Vielversprechend: Colgate Palmolive
|
Seite 1 von 4
neuester Beitrag: 24.04.26 14:23
|
||||
| eröffnet am: | 08.07.05 11:24 von: | brokeboy | Anzahl Beiträge: | 86 |
| neuester Beitrag: | 24.04.26 14:23 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 64633 |
| davon Heute: | 100 | |||
| bewertet mit 2 Sternen |
||||
|
|
||||
|
--button_text--
interessant
|
|
witzig
|
|
gut analysiert
|
|
informativ
|
Colgate-Palmolive Aktie der Woche
boerse.de-Aktienbrief
Für die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" ist Colgate-Palmolive (ISIN US1941621039/ WKN 850667) die "Aktie der Woche".
Rund um den Globus würden die Menschen heute mit dem Namen Colgate in erster Linie Zahnpasta und -bürsten verbinden, denn auf diesem Gebiet sei der Konzern mit einem Marktanteil von 50% längst weltweit führend. Dabei sei das Unternehmen von dem englischen Einwanderer William Colgate gemeinsam mit Francis Smith 1806 in New York ursprünglich als Kerzen- und Seifenfabrik gegründet worden. Colgate-Zahncreme, die zunächst in Dosen und ab 1896 erstmals auch in Tuben vertrieben worden sei, habe erst ab 1877 das Sortiment des Konsum-Champions erweitert.
Der heutige Konzern sei 1928 durch die Übernahme des von Burdette Johnson gegründeten Seifenherstellers Palmolive-Peet Company entstanden und mit einer Marktkapitalisierung von rund 27 Mrd. Dollar einer der größten Produzenten von Hygieneprodukten und Haushaltsartikeln der Erde.
Anzeige
Die Aktivitäten würden sich in die Geschäftsbereiche Mund-, Körper-, Haushalts- und Wäschepflege sowie Tiernahrung untergliedern. Dabei konzentriere sich Colgate-Palmolive, zu deren Markenimperium so bekannte Namen wie Aronal, Elmex, Dentagard, Ajax, Meridol und Softlan gehören würden, vor allem auf Produkte, bei denen der Konzern Marktführer oder zumindest die Nummer 2 sei. Diese Haushaltsartikel würden mittlerweile täglich von Millionen Menschen in mehr als 200 Ländern benutzt, wobei der Konzern rund drei Viertel seiner Umsätze außerhalb der USA erziele.
Neben der Entwicklung neuer Produkte stehe bei Colgate-Palmolive in letzter Zeit vor allem die Rationalisierung der Produktion im Vordergrund. So solle ein Drittel der weltweit 78 Fabriken geschlossen und die Herstellung in modernere Produktionszentren verlagert werden, um künftig rund 250 bis 300 Mio. Dollar pro Jahr einzusparen. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres habe Colgate-Palmolive bei einem Umsatz von 2,74 Mrd. (+9%) einen Nettogewinn von 300 Mio. Dollar erzielt, der auf Grund der Restrukturierungskosten 11% unter dem Vorjahreswert gelegen habe.
Für die Aktie errechne sich bei einer Gewinn-Konstanz von 76% eine jährliche Kurs-Rendite von 11% sowie eine unterdurchschnittliche Verlust-Ratio von 2,22. Colgate-Palmolive beeindrucke aber auch durch eine bemerkenswerte Dividendenhistorie. Denn seit 1895 erfreue der Konsum-Champion seine Aktionäre mit einer quartalsmäßigen Ausschüttung, die zudem seit 42 Jahren in jedem Jahr angehoben worden sei. Nach der jüngsten Erhöhung der Quartalsausschüttung um 21% betrage die Dividendenrendite für das laufende Jahr 2,3%.
Trotz der ansprechenden Performance-Kennzahlen weise der Kurs eine mittlerweile sechsjährige Durststrecke auf, da die Aktie seit 1999 zwischen 45 und 65 Dollar seitwärts pendele. Mit dem Überkreuzen der 200-Tage-Linie sei nun eine neue Aufwärtsbewegung eingeschlagen worden, die Colgate wieder in die langfristige Erfolgsspur - von 1981 bis 2000 habe die Aktie 6.715% bzw. 25% p.a. gewonnen - zurückführen könnte.
Angesichts einer soliden rechnerischen Kurs-Chance von 66% für die nächsten fünf Jahre würden die Experten das Papier in ihr heutiges Basis-Depot aufnehmen. In Anbetracht der ungewöhnlich ausgeprägten Seitwärtsphase, der irgendwann eine sehr kräftige Kursbewegung folgen werde, könnte Colgate-Palmolive bis 2010 für einige positive Überraschungen sorgen.
Nach Ansicht der Experten von "boerse.de-Aktienbrief" ist der Colgate-Palmolive-Titel die "Aktie der Woche".
Geschäftsmodell / Burggraben:
Weltweit tätiges Konglomerat aus dem Bereich Konsumgüter, starke Marken mit Colgate, Dentagard, Palmolive, Ajax, DanKlorix, Softlan
Unternehmenszahlen:
Geschäftserfolg: Revenue leichter Anstieg auf 5J 8,4%, starke Profit Marge 16,4% auf 5 Jahreshoch
Risiken:
Langfristiger Geschäftserfolg: CapEx auf Schrumpfungskurs, das Unternehmen glaubt offensichtlich nicht an eine positive Zukunft; EK rückläufig, FK starke Zunahme, EK-Quote sinkt auf 13%; Substanzwert stark negativ mit 1,7 Mrd $ (!); Current Assets over Current Liabilities ebenfalls negativ; sinkende EK-Quote
Beteiligung der Aktionäre: Dividendenvolumen 1,5 Mrd$, Reduzierung der Shares Outstanding, Free Cashflow 3,3Mrd$, Payout Ratio konnte wieder bei 45,3%
Ist das Unternehmen den Preis wert?
Kursentwicklung auf Jahressicht + 2,6%;Multiples: KGV 25,1; KCV 20,5, faires EV/EBITDA 16,9 Dividendenrendite 2,21%
Mein Fazit:
Geschäftsentwicklung leicht positiv, aus meiner Sicht kein attraktives Chance-Risiko Verhältnis, Investment drängt sich nicht auf.
Die volle Analyse inklusive aller Grafiken, Tendenzen und Erklärung des Ansatzes findet ihr unter
Auf meinem Kanal Money in the Box findet Ihre weiter Analysen
Colgate-Palmolive rechnet mit weiterem Gewinnanstieg
Der US-Konsumgüterkonzern Colgate-Palmolive (Colgate-Palmolive Aktie) erwartet nach Zuwächsen im vergangenen Jahr auch 2024 mehr Umsatz und Gewinn. So sollen die Erlöse um ein bis vier Prozent wachsen und das Ergebnis je Aktie im zweistelligen Prozentbereich zulegen, wie der Hersteller von Zahnpasta und Bürsten am Freitag in New York mitteilte. Um Zu- wie Verkäufe von Unternehmensteilen und Wechselkurseinflüsse bereinigt erwartet Colgate ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent. Analysten hatten mit der Mitte der Spanne gerechnet. Die Aktie fiel vorbörslich um 0,8 Prozent.
Im vergangenen Jahr steigerte Colgate die Nettoerlöse um 8,5 Prozent auf rund 19,5 Milliarden US-Dollar (17,9 Mrd Euro). Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um 29 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar (Dollarkurs). Colgate hatte im Jahresverlauf dank Preiserhöhungen mehrfach die eigenen Ziele höher gesteckt
Quelle: dpa-AFX
https://www.ariva.de/news/...ive-wird-etwas-zuversichtlicher-11416577
Im Schlussquartal bekam der Konzern schwache Verkäufe in Amerika mit einem leichten Umsatzrückgang in der Region zu spüren. Konzernweit stockte der Nettoerlös im vierten Quartal bei gut 4,9 Milliarden Dollar (rund 4,7 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Freitag in New York weiter mitteilte. Ohne Portfolio- und Wechselkurseffekte gab es zwar ein Plus von 4,3 Prozent. Colgate-Palmolive wuchs damit aber langsamer, als Branchenkenner im Schnitt erwartet hatten. Die Aktie rutschte im vorbörslichen Handel um fast drei Prozent ab.
Quelle: dpa-AFX
Colgate-Palmolive ist ein klassischer defensiver Konsumgüterkonzern: kein aufregender Wachstumswert, aber ein sehr starkes Qualitätsunternehmen mit globalen Marken, hoher Wiederkaufrate und verlässlichem Cashflow. Die Aktie ist aus meiner Sicht zum Stand 22.04.2026 solide, aber nicht billig.
Colgate-Palmolive Company ist an der New York Stock Exchange unter dem Ticker CL gelistet. Die ISIN lautet US1941621039, die WKN 850667. Am 22.04.2026 schloss die Aktie in New York bei 82,35 US-Dollar; bei einem damaligen EZB-Referenzkurs von 1 Euro = 1,1733 US-Dollar entsprach das rechnerisch rund 70,18 Euro. (Colgate-Palmolive Company)
Das Sortiment ist breit, aber klar fokussiert: Mundpflege, Körperpflege, Haushaltsprodukte und Tiernahrung. Zu den wichtigsten Marken gehören Colgate, Palmolive, Elmex, Meridol, Tom’s of Maine, Hello, Softsoap, Irish Spring, Sanex, Ajax, Fabuloso, Suavitel sowie Hill’s Pet Nutrition. Der stärkste Kern ist die Mundpflege; daneben ist Hill’s Pet Nutrition inzwischen ein besonders wichtiger Wachstumsträger, weil Premium-Tiernahrung strukturell attraktiver ist als viele klassische Haushaltsprodukte. Colgate-Palmolive selbst beschreibt seine Markenfamilie als globales Portfolio in Oral Care, Personal Care, Home Care und Pet Health. (colgatepalmolive.com)
Die Geschichte des Unternehmens reicht bis 1806 zurück. William Colgate gründete damals in New York ein Geschäft für Stärke, Seife und Kerzen. 1817 erschien die erste Colgate-Werbung, 1820 folgte eine Stärkefabrik in Jersey City. Aus diesem sehr einfachen Konsumgütergeschäft wurde über mehr als zwei Jahrhunderte ein globaler Markenartikelkonzern. Der Name Palmolive geht auf die spätere Entwicklung im Seifen- und Körperpflegegeschäft zurück; heute ist Colgate-Palmolive vor allem für Zahnpasta, Zahnbürsten, Seifen, Reinigungsmittel und Tiernahrung bekannt. (colgatepalmolive.com)
Fundamental war 2025 kein starkes, aber ein ordentliches Jahr. Der Umsatz stieg um 1,4 Prozent auf 20,382 Milliarden US-Dollar, auch das organische Wachstum lag bei 1,4 Prozent. Der GAAP-Gewinn je Aktie sank um 25 Prozent auf 2,63 US-Dollar, vor allem wegen Wertminderungen im Hautpflegegeschäft. Der bereinigte Gewinn je Aktie, von Colgate als „Base Business EPS“ ausgewiesen, stieg dagegen um 3 Prozent auf 3,69 US-Dollar. Der operative Cashflow erreichte mit 4,198 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert. (Colgate-Palmolive Company)
Die Segmentzahlen zeigen, wo die Stärke liegt. Oral, Personal und Home Care erzielte 2025 einen Umsatz von 15,769 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 1,0 Prozent. Hill’s Pet Nutrition kam auf 4,613 Milliarden US-Dollar, plus 2,9 Prozent. Der operative Gewinn von Hill’s stieg 2025 um 10 Prozent auf 1,064 Milliarden US-Dollar, die operative Marge verbesserte sich auf 23,1 Prozent. Das ist wichtig, weil Hill’s margenstark ist und langfristig bessere Wachstumsperspektiven haben dürfte als viele klassische Seifen- und Reinigungsprodukte. (Colgate-Palmolive Company)
Die Aktie war am 23.04.2026 mit rund 67,5 Milliarden US-Dollar bewertet; das Kurs-Gewinn-Verhältnis lag auf Basis der vom Finanzdatendienst ausgewiesenen Werte bei rund 23,5. Das ist für ein langsam wachsendes Konsumgüterunternehmen nicht günstig. Man bezahlt hier nicht für schnelles Wachstum, sondern für Stabilität, Markenmacht, hohe Wiederkaufraten und Dividendenkontinuität.
Die Dividende ist einer der stärksten Punkte. Colgate-Palmolive zahlte 2025 insgesamt 2,06 US-Dollar je Aktie. Im März 2026 erhöhte der Verwaltungsrat die Quartalsdividende von 0,52 auf 0,53 US-Dollar; annualisiert entspricht das 2,12 US-Dollar je Aktie. Umgerechnet mit dem EZB-Kurs vom 22.04.2026 sind das rund 1,81 Euro je Aktie im Jahr. Bei einem rechnerischen Kurs von rund 70,18 Euro entspricht das einer Dividendenrendite von etwa 2,6 Prozent. Das ist keine Hochdividendenaktie, aber eine sehr verlässliche Dividendenaktie. (Colgate-Palmolive Company)
Die Kursziele der Analysten lagen im April 2026 überwiegend über dem damaligen Kurs, aber nicht extrem weit darüber. Morgan Stanley senkte das Kursziel am 22.04.2026 von 100 auf 95 US-Dollar und blieb bei „Overweight“. Jefferies senkte am 21.04.2026 von 91 auf 88 US-Dollar und blieb bei „Hold“. Rothschild & Co Redburn stufte am 21.04.2026 von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 93 auf 100 US-Dollar. Barclays lag mit 79 US-Dollar deutlich vorsichtiger. Umgerechnet mit dem EZB-Kurs vom 22.04.2026 entsprechen 79 US-Dollar rund 67,33 Euro, 88 US-Dollar rund 75,00 Euro, 95 US-Dollar rund 80,97 Euro und 100 US-Dollar rund 85,23 Euro. (MarketScreener)
Ein von MarketBeat genannter Analystenkonsens lag bei rund 95,56 US-Dollar, also rechnerisch etwa 81,45 Euro. Das wäre gegenüber dem damaligen Euro-Kurs von rund 70,18 Euro ein moderates Aufwärtspotenzial. Es ist aber kein Hinweis auf eine krasse Unterbewertung, sondern eher darauf, dass der Markt nach dem Rückgang wieder etwas Erholungspotenzial sieht. (MarketBeat)
Für 2026 erwartet das Unternehmen selbst ein Umsatzwachstum von 2 bis 6 Prozent und organisches Wachstum von 1 bis 4 Prozent. Außerdem rechnet Colgate-Palmolive mit steigender Bruttomarge, höheren Werbeausgaben und auf GAAP-Basis mit zweistelligem EPS-Wachstum. Das klingt ordentlich, aber nicht spektakulär. Entscheidend ist: Die Prognose spricht für Normalisierung nach einem schwächeren Jahr 2025, nicht für einen neuen Wachstumsschub. (Business Wire)
Die langfristigen Aussichten über fünf bis 15 Jahre sind stabil. Zahnpasta, Zahnbürsten, Seife, Reinigungsmittel und Tiernahrung verschwinden nicht. Colgate hat globale Marken, hohe Marktpräsenz, starke Vertriebskanäle und besonders in Schwellenländern weiter Potenzial. Hill’s Pet Nutrition ist ein zusätzlicher Pluspunkt, weil Haustiere stärker als Familienmitglieder gesehen werden und Premiumfutter langfristig wachsen kann. Meine Einschätzung: Colgate-Palmolive kann über viele Jahre solide Umsätze, solide Margen und steigende Dividenden liefern.
Die Risiken sollte man aber nicht kleinreden. Das Unternehmen wächst nur langsam. In reifen Märkten ist Zahnpasta ein gesättigtes Produkt. Handelsmarken, Währungsbewegungen, Rohstoffkosten, Verpackungskosten, Werbedruck und schwächere Konsumenten können die Margen belasten. Zudem ist die Bewertung anspruchsvoll: Ein KGV um 23 bis 24 passt nur, wenn Colgate seine Margen hält und wieder etwas mehr organisches Wachstum liefert. Bleibt das Wachstum dauerhaft bei nur 1 bis 2 Prozent, wäre die Aktie zu teuer.
Meine Gesamtbewertung ist deshalb nüchtern: Colgate-Palmolive ist ein sehr gutes Unternehmen, aber die Aktie ist zum Stand 22.04.2026 nur mäßig attraktiv bewertet. Für konservative Anleger ist sie ein defensiver Qualitätswert mit ordentlicher Dividende, geringer Zyklik und hoher Verlässlichkeit. Für Anleger, die deutlich überdurchschnittliches Wachstum oder eine klare Unterbewertung suchen, ist sie zu teuer und zu träge.
Als deutscher Anleger würde ich Colgate-Palmolive bei rund 70 Euro nicht aggressiv kaufen, aber auch nicht grundsätzlich meiden. Wer die Aktie bereits besitzt, kann sie aus fundamentaler Sicht halten. Ein Neueinstieg ist vertretbar, wenn man Stabilität, Dividendenkontinuität und geringe Konjunkturabhängigkeit sucht. Richtig interessant würde die Aktie aus meiner Sicht eher bei Kursen unter etwa 65 Euro, weil dann die Sicherheitsmarge besser wäre. Bei rund 70 Euro ist sie solide, aber kein Schnäppchen.
Unterm Strich ist Colgate-Palmolive ein defensiver Qualitätskonzern mit starken Marken, langer Geschichte, verlässlichem Cashflow und guter Dividendenkultur. Die Aktie eignet sich eher als ruhiger Depotanker als als Renditetreiber. Wer hier investiert, kauft Stabilität und Markenmacht, nicht Dynamik. Genau das ist der Punkt: Colgate-Palmolive ist fundamental stark, aber an der Börse nur dann wirklich attraktiv, wenn der Preis genügend Sicherheitsmarge bietet.
Autor: ChatGPT
Colgate-Palmolive ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein starkes Unternehmen nicht automatisch eine starke Aktie sein muss. Genau das zeigt der Blick auf die vergangenen rund neun Jahre sehr deutlich. Wer 2017 zu Kursen um 65 bis 70 Euro eingestiegen ist, stand zum 22.04.2026 kursmäßig ungefähr wieder dort. Die Aktie lag damals umgerechnet ebenfalls im Bereich von rund 70 Euro. Auf reiner Kursebene ist also über fast ein Jahrzehnt kaum etwas passiert.
Das ist keine kleinliche Betrachtung, sondern ein wichtiger Punkt. Colgate-Palmolive ist kein schlechtes Unternehmen. Im Gegenteil: Der Konzern besitzt starke Marken, eine enorme internationale Präsenz, hohe Marktanteile in der Mundpflege, verlässliche Cashflows und eine lange Dividendenhistorie. Produkte wie Zahnpasta, Zahnbürsten, Seife, Haushaltsreiniger und Tiernahrung werden täglich gebraucht. Genau deshalb gilt Colgate-Palmolive als defensiver Qualitätswert. Aber die Aktie hat trotzdem gezeigt, dass Qualität allein nicht reicht, wenn der Einstiegspreis zu hoch ist und das Wachstum nur mäßig bleibt.
Wer 2017 ungefähr bei 70 Euro gekauft hätte, hätte bis April 2026 zwar kaum Kursgewinn erzielt, aber Dividenden vereinnahmt. Die Dividendenzahlungen lagen von 2017 bis April 2026 zusammengerechnet bei ungefähr 17,36 US-Dollar je Aktie. In Euro umgerechnet, je nach tatsächlichem Wechselkurs an den Zahlungstagen, entspricht das grob etwa 15 bis 16 Euro je Aktie brutto. Bezogen auf einen Einstiegskurs von 70 Euro wären das ungefähr 22 Prozent kumulierte Bruttodividende über den gesamten Zeitraum. Auf das Jahr heruntergebrochen entspricht das grob 2,3 bis 2,5 Prozent brutto pro Jahr.
Nach Steuern sieht die Rechnung schwächer aus. Für deutsche Privatanleger fallen auf US-Dividenden grundsätzlich 15 Prozent US-Quellensteuer an, die in Deutschland auf die Abgeltungsteuer angerechnet werden. Ohne Kirchensteuer und ohne Berücksichtigung des Sparerpauschbetrags bleibt grob eine Gesamtsteuerbelastung von rund 26,375 Prozent. Aus etwa 15,50 Euro Bruttodividende würden also näherungsweise rund 11,40 Euro netto. Bezogen auf 70 Euro Einstiegskurs wären das rund 16 Prozent netto über den gesamten Zeitraum, also ungefähr 1,7 bis 1,8 Prozent netto pro Jahr.
Damit ist die harte Einordnung: Colgate-Palmolive war für einen Anleger, der 2017 zu rund 70 Euro eingestiegen ist, kein Totalausfall, aber auch kein überzeugendes Investment. Die Dividenden haben die Seitwärtsbewegung abgefedert, aber nicht in eine starke Rendite verwandelt. Nach Inflation war die reale Rendite wahrscheinlich mager. Wer auf Vermögensaufbau aus war, hat mit dieser Aktie in dieser Phase wenig gewonnen. Wer dagegen Stabilität und laufende Ausschüttungen wollte, bekam zumindest einen defensiven Depotbaustein mit regelmäßigen Dividenden.
Die entscheidende Frage ist, ob diese Entwicklung nur ein zehnjähriger Hänger war oder ob sie die strukturelle Perspektive der Aktie beschreibt. Meine Einschätzung ist klar: Es war nicht nur Pech und nicht nur ein einmaliger Ausrutscher. Die schwache Kursentwicklung ist Ausdruck eines strukturell langsamen Geschäfts und einer damals anspruchsvollen Bewertung. Colgate-Palmolive ist ein reifer Konsumgüterkonzern. Zahnpasta, Seife, Mundspülung, Haushaltsreiniger und ähnliche Produkte sind stabile, aber keine besonders dynamischen Märkte. In vielen Industrieländern ist das Geschäft weitgehend gesättigt. Wachstum kommt dort eher über Preiserhöhungen, Premiumprodukte, Effizienzsteigerungen und Marktanteilsgewinne, nicht über stark steigende Mengen.
Das heißt nicht, dass Colgate-Palmolive langfristig unattraktiv oder gefährdet wäre. Das Unternehmen hat weiterhin große Stärken. Der Bereich Mundpflege ist global sehr stark positioniert. Marken wie Colgate, Elmex und Meridol stehen für Vertrauen und tägliche Nutzung. Dazu kommt Hill’s Pet Nutrition, ein attraktiveres Segment, weil hochwertige Tiernahrung strukturell bessere Wachstumsaussichten bietet als viele klassische Haushaltsprodukte. Haustiere werden in vielen Ländern immer stärker als Familienmitglieder gesehen, und Besitzer sind bereit, für Gesundheit, Spezialfutter und Premiumprodukte mehr Geld auszugeben. Dieser Bereich kann Colgate-Palmolive langfristig helfen.
Trotzdem sollte man die Aktie nicht mit falschen Erwartungen betrachten. Colgate-Palmolive ist kein dynamischer Wachstumswert. Realistisch ist eher ein defensives Renditeprofil: moderate Umsatzsteigerungen, solide Margen, langsames Gewinnwachstum, Aktienrückkäufe und eine verlässliche Dividende. In guten Jahren kann daraus eine ordentliche Gesamtrendite entstehen. Aber spektakuläre Kurssteigerungen sind nur dann wahrscheinlich, wenn der Einstiegskurs niedrig ist, die Bewertung steigt oder das Gewinnwachstum positiv überrascht.
Der Fehler vieler Anleger liegt darin, ein Unternehmen wie Colgate-Palmolive nur nach seiner Qualität zu beurteilen. Das reicht nicht. Entscheidend ist der Preis. Wenn man ein langsam wachsendes Qualitätsunternehmen zu teuer kauft, kann man viele Jahre auf der Stelle treten, obwohl das Unternehmen operativ ordentlich arbeitet. Genau das ist bei Colgate-Palmolive seit 2017 im Kern passiert. Das Unternehmen war solide, aber die Aktie war damals bereits hoch bewertet. Danach reichten die Dividenden und das moderate Wachstum nicht aus, um eine starke Gesamtrendite zu erzeugen.
Für die kommenden fünf bis 15 Jahre würde ich deshalb nicht von einem dauerhaften Niedergang ausgehen, aber auch nicht von einer plötzlich dynamischen Neubewertung. Colgate-Palmolive dürfte weiter ein stabiler, defensiver Konzern bleiben. Die Produkte werden gebraucht, die Marken sind stark, der Cashflow ist robust, und die Dividende dürfte weiterhin ein wichtiger Teil der Aktionärsrendite bleiben. Aber das Unternehmen wird voraussichtlich auch künftig eher langsam wachsen. Wer die Aktie kauft, sollte also nicht auf eine Kursrakete setzen, sondern auf Stabilität, Dividendenkontinuität und eine gewisse Krisenfestigkeit.
Die Aktie eignet sich damit eher als ruhiger Depotanker als als Renditetreiber. Sie kann in einem defensiven Portfolio ihren Platz haben, besonders wenn man regelmäßige Ausschüttungen und geringe Konjunkturabhängigkeit schätzt. Aber sie ist kein Selbstläufer. Bei einer zu hohen Bewertung kann sich die Vergangenheit wiederholen: viele Jahre Stabilität, Dividende, aber wenig Kursgewinn. Wirklich interessant wird Colgate-Palmolive erst dann, wenn der Einstiegskurs genügend Sicherheitsmarge bietet.
Unterm Strich lautet die nüchterne Zusammenfassung: Colgate-Palmolive ist ein starkes Unternehmen, aber die Aktie war seit etwa 2017 in Euro gerechnet kursmäßig schwach. Die Dividenden haben brutto ungefähr 22 Prozent und netto grob 16 Prozent auf einen angenommenen Einstiegskurs von 70 Euro gebracht. Das ist besser als gar nichts, aber nach fast neun Jahren keine überzeugende Gesamtrendite. Der Hänger war nicht bloß Zufall, sondern zeigt das Grundproblem langsam wachsender Qualitätsaktien bei hoher Bewertung. Colgate-Palmolive bleibt fundamental solide, aber als Investment ist sie nur dann wirklich attraktiv, wenn der Preis stimmt.
Autor: ChatGPT


