Bayer AG
|
Seite 1 von 1036
neuester Beitrag: 15.04.26 18:14
|
||||
| eröffnet am: | 17.10.08 12:43 von: | toni.maccaroni | Anzahl Beiträge: | 25896 |
| neuester Beitrag: | 15.04.26 18:14 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 13440493 |
| davon Heute: | 2221 | |||
| bewertet mit 17 Sternen |
||||
|
|
||||
|
--button_text--
interessant
|
|
witzig
|
|
gut analysiert
|
|
informativ
|
ps. bisherige posting unter http://www.ariva.de/Bayer_t241289#bottom
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "toni.maccaroni" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Bishop of Diebach" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
Bayer hofft auf eine Lösung des Glyphosat-Rechtsstreits bis 2026. Was bedeutet das für die Aktie?
Lesen Sie den ganzen Artikel: Bayer auf dem Prüfstand: Was die Lösung des Glyphosat-Streits für die Aktie bedeutet
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "ARIVA.DE" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
Der geplante 7,25 Milliarden Dollar schwere Vergleich von Bayer im Streit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat stößt auf ersten Gegenwind. Anwaltskanzleien, die fast 20.000 Kläger in den USA vertreten, fordern eine Verschiebung der gerichtlichen Prüfung. Ein überhastetes Vorgehen verletze die Rechte von Krebspatienten und deren Familien, argumentieren sie in einem am Mittwoch veröffentlichten Antrag bei einem Gericht in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri.
Der Antrag ist der erste größere organisierte Widerstand gegen Bayers Versuch, den Großteil der noch rund 65.000 offenen Roundup-Klagen in den USA beizulegen. Bayer kann sich von dem Vergleich zurückziehen, falls sich zu viele Kläger gegen eine Teilnahme entscheiden. Ein Händler sagte, die Kritik sei nicht überraschend, doch sie könnte den Vergleich verzögern und den Bayer-Aktienkurs belasten. An der Frankfurter Börse lagen die Papiere am Donnerstag nur leicht im Minus.
https://www.reuters.com/world/...l-proposed-725-bln-bayer-2026-02-25/
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "lordslowhand" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
https://www.finanznachrichten.de/...ahmekandidat-wider-willen-486.htm
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Highländer49" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "brianinho" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "willi_wuff" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
Pharmariese Bayer erwartet 2026 stabile Umsätze und Gewinne, trotz Herausforderungen durch den Rechtsstreit um Roundup und generische Konkurrenz für Blockbuster-Medikamente wie Xarelto.
Lesen Sie den ganzen Artikel: Bayer trotz Roundup-Klage und Generika-Konkurrenz stabil: Prognose für 2026
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "ARIVA.DE" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
und das ist immer ein gutes Zeichen
ich habe bei 47 verkauft und gehe jetzt wieder langsam rein
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Hanie12" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
https://www.finanznachrichten.de/...ser-ausblick-reicht-nicht-486.htm
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Highländer49" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
Milliardenschwere Rückstellungen im Glyphosat-Rechtsstreit drücken Bayer 2025 erneut tief in die Verlustzone. Operativ zeigt der Konzern zwar Stabilisierungstendenzen, doch der negative Free Cashflow und juristische Unsicherheiten bleiben zentrale Belastungsfaktoren.
Lesen Sie den ganzen Artikel: Glyphosat-Schock: Milliardenlast hält Bayer trotz operativer Stabilisierung im Minus
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "ARIVA.DE" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
https://www.finanznachrichten.de/...ie-warum-so-pessimistisch-486.htm
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Highländer49" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
https://www.finanznachrichten.de/...ie-kursziel-jetzt-50-euro-486.htm
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Highländer49" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
Eine große Hürde für Bayer (Bayer Aktie) blieb jedoch die Schwelle von 40 Euro, an der sich die Anteilsscheine zuletzt festgelaufen hatten. Etwas über dieser Marke befinden sich zudem bedeutende kurz- und mittelfristige Durchschnittslinien, die als wichtige Widerstände fungieren.
Analyst Matthew Weston von der Bank UBS signalisierte mit seinem Kursziel von 52 Euro aber noch Luft nach oben über das Jahreshoch von fast 50 Euro hinaus. Mit Blick auf die Lösung der Probleme rund um das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat sieht der Experte inzwischen ein Chancen-Übergewicht. Im Pharmabereich ist er optimistisch für die wichtigsten Wachstumstreiber. Zudem spreche die jüngste Kursschwäche für einen Kauf der Papiere der Leverkusener.
Darüber hinaus verwies Analyst James Quigley von der US-Investmentbank Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) auf erfreuliche Studiendaten zu dem Medikament Kerendia. Das Mittel habe sich bei Patienten mit nicht-diabetesbedingten chronischen Nierenerkrankungen als Ergänzung zur Erstlinientherapie im Vergleich zum Placebo als wirksam erwiesen und zudem das vorherige Verträglichkeitsprofil bestätigt.
Für Quigley ist dies eine positive Überraschung, nachdem in einer vorherigen Studie unter ähnlichen Voraussetzungen keine merkliche Verbesserung erzielt worden sei. Der aktuelle Studienerfolg untermauere die Erwartung an den Spitzenumsatz des Mittels, auch wenn die Indikation von untergeordneter Bedeutung sei.
Seit Mitte November hatten sich Bayer-Papiere in der Spitze fast verdoppelt - getrieben von positiven Studiendaten zum Schlaganfall-Mittel Asundexian und der positiveren Entwicklung der Glyphosat-Causa. Denn das oberste US-Gericht hat sich dem Fall des Klägers John Durnell angenommen - Bayer erhofft sich demnächst ein günstiges Grundsatzurteil.
Dank des starken Kursanstieges über die letzten Monate erscheinen die Bayer-Aktien inzwischen aus charttechnischer Sicht langfristig gut unterstützt: Die Papiere notieren komfortabel über den viel beachteten 200-Tage-Linien.
Quelle: dpa-AFX
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Highländer49" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "C.Wood" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "willi_wuff" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
https://www.finanznachrichten.de/...-auf-ein-neues-jahreshoch-486.htm
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Highländer49" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "willi_wuff" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Mausbeer" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
https://www.finanznachrichten.de/...-abwaertstrend-jetzt-fort-486.htm
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Highländer49" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, will die 2023 eingestiegene Beteiligungsgesellschaft Inclusive Capital Partners bis zu 8,5 Millionen Aktien des Pharmakonzerns loswerden im Gesamtwert von bis zu 327 Millionen Euro. Mit der Platzierung beauftragt worden sein soll die US-Bank JPMorgan. Aus den weiteren Angaben der Nachrichtenagentur heißt es, die Anteile würden zu einem Preis von 37,45 Euro je Aktie angeboten, was nahe dem aktuellen Kurs liegt.
Ein Händler vermutet, dass der hinter Inclusive Capital steckende aktivistische Investor Jeffrey Ubben das Potenzial des zuletzt deutlich angezogenen Kurses wohl als ausgeschöpft betrachtet. Im Bloomberg-Bericht wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass sich Inclusive Capital bereits in einem Abwicklungsprozess befinde, der schon vor Jahren begonnen habe - mit dem Ziel einer Rückzahlung des Kapitals an die involvierten Anleger.
Von November bis Mitte Februar hatte sich der Kurs von Bayer in einer Erholungsrally nahezu verdoppelt. Getrieben war dies von der Hoffnung auf neue Medikamente und auf einen Ausweg aus einer Klagewelle, die Bayer in den vergangenen Jahren wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter plagte. Die Euphorie flachte zuletzt aber wieder ab, weil eine Entscheidung des höchsten US-Gerichts noch als Unsicherheitsfaktor gilt. Zuletzt kam dann noch die generell vom Iran-Krieg getrübte Börsenlage hinzu.
Ubben hatte in den vergangenen Jahren maßgeblich zur Absetzung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Werner Baumann beigetragen, der 2018 die später wegen Rechtsstreitigkeiten kostspielige Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto durchgeboxt hatte. Aktuell sitzt Ubben im Aufsichtsrat mit einem Mandat bis 2028.
Quelle: dpa-AFX
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Highländer49" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
https://www.finanznachrichten.de/...e-droht-jetzt-der-absturz-486.htm
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "Highländer49" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
Zeitpunkt: 15.04.26 18:18
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "MrTrillion3" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |
Bayer ist im April 2026 kein kaputtes Unternehmen, aber eine beschädigte Aktie. Das ist der Kern. Operativ steht hinter dem Konzern noch immer ein sehr großes, global diversifiziertes Life-Science-Geschäft mit den drei Säulen Crop Science, Pharmaceuticals und Consumer Health. Finanziell ist Bayer 2025 nicht eingebrochen, sondern hat seine eigene Zielsetzung erfüllt: Der Konzern erzielte 45,575 Milliarden Euro Umsatz, 9,669 Milliarden Euro EBITDA vor Sondereinflüssen, 4,91 Euro Core-EPS, 2,084 Milliarden Euro Free Cashflow und senkte die Nettofinanzverschuldung auf 29,843 Milliarden Euro. Gleichzeitig lag das Nettoergebnis bei minus 3,620 Milliarden Euro, vor allem wegen hoher Sondereffekte und Rechtskosten. Genau deshalb ist Bayer heute ein Sonderfall: operativ belastbar, bilanziell noch tragfähig, aber kapitalmarktseitig weiter von einem juristischen Dauerschaden überlagert. (Bayer)
Die Geschichte des Unternehmens erklärt, warum Bayer trotz aller Probleme noch immer ein Schwergewicht ist. Gegründet wurde Bayer 1863 in Wuppertal-Barmen von Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott. Aus einem Farbstoffhersteller wurde über Jahrzehnte ein Chemie- und später Pharma- und Agrarkonzern. Historisch prägend waren unter anderem die Entwicklung und Vermarktung von Aspirin, die Einbindung in IG Farben und die spätere Neuaufstellung nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 2000er-Jahren stärkte Bayer das Agrargeschäft mit der Übernahme von Aventis CropScience; der strategisch folgenreichste Schritt war dann 2018 die Übernahme von Monsanto. Genau dieser Deal erklärt bis heute einen großen Teil der Bewertungslücke der Aktie: Monsanto brachte zwar starke Saatgut- und Pflanzenschutzassets, aber eben auch die Glyphosat- und Roundup-Prozesslawine mit. (Bayer)
Operativ ist das Bild differenziert und deutlich besser, als es viele Schlagzeilen vermuten lassen. Crop Science setzte 2025 rund 21,622 Milliarden Euro um und erzielte 4,188 Milliarden Euro EBITDA vor Sondereinflüssen. Das Geschäft profitierte von starkem Wachstum bei Corn Seed & Traits und ordentlichen Beiträgen aus Gemüsesaatgut; zugleich belasteten regulatorische Gegenwinde, unter anderem bei Dicamba, sowie Schwächen in einzelnen Pflanzenschutzkategorien. Pharmaceuticals kam auf 17,829 Milliarden Euro Umsatz und 4,525 Milliarden Euro EBITDA vor Sondereinflüssen. Dort tragen neue Produkte wie Nubeqa und Kerendia das Wachstum, während Xarelto nach Patentablauf stark zurückfällt und auch Eylea Preisdruck und Generikarisiken spürt. Consumer Health blieb mit 5,802 Milliarden Euro Umsatz und 1,341 Milliarden Euro EBITDA vor Sondereinflüssen stabil, also solide, aber nicht kursentscheidend. Damit ist auch klar, wo die Zukunft von Bayer entschieden wird: im Pharma-Neuaufbau und in der Frage, ob Crop Science margenstärker und weniger politisch angreifbar wird. (Bayer)
Fundamental ist Bayer auf den ersten Blick billig. Bei einem Aktienkurs von rund 41 bis 42 Euro am 15. April 2026 und 982,424,082 ausstehenden Aktien liegt die Marktkapitalisierung grob bei etwa 40 bis 41 Milliarden Euro. Dem stehen 45,575 Milliarden Euro Umsatz und 9,669 Milliarden Euro EBITDA vor Sondereinflüssen gegenüber. Das ist für einen globalen Konzern mit starker Marktstellung in Saatgut, Pflanzenschutz, rezeptpflichtigen Medikamenten und OTC-Produkten keine hohe Bewertung. Grob gerechnet liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis damit unter 1, und das Verhältnis aus Unternehmenswert zu EBITDA vor Sondereinflüssen bewegt sich in einer Größenordnung um 7. Das sieht nach Value aus. Aber genau hier sitzen viele Anleger seit Jahren in der Falle: Bayer ist nicht deshalb billig, weil der Markt blind ist, sondern weil der Markt einen hohen Risikoabschlag auf Rechtsrisiken, Kapitalbindung, negative Sonderfaktoren und die unklare strategische Endform des Konzerns legt. (Bayer)
Der entscheidende Belastungsfaktor bleibt Roundup beziehungsweise Glyphosat. Bayer und Monsanto haben im Februar 2026 einen Vergleichsrahmen von bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar zur Beilegung zahlreicher aktueller und künftiger Klagen vorgestellt; im März 2026 erhielt dieser Plan zunächst eine vorläufige gerichtliche Genehmigung. Parallel hat der U.S. Supreme Court am 16. Januar 2026 den Fall Durnell angenommen und für den 27. April 2026 zur Verhandlung angesetzt. Juristisch geht es um die für Bayer zentrale Frage, ob bundesrechtlich genehmigte Pflanzenschutzkennzeichnungen bestimmte Warnhinweis-Klagen nach einzelstaatlichem Recht ausschließen. Das ist für die Aktie massiv. Ein für Bayer günstiger Ausgang könnte den Bewertungsabschlag deutlich verringern. Ein ungünstiger Ausgang würde bedeuten, dass das Litigation-Thema eben nicht ausläuft, sondern das Unternehmen noch Jahre begleitet. Bayer selbst rechnet allein 2026 mit rund 5 Milliarden Euro an litigation-bezogenen Auszahlungen; deshalb erwartet der Konzern für 2026 einen negativen Free Cashflow von minus 2,5 bis minus 1,5 Milliarden Euro und wieder steigende Nettoschulden von 32 bis 33 Milliarden Euro zum Jahresende. Das ist der Preis dafür, sich aus der Altlast herauszukaufen. (Bayer)
Für 2026 signalisiert das Management keine Erholungsexplosion, sondern Stabilisierung. Bayer erwartet währungsbereinigt 45 bis 47 Milliarden Euro Umsatz und 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro EBITDA vor Sondereinflüssen; auf Basis der alternativen, wechselkursnäheren Darstellung nennt der Konzern 44 bis 46 Milliarden Euro Umsatz und 9,1 bis 9,6 Milliarden Euro EBITDA. Das ist wichtig, weil es zeigt: 2026 ist aus Sicht des Managements kein Jahr des Durchmarschs, sondern ein Übergangsjahr. Reuters berichtete zudem, dass die im März abgegebene Prognose unter den Analystenerwartungen lag. Anders gesagt: Bayer ist nicht mehr im freien operativen Fall, aber der Turnaround ist noch nicht so weit, dass man von einer normalen Qualitätsaktie sprechen könnte. (Bayer)
Was für Bayer spricht, ist trotzdem substanziell. Erstens ist Crop Science ein wertvolles Asset. Saatgut, Traits und Pflanzenschutz sind kein beliebiges Geschäft, sondern ein strategischer Markt mit hoher Eintrittsbarriere. Zweitens hat Bayer in Pharma echte Wachstumsträger. Nubeqa und Kerendia wachsen stark, und das Pharma-Management zielt bis 2027 wieder auf mittleres einstelliges Wachstum; bis 2030 soll die operative Marge auf etwa 30 Prozent steigen. Drittens hat Bill Anderson in der Organisation deutlich angesetzt: weniger Hierarchie, mehr Tempo, mehr Kostendisziplin. Reuters zufolge sparte Bayer 2025 bereits rund 700 Millionen Euro jährlich ein und zielt bis 2026 auf insgesamt 2 Milliarden Euro Strukturentlastung. Das ist kein kosmetischer Umbau, sondern notwendig, weil Bayer jahrelang zu schwerfällig und intern zu komplex war. (Reuters)
Was gegen Bayer spricht, ist genauso klar. Erstens ist die Bilanz zwar nicht akut bedrohlich, aber für einen Konzern in dieser Lage angespannt genug, um strategische Freiheit zu begrenzen. Zweitens ist der Dividendenschutz faktisch aufgehoben; Bayer will für 2025 erneut nur 0,11 Euro je Aktie ausschütten. Drittens ist die Ertragsqualität durch hohe Sondereffekte und Rechtskosten verwischt. Viertens ist der Pharma-Umbau real, aber noch nicht bewiesen: Xarelto fällt weg, und neue Produkte müssen diese Lücke nicht nur schließen, sondern überkompensieren. Fünftens bleibt Crop Science politisch, regulatorisch und wetterbedingt ein schwieriges Feld. Wer hier eine glatte, planbare Compounder-Story sucht, ist bei Bayer falsch. (Bayer)
Meine Einschätzung zur Aktie ist deshalb zweigeteilt. Als Unternehmen ist Bayer deutlich besser als sein Ruf. Als Aktie ist Bayer weiter eine Wette darauf, dass das juristische Damoklesschwert in den nächsten 12 bis 24 Monaten zumindest teilweise stumpf wird. Solange das nicht passiert, bleibt die Aktie ein Sanierungs- und Sonderlageninvestment, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Markt zahlt heute nicht für die Qualität der Vermögenswerte, sondern zieht vom möglichen Wert pauschal die Unsicherheit ab. Das ist der Grund, warum Bayer bei normalisierten operativen Kennzahlen billig aussieht und trotzdem nicht billig im Sinne von „risikoarm“ ist. (Bayer)
Zu den Kurszielen: Das sind zwangsläufig Bewertungen, keine Tatsachen. Auf Sicht von 12 bis 18 Monaten halte ich bei einem heutigen Kurs um 41 bis 42 Euro ein bearishes Szenario von 28 bis 32 Euro für realistisch, falls der Supreme Court enttäuscht, die Vergleichslösung scheitert oder neue hohe Rechtslasten sichtbar werden. Mein Basisszenario liegt bei 46 bis 52 Euro. Das wäre keine Euphoriebewertung, sondern eher eine teilweise Normalisierung des Risikoabschlags. In einem positiven Szenario mit juristischer Entspannung, glaubwürdigem Schuldenabbau und anhaltend starkem Pharma-Momentum halte ich 58 bis 65 Euro für erreichbar. Dass einzelne Analysten Bayer zuletzt mit Zielen um 52 Euro sehen und der Konsens grob in der mittleren 40er-Zone liegt, passt zu dieser Bandbreite. (MarketScreener)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre ist Bayer deshalb ein Fall mit sehr asymmetrischem Profil. In fünf Jahren kann das Unternehmen deutlich besser dastehen als heute, wenn drei Dinge gleichzeitig gelingen: erstens eine echte Eindämmung der Glyphosat-Risiken, zweitens ein sichtbar erneuertes Pharmaprofil jenseits von Xarelto, drittens bessere Margen und stabilere Cashflows im Agrargeschäft. Gelingt das, dann ist Bayer aus heutiger Sicht eher unterbewertet. In zehn bis fünfzehn Jahren kann Bayer wieder als hochprofitabler europäischer Life-Science-Konzern wahrgenommen werden, weil Agrar, Pharma und Consumer Health strukturell sinnvolle, globale Geschäfte sind. Scheitert aber einer dieser drei Punkte dauerhaft, dann bleibt Bayer eine Aktie, die fundamental nie ganz teuer wirkt und den Aktionären trotzdem wenig bringt. Genau das ist die eigentliche Gefahr: nicht der plötzliche Kollaps, sondern das lange Feststecken in einer zähen, kapitalintensiven Mittellage. (Bayer)
Mein Fazit ist klar: Bayer ist 2026 kein hoffnungsloser Fall, sondern ein großer Konzern mit echten Stärken, aber einer über Jahre selbst verschärften Sonderrisikolage. Wer die Aktie kauft, kauft keine saubere Qualitätsstory, sondern eine Repricing-Chance unter juristischem Vorbehalt. Operativ ist Bayer besser als der Kurs vermuten lässt. Für eine wirklich starke Aktienperformance reicht operative Stabilität allein aber nicht. Dafür braucht es bei Bayer vor allem eines: glaubwürdige juristische Befreiung. Bis dahin bleibt die Aktie spekulativer, als es Umsatzgröße, Marktstellung und Traditionsname auf den ersten Blick vermuten lassen. (Bayer)
Autor: ChatGPT
| Antwort einfügen |
| Boardmail an "MrTrillion3" |
|
Wertpapier:
Bayer AG |



