Das Cash Pooling sei ein vollkommen übliches Instrument des Finanzmanagements in Konzernen, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Dem Cash Pooling von Arcandor seien bis zur Insolvenz-Anmeldung die 100%-Tochterunternehmen in Deutschland angeschlossen gewesen, also auch die Karstadt Warenhaus GmbH und die Quelle GmbH, so Finanzvorstand Rüdiger Günther.
Jedes am Cash Pooling teilnehmende Unternehmen verfüge über ein Konto, über das täglich Einzahlungen und Auszahlungen erfolgten, so Günther weiter. Jeden Abend entstehe ein Saldo, der um Mitternacht in einem automatisierten Verfahren auf Null gestellt werde. Bei negativem Saldo überweise Arcandor vom zentralen Konto Geld Richtung Unternehmen, bei positivem Saldo überweise das Unternehmen Geld auf das zentrale Konto von Arcandor.
Der Vorteil des Verfahrens bestehe darin, dass temporäre Kontounterdeckungen in einzelnen Unternehmen durch Überschüsse anderer am Cash Pooling teilnehmenden Unternehmen sehr schnell ausgeglichen werden könnten.
"Aufgrund des Finanzbedarfs von Quelle in den umsatzschwächeren Sommermonaten hätte auch eine Kündigung des Cash Pooling die Insolvenz-Anmeldung für das Unternehmen definitiv nicht verhindert", so der Finanzvorstand weiter. Der Bedarf eines Finanzausgleichs durch Arcandor wäre in dieser Situation nach wie vor gegeben gewesen. Quelle hatte gemeinsam mit dem Mutterkonzern Arcandor am 9. Juni Insolvenz angemeldet. ----------- Keine Kauf Empfehlung!! Das Warten ist die grausamste Vermengung von Hoffnung und Verzweiflung, durch die eine Seele gefoltert werden kann. Devise: "Kaufen, wenn alle anderen verkaufen" |