Gewerkschaften blasen zum Großkampftag...
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neuester Beitrag: 20.10.11 20:11
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| eröffnet am: | 05.10.11 17:26 von: | lehna | Anzahl Beiträge: | 96 |
| neuester Beitrag: | 20.10.11 20:11 von: | zockerlilly | Leser gesamt: | 2565 |
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Beamte konnten ihre realen Bezüge also um nicht einmal 1,5 % pro Jahr verbessern. Aber immerhin, sie konnten sie verbessern. Arbeiter wurden komplett verarscht und Angestellte bekommen heute in etwa real das, was sie vor 20 Jahren bekommen haben.
Und wer profitierte dann vom Produktivitätsfortschritt der Gesellschaft?
Wer denkt, man könne die Verhältnisse durch Einkommenssteuersenkungen in Ordnung bringen, ist entweder dumm, Demagoge oder bei der FDP.
bzgl. dem unternehmensvermögen:
zum einen steht in kaum einen arbeitsvertrag, dass die mitarbeiter über den lohn hinaus am unternehmens beteiligt werden - und wenn jemand nicht damit zufrieden ist, dass das da nicht drinsteht, dann braucht er ihn ja nicht zu unterschreiben.
zum anderen weiss ich aus gesicherter quelle, dass die gesamte deutsche wirtschaft im weltweiten vergleich auf dünnem eigenkapital steht ... es kann ja wohl nicht angehen, dass man die übermacht der banken und shareholder value kritisiert, feindliche übernahmen fast immer für unsozial hält, meint die firmen müssten sich mehr gegen krisenzeiten und insolvenz rüsten und wenn sie es dann que erhöhtem ek tun, wird gesagt, die verdienen zu viel ... so kürzlich besprochen mit einem freund der bei stihl arbeitet - der fand es scheisse, dass er am guten konzernergebnis 2010 nicht per gratifikation partizipierte - als ich ihn darauf ansprach, dass stihl trotz völlig zusammengebrochener märkte 2008/2009 nicht in die kurzarbeit ging und das aus eigener tasche gelatzt hat, zuckte er nur die schultern ... sowas ist dann halt normal und fällt unter den tisch.
Die FDP-EinkoSt jedoch betrifft private Personen!
Außerdem bleiben bei den Einkommen der Reichen deren Verluste in der Finanzkrise außen vor.
Und - das meiste Geld der Reichen wandert zurück in die Wirtschaft.
Denn Geld hat nur einen Wert, wenn man es ausgibt!
Der wahre Profiteur ist unser Staat. Denn Er erhält zunehmend höhere Steuern.
Außerdem zeigt sich jede Lohnerhöhung nach wenigen Monaten in höheren Preisen.
Ich messe unseren Wohlstand eher in den langen Schlangen vor den Flughafenbüros und den 3-reihigen Staus auf den Autobahnen.
In den 70er Jahren ging es (West-)Deutschland gut, denn da profitierten Arbeiter und Kapitaleigentümer von den Produktivitätszuwächsen. Seit fast 20 Jahren fuktioniert das ehemals austarierte System aber nicht mehr. Wird Zeit, dass starke Gewerkschaften und die Politik da wieder für einen vernünftigen Ausgleich sorgen.
Angesammelte Gewinne oder Einkommen fließen nicht immer in die Erweiterung der Produktion. Sie werden heute zunehmend in der reinen Finanzsphäre investiert und erzeugen dort Blasen, z.B. bei den Rohstoffpreisen oder in der Nahrungsgüterproduktion.
Nebenbei haben die Reichen die Verluste aus der Krise im Schnitt schon wieder ausgeglichen (wenn sie sich nicht vor den Zug geschmissen haben wie Merckle, der Opfer seiner eigenen Fehlspekulation war.)
Davon fließen angbl. 3% in die Streikkasse.
Die Bosse beziehen 6-stellige Bezüge - (davon träumt manch Unternehmer) - und nach Streik kriegen sie die gleichen %%, was bei 4% ihnen mtl. € 500,- bringen kann.
Als Leistung stehen sie bei Streik nicht in der Kälte, sondern quatschen in warmen Büro's, wenn sie nicht auf Talk-Show's rumeiern.
Manchmal sitzen die Pharisäer, wo man sie nicht vermutet.
das macht den dicken fischen wenig aus, nimmt aber den kleinem sparer und anleger die entscheidenden kirschen vom kuchen, nämlich den zinseszins, der einem den lebensabend sichert.
eigentlich schon allgemein bekannt, aber zur Verdeutlichung der griechischen Posse noch mal nachstehender Bericht.
"Griechische Krise und bulgarische Wirtschaft
Die bulgarische Wirtschaft spürt positive Impulse, die von den massiven Problemen des Nachbarlands Griechenland ausgehen. Allein in diesem Jahr sollen rund 800 griechische Unternehmen das eigene Land in Richtung Südwestbulgarien verlassen haben. In der Folge sind diese Unternehmen mit rund 82.000 bulgarischen Beschäftigten zu wichtigen Arbeitgebern geworden.
Angezogen werden die griechischen Betriebe vor allem von den niedrigen Steuersätzen in Bulgarien: sowohl Einkommens- wie auch Gewinnsteuern liegen bei einem Satz von zehn Prozent. Zum Vergleich – die Körperschaftssteuer in Griechenland beträgt momentan 24 Prozent. Weitere Vorteile Bulgariens als Investitionsstandort sind die günstige Arbeitskraft sowie ein niedriges Preisgefüge auf dem Immobilien- und Büromietmarkt. Für den Wirtschaftsexperten Georgi Angelow ist das stabile makroökonomische Umfeld ebenfalls ein Plus im Vergleich zu Griechenland."
source:
http://bnr.bg/sites/de/Lifestyle/Euranet/Pages/...iechischeKrise.aspx
der Griechische Unternehmer zieht in ein anderes Land und die EU-Kasse muss die Euronen liefern.
Auch darf nicht vergessen werden, dass selbst der Deutsche hohe Löhne hasst. Bei Schnäppchen aus Fernost- zu Löhnen unter einem Euro gefertigt- stürmt er die Läden und trampelt sich gegenseitig auf die Füsse.
Tscha, du kannst nicht alles haben...
Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!
Aber der Staat, Länder und Kommunen werden sich nicht auf Dauer erpressen lassen. Viele Tätigkeiten im öffentlichen Dienst lassen sich privatisieren oder sind bereits privatisiert worden. Hinterher klagen dann die Gewerkschaften, daß es da nur Scheinselbständige gibt; aber mit ihren überhöhten Lohnforderungen tragen sie einen Gutteil zu der Misere mit bei.
Ich verdamme das nicht- seh hier allerdings unerhörte Heuchelei bei vielen Deutschen.
Wer für Mindestlohn kämpft. sollte dann auch bereit sein, ihn zu bezahlen...
Beispiele: Es wird gejammert über
- zu hohe Energiepreise: aber nur wenige nutzen die Möglichkeiten zum konsequenten Anbieterwechsel
- schlimme Arbeitsbedingungen und Umweltsünden in China und ähnlichen Ländern: aber alle kaufen genau diese Produkte
- Billiglöhne: aber Billigstprodukte und -leistungen haben bei den Kunden Hochkonjunktur
- EU-Rettungsschirme etc.: aber (fast) niemand geht auf die Straße, sitzt lieber in der warmen Stube und schaut im Fernsehen zu, wie die Politiker uns ruinieren
etc.
etc.
Vielleicht geht's uns trotz aller Jammeri noch viel zu gut. Anders kann ich mir diese unsere Mentalität nicht erklären.
2. wer meint, seine mitarbeiter mit 4 euro fuffzich/stunde abspeisen zu können, soll sich gefälligst in irgend ein land verpissen, dass auf "-stan" endet ... z.b. läden, wie "tele2"
aber
was ich nicht ertragen kann sind neid und blödheit, die sich durchsetzt. dass die blödheit weltweit ziemlich ähnlich verteilt wurde und bei uns ab und zu abschwillt ist unser glück, ansonsten hätten wir die auswirkungen der auf die grossindustrie zugeschnittenen flächentarifverträge wirtschaftlich nicht überlebt. was aber in deutschland ausgeprägter ist, als in jedem anderen westlichen land, ist der neid ... daher habe ich mit vielen deutschen statements mein problem, in dem der passus "gerechtigkeit" vorkommt - expl. wenn dies von journalisten kommt.
Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!
Hans-Joachim Fuchtel, seines Zeichens parlamentarischer Staatssekretär (CDU) hat auf Anfrage mal errechnet, was für ein Lohn notwendig wäre, um eine Grundsicherung von 684 Euro Rente (Das sind 364 Öre Hartz-Regelsatz plus 320 Öre für eine etwaige Miete) zu erhalten.
"Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre rechnerisch ein Stundenlohn von rund zehn Euro erforderlich."
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Natürlich gibts im Gewerkschaftsapparat auch Deppen. Wie in jedem Apparat. Aber daraus irgend ne politische Ökonomie abzuleiten, ist nur dieses typische dünne Bretter bohren.
Auch die permanente Behauptung, D sei eine Neidgesellschaft, lässt sich nicht belegen, außer mit einem Bauchgefühl und mit einer Reihe Ariva-typischer Ausflüge in die geistige Umnachtung, die es hier ja zu jedem Thema gibt.
Die deutsche (Arbeits-)Bevölkerung hat ja nun mit viel Geduld die letzten 20 Jahre der Einkommensstagnation in der Mitte der Gesellschaft ertragen und mit angesehen, wie ein Großteil der durch (ansehnliche) Produktivitätsgewinne erzielten Überschüsse in die notwendigen Transfers in die neuen Länder geschaufelt wurden, aber auch in die drastischen Anstiege der Kapitaleinkommen. Das ließe sich besser belegen als mit der eher schlecht gestalteten Grafik von Nurmalso weiter oben.
Gerade heute steht in der Tagespresse, dass wir dieses Jahr wohl die Billionenmarke im Export erreichen. Wo soll das hinführen, wenn wir bald die Hälfte des BIP expüortieren und die Früchte dieses Wirtschaftens nur in Sozialtransfers und in den Taschen der Kapitaleigner landen? Das ist volkswirtschaftlich eine absurde Situation und führt in letzter Konsequenz auch zu solchen Währungs- und Schuldenkrisen, wie wir sie jetzt Erleben.
Wann in den letzten 20 Jahren gab es mal irgendeinen Moment, in dem die sehr moderaten Forderungen der deutschen Gewerkschaften nicht vom immer gleichen Gedöns über die unverschämten oder zumindest wirtschaftlich unangemessenen Forderungen begleitet wurden?
Dauerhafte immense Exportüberschüsse sind alles andere als ein untrügliches Zeichen für wachsenden Wohlstand in der Breite. Sie belegen allenfalls, dass wir bereit sind, unseren Kram unter Wert und auf Pump zu verkaufen...
Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
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