Dieses Heizungsgesetz bringt niemandem etwas
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Union und SPD reformieren das sogenannte Heizungsgesetz und treiben mit „Grüngasen“ eine angebliche Alternative zur Wärmepumpe voran. Ein fatales Signal – nicht nur für Verbraucher
Es gibt politische Entscheidungen, bei denen am Ende alle etwas davon haben. Dann gibt es welche, bei denen ein Teil der Gesellschaft profitiert, andere eher nicht. Und schließlich kommt hin und wieder auch tatsächlich ein Beschluss zustande, der im Grunde niemandem weiterhilft.
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Das Problem geht aber noch weiter: Wenn Hausbesitzer nun ermuntert werden, noch einmal eine Gasheizung einzubauen, könnten sie in einigen Jahren ihr blaues Wunder erleben: Gas wird aufgrund steigender CO2-Preise in der Europäischen Union Schritt für Schritt teurer. Und wenn absehbar weniger Menschen eine Gasheizung zu Hause haben, steigen die Netzkosten für jede einzelne von ihnen, was die Geräte zusätzlich teurer macht. Es könnte der Tag kommen, an dem die Kosten so in die Höhe schießen, dass die Besitzer von Gasheizungen aus ihrem Problem herausgefördert werden müssen.
Wenn man etwas Gutes über diesen Entwurf sagen will, dann, dass das bisherige Förder-Modell erst einmal erhalten bleibt. Ansonsten muss man sagen: Der von der Koalition geplante Umbau des Heizungsgesetzes bringt auf Dauer niemandem etwas – weder den Herstellern der Geräte, noch den Installateuren und schon gar nicht den Hausbesitzern, die auf einen Irrweg geleitet werden. Es dürfte eine teure politische Revanche werden.
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