
NEUER MARKT VORBERICHT/Abermals abwärts
AUSBLICK
Mit einer erneut sehr schwachen Eröffnung bis auf 450 Zähler rechnen Händler für den Neuen Markt am Mittwoch nach dem Absturz von Dow und Nasdaq am Dienstag. Das "nur unwesentliche" zeitweise Fallen des Nemax-50 unter das alte Allzeit-Tief am Vortag steigere immerhin die Hoffnung auf ein Verteidigen dieser Marke, meinen charttechnische Analysten der Nols AG. Einen Widerstand gebe es bei 483 Punkten. Die Indikatoren hätten sich aber mit dem gestrigen Tag erneut verschlechtert. Die Stochastik gebe unverändert ein Verkaufssignal, der MACD stehe sehr kurz davor. Positiv sei die überverkaufte Situation bei Stochastik und RSI zu werten, die zu einer technischen Gegenbewegung führen könnte.
Der laut dem US-Branchenverband SIA um acht Prozent gestiegene Chip-Absatz dürfte Händlern zufolge wirkungslos bleiben. Kurssteigernde Impulse auf einige Einzeltitel seien aber nicht ausgeschlossen. Der Markt habe aber Angst, Intel werde zum Midquarter-Update am Donnerstag sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnprognose senken, berichten Marktteilnehmer.
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SCHLUSSKURSE VON DIENSTAG === STAND PUNKT- PROZENT- ÄND. ÄND. ---------------------------------------- NEMAX-50 469 - 17 -3,4% NEMAX-ALL 511 - 13 -2,5% NASDAQ-COMP. 1.264 - 51 -3,9% DAX 3.399 -210 -5,8% Nasdaq-Future 907 + 2 +0,2% LS-Nemax-50 466 (Stand 8.30 Uhr) === DAS WICHTIGSTE SEIT DIENSTAG 18.00 UHR
RHEIN BIOTECH strebt einen Wechsel der Notierung ihrer Aktien vom Neuen Markt an den Geregelten Markt der Frankfurt Wertpapierbörse an. Der offizielle Antrag werde im Tagesverlauf bei der Deutschen Börse eingereicht, teilte das Unternehmen am Mittwoch ad hoc mit. Es werde erwartet, dass die Rhein-Biotech-Aktie am 20. September letztmalig am Neuen Markt gehandelt wird. Das Unternehmen werde darüber hinaus Modalitäten und Konsequenzen für ein künftiges Delisting in Frankfurt prüfen.
MOBILCOM - France Telecom wird möglicherweise doch ein Angebot für die restlichen Anteile der MobilCom vorlegen. "Czerwensky intern" hat im Vorfeld der Verwaltungsratssitzung des französischen Telekomkonzerns am 12. September folgendes Szenario entworfen: Wahrscheinlich sei, dass France Telecom ein Abfindungsangebot unter acht EUR je Aktie unterbreiten werde. Unter den acht EUR werde wahrscheinlich am 12. September der nach dem Wertpapierübernahme-Gesetz zu ermittelnde Durchschnittswert der vergangenen drei Monate liegen. Das UMTS-Geschäft könnte um wenigstens 30 Prozent bis 40 Prozent abgeschrieben und bis auf weiteres zurückgestellt werden.
INTRAWARE übernimmt die Kontrolle über global words, Anbieter von Software-Lösungen für automatisierte Übersetzungen, durch eine Mehrheitsbeteiligung mittels Kapitalerhöhung um 1,3 Mio EUR. Wie IntraWare ad hoc mitteilte, wird im Zuge der Beteiligung IntraWare-Finanzvorstand Markus Ernst ebenfalls Finanzvorstand der global words als gleichberechtigtes Mitglied neben Jörg Ott. Damit erhält IntraWare über die anteilsbedingte Kontrolle hinaus auch die Management-Kontrolle über die global words AG. vwd/4.9.2002/gre/ll |