US5128161099 - Lamar Advertising Company

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neuester Beitrag:  19.04.26 00:16
eröffnet am: 11.03.23 19:17 von: MrTrillion3 Anzahl Beiträge: 8
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11.03.23 19:17 #1 US5128161099 - Lamar Advertising Company

Interessanter Watchlistkandidat, der sich auf Außenwerbung spezialisert hat und das bereits seit 1902:


 

Angehängte Grafik:
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11.03.23 19:21 #2 US5128161099 - Lamar Advertising Company
BATON ROUGE, La., Feb.  23, 2023  (GLOBE NEWSWIRE) -- Lamar Advertising Company (Nasdaq: LAMR), a leading owner and operator of outdoor advertising and...
 
11.03.23 19:22 #3 US5128161099 - Lamar Advertising Company

Billboard REITs: We're Paying Attention (Lamar Vs. Outfront)

Feb. 16, 2023 10:00 AM ET

Billboard REITs own a commanding share of the nation's 500,000 outdoor advertising displays. See a comparison of LAMR and OUT stocks here.
 
11.03.23 19:25 #4 US5128161099 - Lamar Advertising Company
Sollte das auch in den USA Schule machen, dürfte das auch für Lamar mit der Zeit zum Problem werden:
A number of French cities are going to war against street advertising which they say is ugly, anti-ecological and anti-social. 
 
11.03.23 19:26 #5 US5128161099 - Lamar Advertising Company
Ich bleib erst mal auf der Seitenlinie. Ist jemand hier bereits investiert?  
11.03.23 19:54 #6 US5128161099 - Lamar Advertising Company
Founded in 1902, Lamar Advertising Company (Nasdaq: LAMR) is one of the largest outdoor advertising companies in the world, with displays across North Americ...
 
19.09.23 11:49 #7 wird vielleicht interessant
Könnte jetzt ein interessanter Einstieg sein. Ich versuche im Moment zu verstehen, wieso  Konkurrent Outfront Media noch viel schlechter gelaufen ist. Komme aber mit dem Kaufen eh nicht mehr hinterher bei so vielen guten Angeboten im Moment.  
19.04.26 00:16 #8 US5128161099 - Lamar Advertising Company

Lamar Advertising ist für mich am ehesten eine Qualitäts-REIT-Aktie mit Mediencharakter: kein Highflyer, kein Deep-Value-Fall, sondern ein sehr gut geführter Betreiber eines schwer replizierbaren Außenwerbe-Netzes. Zum Stichtag 17. April 2026 schloss die Aktie bei 135,04 US-Dollar; die Marktkapitalisierung lag bei rund 12,4 Mrd. US-Dollar. Da die Zahlen zum ersten Quartal 2026 erst am 7. Mai veröffentlicht werden, basiert die aktuelle Einschätzung im Wesentlichen auf dem Geschäftsjahr 2025 und der 2026er Guidance des Managements. (Lamar Advertising)

Das Unternehmen ist alt, aber nicht veraltet. Lamar arbeitet unter diesem Namen seit 1902, ist seit 1996 an der Nasdaq notiert, wurde 2014 zum REIT und 2022 in eine UPREIT-Struktur reorganisiert. Operativ kontrollierte Lamar per Ende 2025 rund 361.000 Displays in den USA und Kanada, darunter etwa 159.300 Billboard-Flächen, über 144.400 Logo-Displays und rund 40.600 Transit-Displays. Gerade im Kerngeschäft Billboard ist die Stellung erheblich: Lamar hat laut eigener Darstellung mehr Billboard-Flächen als die nächsten zehn Wettbewerber zusammen. (SEC)

Der Burggraben liegt nicht in spektakulärer Technologie, sondern in Regulierung, Standortdichte und lokaler Vertriebsstärke. Außenwerbung ist in den USA auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene reguliert; neue Flächen zu genehmigen ist schwierig. Gleichzeitig stammen rund 79 % der Outdoor-Nettoerlöse aus lokaler Werbung, Lamar beschäftigte Ende 2025 etwa 1.000 lokale Account Executives, kein einzelner Kunde stand für mehr als 2 % der Billboard-Umsätze, und die Firma besitzt zusätzlich rund 11.200 Grundstücke unter eigenen Strukturen. Das ist ein robustes, diversifiziertes und schwer kopierbares Netz. Die Kehrseite: Lamar leaste etwa 71.500 aktive Standorte, was 348,1 Mio. US-Dollar jährliche Leasingkosten beziehungsweise rund 17 % der Billboard-Nettoerlöse bedeutete. (SEC)

Fundamental sah 2025 ordentlich, aber nicht euphorisch aus. Der Umsatz stieg auf 2,27 Mrd. US-Dollar, das Adjusted EBITDA auf 1,06 Mrd. US-Dollar und das AFFO auf 846,7 Mio. US-Dollar beziehungsweise 8,26 US-Dollar je Aktie. Der sprunghafte Anstieg des GAAP-Nettogewinns auf 593,1 Mio. US-Dollar wirkt stärker, als das operative Geschäft tatsächlich war, weil darin unter anderem der Verkauf der Vistar-Beteiligung steckt und der Vorjahresvergleich durch eine 2024 vorgenommene Anpassung der Asset-Retirement-Obligationen verzerrt ist. Für 2026 stellt das Management 8,50 bis 8,70 US-Dollar AFFO je Aktie in Aussicht und plant rund 186 Mio. US-Dollar Capex. Für einen REIT wie Lamar ist AFFO damit der deutlich bessere Maßstab als das nackte KGV. (SEC)

Die Dividende ist attraktiv, aber sie ist nicht völlig risikolos. Für 2026 hat Lamar bislang eine Ausschüttung von mindestens 6,40 US-Dollar je Aktie in Aussicht gestellt; die erste Quartalsdividende über 1,60 US-Dollar wurde bereits erklärt. 2025 lagen die ordentlichen Dividenden bei 6,20 US-Dollar, hinzu kam eine Sonderdividende von 0,25 US-Dollar aus dem Vistar-Verkauf. Auf Basis des Schlusskurses von 135,04 US-Dollar am 17. April 2026 entspricht das einer laufenden Rendite von knapp 4,7 %; gemessen am Mittelwert der 2026er AFFO-Guidance liegt die Ausschüttungsquote bei rund 74 %. Das ist für einen etablierten REIT vernünftig. Die Bilanz ist ebenfalls brauchbar: Im Fact Sheet nennt Lamar 3,2x Net Debt/EBITDA, Ende 2025 gab es keine Inanspruchnahme der Revolving Credit Facility und rund 742 Mio. US-Dollar freie Revolver-Kapazität. Ganz harmlos ist die Finanzierungsseite aber nicht, weil zusätzlich langfristige Leasingverbindlichkeiten von rund 1,49 Mrd. US-Dollar auf der Bilanz stehen. (Lamar Advertising)

Für die nächsten 5 bis 15 Jahre ist die entscheidende Frage, ob Lamar mehr ist als eine reine Dividendenmaschine. Ich denke: ja, aber nur in einem nüchternen Sinn. Die operative Fantasie liegt vor allem in der Digitalisierung des Bestands und in kleinen bis mittleren Zukäufen. Laut Fact Sheet erzeugen nur rund 3,5 % des Billboard-Inventars bereits etwa 33 % der Billboard-Umsätze; digitale Flächen bringen pro Face etwa das 4- bis 6-Fache des Umsatzes statischer Flächen, und das Management sieht eine jährliche Pipeline für mehr als 300 zusätzliche Digital-Konvertierungen. Dazu kommt ein seit Jahren funktionierendes Tuck-in-M&A-Modell; seit 2014 hat Lamar nach eigener Darstellung Vermögenswerte von über 3,2 Mrd. US-Dollar akquiriert. In einem Markt, den Lamar selbst als attraktiv und strukturell wachsend beschreibt, halte ich deshalb mittlere einstellige AFFO-Wachstumsraten über lange Zeit für realistisch. (Lamar Advertising)

Die Risiken sollte man trotzdem nicht wegreden. Außenwerbung hängt stärker an Konjunktur und Werbebudgets, als die Stabilität der physischen Assets vermuten lässt; das Management weist selbst auf die Sensitivität gegenüber Rezession, Zinsen, Inflation und Werbeausgaben hin. Hinzu kommen Erneuerungsrisiken bei Verträgen: Sieben der 25 Logo-Verträge waren per Ende 2025 schon 2026 renewals- oder ablaufrelevant. Wetter ist ebenfalls ein echter Punkt, nicht bloß ein Prospekt-Risiko: Lamar sagt ausdrücklich, dass es ökonomisch nicht sinnvoll sei, seine Outdoor- und Logo-Strukturen gegen Hurrikan- und andere Naturkatastrophenschäden zu versichern. Und aus Aktionärssicht gibt es einen Governance-Malus: Die Reilly-Familie kontrolliert über die Class-B-Aktien mit zehn Stimmen je Aktie das Unternehmen faktisch weiter. (SEC)

Bewertung und Kursziel: Auf Basis des Schlusskurses von 135,04 US-Dollar und der 2026er AFFO-Guidance von 8,50 bis 8,70 US-Dollar je Aktie wird Lamar derzeit ungefähr zum 15,5- bis 15,9-Fachen des AFFO gehandelt. Das ist für einen qualitativ starken, regulierungsbegünstigten Marktführer nicht billig, aber noch vertretbar. Meine Einschätzung ist deshalb: kein Schnäppchen, aber eine vernünftige Qualitätsaktie für Anleger, die laufende Ausschüttungen und berechenbares, nicht spektakuläres Wachstum suchen. Mein 12-Monats-Basiskursziel liegt bei 145 US-Dollar. In einem schwachen Werbe- oder Zinsumfeld halte ich 120 US-Dollar für plausibel, in einem freundlichen Markt mit sauberer Ausführung bei Digital-Konvertierung und Akquisitionen eher 160 US-Dollar. Über 5 bis 15 Jahre traue ich der Aktie im Basisszenario eher hohe einstellige Gesamtrenditen als zweistellige Wunder zu. (SEC)

Unterm Strich ist Lamar Advertising für mich eine der besseren US-REIT-Aktien außerhalb der Standardsegmente Wohnen, Logistik und Rechenzentren. Das Geschäft ist altmodischer, als der Markt oft mag, aber gerade darin liegt die Stärke: regulierte, knappe Standorte, lokale Vertriebsmacht, digitale Nachverdichtung, vernünftige Bilanz und eine gut tragbare Dividende. Wer explosive Kursfantasie sucht, ist hier falsch. Wer einen diszipliniert geführten Cashflow-Titel mit solider Ausschüttung und brauchbarer Langfristperspektive sucht, kann Lamar dagegen sehr ernsthaft auf dem Zettel haben. (SEC)

Autor: ChatGPT

 
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