Die Klimakatastrophe: höchste Zeit, sie abzuwenden

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eröffnet am: 16.09.20 04:10 von: Weckmann Anzahl Beiträge: 776
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19.10.20 10:10 #201 Klimatologie ist keine Naturwissenschaft II

"Klimatologie ist keine Naturwissenschaft"

schrieb ich hier am 01.10.20 11:32:

- auch wenn sie sich der "Natur" widmet. Sie bedient sich etlicher Naturwissenschaften (verifizierbar) und versucht sie in Modellen zu harmonisieren.
Im Grunde ist und bleibt sie aber epistemologisch gesehen eine empirische Wissenschaft, die , wie die uns nähere Ökonomie, zwar gern Modelle bastelt, den chaotischen Ereignissen aber stets hinterherhinkt und wohl auf absehbare Zeit keine belastbaren Prognosen, die über Bauernregeln hinausgehen, wird liefern können.
Schlimmer noch: Auch Zurückliegendes kann nicht vollständig erklärt werden ...

Lesen wir dazu mal ein frisches Posting von Anti Lemming:

Der Nasa-Artikel offenbart, dass
Wissenschaftler bezüglich Erklärungen der Ursachen für die "Kleine Eiszeit" (1645 bis 1715) im Nebel stochern. Es gibt nur kontroverse Spekulationen (siehe kopierten Textteil unten).

Was die Frage aufwirft:

Wenn Forscher nicht einmal die klimatische Vergangenheit schlüssig erklären können, wie wollen sie dann - auf Sicht von 50 Jahren - die klimatische Zukunft zuverlässig vorhersagen?


Strichverlängerungen von Temperatur-Charts sind mMn nicht das wissenschaftliche Ei des Columbus. Ebensowenig erhellend wirken Versuche, den Anstieg des CO2-Gehalts der Atmosphäre, der mit dem Anstieg der globalen Erwärmung korreliert, als zwingende kausalen Zusammenhang zu deuten. Auch in der Klimaforschung sind Korrelationen keine Kausalitäten.
https://www.ariva.de/forum/...ngsfrage-472111?page=4696#jumppos117423

 
19.10.20 10:25 #202 tja boersalino, dann hast du
heute und am ersten Oktober halt die übliche Klimawandelleugnerklaviatur bedient. Weder Deine noch des Users Anti-Lemmings Meinungen und Einschätzungen zur Klimakrise halte ich irgendwie für relevant. Vielmehr halte ich es für ärger- und bedauerlich, dass mensch sich im Jahre 2020 immer noch mit solchem Schmarrn herumschlagen muss.  
19.10.20 11:19 #203 Tcha, 38downhill, dann hast du
damit etwas sehr überzeugend bewiesen.  
19.10.20 12:14 #204 Tatsache bleibt, dass das Klimageschehen
von sehr vielen Parametern bestimmt wird. Viele davon bleiben in den Modellen der Forscher unberücksichtigt - u. a. Rückwirkungen des CO2-Anstiegs auf die Biosphäre. Bei viel CO2 in der Luft und im Meerwasser gedeihen unter anderem Algen. Algen sind winzige Pflanzen, die - wie der Urwald im Amazonas - via Photosynthese das CO2 zu O2 rückbauen und es somit "vernichten".

Algenblüten werden durch den CO2-Anstieg hervorgerufen - wirken diesem aber zugleich entgegen. (Siehe dazu den Verweis auf James Lovelock am Ende dieses Posting).

Weiterhin fördert mehr CO2 im Meer das Wachstum von Krustentieren, die CO2 in ihren Körpern binden. Sterben sie später ab, sinken sie zum Meeresgrund und werden dort zu Karbonat-Gestein, das das CO2 für Jahrmillionen bindet.

Weiterhin unklar ist, inwieweit die Ozeane CO2 binden können, für Zeiträume von bis zu 1000 Jahren.

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Da all diese Phänomene und Wechselwirkungen zu kompliziert sind für die Klimamodelle (das sind Modellrechnungen im Computer, die nur ein begrenzte Anzahl bekannter Parameter berücksichtigen), kommt diese in den Modellen "der Einfachheit halber" nicht vor.

Die Klimaforscher ähneln daher Besoffenen, die den verlorenen Schlüssel nur im Umfeld der Laterne suche, weil anderswo zu dunkel ist.  Sprich: Die Modelle spucken letztlich nur "redundant" das aus, was man zuvor in sie hineinprogrammiert hat. Der Erkenntnisgewinn ist kleiner, als es in den Forschern lieb sein kann. Ärgerlicherweise geben sie aber - ungeachtet dessen - weitreichende Politikempfehlungen, die in Unverschämtheiten wie der CO2-Steuer auf Heizung gipfeln. (Heizen von Häusern und Wohnungen ist für die breite Masse der Bevölkerungen bis auf weiteres gar nicht anders als fossil machbar. Die CO2-Steuer auf Heizung ist daher reine Abzocke und KANN - mangels Alternativen - gar nicht zum "Umdenken" der Verbraucher führen.)

Hinzu kommt, dass Klimaforscher mit ihrem heutigen Wissen vergangene Klimaphänomene wie die "Kleine Eiszeit" im 17/18. Jahrhundert nicht schlüssig erklären können. Die Erklärungen gleichen Spekulationen. Was die Frage aufwirft: Wenn Klimaforscher mit ihrem vorhandenen Wissen nicht einmal die Vergangenheit erklären können, welchen Wert haben dann ihre Zukunftsprognosen?

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Zur sich gegenseitig stabilisierenden Wechselwirkung zwischen Geosphäre und Biosphäre empfehle ich die Lektüre von James Lovelock, den Erfinder der Gaia-Hypothese:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gaia-Hypothese  
19.10.20 12:22 #205 Aus dem Lovelock-Link (wiki)
Beispiel Klimaschwankungen

Zunehmend verdichten sich die Hinweise, dass bis vor 600 Millionen Jahren das Klima extremen Schwankungen ausgesetzt war, die es seitdem nicht mehr gab. Zeitweise war die Erde demnach von einem Eispanzer regelrecht überzogen („Schneeball Erde“), während sie zu anderen Zeiten komplett eisfrei war. Kritiker der Gaia-Hypothese argumentieren deshalb, dass solche extremen Schwankungen der Idee einer im Gleichgewicht gehaltenen Erde widersprechen.

Befürworter sehen es umgekehrt: Eine Erklärung für diese frühen Klimaschwankungen ist, dass es in jener frühen Zeit (Präkambrium) noch keine komplexen Organismen mit Skeletten oder Kalkschalen gab. Denn das kalkhaltige Meeresplankton spielt heute eine enorme Rolle für den CO2-Haushalt der Meere. Wenn diese Organismen wachsen, nehmen sie Kohlenstoffdioxid (CO2) aus dem Wasser auf, und wenn sie wieder sterben, sinken sie mitsamt ihrer Kalkschale auf den Meeresgrund, wo sich dann im Laufe der Jahrmillionen massive Kalk-Sedimente bilden. Auf diese Weise stabilisiert sich chemisch der CO2-Gehalt der Meere – damit indirekt auch der der Atmosphäre. Die Entstehung dieser Organismen hätte demzufolge dazu beigetragen, die Lebensbedingungen auf der Erde zu stabilisieren und somit zu verbessern.  
19.10.20 13:12 #206 Klimamodelle lassen Plankton einfach aus
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-07/...A%2F%2Fwww.google.com%2F

"Das Phytoplankton sind die Bäume des Meeres", sagt der Chemiker und Umweltwissenschaftler Boris Koch, vom Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meeresforschung (AWI). Er erforscht, wie und in welchem Ausmaß Mikroorganismen im Meer Kohlenstoff speichern (Jiao et al., 2014).

Dass die Abholzung tropischer Regenwälder, die Trockenlegung von Mooren oder die jährlichen Waldbrände in Südostasien die Erderwärmung beschleunigen, weil dabei Unmengen an gespeichertem Kohlenstoff zu Treibhausgas verpuffen, ist bekannt. "Über das im Meer gelöste organische Material wissen wir vergleichsweise wenig", sagt Koch, "weder, wo es herkommt, noch wie es abgebaut wird." Das aber wäre wichtig, um abschätzen zu können, wie viel die Ozeane als Kohlenstoffspeicher ausmachen. In Klimamodelle müsste dieser Effekt eingerechnet werden. Und womöglich müsste das Plankton genauso streng geschützt werden, wie Wälder, Moore und andere Biotope.

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A.L.: Wie wichtig aber Plankton und Algen für CO2-Prognosen sind, belegt # 205  
19.10.20 13:21 #207 Umfeld der Laterne & Katastrophenrezepte

Eine wichtige Anleitung zum Unglücklichsein handelt von ‘Mehr desselben’ — laut Watzlawick eines der erfolgreichsten und wirkungsvollsten Katastrophenrezepte, das sich über Jahrmillionen herausgebildet und zum Aussterben ganzer Gattungen geführt hat.

Der verlorene Schlüssel oder “mehr desselben“

Unter einer Straßenlaterne steht ein Betrunkener und sucht und sucht. Ein Polizist kommt daher, fragt   ihn, was er verloren habe, und der Mann antwortet: “Meinen Schlüssel.“
   Nun suchen beide. Schließlich will der Polizist wissen, ob der Mann sicher ist, den Schlüssel gerade hier verloren zu haben, und jener antwortet: “Nein, nicht hier, sondern dort hinten — aber dort ist es viel zu finster.”

   
Aus: Anleitung zum Unglücklichsein* von Paul Watzlawick

https://xn--generationen-gesprch-szb.de/...vom-verlorenen-schluessel/

 
20.10.20 08:44 #208 @Anti_Lemming, Boersalino
"... dass das Klimageschehen von sehr vielen Parametern bestimmt wird." -richtig
"Viele davon bleiben in den Modellen der Forscher unberücksichtigt..." - richtig mit Auslassung : immer mehr Parameter miteinzuberechnen, dürfte derzeit Schwerpunktarbeitsfeld fast aller Klimaforscher sein.

Und der Rest des obigen Postings ist das übliche Geschwurbel, in dem immerhin die richtige Erkenntnis steckt, dass Pflanzen Photosynthese betreiben ... Gratulation dazu.  
23.10.20 20:03 #209 Es war halt niemand dabei

Thomas M.
vor 15 Stunden
Dass die Sibirischen Traps für das heftigste Massenaussterben von Lebewesen bis hoch zur Ordnung an der PT-Grenze verantwortlich sind, gilt schon seit Jahrzehnten als wahrscheinlichste Theorie. Es ist sehr lange her und die zeitliche Auflösung von Ursache und Wirkung schwierig. An der Kreide-Tertiär-Grenze gab es übrigerns in Indien ebenfalls heftigen Vulkanismus (Dekkan-Traps). Da sich winzige Teile beim erkalten der Lava nach dem Nordpol ausrichten, kann man anhand der Anzahl von Polwechseln sehen, dass beide Ereignisse sich über einen sehr langen Zeitraum erstreckt haben, also nicht mit einem einmaligen Vulkanausbruch vergleichbar sind. Es geht dabei um Ausbrüche, die Jahrtausende andauern.
Trotzdem hält man an der KT-Grenze einen Meteoriteneinschlag für die Ursache des Massenaussterbens. Es war halt niemand dabei. Alles hoch spannend. Die Betonung von Co2 und Klimawandel ist momentan in der Paläontologie in Mode, man bekommt einfach leichter Forschungsgelder und Aufmerksamkeit. Dazu kommt der gute Wille, etwas zur Aufklärung der Klimaveränderungen beitragen zu wollen. Das ist aber nur ein kleiner Teil des Puzzels und sollte im Bezug auf den aktuellen vom Menschen verursachten Klimawandel nicht überbewertet werden. Die eigentlichen Forschungsergebnisse zur PT-Grenze sind relevanter und sollten für sich gewürdigt werden.
https://www.welt.de/wissenschaft/article218214764/...dgeschichte.html  
23.10.20 20:09 #210 Oder doch - der SPIEGEL

Massensterben vor 252 Millionen Jahren
Die bisher letzte Klimaapokalypse - und was wir daraus lernen können

Ein enormer CO₂-Anstieg in der Atmosphäre löste einst ein großes Sterben aus. Forscher haben die Katastrophe rekonstruiert - und ziehen beunruhigende Rückschlüsse auf die aktuelle Klimakrise.


Durch den hohen CO₂-Gehalt in der Atmosphäre und sauren Regen seien beispielsweise Felsen und Steine schneller verwittert. Deren Überreste wurden so schneller in die Ozeane und Flüsse gespült und hätten mehr Nährstoffe wie Phosphate und Nitrate eingebracht.

Das hätte zur Vermehrung von bestimmten Pflanzen geführt und wiederum die Fotosynthese angekurbelt. Dadurch sei der Sauerstoffgehalt im Meer extrem gesunken - ähnlich wie bei einem starken Algenwachstum nach einem heißen Sommer in einem See. Doch ohne Sauerstoff kein Leben - viele Tiere und Pflanzen starben.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...cket-newtab-global-de-DE



Wer findet den Fehler?  
23.10.20 20:18 #211 Lieber zu warm
als zu kalt.
Hauptsache Regen dabei.
Auf den Winter kann ich gerne verzichten.
Da haben die Vögel im Frühjahr auch mehr Insekten zum vertilgen. WinWin.
 
23.10.20 20:36 #212 Wie Vulkane CO2 basteln (könnten)

Heißes Magma aus tieferen Erdschichten wurde hier offenbar auf seinem Weg zur Erdoberfläche mit CO2 angereichert [woher kommt das? / boers.] und setzte das Treibhausgas beim Ausbruch in die Atmosphäre frei. Die Messwerte der Vulkane in Japan und in den südamerikanischen Anden dagegen wiesen auf einen Ursprung des Kohlendioxids im Erdmantel hin.

Das von Vulkanen ausgestoßene CO2 mag nur einen sehr kleinen Teil zum Treibhauseffekt beitragen. Doch für den globalen CO2-Kreislauf in geologischen Zeiträumen liefern die neuen Analysen wertvolle Erkenntnisse. So müsse nun die Menge an Kohlenstoff, die über Sedimente am Meeresboden und abtauchende tektonische Platten von der Erdoberfläche verschwinden, neu bewertet werden. Offenbar wird über diese sogenannten tektonischen Subduktionsprozesse weniger Kohlenstoff dauerhaft im Erdmantel gelagert als bisher angenommen.

https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/news/...ulkanen-aufgeklaert/



Abtauchende tektonische Platten geraten in folgendes Medium:

Eine Art Proto-Erdmantel bildete sich vermutlich bereits schon um 4,45 Milliarden Jahre vor heute, indem die leicht flüchtigen Bestandteile wie Wasserstoff, Kohlenstoff (in Form von Kohlendioxid und Methan) ,[Ooch, doch schon weg ... / boers.] Stickstoff (einschließlich Ammoniak und Stickoxiden) und Edelgase größtenteils in die Ur-Atmosphäre entgasten und die siderophilen Elemente größtenteils zum damals noch vollständig flüssigen Erdkern absanken.

Dimensionen und Temperaturen
Es herrschen Temperaturen zwischen mindestens mehreren 100 °C an der Mantelobergrenze und über 3500 °C an der Mantel-Kern-Grenze.

https://de.wikipedia.org/wiki/Erdmantel
 
07.12.20 19:29 #213 Berliner Senat: Glienicker See nicht zu retten
Er wird vom Grundwasser gespeist. Zuflüsse sind mittlerweile vertrocknet. Es verdunstet aber zu viel Wasser.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/...zu-retten/26687130.html  
07.12.20 19:55 #214 Heißester November seit Beginn der Aufzeichn.
Vergangenen Monat ist ein weiterer weltweiter Hitzerekord verzeichnet worden: Es war der heißeste November seit Beginn der Wetterdatenaufzeichnungen. Der November 2020 war 0,8 Grad wärmer als das 30-Jahres-Mittel von 1981 bis 2010.
 
07.12.20 19:57 #215 Etliche Talsperren haben bedenklich niedrige
Wasserstände (Stand: 03.11., seitdem könnte es sich etwas gebessert haben).

https://www.talsperren.net/Fullstande/fullstande.html  
09.12.20 20:58 #216 Erderwärmung steuert auf 3 Grad bis 2100 g.
der vorindustriellen Zeit zu.

Prost, Mahlzeit...
Laut den Vereinten Nationen besteht angesichts steigender Durchschnittstemperaturen auf der Erde dringender Handlungsbedarf. Diese seien bereits um rund 1,2 Grad gestiegen. Nun sollen die Staaten zu weiteren Anstrengungen verpflichtet werden.
 
09.12.20 21:05 #217 heisser Thread
hier  
10.12.20 17:51 #218 Immer noch wenig Eis in der Arktis
Im Oktober gab es dort einen Rekord-Tiefstand seit Messungsbeginn, im November den zweitniedrigsten Wert.
 
01.01.21 19:46 #219 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 01.01.21 19:52
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Regelverstoß

 

 
08.01.21 19:08 #220 2020 und 2016 wärmste Jahre seit Aufzeichn.
ginn. 2020 wäre ohne die leichte La-Niña-Abkühlung wahrscheinlich das wärmste Jahr geworden.
Das Jahr 2020 zieht mit dem Hitze-Rekordjahr 2016 gleich und geht damit ebenfalls als wärmstes Jahr in die Geschichtsbücher ein.
 
15.03.21 19:07 #221 Schwerste Dürre in Europa seit 2.100 Jahren
Zwar traten in dem Zeitraum auch andere Dürren auf. Die trockensten 5 Jahre der Periode aber gab es ab 2014. Die Forscher führen dies auf den von Menschen verursachten Klimawandel zurück.
Die Sommerdürren seit 2015 waren im historischen Vergleich gravierender als bislang bekannt. Das zeigen Auswertungen von Baumringen.
 
15.04.21 10:11 #222 Punkte, an denen es kein Zurück mehr gibt
Kipppunkte sind Punkte, an denen es kein Zurück mehr gibt.

Doch für den Planeten spielen diese beiden Gletscher aktuell eine besondere Rolle. Denn an ihnen lässt sich ein Phänomen beobachten, das Klimaforschende schon seit Jahrzehnten mit Sorge betrachten: die Kipppunkte im Klimasystem.

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2021-04/...cket-newtab-global-de-DE

Dann scheint es in der Erdgeschichte noch niemals einen Kippunkt gegeben zu haben - schon gar nicht Kälte- & Vereisungsphasen, welche dann in Wärme- & Tauphasen umkippten (und vice versa).

Ich hab dann nicht wehr weitergelesen.

Moin aus'm satten Frühling!  
15.04.21 10:28 #223 Kommentare
Mahlanlage #32  —  vor 5 Tagen
Auf so einen Artikel habe ich lange gewartet

Die Zeitkonstanten des Klimasystems sind so langsam, dass man garnicht sagen kann, ob ein Kipppunkt 20 Jahre vor oder hinter einem liegt. Die Aussagen wie „wir haben noch 10 Jahre Zeit es zu stoppen“ sind Unfug. Dazu sind die Maxima der entsprechenden Funktionen viel zu flach und verrauscht. Man weiß es nicht.
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Carlotte Berg #53  —  vor 5 Tagen

Die Sendung mit Maus? damit auch der letzte Leugner gesteht?
Egal.
Ein Tipp für den Autor: die Sache mit dem Kipppunkt hat, wenn er erreicht ist, den Nachteil, dass sich dann die Artikel zum Wandel, dem Leugnen und dem Appell zur Umkehr nicht mehr so gut verkaufen.
Dann isses eh' zu spät und wir brauchen Artikel für das Überleben des Hochwassers.
BTW: Es wird sich ziehen
Beispiel: Ein Eisberg von der Größe des Saarlandes hat seinerzeit 40 Jahre gebraucht, bis er soweit abgeschmolzen war, dass er aus der Überwachung genommen wurde. In der Zeit ist er um die Antarktis gekreiselt - auch in wärmeren Wasser im Norden.
Also Kipppunkt hin, Kippkunkt her. wir können entspannt in die Zukunft blicken. Dass wir, unsere Kinder, unsere Enkel oder unsere Urenkel Probleme mit überspülten Deichen bekommen, ist nach den vorliegenden Daten ziemlich ausgeschlossen. Man lese dazu die auch die dankenswerter weise angezogenen, kostenfreien Berichte.
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2021-04/...letscher?page=7#comments
 
29.04.21 19:08 #224 ""Ungefähr 200 Millionen Menschen leben auf L.
das bis Ende des Jahrhunderts voraussichtlich unter die Flutlinien des steigenden Meeresspiegels fallen wird"".
Die Gletscher schmelzen immer schneller: Zwischen 2000 und 2004 verloren die Gletscher (ohne die Eisschilde der Antarktis und Grönlands) jährlich etwa 227 Gigatonnen, zwischen 2015 und 2019 298 Gigatonnen Eis. "Das weltweit schmelzende Gletschereis habe etwa 21 Prozent oder 0,74 Millimeter pro Jahr zum beobachteten Anstieg des globalen Meeresspiegels beigetragen."
Bei der Gletscherschmelze gab es bisher eine "kritische Forschungslücke". Nun legen Wissenschaftler nach großem Aufwand die bisher umfassendste und genaueste Untersuchung dazu vor. Ihr zufolge gingen zwischen 2000 und 2019 pro Jahr 267 Milliarden Tonnen Gletschereis verloren - mit dramatisc ...
 
29.04.21 19:18 #225 BVerfG: "Art. 20a GG verpflichtet den Staat .
Klimaschutz.... Durch § 1 Satz 3 KSG ist das Klimaschutzziel verfassungsrechtlich maßgeblich und zulässig dahingehend konkretisiert, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C und möglichst auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. (Rn. 197)

Die gegenwärtig zu beobachtende Erderwärmung resultiert aus anthropogenen Treibhausgasemissionen, die in die Erdatmosphäre gelangen. Um die Erderwärmung bei der verfassungsrechtlich maßgeblichen Temperaturschwelle (unten Rn. 208 ff.) anzuhalten, muss eine weitere Anreicherung der Treibhausgaskonzentration in der Erdatmosphäre über diese Schwelle hinaus verhindert werden. ... Insofern zielt Art. 20a GG auch auf die Herstellung von Klimaneutralität. (Rn. 198)"
 
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