Die Staatsquote ist keine sonderlich scharfe Größe. Aber sie besagt immerhin, dass der Staat schon sehr viel der wirtschaftlichen Leistung abschöpft bzw. an sich zieht bzw. auch erbringt (je nach Rechenart.)
Es gibt Länder mit hoher Staatsquote wie etwa Dänemark, die damit einen sehr effizienten Sozialstaat betreiben und offensichtlich auch sonst damit einigermaßen vernünftig umgehen, so dass immer noch für ausreichend Überschüsse erwirtschaftet werden, um das alles zu finanzieren, ohne sich zu verschulden. Wenn Staatsbetriebe gut geführt werden, tragen sie ja auch zur Wirtschaftskraft bei. (Es gibt da also keine Dogmen.) Wenn aber ein Staat so viel an sich reißt, dazu noch Defizite produziert und trotzdem noch nichtmal ein Sozialstaat dabei rumkommt - dann ist etwas faul, und zwar nicht im Staate Dänemark, sondern im Staate Griechenland. Ist also im Prinzip kein Dogma, aber: Gegenüber maroden/verschwenderischen/korrupten Staatsstrukturen (eine Tendenz, die Staatsstrukturen immer innewohnt) sind private Wirtschaftsaktivitäten auf jeden Fall vorzuziehen, weil sie schlicht sich selbst zwangsläufig auf Effektivität trimmen. Damit staatliche Aktivitäten das tun, braucht es eine ziemlich wachsame Bevölkerung, sehr hohe Transparenz sowie ein hohes Maß an Kontrollmechanismen - und dazu noch eine Mentalität staatlicher und gesellschaftlicher Verantwortung, die selten so stark vorhanden ist wie etwa in den skandinavischen Ländern... ----------- Dies war ein Beitrag zur Friedensstiftung und ein leuchtendes Beispiel gewaltfreier Kommunikation! |