Ich hatte ja meine „Dividenden-Vermeidungs-Stratgie“ vorgestellt. Zunächst bzgl. St2023 (#15513): Mir wird deshalb keine Steuer abgezogen, weil ich keine Dividende bekomme, wenn ich die Aktie vor ex.-Div. verkaufe. Die Steuer wird erst „später“ fällig, wenn ich nach dem Neukauf die Aktie wieder mit Gewinn verkaufe – das Ganze ist also nichts anderes als eine Verschiebung des Steuerzahlungstermins und in der Zwischenzeit kann ich mit dem Kapital selber arbeiten.
Jetzt zu meinem Fehler: Um meiner „Strategie“ zu folgen, „musste“ ich spätestens gestern, Donnerstag, 16.04., also bis 1 Tag vor dem heutigen Freitag, 17.04., dem ex.-Div.-Tag, die Aktie veräußern. Das war aber leider ein „blöder“ Termin, da der Kurs von MBG von Mi (Schlusskurs: 54,46) zum Do (Schlusskurs: 53,35) fiel und im Tagesverlauf des gestrigen Tages meine VK-Order wegen „zu hohem“ Limit nicht ausgeführt wurde. Deshalb habe ich dann kurz vor Xetra-Schluss mein Order-Limit herabgesetzt, so dass meine Order um 17:27 zu 53,64 ausgeführt wurde.
Seit dem Hoch im Tagesverlauf des Dienstags, 14.04. bei 55,74 waren dass -3,8% in 2 Tagen. Meiner "Standard-Strategie" entsprchend hätte ich natürlich keinesfalls unter diesen Umständen verkauft - aber ich wollte ja den Eingang der Dividendenzahlung vermeiden.
Rein rechnerisch hätte – keine „echte“ Kursschwankung vorausgesetzt – der Kurs heute Morgen dann bei 53,64 – 3,50 = 50,14 liegen „müssen“. Mit Basis des Wochen-Kurs-Hochs von 55,74 EUR wäre das ein „optischer“ Kursverlust von genau 10,0%, davon natürlich über 6% Dividendenabschlag. Tatsächlich war der Eröffnungskurs aber 51,08 EUR, d. h. tatsächlich effektiv ein Kurs-Plus von ziemlich genau 2%; zurückgekauft habe ich dann für 51,22 EUR. Im Nachhinein könnte man sich überlegen, ob es nicht tatsächlich eher unwahrscheinlich wäre, dass eine Aktie die „optisch“ in sehr kurzer Zeit optisch 10% verloren hat, am nächsten Tag weiter absinkt, oder ob hier nicht eher – so wie geschehen – eine Gegenbewegung zu erwarten gewesen wäre. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer!
Ich wäre besser bei meiner „Standard“-Strategie geblieben. Welche Lehre ziehe ich daraus? Es ist nicht möglich bzw. nicht sinnvoll, zwei Strategien gleichzeitig zu verfolgen!
Mein Schaden: 51,22 EUR - 50,14 EUR = 1,08 EUR pro Stück.
Das ist natürlich ärgerlich, aber angesichts des jetzt sehr niedrigen Kurses rechne ich – dem „blöden“ politischen Umfeld und den angeblichen sog. „Unsicherheiten“ zum Trotz – mit einer Kurserholung. Warum: Voriges Jahr war das auch so! Die Jahre 2025 und 2024 sind mit der jetztigen Lage nicht vergleichbar, da der MBG-Kurs damals (also jew. im April) deutlich höher lag. Und derzeit liegt der Kurs ungefähr auf dem Niveau des 5-Jahres-Tiefs! Deshalb meine "Prognose": Es wird in den nächsten Monaten schwankend wieder aufwärts gehen. |