Wolters Kluwer: Nach Geschäftsjahreszahlen 2013

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eröffnet am: 20.02.14 09:42 von: Mehr Wissen Anzahl Beiträge: 104
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20.02.14 09:42 #1 Wolters Kluwer: Nach Geschäftsjahreszahlen 201.
Goldman Sachs Research vom 20.02. befasst sich mit Wolters Kluwer und geht auf Verkauf.

Die GS-Analysten bestätigen zwar, dass die Geschäftszahlen für 2013 im Großen und Ganzen mit deren Erwartungen übereinstimmten, aber das „organische“ Wachstum (Umsatz und EBITDA) wäre minimal und unterstreiche die Verkauf-Einschätzung. Analog dazu setzen die GS-Researcher ihre Gewinn-je-Aktie-Schätzungen für 2014 und für 2014 etwas niedriger als vorher an. GS-Kursziel auf 12 Monatssicht ist ebenfalls niedriger als zuvor: jetzt 21,8 EUR.  
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25.02.26 08:21 #80 Alles im Rahmen
Die Share Buybacks waren natürlich Katastrophal......
1.1 Milliarden € zu durschnittlich 128€ je Aktie wurden zurück gekauft...........toll.........
Der Ausblick ist recht verhalten,da die Aktie aber runter geprügelt wurde,kann es ja kaum noch fallen man ist ja mit wenig zufrieden.  
25.02.26 10:54 #81 Im Rahmen reicht nicht
Buybacks waren katastrophal, 3 Jahre lang hat man 1 Milliarde ausgegeben jährlich zu extrem hohen Kursen und Mondbewertungen von KGV 30-40. Nun bei KGV 12 hat man plötzlich kein Geld mehr hierfür.
Das ist Management-Versagen erster Güte. Aktie crasht 66% in einem Jahr und die signalisieren dem Markt: Nun haben wir weniger Geld für Buybacks und können dem Markt nicht zeigen, dass die Aktie unterberwertet ist.
Es ist nicht entschuldbar und das wird die Aktie auch auf neue Tiefs prügeln die nächsten Wochen, dazu höhere Investitionen. Diese hätte man 2025 und davor tätigen sollen und nicht erst dann wenn die Kacke am Dampfen ist im Software-Sektor. Zeigt von extrem schlechter Vision und dass man keine echte Strategie hat außer dem Markt und den Entwicklungen hinterherzulaufen und erst dann mehr zu investieren, wenn die KI-Agenten jeden Tag exponentiell an Nutzungen zulegen.

Aktuell gibt es keinen Grund die Aktie zu kaufen, Management hat extrem viel Vertrauen verspielt und alles ruiniert was man die letzten Jahre aufgebaut hat. Mehr als KGV 12 für ein Unternehmen, dass 5% wächst, ist nicht mehr möglich. SaaS wird auf lange Zeit keinen Bewertungsaufschlag mehr bekommen für die wiederkehrenden Umsätze. Solange das Wachstum durch KI sich nicht beschleunigt, gibt es 1000 andere attraktivere Aktien.
Kann niemanden raten hier nachzukaufen, trotz 66% Minus, die Aktie war jahrelang zu hoch bewertet und ist nun normal bewertet ohne wirkliche Katalysatoren für Momentum.
 
25.02.26 12:18 #82 du schreibst auch viel Müll
Die werden dieses Jahr auch wieder für 500 Millionen Aktien zurück kaufen.
Wenn du bei 130 gekauft hast ist das dein Pech,dumm gelaufen!
Ich habe erst bei 90 euro meine erste Posi gekauft und weiter gekauft mit fallenden kursen.
Dein Rumgeheule kannst du dir sparen.  
25.02.26 12:28 #83 Pos
Heute 1. Position gekauft. Div. steigt auf 2,52 €. Sind fast 4% aktuell. War attraktiv genug für eine kleine Position. Mal schauen wo die Reise hin geht  
25.02.26 12:34 #84 Ich kann nur lachen
Diese Typen schreiben Manager schlecht alles schlecht und kauft nicht usw.....
Das Problem dei diesen Kleinanlegern ist,die haben keine Gedult und wenn sie Verluste haben verkaufen sie nicht,weil sie sich nicht eingestehen können mal wieder falsch gelegen zu haben.
Dann kauern sie lieber in der Ecke rum,obwohl sie dem Vorstand nicht mehr trauen und verkaufen trotzdem nicht.
 
25.02.26 12:48 #85 Dividende
Steht irgendwo, wie sich die Dividende aufteilt?
Im letzten Jahr waren es 1,50 und 0,93 Euro.  
25.02.26 16:39 #86 ich bin hier
mit den ersten Aktien seit ca. 2-3 wochen dabei. Die Zahlen heute fand ich persönlich völlig ok.
Aktien wurden zuletzt jede Woche für ca 200.000Euro zurückgekauft zu den Discount Kursen.
Dazu die Divi die mittlerweile bei 4% Prozent liegt.
Von daher für mich persönlich alles ok.
Gekauft habe ich die Aktie übrigens weil ein so großer KI Verlierer wie geschrieben wurde ist es für mich nicht und der Kursverlust der letzten Wochen völlig überzogen war.
Aber das ist nur meine Meinung, mehr nicht .
 
27.02.26 13:27 #87 läuft
doch wunderbar seit ein paar Tagen. Aktuell schon über 68Euro . Bin sehr zufrieden mit meinem Einstieg(EK 61,66)  
27.02.26 13:30 #88 CEO Wechsel
Stacey Caywood übernimmt CEO-Posten bei Wolters Kluwer und folgt auf Nancy McKinstry
Freitag, 27.02.2026 12:31
Quelle: reuters.com
Wolters Kluwer NV hat einen Wechsel an der Unternehmensspitze bekanntgegeben: Stacey Caywood hat offiziell die Position der CEO übernommen und folgt damit auf Nancy McKinstry. Ann Ziegler bleibt Vorsitzende des Aufsichtsrats. Caywood setzt in ihrer Agenda auf den Ausbau von KI über das Portfolio, Partnerschaften und die Stärkung der kommerziellen Fähigkeiten.  
01.03.26 16:11 #89 NL0000395903 - Wolters Kluwer

Aktie im Fokus: Wolters Kluwer mit über 100% Kurspotenzial


Die Wolters Kluwer N.V. Aktie lief mal richtig gut. Bis 2025 ging es hoch bis auf über 160 Euro. Doch dann brach die Aktie um über 50% ein. Doch jetzt könnte es wieder gen Norden gehen. Zumindest erwarten dies die Barclays-Analysten:

 
01.03.26 16:14 #90 NL0000395903 - Wolters Kluwer
Hm.... rein technisch da ranzugehen, ist mir ehrlich gesagt zu dünn. Ich halte meine Stücke, warte Bodenbildung ab und verfolge lieber weiter (profundere) Nachrichten zu Wolters, als mich von sowas beeinflussen zu lassen.  
02.03.26 23:23 #91 NL0000395903 - Wolters Kluwer

Heute kam Post vom Broker

 

Angehängte Datei: screenshot.pdf
03.03.26 00:02 #92 ???
Was, wie, wo  
03.03.26 23:31 #93 @czP10 - steht in der angehängten PDF-Datei
05.03.26 05:23 #94 Dividende
Teil 1 - 1,59
Ex Tag 25.05
Zahltag 17.06
 
11.04.26 19:46 #95 NL0000395903 - Wolters Kluwer

Stand 11.4.2026 ist Wolters Kluwer für mich ein qualitativ starkes, defensives Informations- und Workflow-Softwarehaus, dessen Aktie nach dem heftigen Rücksetzer deutlich interessanter aussieht als noch vor einem Jahr. Der letzte von mir belastbar gefundene Kurs liegt bei 62,68 € vom 10. April 2026; am 11. April war Samstag. Operativ sitzt das Unternehmen weiter in sehr robusten Nischen: Healthcare, Tax & Accounting, Financial & Corporate Compliance, Legal & Regulatory sowie Corporate Performance & ESG. (MarketScreener)

Das Entscheidende am Geschäftsmodell ist nicht „Content“ im alten Verlags-Sinn, sondern eingebettete Fachsoftware, Daten, regulatorische Inhalte und Workflow-Integration. 2025 kamen 5,11 Mrd. € von 6,125 Mrd. € Umsatz aus wiederkehrenden Erlösen, also gut 83%. Digitale und Service-Subscriptions lagen bei 4,7 Mrd. €, Expert Solutions bei 59% des Umsatzes, und Cloud-Software machte 21% des Konzernumsatzes aus und wuchs organisch um 15%. Zugleich sagt das Unternehmen, dass inzwischen rund 70% der digitalen Umsätze aus AI-gestützten Lösungen stammen. Genau das ist der Kern des Investment Case: hohe Wiederkehr, tiefe Einbindung in Kundenprozesse und laufende Migration in wertigere Software- und Plattformumsätze.

Die 2025er Zahlen waren dafür klar stark. Der Umsatz stieg auf 6,125 Mrd. €, organisch um 6%. Der bereinigte operative Gewinn lag bei 1,687 Mrd. €, die bereinigte operative Marge bei 27,5%, der bereinigte Gewinn bei 1,225 Mrd. €, das verwässerte bereinigte EPS bei 5,29 € und der bereinigte Free Cashflow bei 1,348 Mrd. €. Der ROIC lag bei 18,0%, die Verschuldung bei 2,0x Net Debt/EBITDA. Über fünf Jahre sieht man zudem ein sehr sauberes Bild: Umsatz, Marge, Gewinn, Free Cashflow und Kapitalrendite sind sämtlich gestiegen.

Innerhalb des Portfolios sind vor allem Tax & Accounting und Health die Qualitätsanker. Tax & Accounting wuchs 2025 organisch um 7% bei 35,2% bereinigter Marge; Health um 5% bei 32,1% Marge. Financial & Corporate Compliance wuchs nur 3%, hielt aber ebenfalls starke 35,2% Marge. Legal & Regulatory wuchs organisch um 5%; die Marge von 18,2% ist deutlich niedriger, bleibt aber ordentlich. Der Schwachpunkt ist derzeit Corporate Performance & ESG: 7% organisches Wachstum, aber nur 7,5% Marge. Für mich heißt das: Das Unternehmen hat mehrere sehr gute Kerngeschäfte, aber nicht jede Sparte ist gleich attraktiv. Die besten Teile sind klar die workflow-nahen, cloudigen, regulierungsgetriebenen Bereiche.

Die Kapitalallokation ist weiter aktionärsfreundlich und diszipliniert. Wolters Kluwer verfolgt offiziell eine progressive Dividendenpolitik; für das Geschäftsjahr 2025 sollen insgesamt 2,52 € je Aktie ausgeschüttet werden, plus 8% gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich läuft 2026 ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 500 Mio. €. Gleichzeitig peilt das Unternehmen eine Zielverschuldung von 1,5x bis 2,5x an. Das ist genau die Art von Kapitaldisziplin, die ich bei einem Qualitätscompounder sehen will: investieren, zukaufen, Dividende erhöhen, Aktien zurückkaufen, aber nicht mit ausufernder Bilanz.

Kurzfristig ist die Story ziemlich klar. Für 2026 guidet das Management auf rund 28,0% bereinigte operative Marge, 1,30 bis 1,35 Mrd. € bereinigten Free Cashflow, 18–19% ROIC und ein verwässertes bereinigtes EPS-Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Gleichzeitig wird die Produktentwicklung auf 12–13% des Umsatzes erhöht, um die AI-Strategie zu beschleunigen. Das ist wichtig: Wolters Kluwer versucht nicht, AI aus der Defensive heraus zu verwalten, sondern erhöht bewusst die Investitionen und will trotzdem die Marge weiter steigern. Der nächste harte Prüfstein ist das Q1-Update am 6. Mai 2026. Solange diese Guidance steht, ist die operative These intakt. (wolterskluwer.com)

Zur Aktie selbst: Auf Basis des Schlusskurses von 62,68 € und der 226,2 Mio. ausstehenden Aktien per Ende 2025 liegt der Börsenwert grob bei 14,2 Mrd. €. Daraus ergeben sich auf 2025er Zahlen ungefähr ein bereinigtes KGV von 11,8, ein IFRS-KGV von 11,1, eine Dividendenrendite von rund 4,0% auf die vorgeschlagene 2025er Ausschüttung und ein grobes EV/Free-Cashflow-Multiple von 13,5. Für ein Unternehmen mit 6% organischem Wachstum, 27,5% Marge, 18% ROIC und hohem Wiederkehrumsatz ist das nach meinem Urteil nicht teuer, sondern eher attraktiv. Die Aktie ist heute viel näher an vernünftiger Bewertung als an Euphorie. (MarketScreener)

Kursziele: Der veröffentlichte Analystenkonsens bei MarketScreener liegt bei 111,04 €, mit einer Spanne von 73 € bis 160 € und einer mittleren Einstufung „Buy“ von 14 Analysten. Ich würde mich daran aber nicht festbeißen. Nach so einer starken Neubewertung reagieren Konsensziele oft träge und sind eher ein Stimmungsindikator als eine saubere Entscheidungsgrundlage. Wichtiger ist für mich, ob Wolters Kluwer die 2026er Guidance bestätigt und ob die höheren AI-Investitionen tatsächlich zu höherer Produktivität, Preissetzung und Kundenbindung führen. (MarketScreener)

Die Risiken sind real und man sollte sie nicht weichzeichnen. Erstens: AI kann die ökonomischen Schutzwälle dieser Branche schmälern. Morningstar hat Wolters Kluwer im März 2026 gerade deshalb von „wide moat“ auf „narrow moat“ abgestuft. Zweitens: Der Sektor wurde Anfang 2026 breit verkauft, weil Investoren fürchteten, dass generative AI Teile des klassischen Software-, Daten- und Informationsgeschäfts angreifen könnte. Drittens: Wolters Kluwer ist währungsabhängig; rund 65% von Umsatz und bereinigtem operativem Gewinn kommen aus Nordamerika, und laut Unternehmen bewegt schon ein US-Cent beim durchschnittlichen EUR/USD-Kurs das verwässerte bereinigte EPS um rund 4,5 Euro-Cent in die Gegenrichtung. Viertens: einzelne Einheiten sind zyklischer oder politischer als sie auf den ersten Blick wirken, etwa Corporate Services, Transaktionsgeschäft oder ESG-nahe Software. (Morningstar)

Trotzdem überwiegt für mich auf Sicht von 5 bis 15 Jahren die positive Seite. Die offizielle Strategie 2025–2027 setzt auf das Skalieren von Expert Solutions, schnelleres Wachstum und den Ausbau von Fähigkeiten; parallel hat Wolters Kluwer gerade ein eigenes AI Center of Excellence und die FAB-Plattform hervorgehoben, also eine interne Infrastruktur für modellagnostische, governance-fähige AI in den Produkten. Das ist der richtige Ansatz: nicht generische Chatbots, sondern verlässliche, domänenspezifische AI direkt in kritischen Workflows. Dazu kommt, dass mit Stacey Caywood seit Februar 2026 eine langjährige interne Führungskraft CEO ist. Das senkt das Nachfolgerisiko gegenüber einem externen Bruch. (wolterskluwer.com)

Mein Fazit ist daher klar: Wolters Kluwer ist kein spektakulärer Tenbagger-Kandidat, sondern ein qualitativ sehr gutes, planbares Compounder-Geschäft mit hoher Resilienz, solider Kapitalallokation und vernünftigen Langfristtreibern. Die operative Qualität ist hoch. Der Burggraben ist aus meiner Sicht weiter vorhanden, aber nicht mehr unangreifbar; die AI-Debatte ist der zentrale Punkt. Genau deshalb ist die Aktie nach dem Kursrutsch heute interessanter. Für einen konservativen Anleger mit 5–15 Jahren Horizont halte ich das Papier auf diesem Niveau eher für attraktiv als für überzogen. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Wolters Kluwer ein gutes Unternehmen ist. Das ist es. Die entscheidende Frage ist, ob das Unternehmen seine Inhalte, Daten und Workflows schnell genug in echte AI-Produktivität übersetzt. Im Moment spricht mehr dafür als dagegen.

Autor: ChatGPT

 
14.04.26 20:55 #96 NL0000395903 - Wolters Kluwer
Wolters Kluwer startet neue KI-Lösung für Notare in Italien, während die Aktie im letzten Jahr über die Hälfte ihres Wertes verloren hat. Die nächsten Quartalszahlen sollen Klarheit bringen.
 
20.04.26 13:01 #97 NL0000395903 - Wolters Kluwer

Habe Wolters Kluwer heute mal von der KI mit Relx plc vergleichen lassen. Das Ergebnis steht im Thread nebenan, er ist hierunter verlinkt. 

GB00B2B0DG97 - Relx plc - Seite 1 - Forum - ARIVA.DE
GB00B2B0DG97 - Relx plc: RELX plc ist zum Stand 17.4.2026 für mich kein klassischer Verlag mehr, sondern vor allem ein Qualitätskonzern für infor...
 
20.04.26 13:32 #98 NL0000395903 - Wolters Kluwer

Eher nachkaufen als stumpf abwarten. Aber nicht mit der Brechstange.

Das Bild zeigt keine saubere Bodenbildung. Was man sieht:

  1. Der übergeordnete Trend ist klar abwärtsgerichtet.
  2. Nach dem Tief bei 59 EUR gibt es bislang nur eine kleine Gegenbewegung auf etwa 70,40 EUR.
  3. Das ist erst einmal eine Stabilisierung nahe dem Tief, mehr nicht.
  4. Für eine echte Bodenbildung würde ich mindestens erwarten, dass der Kurs die Tiefzone mehrfach verteidigt und danach wieder frühere Widerstände zurückholt.

Pragmatisch:

  1. Zwischen grob 59 und 70 EUR liegt eine mögliche Unterstützungszone.
  2. Bestätigt wäre das erst, wenn der Kurs sich deutlicher über die nächste Widerstandszone schiebt. Aus dem Chartbild wirkt für mich grob der Bereich um 80 bis 90 EUR relevant.
  3. Solange das nicht passiert, ist das charttechnisch eher ein angeschlagener Wert mit Erholungsversuch als ein sauber gedrehter Wert.

Heißt für die Praxis:

  1. „Jetzt voll rein, weil Boden gebildet“ wäre aus diesem Chart nicht belegbar.
  2. Vertretbar wäre höchstens eine kleine erste Tranche.
  3. Die defensivere Variante bleibt: auf Bestätigung warten statt die Bodenbildung vorwegzunehmen.

Meine vorherige Einschätzung würde ich deshalb charttechnisch präzisieren: Fundamental kann Wolters Kluwer auf dem Niveau interessant sein. Aber nur nach dem Chart allein würde ich nicht sagen, dass Du jetzt nachkaufen musst. Der Chart gibt Dir dafür noch kein sauberes Signal.

 

Angehängte Grafik:
screenshot_2026-04-20_132739.png (verkleinert auf 39%) vergrößern
screenshot_2026-04-20_132739.png
20.04.26 13:40 #99 NL0000395903 - Wolters Kluwer
Der guten Ordnung halber noch mein Hinweis, daß auch der Beitrag hierüber von ChatGPT stammt.

Am 6. Mai kommt das Quartalsupdate, am 21. Mai die HV  und ab 26. Mai notiert die Aktie ex Dividende. Ich überlege noch, ob ich zumindest eine kleine Tranche nachkaufen oder lieber erst Zahlen und Ausblick abwarten soll.

Eile mit Weile.  
21.04.26 15:06 #100 NL0000395903 - Wolters Kluwer
Just for the record: Inzwischen habe ich eine weitere Tranche nachgekauft. Darüber hinaus warte ich jetzt die Zahlen und den Ausblick ab, dann sehen wir weiter.  
22.04.26 00:30 #101 NL0000395903 - Wolters Kluwer

Nur zur Info - im Forum für Thomson Reuters wurde soeben ein Vergleich zwischen Thomson Reuters, Relx und Wolters Kluwer eingestellt, auch in Tabellenform (s. Dateianhang dort). 

CA8849038085 - Thomson Reuters - Seite 1 - Forum - ARIVA.DE
CA8849038085 - Thomson Reuters: Thomson Reuters ist 2026 kein klassischer Medienwert, sondern vor allem ein sehr profitables, content- und softwaregetri...
 
23.04.26 14:20 #102 NL0000395903 - Wolters Kluwer

Habe heute nochmal dezidiert wegen der Verschuldung nachgefragt. Hier die Antwort der KI: 

Die Verschuldung sehe ich bei Wolters Kluwer aktuell als unauffällig bis komfortabel beherrschbar.

Der wichtigste Punkt ist: Die Nettoverschuldung lag per 31.12.2025 bei 4,024 Mrd. Euro, das Verhältnis Net Debt zu EBITDA bei 2,0x. Das ist höher als 2024 mit 1,6x, aber immer noch genau in der eigenen Zielspanne des Unternehmens von 1,5x bis 2,5x. Für ein Geschäft mit 83 % wiederkehrenden Erlösen und starkem Cashflow ist das kein kritischer Wert.

Wichtig ist auch, warum die Verschuldung gestiegen ist: nicht wegen operativer Schwäche, sondern vor allem wegen Übernahmen, Aktienrückkäufen und der laufenden Kapitalrückgabe. 2025 wurden 1,1 Mrd. Euro für Rückkäufe und 563 Mio. Euro für Dividenden ausgegeben. Das ist eine aktive Kapitalallokation, keine Zwangslage.

Die Liquidität wirkt ebenfalls solide. Das Unternehmen hatte zum Jahresende 891 Mio. Euro Netto-Cash verfügbar und zusätzlich eine ungenutzte revolvierende Kreditlinie über 600 Mio. Euro. Das spricht klar gegen akuten Finanzierungsdruck.

Die Zinslast ist gestiegen, aber noch klar tragbar. Die bereinigten Finanzierungskosten lagen 2025 bei 86 Mio. Euro gegenüber 62 Mio. Euro im Vorjahr; 2026 erwartet das Management rund 110 Mio. Euro. Dem standen 2025 aber 1,687 Mrd. Euro bereinigter operativer Gewinn und 1,348 Mrd. Euro bereinigter Free Cashflow gegenüber. Rein rechnerisch ist die Zinsdeckung damit sehr hoch. Das ist kein Bild einer angespannten Bilanz.

Was man trotzdem sauber sagen muss: Die Schulden sind nicht niedrig im absoluten Betrag, und der Anstieg war deutlich. Außerdem kamen 2025 neue Anleihen hinzu, darunter 500 Mio. Euro mit 7 Jahren Laufzeit zu 3,375 % und 500 Mio. Euro mit 5 Jahren Laufzeit zu 3,0 %. Das verteuert die Finanzierung gegenüber früheren Nullzinsjahren. Aber genau dafür hat Wolters Kluwer ein Geschäftsmodell, das hohe Margen, wiederkehrende Umsätze und starke Cash-Conversion liefert.

Mein Fazit: Die Verschuldung ist erhöht, aber nicht problematisch. Sie wäre für ein zyklisches oder margenschwaches Unternehmen weniger angenehm. Für Wolters Kluwer halte ich sie derzeit für gut tragbar. Kritisch würde ich erst werden, wenn die Verschuldung dauerhaft über 2,5x EBITDA steigt oder der freie Cashflow spürbar nachlässt. Dafür sehe ich nach den zuletzt gemeldeten Zahlen keinen belastbaren Beleg.

Autor: ChatGPT


 
23.04.26 14:28 #103 NL0000395903 - Wolters Kluwer

@JlNxTonic 

Ich halte das Statement für teilweise treffend, aber in mehreren Punkten überzogen oder sachlich unsauber.

Der stärkste Punkt an der Kritik ist der Vorwurf zu den Rückkäufen. Rückblickend sieht das tatsächlich schlecht aus: Wolters Kluwer hat 2023 1,0 Mrd. Euro zu einem Durchschnittspreis von 114,44 Euro zurückgekauft, 2024 erneut 1,0 Mrd. Euro zu 149,23 Euro im Schnitt und 2025 sogar 1,1 Mrd. Euro zu 128,45 Euro im Schnitt. Wenn die Aktie am 22.04.2026 bei rund 68,46 Euro stand, dann war ein großer Teil dieser Rückkäufe aus heutiger Sicht klar wertvernichtend. Diesen Punkt kann man dem Management durchaus vorhalten.

Aber schon die Aussage, man habe „nun plötzlich kein Geld mehr“ für Rückkäufe, ist so nicht belegt. Das Unternehmen hat für 2026 Rückkäufe von bis zu 500 Mio. Euro angekündigt und bis zum 24. Februar 2026 bereits 100 Mio. Euro davon ausgeführt. Das ist weniger als zuvor, aber eben nicht „kein Geld mehr“. Gleichzeitig lagen Ende 2025 die Nettoschulden bei 4,024 Mrd. Euro, die Verschuldung bei 2,0x EBITDA, also weiterhin innerhalb der Zielspanne von 1,5x bis 2,5x. Dazu kamen 2025 896 Mio. Euro Akquisitionsausgaben. Die Reduktion der Buybacks ist deshalb eher eine Kapitalallokationsentscheidung als ein Liquiditätsbeweis der Schwäche.

Auch die Behauptung, die Aktie sei in einem Jahr um 66 % gecrasht, ist nach den auffindbaren Marktdaten zu hoch. Yahoo nennt für WKL.AS eine 52-Wochen-Veränderung von -53,54 % bei einer Spanne von 59,00 bis 163,65 Euro; Investing.com nennt etwa -56,03 %. Das ist immer noch brutal, aber eben nicht 66 %. Wer so zugespitzt argumentiert, macht seine Kritik unnötig angreifbar. (finance.yahoo.com)

Der Vorwurf, das Management habe erst jetzt gemerkt, dass es mehr in KI investieren müsse, greift ebenfalls zu kurz. Bereits im 2024er Volljahresbericht schrieb Wolters Kluwer, man habe die Produktinvestitionen auf hohem Niveau gehalten, GenAI-Funktionen über viele Plattformen eingeführt und neue Lösungen gestartet. 2025 lagen die Produktentwicklungsinvestitionen inklusive aktivierter Ausgaben bei 11 % des Umsatzes; für 2026 und darüber hinaus will der Konzern auf 12–13 % erhöhen, um das KI-Tempo zu beschleunigen. Das zeigt aus meiner Sicht nicht „keine Strategie“, sondern eher: Die bisherige Strategie wird unter neuem Wettbewerbsdruck verschärft. Dass diese Beschleunigung womöglich früher hätte kommen sollen, ist eine legitime Kritik. Aber „erst jetzt anfangen“ trifft die Fakten nicht sauber.

Was die operative Qualität angeht, ist das Statement ebenfalls zu pauschal. 2025 wuchs Wolters Kluwer organisch erneut um 6 %, erreichte eine bereinigte operative Marge von 27,5 %, einen bereinigten Free Cashflow von 1,348 Mrd. Euro und einen Anteil wiederkehrender Erlöse von 83 %. Das ist nicht das Profil eines Unternehmens, das „alles ruiniert“ hat. Der Markt preist derzeit eher ein, dass das bisher als besonders robust geltende Modell im KI-Zeitalter strukturell stärker unter Druck geraten könnte. Genau diese Sorge hatte Anfang Februar 2026 den Sektor erfasst; Reuters berichtete damals, dass Wolters Kluwer an einem Tag rund 13 % verlor, zusammen mit anderen Informations- und Softwarewerten.

Zum Punkt Bewertung: „Mehr als KGV 12 ist nicht mehr möglich“ ist keine Tatsache, sondern eine Meinung. Dass der Markt den alten Bewertungsaufschlag nicht mehr einfach zurückgibt, ist plausibel. Dass ein Unternehmen mit hoher Marge, 83 % wiederkehrenden Erlösen, starkem Cashflow und weiterhin mittlerem einstelligen bis hohen einstelligen EPS-Wachstum dauerhaft nur ein KGV von 12 bekommen kann, ist daraus aber nicht zwingend ableitbar. Dafür gibt es derzeit keinen belastbaren Beweis. Umgekehrt ist auch die frühere Hochbewertung aus meiner Sicht klar nicht mehr der richtige Maßstab.

Mein Urteil in der Sache ist deshalb klar:
Ja, die Rückkaufpolitik der letzten Jahre sieht rückblickend schlecht aus und ist ein legitimer Angriffspunkt.
Ja, das Management wirkt bei KI eher beschleunigend als antizipierend, also nicht visionär brillant.
Nein, die These „alles ruiniert“, „kein Geld mehr“, „66 % Crash“ und „es gibt aktuell gar keinen Grund zu kaufen“ ist so zu absolut und teils faktisch unsauber.

In nüchternen Worten: Das Unternehmen ist operativ weiterhin stark, aber das Management hat bei der Kapitalallokation und wohl auch beim Timing der strategischen Kommunikation Vertrauen verspielt. Die Aktie ist deshalb nicht automatisch billig nur weil sie stark gefallen ist. Aber die Untergangserzählung des Ariva-Beitrags ist mir zu grob und an mehreren Stellen schlicht überzogen.

Autor: ChatGPT

33619593  
23.04.26 15:59 #104 NL0000395903 - Wolters Kluwer

Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) die öffentliche Verwaltung konkret entlasten, Prozesse vereinfach und gleichzeitig transparent sowie verantwortungsvoll eingesetzt werden? Antworten auf diese Fragen stehen im Mittelpunkt des GovTech Prompt-a-thon 2026, den Wolters Kluwer am 18. Juni 2026 an seinem deutschen Hauptsitz in Hürth veranstaltet: 

https://www.wolterskluwer.com/de-de/news/govtech-prompt-a-thon-2026

 
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