dpa-afx WOCHENRÜCKBLICK: Euro-Schwäche sorgt für Fortsetzung des Aufschwungs beim DAX Freitag 7. Januar 2005, 18:19 Uhr Aktienkurse Bayerische Motoren-W... 519000.DE 34.60 -0.11 Commerzbank AG 803200.DE 16.26 +0.19 DaimlerChrysler AG 710000.DE 35.93 -0.18 Bayerische Hypo-und ... 802200.DE 16.84 +0.31 Volkswagen AG 766400.DE 35.97 +0.07 Xetra DAX Index
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Frankfurter Aktienmarkt ist mit Schwung ins neue Jahr gestartet und konnte sich sogar dem negativen Trend an der Wall Street entziehen. Oberhalb von 4.300 Punkten erreichte der DAX (Xetra: Nachrichten) den höchsten Stand seit Juli 2002. Experten nannten als einen Grund für die gute Stimmung den rückläufigen Euro, der im Wochenverlauf von knapp 1,36 US-Dollar unter 1,31 US-Dollar abrutschte. "Die Euro-Abwertung ANZEIGE ist relativ dramatisch ausgefallen und war eine echte Entlastung für den Aktienmarkt", erklärte Richard Zellmann, Leiter Research bei der HelabaTrust. Die Experten der Commerzbank (Xetra: 803200.DE - Nachrichten - Forum) sprachen von einer "Kraftquelle für die europäischen Börsen" und einem "gelungenen Start in das neue Jahr". Ein schwacher Euro helfe vor allem den exportorientierten Unternehmen. Zudem seien die Anleger auch noch "mit dem Selbstbewusstsein vom Dezember ins neue Jahr gegangen". Im Übrigen sei grundsätzlich in der ersten Januarwoche sehr viel Liquidität im Markt. Die Fondsmanager suchten nach Anlagemöglichkeiten für das neu eingesammelte Geld.
SCHUB DURCH ARBEITSMARKTDATEN
Die unterschiedliche Kursentwicklung in den USA und in Deutschland führte Zellmann unter anderem darauf zurück, dass die europäischen Papiere derzeit "günstiger bewertet sind als die amerikanischen". Die mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten aus den USA gaben dem DAX zum Wochenschluss noch zusätzlichen Auftrieb: Die Arbeitslosenquote verharrte im Dezember zwar bei 5,4 Prozent, aber der Beschäftigungszuwachs für die Monate Oktober und November wurde nach oben revidiert. Gleichzeitig war der Arbeitsmarktbericht Experten zufolge nicht so gut ausgefallen, dass sich die Sorgen um eine beschleunigte Zinserhöhungspolitik erhöht hätten.
Im Blickpunkt standen in der zurückliegenden Woche vor allem die Automobilwerte, denen insbesondere die Euro-Schwäche zugute kam. Zur Wochenmitte hatten zudem einige Hersteller mit sehr guten USA-Absatzzahlen geglänzt. BMW (Xetra: 519000.DE - Nachrichten - Forum) steigerte den Verkauf im Dezember um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, DaimlerChrysler (Xetra: 710000.DE - Nachrichten - Forum) um elf Prozent.
VOLKSWAGEN (Xetra: 766400.DE - Nachrichten - Forum) -AKTIE ALS RENNER
Auch Volkswagen konnte im Dezember nach einem dramatischen Einbruch von knapp 40 Prozent im Monat zuvor wieder deutlich mehr Autos verkaufen als im Vorjahreszeitraum (plus 19,1 Prozent). Die Aktie des Wolfsburger Autobauers war ohnehin der Renner der Woche, da Vorstandschef Bernd Pischetsrieder ein weiteres Milliarden-Sparpotenzial ausgemacht hatte. "Eine sehr gute Nachricht", befand Analyst Albrecht Denninghoff von der HypoVereinsbank (Xetra: 802200.DE - Nachrichten - Forum) .
Nicht geschadet hat der Post-Aktie , dass Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) einen weiteren Anteil von 12 Prozent bei der staatseigenen KfW Bankengruppe parkt und damit 1,7 Milliarden Euro einnimmt. Der Markt war auf den Schritt vorbereitet - die Aktie Gelb blieb stabil./jb/fat/zb --- Von Jürgen Benz, dpa-AFX ---
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