Ich fürchte auch, dass Israels Kriegsführung abenteuerlich war und man (offenbar durch eine gewisse Arroganz durch Überlegenheitsgefühl) sich recht unvorbereitet in dieses Abenteuer gestürzt hat. Aber im Prinzip sind solche militärischen Auseinandersetzungen mit nicht-staatlichen Gruppen, deren Credo idarin liegt, je mehr eigene Opfer bzw. Opfer auf der eigenen Seite, desto ruhmreicher, unglaublich schwer zu führen. Aber soll Israel einfach zuschauen, wie eine Gruppe, deren Existenz allein darauf ausgerichtet ist, Israel anzugreifen, sich mit immer wirksameren Waffen ausrüstet, die sie perfiderweise immer in den Zentren zivilen Lebens hortet? Ich bin wirklich froh, dass ich da nicht entscheiden muss, wie man da am besten vorgeht. Deshalb hüte ich mich davor, den Stab über die israelischen Strategien zu brechen. Wenn sie Fehler gemacht haben, dann müssen sie da schnellstens besser werden. Deren (nicht meine) Existenz hängt davon ab, dass sie gerüstet sind und effektiv reagieren können. Ich möchte nicht in deren Haut stecken. Aber eines ist für mich klar: Israels Armee hat den Zweck, die eigene Bevölkerung zu schützen. Die Hisbollahmilizen haben den Zweck, koste es was es wolle - auch an zivilen Opfern im Libanon - Israel anzugreifen. Sie haben keine andere Existenzgrundlage. Für sie gab es nach dem Abzug Israels und den Friedensvereinbarungen nichts, aber auch gar nichts, zu verteidigen. Schon ihre Existenz und Zielsetzung waren eine Kriegserklärung. Von ihren terroristischen Aktivitäten ganz zu schweigen. Irgendwann müssen auch die Libanesen lernen, dass man solche Gruppen in den eigenen Reihen nicht dulden kann, wenn man in Frieden leben will. Sie sind es, die die libanesische Bevölkerung gefährden, nicht die israelische Armee.
Gruß BarCode |