https://ir.crisprtx.com/news-releases/...tes-immuno-oncology-pipeline
Es ist durchaus interessant was CT da insinuiert: Statt „nur“ auf die Bekämpfung von soliden Tumorarten und Lymphomen zu setzen möchte CT mit seinen Anti CD70-CarTs (Lymphozyten,welche mittels CRISPR mutiert wurden um spezifisch Zellen mit dem CD70-Oberflächenprotein zu attackieren) auch zur Therapie von Autoimmunkrankheiten wie systematischen Lupus erythematodes, klassisches Gelenksrheuma,etc. einsetzen!
CD70 ist ein sogenannter Ligand für TNF alpha, ein äußerst bedeutendes Protein (Interleukin), welches seinerseits schon lange als Ziel für Antikörpertherapien bei Cholerischer Polyarthritis (Rheuma) Einsatz findet. Das große Problem solcher Therapien: Die Krankheit lässt sich so gut bekämpfen, aber auf Kosten der Immunantwort auf Infektionen aber auch auf bösartige Zellen… In wiefern die gezieltere Ausschaltung von Lymphozyten (weißen Blutkörperchen) mit dem CD70-Molekül sich weniger stark auf die Abwehrfähigkeit eines Menschen auswirkt ist indes nicht ganz klar und ich traue mich hier auch nicht eine Prognose abzugeben!
Klar ist für mich aber Folgendes: Es ist sicherlich ungleich effektiver Lymphozyten mit ungewünschten Eigenschaften (bösartige Zellen=Lymphome oder solche,welche den eigenen Körper angreifen=Automimmunkrankheiten) direkt zu eliminieren als nur mittels Antikörpern für andere Immunzellen zu „markieren“. Ebenso stark könnten aber auch die Nebenwirkungen sein! Je nach Lebenszeit der verwendeten mutierten Lymphozyten (mit CRISPR) könnte die Immunabwehr so für Wochen bis Monate stark geschwächt sein.
Mein Fazit:
Kann CT seine Immuno-Onkologie Pipeline erfolgreich auf ein derart breites Feld an Krankheiten ausdehnen, schlummert hier tatsächlich gewaltiges Potential (ich spreche hier von einem zweistelligen Milliardenmarkt). |