Das Schlossgrabenfest war am letzten Wochenende. Montag und Dienstag wurde das in allen Medien mehrfach ausführlich behandelt.
Wieviele Tage lang soll ein Medium darüber berichten, bis es dich befriedigt?
Die Sache mit dem geistig verwirrten Iraker war am 21. Mai, wurde aber erst langsam bekannt durch Handyvideos und fand seit gestern ihren Weg in die Medien. An sich eine Petitesse, die sich da abgespielt hat, die zu anderen Zeiten gar nicht öffentlich wahrgenommen wird und wahrscheinlich x-fach so oder so ähnlich vorkommt, wenn etwa ein Ladendieb erwischt wird. Wir leben aber nicht mehr in normalen Verhältnissen. Jeder noch so kleine Vorfall, in den ein Ausländer/Flüchtling verwickelrt ist, wird zum Medienereignis. Egal, ob in die eine Richtung (Ausländer versus sonstwen oder sonstwas) oder die andere Richtung (sonstwer oder sonstwas gegen Ausländer).
Deutsche können ihre deutschen Kinder oder Frauen verprügeln, können Morden und stehlen so viel sie wollen: sie schaffen es inzwischen in der Regel gerade noch als Randnotiz in den örtlichen Polizeibericht. Aber wenn ein Syrer an der falschen Ecke einen fahren lässt oder wenn in irgendeiner läppischen Alltagsauseinandersetzung ein Deutscher mal irgendeinen Ausländer als Kanacke beschimpft, wird das zu einem der herausragenden Tagesereignisse.
So entstehen "Wirklichkeitskonglomerate", die mit der gesamten Realität eigentlich eher am Rande zu tun haben... ----------- Alles ist relativ. |