Roth + Rau: Analysten sehen Verdoppelungspotenzial 19.01.2009 - Unter den TecDAX-Titeln dreht sich die Diskussion am Montag vor allem um zwei Cleantech-Vetreter: Roth & Rau sowie Manz Automation. Beide Unternehmen haben eine umfassende Zusammenarbeit angekündigt, die die bisherige Kooperation vertiefen soll (wir berichteten).
Während die Manz-Aktie, auch „befeuert“ durch eine bullisher aussehende Charttechnik (siehe heutigen Chartcheck), am Vormittag mit einem Gewinn von rund 10 Prozent die TecDAX-Rangliste anführt, fällt der Gewinn bei dem Papier von Roth & Rau mit rund 3 Prozent geringer aus. Gewinnmitnahmen sind zu sehen, das Tageshoch bei 14,39 Euro konnte jedenfalls erst einmal nicht verteidigt werden.
Das hält die Analysten von Sal. Oppenheim nicht davon ab, die Aktie von Roth & Rau nach der Kooperationsmeldung zum Kauf zu empfehlen. Die Analysten sehen das Kursziel bei 28 Euro – für den Solartitel würde das rund eine Kursverdoppelung bedeuten. Das operative Geschäft des Unternehmens werde von der Börse nur mit einer sehr niedrigen Bewertung bedacht, geht aus einer aktuellen Studie der Experten hervor. Risiken werden im Orderbuch gesehen, diese seien aber in der Bewertung bereits einbezogen. Die Kooperation wird insgesamt positiv bewertet. Zudem können sich die Analysten eine noch intensivere Zusammenarbeit von Manz Automation und Roth & Rau durchaus vorstellen, auch unterlegt auf finanzieller Basis. Für das vergangene Jahr rechnen man bei Sal. Oppenheim je Roth-Aktie mit einem Gewinn von 1,53 Euro, der 2009 auf 1,17 Euro fallen soll.
Charttechnisch müssen Anleger noch auf wieder klar bessere Zeiten bei Roth & Rau warten. Eine übergeordnete Trendwende hat noch nicht stattgefunden. Immerhin konnte sich die Aktie in den vergangenen Wochen in einer breiten Zone oberhalb des Verlaufstiefs bei 10,56 Euro stabilisieren. Was zur bullisheren Gesamtlage fehlt, ist ein prozyklisches Kaufsignal. Um 16 Euro wäre hier eine erste wichtige Barriere zu finden, an der ein solches zustande kommen könnte. (mic) |