Richtig ich hätte fragen müssen wieviel kurz davor stehen oder eben überschuldet sind!
WIESBADEN (dpa) - Im wohlhabenden Deutschland drücken viele Menschen zu hohe Schulden. Nach Einschätzung der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) sind bundesweit 3,1 Millionen Haushalte betroffen, in denen 6 bis 7 Millionen Menschen leben. In einer Aktionswoche ab dem kommenden Montag (15. Juni) wollen die Berater auf die Probleme aufmerksam machen, die unter anderem durch die steigende Zahl ungesicherter Beschäftigungsverhältnisse entstanden seien.
Wann gilt ein Mensch als überschuldet? Nach der allgemeinen Definition reicht „Überschuldung“ von der psychischen oder finanziellen Überforderung einer Person, ihre Schulden zurückzuzahlen (subjektive Überschuldung) bis zu dem Punkt, an dem Einkommen und Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr decken (absolute Überschuldung bzw. Insolvenz). Das Statistische Bundesamt wertet allerdings nur Daten von Menschen aus, die bei einer Schuldnerberatungsstelle Hilfe suchen – und die damit einverstanden sind, dass ihre Angaben anonym für die Statistik genutzt werden. Im Durchschnitt stehen die Menschen, die 2014 Schuldnerberatungsstellen aufsuchten, mit 34 504 Euro in der Kreide. Das ist etwas mehr als im Vorjahr (32 996 Euro), aber weniger als beispielsweise 2008 (35 967 Euro). Am höchsten verschuldet sind nach den Daten der Statistiker Erwerbstätige, die kein Arbeitslosengeld- II bekommen: Sie haben im Schnitt 47 477 Euro Schulden. Am niedrigsten ist der Schuldenstand bei Hartz-IV-Empfängern, die nicht arbeiten: Sie haben im Schnitt 22 740 Euro Miese. „Allerdings dürfte es dieser Gruppe besonders schwer fallen, die Schulden zurückzuzahlen“, betonten die Statistiker.
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