..... Die Flaute, die vor allem Großprojekte betrifft, spüren die Branchenriesen besonders stark. Der US-Mischkonzern General Electric, weltweite Nummer 1 der Windbranche, hat soeben seinen Europa-Chef für regenerative Energien geschasst. Die Amerikaner hatten zuletzt große Probleme mit ihrem Windgeschäft in Deutschland.
Auch bei Siemens, dem Offshoreweltmarktführer, läuft es nicht rund. Zuletzt konnte die Sparte ihren Umsatz zumindest fast stabilisieren. Wegen Verzögerungen bei vier Netzanbindungsprojekten musste der Konzern indes Belastungen im Milliardenbereich verarbeiten.
Die Zentrale von Vestas im dänischen Randers liegt gerade mal drei Autostunden vom Nordex-Sitz in Hamburg-Langenhorn entfernt. Ein kleineres Rad zu drehen, das ist auch beim ehemaligen Branchenprimus das große Thema. Mit dem Unterschied, dass die Anpassung an das harte Marktumfeld bei den Dänen gleich mehrere Windstärken heftiger ausfällt.
Auch Vestas-Chef Ditlev Engel fährt seit vergangenem Jahr auf Sparkurs. Engel hat die Zahl der Beschäftigten von knapp 23 000 auf gut 17 000 verringert. Bis Ende des Jahres sollen abermals mehr als 1000 Jobs abgebaut werden. Die Kosten will der Manager auf diesem Weg um 400 Millionen Euro pro Jahr senken.
Der nach Umsatz siebenfach größere Konzern muss um den für 2013 geplanten Turnaround jedoch zittern. Schon jetzt ist klar, dass die Gewinnzone nur mit den Sparanstrengungen erreicht werden kann — aus dem operativen Geschäft kommen wenig Impulse. Von Januar bis März brach das Ordervolumen gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte ein. Vestas ist als globaler Riese den heftigen Turbulenzen auf dem Weltmarkt ausgesetzt. Vom Geschäft in China etwa haben sich die Skandinavier einiges versprochen. Der inzwischen weltweit größte Markt für Windturbinen glänzte jahrelang mit zweistelligen Zuwachsraten. Doch das Terrain ist zugleich eines der schwierigsten weltweit.
China hat die Windkraft zur Schlüsselindustrie erklärt und fördert die Platzhirsche Sinovel oder Goldwind, die zu den größten Windanlagenbauern auf dem Globus zählen. Diese bieten ihre Turbinen zu Dumpingpreisen an. Insbesondere Großaufträge sind für ausländische Anbieter fast unerreichbar. http://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/...r-Schraube-drehen-433625
Dank an bandwurm ,der das heute reingestellt hat bei Nordex |