinne des ersten Quartals seien Euro-Staatsanleihen per Ende Juni seit Jahresbeginn nicht mehr als 1,3% im Minus gewesen. Die Verbesserung der Konjunkturdaten, steigende BIP-Zahlen und wieder höhere Inflationsraten - nach -0,6% im Januar stieg die Inflation auf 0,2% im Juni, gegen Jahresende könnten wir uns 1% nähern - bedeuten zyklischen Druck auf die Anleihenzinsen, so die Experten von Pioneer Investments Austria. Dem stehe derzeit das Anleihen-Ankaufprogramm der EZB gegenüber (monatlich 60 Mrd. Euro Staatsanleihen, Covered Bonds und ABS). Die Experten würden in dieser Assetklasse untergewichtet bleiben. (13.07.2015/alc/a/a)
Aber auch in den USA seien die Wachstumsdaten für das erste Quartal 2015 von -0,7% auf -0,2% nach oben revidiert worden. Schwaches Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal habe mittlerweile fast schon Tradition, in den drei weiteren Quartalen liege das Wachstum meist deutlich über dem des ersten Quartals.
"Die Gewinnmargen der Unternehmen zeigen derzeit, dass die USA in der Nähe ihrer Höchststände der vergangenen 20 Jahre sind", erkläre Hans Köck Investmentstratege bei Pioneer Investments Austria. Hingegen lägen die Margen in Europa deutlich darunter. "Steigende Löhne in den USA und der feste Dollar könnten Druck auf die Margen erzeugen. In Kombination mit den positiven Wirtschaftsdaten ergibt sich daraus Potenzial, dass Europa den Abstand zu den USA verringern könnte", sage Köck. Und weiter: "Deshalb bleiben wir, trotz der erhöhten Volatilität, in europäischen Aktien übergewichtet."
Nach einer volatilen Seitwärtsbewegung habe der US-Aktienindex S&P 500 im Juni nach dem Verhandlungsabbruch zwischen Griechenland und seinen Gläubigern mit deutlichen Kursverlusten (-2,1%) geschlossen. Auf Eurobasis (-3,7%) sei das der schlechteste Monat seit August 2011 gewesen. Seit Jahresbeginn habe damit der Markt Ende Juni nur mehr 0,2% im Plus gelegen, auf Eurobasis allerdings - durch den Dollaranstieg - noch deutlich im Plus (+8,8%).
Europäische Aktien hätten 2015 bisher deutlich stärker zugelegt als US-Aktien. Nach dem massiven Anstieg in den ersten drei Monaten sei es im April und Mai allerdings zu Gewinnmitnahmen gekommen. Im Juni habe die Griechenland-Krise erneut die Stimmung der Investoren gedrückt und es sei zu deutlichen Kursrückgängen auf breiter Front gekommen.
Die Wirtschaftsdaten würden für europäische Aktien sprechen, aktuell würden die besseren Fundamentaldaten aber vom Griechenland-Drama überschattet. Die positiven Faktoren würden derzeit in den Hintergrund rücken: Das QE der EZB erhöhe die Liquidität. Der schwache Euro unterstütze die Exportwirtschaft. Die niedrigen Energiepreise würden eine Kostenentlastung für Unternehmen und Konsumenten bedeuten. Das Wirtschaftswachstum könnte positiv überraschen. Unternehmensgewinne und BIP-Erwartungen würden derzeit nach oben revidiert. Europa sei günstiger bewertet als die USA. Die Experten von Pioneer Investments Austria bleiben - wie bereits oben erwähnt - wegen der verbesserten fundamentalen Aussichten trotz erhöhter Volatilität in europäischen Aktien übergewichtet.
Für Euro-Staatsanleihen sei das zweite Quartal 2015 das schlechteste Quartal der vergangenen 30 Jahre gewesen. Nur wegen der kräftigen Kursgewinne des ersten Quartals seien Euro-Staatsanleihen per Ende Juni seit Jahresbeginn nicht mehr als 1,3% im Minus gewesen. Die Verbesserung der Konjunkturdaten, steigende BIP-Zahlen und wieder höhere Inflationsraten - nach -0,6% im Januar stieg die Inflation auf 0,2% im Juni, gegen Jahresende könnten wir uns 1% nähern - bedeuten zyklischen Druck auf die Anleihenzinsen, so die Experten von Pioneer Investments Austria. Dem stehe derzeit das Anleihen-Ankaufprogramm der EZB gegenüber (monatlich 60 Mrd. Euro Staatsanleihen, Covered Bonds und ABS). Die Experten würden in dieser Assetklasse untergewichtet bleiben. (13.07.2015/alc/a/a)


