Um Lycos' Vermarktungs-Nachlass wird gefeilscht ý | | | Am 12. Dezember entscheiden die Gesellschafter auf der Hauptversammlung über die Zukunft von Lycos Europe. Sollte das Unternehmen abgewickelt und verkauft werden, bedeutet dies auch das Ende des Vermarktungsgeschäfts unter der Marke Lycos Network Europe.
Das Ende ist sehr wahrscheinlich: Der Vermarkter informierte potenzielle Anzeigenkunden schon einmal mit einem Rundschreiben: Darin heißt es: "Obwohl Lycos Europe - gemessen an der Reichweite - zwischenzeitlich größtes europäisches Internet-Portal war, ist es uns leider nicht gelungen, unsere Geschäftsmodelle in steigendem Maße zu monetarisieren." Davon seien nicht nur unsere Mitarbeiter und Aktionäre, sondern "auch Sie als unser langjähriger vertrauensvoller Partner oder Kunde negativ betroffen". Und dann konkret: "Denn zu den Aktivitäten, die wir im Verlauf der folgenden Monate einstellen werden, gehört auch der Geschäftsbereich Sales."
Dann könnten einige interessante Websites auf den Markt kommen. Zum Portfolio gehören neben den Lycos-Portalen Lycos.de, Evita.de, Fireball.de und Jubii.de beispielsweise About.com, Boerse.de, Chefkoch.de, CDstarts.de, Laut.de, Spieletipps.de, ComputerBase.de oder Weltfussball.de.
Insgesamt verzeichnete das Vermarkternetzwerk in der aktuellen internet facts (2008-II) 8,14 Millionen Unique User, was einer Reichweite von 19,9 Prozent entspricht. Eine endgültige Entscheidung, ob das Vermarktungsgeschäft fortgesetzt wird, werde erst bei der Hauptversammlung getroffen, so eine Lycos-Sprecherin. So lange wollen aber einige Publisher aus dem Netzwerk nicht warten, sie sondieren bereits den Markt. Auch konkurrierende Online-Vermarkter haben ein Auge auf die Partner-Seiten geworfen. |