Es sind brisante Papiere, die eine freie RBB-Redakteurin am Montagabend enthüllte: Stapelweise Rechnungen von vier (!) Anwaltskanzleien. Alle vom Sender beauftragt mit der Aufklärung des Prass- und Kungel-Skandals an der Masurenallee.
Der RBB berichtete so: 31 Rechtsanwälte rechneten Stundensätze von 250 bis 500 Euro ab. Für Telefonate, E-Mails, Videokonferenzen, Durchsicht von Unterlagen. Summe bis Ende November: 1,4 Millionen Euro. Es könnten sogar zwei Millionen werden. Denn die Rechnungen für Dezember und Januar sind noch gar nicht gestellt.
Dienstagabend ein Dementi: Die Höhe der Anwaltskosten könne das Unternehmen „in der dargestellten Höhe in dem bezeichneten Zeitraum nicht bestätigen. Wir erwarten allerdings Gesamtkosten von deutlich über einer Million Euro“, so rbb-Sprecher Justus Demmer auf Anfrage von rbb24 mit. Und weiter: „Dem Eindruck, es seien 31 Anwälte zeitglich für den rbb tätig gewesen, möchten wir ebenfalls entgegentreten.“
Ein Zwischenbericht der Kanzlei Lutz/Abel brachte kaum Neues zutage – alles schon von der Presse enthüllt. Entsetzen am Dienstag von AfD bis Linkspartei. Brandenburgs SPD-Fraktionschef Daniel Keller (36): „Wir erwarten, dass der RBB diese erstaunlichen Kosten erklärt!“ https://www.bz-berlin.de/berlin/...ahlte-millionensumme-fuer-anwaelte |