Griechenland Banken
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neuester Beitrag: 15.04.26 12:15
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| eröffnet am: | 29.01.15 08:15 von: | 1ALPHA | Anzahl Beiträge: | 51223 |
| neuester Beitrag: | 15.04.26 12:15 von: | slim_nesbit | Leser gesamt: | 13615790 |
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13.10.25 14:27
#51201 was soll sie denn machen ?
Die Verwerter von NPLs gehen häufig andere Wege. Natürlich bricht ein Eigentümerwechsel Mietverträge nicht, aber die Resteverwertung können solche Gesellschaften mit anderen Strategien fahren als Banken. Sofern Stand der Immobilien oder des Geschäftes nicht mit einer Lederjacke und einem Stück Lindenholz korrigiert wird, muss man die Rolle, des Projektentwicklers, des Bauherren, des Bauträgers, des Verwalters selbst übernehmen oder vergeben. Das passt nicht zur NBG.
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13.10.25 20:34
#51202 NPL Verwertung
Cosa Nostra Methoden sind nicht so gut für's Image, da gebe ich dir Recht, lieber slim_nesbit. Die Frage ist, ob das die einzige Option ist. Wie in meinem letzten Beitrag schon geschrieben, hat man am Ende der Krise ja interessante Vehikel gefunden wie "Phoenix", "Galaxy Cosmos", "Cairo mezz", und dort einiges von dem geparkt, was für die eigenen Bilanzen nicht mehr so blumig war. Wenn ich mich recht erinnere, dann waren da alle systemrelevanten Banken beteiigt. Dort wird - wenn auch langsam - so doch immer noch positiv gewirtschaftet und Erträge hereingebracht. Und vor allem: Die sind ebenfalls börsennotiert, können also auch nicht unbedingt wie die Paten von Sizilien vorgehen.
Am Ende muss man schauen, was man heute verwerten kann und wie. Kreditnehmer, die vor 3 Jahren zahlungsunfähig waren, müssen das heute nicht unbedingt ebenfalls noch sein. Besicherte Grundstücke, die vor 5 Jahren eher wertlos waren, können heute durchaus im Wert gestiegen sein (und gegebenfalls den Wert einer abräumbereiten Bauruine überflügeln. Ist halt eine Frage der einzelnen KONKRETEN NPL.
Wenn jemand (oder ein Konsortium - oder eine "Familie") bereit ist, für NPLs 100 Mio auf den Tisch des Hauses zu legen, dann wird da noch was zu holen sein. ODER - wenn wir im Bild der "ehrenwerten Gesellschaft" bleiben - die Zahlung dient anderen Zwecken. Das anzunehmen, dafür haben wir keine Veranlassung.
Summasummarum: ich bleibe dabei, das wäre nicht notwendig gewesen. Leider erfährt man nicht, wie hoch der Gegenwert der NPLs zu den erhaltenen 100 Mio ist, was man also damit ursprünglich kreditiert und wie besichert hatte. Wenn das jemand um 100 Mio kauft, dann wird es sich nicht um reine Luft handeln - schätze ich mal so vor mich hin ....
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31.10.25 20:48
#51203 Eurobank - Vorabdividende
Auch wenn es etwas "verhalten" ist, wird die EB am 12.11.2025 eine Vorabdividende auszahlen. Und zwar in Höhe von
€ 0,04681.
Stichtag, an dem die Aktien gehalten werden müssen ist der 6.11.2025
Für das gesamte Jahr wird eine Ausschüttung von 50 - 60 % des Gewinns prognostiziert. (Wobei ich da aber aktuell insoferne "vorsichtig" bin, als die Banken Griechenlands ja leider auch einen Teil des Gewinns für den Aktienckkauf verwenden und nicht immer ganz klar ist, wieviel dann noch tatsächlich BAR ausgeschüttet wird.
Wenn wir mal grob vorsichtig und etwas michlchmädchenhaft rechnen: EPS (für 9 Monate) 0,28: 9 Mo x12 Mo = EPS 2025: 0,373 Tja, und dann ist's halt die frage, was von den 50 - 60 % davon dann auch wirklich bar ausgeschüttet werden wird. Da haben wir noch etwas Spielraum für Ratespiele. Sollte die Barausschüttung bei 45 % liegen, sind das immerhin € 0,168 Wir steuern also auf eine Dividendenrentide von mindestens 5% (gemessen amheutigen Kurs).
Mal schauen, was am Ende tatsächlich herauskommt, denneinerseits ist Q3 eigentlich das schwächere Quartal und das Q4 sollte das EPS noch ein wenig stützen - und andererseits ist nun eben die große Frage, wie viel man für die (aus meiner Sicht) leidigen Aktienrückkäufe beiseitelegen wird.
Bravo
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07.11.25 14:53
#51204 NBG - jüngste Zahlen - Kursentwicklung - .
Ich persönlich kann diese Besorgnisse nicht nachvollziehen - aber da ich speziell an den Dividenden interessiert bin, ist der aktuelle Kursverlauf für mich nicht so wichtig, sondern das wirtschaftliche Ergebnis. Das ist aus meiner Sicht recht gut !!
In den ersten 9 Monaten 2025 berichtet die NBG immerhin einen Nettogewinn von rund 1 Mrd., eine Eigenkapitalrendite von 15,6 % und beim Kreditvolumen eine Steigerung von 12 % Selbstverständlich ist es spürbar, dass die Zinsen in Europa gefallen sind. Das wurde durch ein höheres Kreditvolumen aber auch durch Erträge aus Provisionen etc. gut aufgefangen. Das sind für mich keine "schlechten" Ergebnisse.
Die Bank plant eine Vorabdividende von 200 Mio, die am 14.11. ausgeschüttet wird. Geht man von 910,13 Mio ausgegebenen Aktien aus (ich bin mir nicht ganz sicher, wie die im Rückkaufprogramm entwickelte nun korrekte Aktienzahl ist) müsste das eine VORABdividende um die € 0,2197 ausmachen.
Noch spannender ist die Ansage, dass man für das Gesamtjahr eine Ausschüttung des Gewinns im Ausmaß von 60 % plant. Schade ist, dass man leider dann doch auch wieder vage bleibt, indem man nicht von einer BAR-ausschüttung redert und wir nun wohl doch einige Monate darauf warten müssen, zu erfahren, was die Aktionäre am Ende tatsächlich erhalten. Denn - wie ich schon oft geschrieben habe - vom zu erwartenden vortgesetzten Rückkaufprogramm haben wir wenig, mich interessiert, was auf meinem Konto landet - und da hören wir naturgemäß nichts. Und das - KÖNNTE - dann auch ein Grund sein, warum aktuell die Kurse fallen, denn die Dividende ist in der Zwischenzeit bei den Banken in Griechenland durchaus ein Thema !!
Wenn ich nun aber mal wieder meine Milchmädchenrechnung probiere, dann rechne ich für mich persönlich mal aus:
1 Mrd. Nettogewinn in 9 Monaten macht in 12 Monaten: 1 Mrd. : 9 Monate x 12 = EPS € 1,46
Dividende bei "nur" 50 % Barausschüttung = € 0,73 (incl. Vorabdividende)
Rendite beim heitigen Kurs von momentan: € 12,475 in Athen = 5,85 %
Die Rendite ist für eine Bank nun zwar kein Grund um große Feuerwerke in den Himmel zu jagen, aber ein Grund zum Weinen ist das auch nicht. Und sollte es tatsächlich zu einer Barausschüttung von € 0,73 an Dividende kommen (incl. Vorabdividende natürlich), dann hängts halt davon ab, wann man in die Aktie eingestiegen ist. Für viele, die in den Zeiten der Krise zugekauft haben, schaut da die Welt schon "etwas" anders aus. Mein Mischkurs ist derzeit € 1,9. Da liegt die Rendite bei einer Gesamtdividende von 0,73 (wenn die ausgeschüttet werden sollte) dann schon bei 38,4 % - da hab ich kein Problem mehr mit der Kursentwicklung. Leider verschlechtert sich das mit jedem Zukauf, aber komfortabel ist's dennoch - und so wie mir, wirds wohl vielen länger Dabeiseienden gehen. Immerhin habe ich ja auch an die 10 Jahre meines Lebens an Wartezeit "investiert"......
Noch ein kurzes Wort zum Tourismus:
Die NBG hat vor kurzem einen interessanten Bericht herausgegeben, wonach der Tourismus in Griechenland von einem Rekord zum anderen eilt, aber die Infrastruktur schon lange nicht mehr mithält. Auch zum Leidwesen für die ansässige Bevölkerung. Sowohl Häfen als auch Abwasser und Mülldeponien auf vielen Inseln verkraften das nicht mehr. Man plädiert also dazu, nicht mehr die Touristenzahl zu steigern, sondern (noch) mehr Gewinn mit vielleicht gleichbleibender Touristenzahl zu erwirtschften (= Preiserhöhungen). Davon haben dann auch die daran partizipierenden Betriebe mehr, was den Banken sicher nicht "schadet", wenn mehr für den Konsum oder betriebliche Investitionen herein kommt.
Vor allem aber sieht man eine dringende Investitionsnotwendigkeit, ganz besonders im Infrastrukturbereich, bis hin zur Abfallentsorgung. Invetitionsnotwendigkeiten = Kreditbedarf - künftige Gewinne bei den Banken !!!
Also alles im "grünen Bereich" finde ich und bin zufrieden.
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03.12.25 18:00
#51205 Einstellung der Notierung - Fusion geplant
Trading System) zum 19.12.2025 eingestellt wird.
Letzter Handelstag:
voraussichtlich 16.12.2025
Eine Fusion der Gesellschaft ist geplant. Die genauen Daten hierfür liegen uns zurzeit noch nicht vor.
Die EUROBANK ERGASIAS plant auch eine Fusion ab 09.12.2025.
Weiß jemand genaueres?
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07.12.25 00:10
#51206 @ bembelboyEurobank - Fusion
Nun soll es wieder zu einer Fusion der Eurobank Ergasias Holding mit der abgespalteten Eurobank Anonymi Etairea kommen. Danach wird die Eurobank wie bisher an der Börse gehandelt und auch die von allen gehaltenen Stückzahlen an Aktien ändern sich nicht.
Nachfolgend kannst du den den Bericht / Beschluss / Bekanntmachung des Vorstandes lesen und einen Link zum DeepL Übersetzer (so Du den nicht ohnedies hast) schick ich Dir auch gleich mit:
https://www.bankingnews.gr/trapezika-nea/articles/...fi-tou-hive-down
https://www.deepl.com/de/translator
beste Grüße, Dividendius
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08.12.25 12:30
#51207 Hive Down
Vorweihnachtliche Grüße, Bembelboy
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22.12.25 17:47
#51208 @bembelboy -Piraeus
Wurdest dann mit Phoenix und Sunrisemezz ordentlich entlohnt.
Die Phoenix kannst Du normalerweise gut verkaufen und wie eine Dividende behandeln.
Die Sunrisemezz ist schwieriger zu Geld zu machen - ich weiss ja auch nicht, wo Du Dein Depot hast.
Ruf einfach mal Deinen Brpker-Service an oder wende Dich direkt an mich
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Ich war jung und brauchte das Geld
short term index tracking high frequenz trader
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23.12.25 18:19
#51209 @Ralfus
Kennst Du in Österreich eine Bank oder empfehlenswerten Broker, wo - steuereinfach ! - direkt an der Börse Athen gehandelt werden kann ? I Besten Dank für einen Tipp, zumindest bei den Banken bin ich bisher leider nicht fündig geworden.
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08.01.26 16:48
#51210 die nächste Chartmarke der ETE
Ganz schön heftig und sehr übersichtlich.
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23.01.26 03:17
#51211 Alpha Bank macht den Anfang:
Stichtag: 1.7.2026 Auszahlung: ab 08.07.2925
VIEL interessanter ist die Mitteilung, dass man wieder eine Vorabdividende für 2026 plant:
Vorausdividende für 2026: Stichtag: 30.11.2026 Auszahlung: ab 4.12.2026
Damit ist die Alpha Bank (jedenfalls soweit ich weiß) die erste Bank, die ankündigt die neue Strategie, im Dezember bereits für das noch laufende Jahr eine Vorabdividende zu bezahlen, fortsetzen möchte. Ich halte das für ein sehr gutes "Kundenbindungsprogramm". Ich hab ja schon mehrmals gepostet, dass ich es sowieso ideal fände, wenn - wie in den USA eigentlich üblich - die Dividende geviertelt würde und jedes Quarteil ein Teil davon bezahlt wird. Das hält die Investoren bei der Stange, die Kurse hoch (wenn es keine sonstigen Gründe für Verkäufe gäbe) und dem Geldbörserl schadet's nicht.
Mal schauen, vielleicht (wahrscheinlich !) machen's die anderen großen Banken dann auch so....
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28.01.26 15:21
#51212 ETE NBG
Ich ändere meine Prognose von vor zwei Jahren und glaube, dass die Wachstumstory Griechenlands sich nicht verlangsamt. ich denke, wir kriegen eine Sektorenverschiebung. Griechenland wird in 2028 den gesamten Galliumbedarf der EU decken.
Nur mal zum Verständnis, was das bedeutet: China kontrolliert über 97% des weltweiten Galliumarktes. Ich denke, dass über die europäischen Förderfinanzierungen in Spezialbranchen hinein auch das Interesse in Investitionen in das Land kommen und der Aufschwung sich in 2026 noch nicht verlangsamen wird.
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29.01.26 00:11
#51213 Bankenkurse und bevorstehende Upgrades
- zunächst machen sie sehr gute Geschäfte und versprechen beachtliche Dividendenausschüttungen (da ist ja schon vom Erreichen von 60 - 70 % der Gewinne (ich rechne das immer einfach vom EPS aus) in den kommenden drei Jahren die Rede). Nicht alle in Griechenland sind darüber begeistert, fließt der Großteil ja in's Ausland. Zumal Griechenland seine Staatsanteile massiv abgegeben hat. Jetzt helfen nur noch von der Regierung den Banken "nahegelegte freiwillige" Subventionen / Förderungen / Sponsorings der Banken in beachtlichen Höhen z.B. ins Bildungssystem (was ich aber eh gut finde !!!). Aber im Ausland das sitzen eben die großen Investmenthäuser und Pensionsfonds etc..., die einzig und alleine im Stande sind, Börsenkurse signifikant zu bewegen.
- Dazu kommt, dass die griechischen Banken in der Zwischenzeit ihre Bilanzen wunderbar darstellen können.
- Dämpfend zum vorigen Punkt: Wenig beachtet wird aktuell, dass es nun aber auch Gerichtsverfahren gibt, welche die "Ausgliederung" der NPLs vor einigen Jahren hinterfragen. Da waren wohl nicht alle Gläubiger der Banken einverstanden, dass ihre Kredite "verkauft" oder sonstwie ausgegliedert wurden, an jemanden, mit dem sie keinen Kreditvertrag abgeschlossen hatten, die nun aber liquidieren. Da könnte noch eine Gewitterfront kommen.
- Postiv aus Investorensicht ist, dass die Banken Griechenlands immer noch mit einem Abschlag von etwa 15 % gegenüber den europäischen Banken gehandelt werden, womit weiteres Aufholpotential vorhanden ist. Die griechische Wirtschaft wächst immer noch schneller als der EU Schnitt, was ja kein Wunder ist, wenn man bedenkt, wo das Land herkommt, und die Einkommen der Bevölkerung steigen.
- Die NGB hat vor nicht langer Zeit darauf hingewiesen, dass der Tourismus als eine der besonders treibenden Kräfte der Wirtschaft auch gewaltige Investitionen brauchen wird (z.B. in moderne Infrastruktur) auf allen betroffenen Inseln. Umso mehr, wenn man nicht die Zahlen der Ankünfte weiter steigern möchte (da wehren sich ja schon einige Bewohner der Inseln), sondern das Preisniveau nach oben heben. Dann müssen auch entsprechende Straßen, Strom- und Wasserleitungen und vielleicht auch neue Betten und Klimaanlagen her. Möglicherweise auch Brandschutzeinrichtungen. Darin verbirgt sich ein beachtliches zukünftiges Kreditvolumen für die Banken und Wachstumschancen, die deutlich höher sind, als in anderen bereits touristisch modern erschlossenen Ländern !!
- Besonders aktiv sind derzeit aber einige Investmenthäuser. Es wird schon übereinstimmend davon ausgegangen, dass am 31. März die Weichen gestellt werden, dass Griechenland (und damit die Banken) den Status des "Entwickelten Marktes" noch 2026 erhalten wird. Und die Börse ist künftigen Ereignissen ja immer voraus. Das hat nun Sonnen- und Schattenseiten ......
....... JPMorgan weist darauf hin, dass ein solcher Wechsel auch bedeutet, dass aus den im Bereich der Schwellenländer weithin leuchtenden Banken Griechenlands (und wohl auch anderer Titel), wo die Nationalbank of Greece führend ist, dann, wenn sie im Entwickelten Markt aufgenommen sind, nur noch kleine, wenig hervorstechende Player sein werden. Die NBG so um die 50. Position im EU Bankenvergleich. Und wenn nur 4 oder 5 Aktien aus Griechenland am Zettel des MSCI World stehen, dann ist das nicht ausschließlich positiv für die Unternehmen und Aktiengesellschaften des ganzen Landes. Griechenland wird dann nicht unter den Schwellenländern ganz oben stehen, sondern eher die Größe und Bedeutung von Portugal oder Österreich haben, mit 5 bzw. 4 Titeln im MSCI World. Ganz interessant dazu der nachstehende Link:
https://www.bankingnews.gr/analyseis-ektheseis/...-will-punish-greece
........ Morgan Stanley sieht diese Situation ebenfalls. Allerdings wird dort darauf verwiesen, dass historisch gesehen zwar der Abfluss an Geld von jenen Investorengruppen und- Häusern, die in den Schwellenländern investiert sein wollen, auch Griechenland treffen wird und zwar mit berechneten - 2,36 Mrd. Zugleich schätzt Morgans Stanley aber auch den Zufluss von Investoren, die dann auch Griechenland in ihr Portfolio aufnehmen wollen, höher sein wird - der Zufluss wird mit + € 3,241 Mrd. berechnet. Macht also runde € 880 Mio auf der Habenseite aus. Davon ausgehend, dass es in Griechenland nur 4 oder 5 Unternehmen sein werden, die es ins oberste Segment des MSCI World schaffen, werden das vor allem die vier systemrelevanten Banken mit ihren aktuellen Potentialen sein. Womit ein Großteil der € 880 Mio eben dort aufgeteilt wird. Die Morgan Stanley Leute haben die Millionen für jede Bank geschätzt und geben der NBG den größten Antaeil und der EB das größte Entwicklungspotential.
Tja, und ich denke, das spricht sich halt jetzt schon herum und treibt die Kurse an, wie man täglich sieht. Würde man von der heutigen Situation ausgehen, dann wären meiner Ansicht nach die Kurse der Banken Griechenlands schon sehr überhitzt. Aber wer will angesichts solcher Hoffnungen, wie oben beschrieben, da verkaufen ?? Ich auch nicht !
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31.01.26 01:53
#51214 Bankenkursziel & Dividendenrenditen - Piraeu.
Da gibt es einerseits 2026er (!) Kursziele - die ich persönlich für SEHR, SEHR sportlich erachte - und andererseits auch Schätzungen für Dividendenrenditen. Zweitere haben den "Haken", dass man jedenfalls bedenken muss, dass mit recht großer Wahrscheinlichkeit leider bei den Banken weitere Aktienrückkaufprogramme beschlossen werden, was ja nun nicht jedem gefällt (mir z.B. gefällt das gar nicht !!), womit man nun nicht davon träumen sollte, dass wirklich alles auch ausgeschüttet wird, was Piraeus in die Liste schreibt.
https://www.bankingnews.gr/...nees-apotimiseis-me-vasi-tis-ektimiseis
Ich hab da mal so eine Hochrechnung angestellt - davon ausgehend, dass die recht optimistische Sicht von Piraeus Securities eintreffen könnte:
Kursziel Dividenen Rendite mögl. Gesamtdividende (nicht Ausschüttung !)
2026 2025E 2026E 2027E 2025E 2026E 2027E
AB 5,5 1,6 2,5 5,3 % 0,088 0,138 0,292 €
EB 5,2 3,6 4,9 5,3 % 0,187 0,255 0,276 €
NBG 17,7 4,1 5,2 5,8 % 0,726 0,920 1,027 €
Nun könnte man sich zweierlei denken:
a) Piraeus sollte sich am eigenen Markt auskennen und daher eine vernünftige Prognose erstellen können
b) Piraeus ist am selben Markt tätig und daher daran interessiert, die Dinge sehr freundlich zu sehen.
Aber auch wenn man sich nun besser nicht gleich für 2027 jetzt schon ein neues Elektroauto besseren Zuschnitts bestellen, oder den eigenen Weinkeller vorzeitig leertrinken sollte - es ist doch ganz nett, das mal mit den eigenen Beständen am Depot abzugleichen; speziel dann, wenn man schon länger an Bord ist und auch etwa 15 jahre der Traurigkeit miterlebt hat ....
Was könnte die Prognosen von Piraeus stützen ?
Nun, die Rückkehr Griechenlands und der Banken in den MSCI der entwickelten Länder, was ja heuer im Sommer passieren soll und woran kaum noch jemand zweifelt.
Dazu noch ein schöner heute nachzulesender Artikel von Goldmann Sachs. Die Goldmänner identifizieren, wer ihrer Meinung nach von der Hochstufung profitieren wird und wer nicht. Und wieviele Millionen voraussichtlich (nach Ansicht Goldmann Sachs) vor allem den Banken zugutekommen werden. Die sind da durchaus in der Nähe von Morgan Stanley, worüber ich gestern geschrieben habe.
https://www.bankingnews.gr/analyseis-ektheseis/...and-losers-revealed
Schönes Wochenende allen, die bis hierher gelesen haben :o)
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31.01.26 01:56
#51215 nochmals die links
https://www.bankingnews.gr/...nees-apotimiseis-me-vasi-tis-ektimiseis
https://www.bankingnews.gr/analyseis-ektheseis/...and-losers-revealed
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13.02.26 00:06
#51216 Goldmann Sachs neue Kurs- und eps Ziele
Also gut. Goldmann Sachs hat heute die eigene Prognose erhöht und auch die künftig geschätzten eps publiziert - und die schauen entsprechend gut aus:
EB: Kursziel in den nächsten 12 Monaten: € 5,00
eps 2025E: € 0,39 / 2026E € 0,42 / 2027E € 0,48
AB: Kursziel in den nächsten 12 Monaten: € 5,10
eps 2025E: € 0,37 / 2026E € 0,44 / 2027E € 0,51
NBG: Kursziel in den nächsten 12 Monaten: € 16,75
eps 2025E: € 1,28 / 2026E € 1,33 2027E € 1,49
Naja: Zahlen gibt es bald. Dann sollte mal die erste Stufe klar sein, die Ergebnisse für 2025. Wahrscheinlich werden wir ja (zumindest bei der NBG) wieder mal nicht genau erfahren, wie hoch die Dividende sein wird - die bar ausgeschüttete - denn ich gehe davon aus, dass man sich wieder vornimmt, Aktienrückkäufe zu tätigen. Insoferne werden die Ankündigungen, 50 - 60 % (oder später auch noch mehr) des Gewinns für Dividenden zu verwenden, noch keine Gewissheit bieten, wenn wir dann nicht wissen, wieviel davon nicht ausgeschüttet wird, sondern in Aktienrückkäufe gesteckt wird. Bin immer noch kein Freund von diesen Rückkäufen - denn wenn man schon das Geld "übrig" hat, dann sollte es in Expansion gesteckt werden - und nicht einfach in eine Reduktion der eigenen Stückzahlen, wo es rechnerisch nur sehr wenig bringt (sowohl bei künftigen Dividenden als auch bei einer Aufwertung der Aktien).
Aber die Ergebnisse und dann auch die Prognosen sollten zeigen, wie Goldmann und Sachs liegt. Jedenfalls dürften die Schätzungen einen gewissen Konsens unter den Analysten treffen, denn in diesen Gegenden denken die meisten..... Und es macht ja Freude, sich mal 50 % der eps als Dividende auszurechnen (wovon ja mit der Vorabdividende Ende letzten Jahres ein Teil auf unseren Konten ist).
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27.02.26 11:16
#51218 Am Ende Taschenspielertricks bei 2025 Zah.
Die Guidance für 2026 - 2028 sind ebenfalls positiv - allerdings ebenfalls nicht in einem Ausmaß, dass man nun eine außerordentliche Dynamik erwarten darf. Eurobank plant etwa eine Steigerung des EPS um 10 %. Indem gleichzeitig darauf hingewiesen wird (bei allen Banken), dass die griechische Wirtschaft im Aufwind ist (was nicht nur auf den Tourismus alleine zu betrachten ist) und daraus eine weitere Zunahme der Kreditvergaben sowohl im Business als auch im Privatebereich zu erwarten ist, ist die aktuelle Ansage der Banken für die Entwicklung in den kommenden drei Jahren gut fundiert aber nicht sehr "sportlich". Auch das passt für mich, denn eine stabil Gewinne abwerfende Investition ist für mich persönlich (da ich nicht kurzfristige riskante Spekulationsgewinne anstrebe) genau das, was ich haben möchte.
So weit, so gut also. Aber es bleibt leider nicht gut .....
TRAURIG ist, dass die Banken weiterhin am System der Geldvernichtung durch (nahezu) sinnlose Aktienrückkäufe bestehen. Indem man dies in in die Dividenden "einrechnet" - aber eben nicht ausschüttet - kommt man zu vollmundigen Mitteilungen, man schütte 55 % (AB, EB) bzw. sogar 60 % (NBG) der Gewinne aus. Und das ist schlicht eine Manipulation !
Die Eurobank veröffentlicht einen Nettogewinn von € 1,412 Mrd. und weist ein EPS von € 0,37 aus. Die Ausschüttung wird vollmundig mit 55 % angekündigt. Das wären eigentlich € 0,2035 (incl. der Vorabdividende vom November 2025). Tatsächlich werden aber nur € 0,118 (!!) (incl. Vorabdividende) auch wirklich ausgeschüttet. € 288 Mio sollen nämlich für Aktienrückkäufe verwendet werden......
Das Spiel machen alle großen Banken in Griechenland - und bezeichnen das als Mehrwert für die Aktionäre, weil damit das Unternehmen mehr wert wird. Ich nenne das Geldverbrennung:
Die Eurobank beispielsweise hat lt. ihrer Homepage 3,631 Mrd. Stück Aktien im Umlauf. Kauft man nun um € 288 Mio eigene Aktien zurück, bekommt bei einem Ausübungskurs von z.B. € 3,89 / Stk. (das ist der momentane Preis in Athen) rund 74 Mio Stk. Aktien. Das klingt ja ganz schön, aber im Ergebnis sinkt die Zahl der ausgegebenen Aktien von 3,631 Mrd (!) damit auf 3,558 Mrd. Stk. Aktien. Und auch das nur, wenn die rückgekauften Stk. Aktien anschließend auch "vernichtet" werden.
Die nach Rückkauf verbleibende Stückzahl von Aktien ist weiterhin enorm. Die € 288 Mio für den Rückkauf sind aber weg. Das steigert den Buchwert der Bank kaum messbar. Es wird sich auch auf die künftigen EPS nur extrem geringfügig auswirken und auf die künftigen Dividenden so gut wie überhaupt nicht. IN WIRKLICHKEIT erhalten die Aktionäre mit € 0,118 vom Gewinn lediglich ca 32 % und nicht, wie die festtgedruckten 55 % Und das nenne ich nicht nur Geldvernichtung, sondern auch Manipulation - oder eben auch "Taschenspielertrick".
Ganz offensichtlich sehen das die Anleger an den Börsen ebenso, denn aktuell sind die Kurse aller Banken in Griechenland - trotz guter Zahlen - GEFALLEN. Und der angebliche Vorteil des Mehrwertes durch bevorstehende Aktienrückkäufe ist in der Marktkapitalisierung bzw. im Börsenkurs real schon weg.
Meiner Ansicht nach sollten die Banken, wenn sie schon schöne Gewinne haben, entweder das auch an die Aktionäre wirklich ausschütten, anstatt einen Teil davon wie z.B. bei der Eurobank die Aktienzahl mehr oder weniger sinnlos zu reduzieren (nochmals: Eurobank 3,631 Mrd. auf 3,558 Mrd. Stk. Aktien), denn das Geld ist dann weg und bringt den Aktionären aber auch der Bank selbst (!!!!!) keinen Vorteil....
.... oder ....
man sollte das Geld, wenn man es schon nicht ausschüttet, dann wenigstens in Investitionen stecken, die künftig Umsatz und Gewinn (und damit auch tatsächliche Dividenden) steigern.
Soweit meine Meinung dazu - und offenbar bin ich, wenn ich die heutige Kursentwicklung ansehe - nicht "ganz" alleine....
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27.02.26 11:51
#51219 Einmaleffekte und outlook
Ich werde das in den nächsten Tage nochmal präzise sezieren.
Wir du sagtest, erwartet und gut vs Wirkung.
Nach der Finanzanalyse werden wir uns jetzt nicht nur wie bisher mit dem Spannungsfeld aus Wirtschaft und den grenzüberschreitenden Faktoren für das operative Geschäft sondern auch tiefer mit Transformationsegmenten befassen müssen.
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16.03.26 01:24
#51220 Staatliche Merkwürdigkeiten
Und jetzt denkt man darüber nach, wie man die Banken bewegen kann, "freiwillig" etwas an den Staat abzuliefern wobei € 800 - 1Mrd im Gespräch sind und die Banken angeblich anbieten wollen, dem Staat € 700 Mio zu schenken.
Bemerkenswert. Der Staat hatte aufgrund der mehrfachen Kapitalisierungen der Banken in der Krise, sehr hohe Anteile an den Banken. Die hat man relativ billig verkauft - wobei die vorherrschende Meinung ist, dass Investoren verschreckt worden wären, wenn sie befürchtet hätten, in "staatlich beeinflusste" Banken zu investieren.
Na und jetzt ? Wenn der Staat nun die Banken "motiviert", € 700 Mio zu "spenden" - das schreckt Investoren nicht ab ??
So leicht wärs gewesen: Aktien behalten - WENN schon "notwendig" auf das Stimmrecht verzichten um zu zeigen, dass der Staat nicht Einfluss nimmt - und schließlich ganz regulär ordentlich Dividenden kassieren. Da würden die 700 Mio jedes Jahr ganz von selbst in die Staatskassa sprudeln. Und der Aktienwert wär auch höher, als beim staatlichen Abverkauf der letzten Jahre.
Manchmal kann man sich nur wundern....
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09.04.26 10:34
#51221 Die Dämpfer
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10.04.26 16:22
#51222 Bremsen
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15.04.26 12:15
#51223 was auch immer kommt -
Nur mal ein Beispiel: In meiner Nachbarregion hat ein einzelner Bauer rd. 7500 Schafe gemeldet und rausgekommen ist, dass er nur 500 hat. Das ging Jahre lang so, mit der erschlichenen Kohle werden dann Grundstücke angekauft, hemdsärmelig teilerschlossen und als Bauerwartungsland angemeldet. Alte Olivenbäume verschwinden über Nacht, nur ein - bis zwei bleiben stehen.
Irgendwann findet man einen ausländischen Investor, der das Land für das 10-fache kauft. Er erhält natürlich keine Baugenehmigung. da die restlichen Olivenbäume die Mindestfläche für Bauland blockieren. Dann ist der Investor auf die Hilfe der Bekannten des Verkäufers angewiesen. Jene reichen vom Baggerfahrer über den Elektriker bis an die Stellen, die Einfluss auf Behördenmitarbeiter haben. Somit hat man einen klebendes Produkt geschaffen und verdient mehrfach in dieser Kette.
Anders geht es ja auch kaum, denn die Löhne sind immer noch auf dem Niveau der Finanzkrise, und es kommt mehr Geld über Zypern als über die EU ins Land.
In der Nachbarschaft regt man sich auf, dass die Bauern in den letzten 12 Monaten drei mal die Einfahrtsstraßen zum Verwaltungssitz der Gemeinde mit Treckern blockiert haben.
Über den Betrüger wird sich öffentlich nicht beschwert.
Im Ergebnis reicht es, wenn eine griechische Aktiengesellschaft ihre Ergebnisveröffentlichung verschiebt, um unweigerlich die Frage damit zu assoziieren, ob denen da nicht wieder was aus der Kontrolle geraten ist.
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