ANLEIHEN-Woche KW49 - 2021: URA, Schalke 04, Dt. Lichtmiete und andere - Anleihenews


13.12.21 12:30
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Die Kalenderwoche 49 vom 06.12. bis 10.12.2021 beginnt am KMU-Anleihemarkt zunächst adventlich beschaulich, wird zum Ende der Woche hin aber durch diverse Nachrichten nochmal kräftig angeheizt, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

So habe die Staatsanwaltschaft Oldenburg am Mittwoch die Geschäftsräume der Deutschen Lichtmiete AG und ihrer Tochterfirmen durchsucht, weil gegen Verantwortliche des Unternehmens wegen des "Verdachts des gemeinschaftlichen Betrugs" ermittelt werde. Die Geschäftsführung der Deutsche Lichtmiete habe die Ermittlungen bestätigt und eine vollumfängliche Kooperation sowie eine schnellstmögliche Aufklärung des Sachverhalts versprochen. Am Freitag habe sich die PREOS Global Office Real Estate & Technology AG überraschend mit sofortiger Wirkung von ihrem Vorstandsvorsitzenden Frederik Mehlitz getrennt ohne weitere Gründe zu nennen. Die Vorstandsgeschäfte solle bis auf Weiteres das weitere Vorstandsmitglied Stephan Noetzel wahrnehmen.

Unter der Woche habe es gute Nachrichten aus Russland gegeben, denn die Ekosem-Agrar AG habe in den Verhandlungen mit der russischen Landwirtschaftsbank (RSHB) eine grundsätzliche Einigung über die Weiterfinanzierung der Ekosem-Agrar Gruppe erzielt. Die russische Landwirtschaftsbank werde der Ekosem-Agrar Gruppe demnach auch weiterhin die bestehenden Kreditlinien für Betriebsmittel zur Verfügung stellen.

Zudem habe die Bank zugesichert, dass sie die für die Fertigstellung der Jahresabschlüsse der Ekosem-Agrar AG für das Geschäftsjahr 2020 erforderlichen Erklärungen kurzfristig abgeben werde. Zum Wochenbeginn habe der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. die Emission einer weiteren Anleihe für das Frühjahr 2022 angekündigt. Die neue Schalke 04-Anleihe solle ein Volumen von bis zu 34,107 Mio. Euro haben und der vorzeitigen Refinanzierung der S04-Anleihe 2016/23 dienen, deren Emissionsvolumen ebenfalls 34,107 Mio. Euro betrage. Die Inhaber der Anleihe 2016/23 sollten ein Umtauschangebot erhalten, zudem werde es auch ein öffentliches Anleihe-Angebot geben.

"Wie bei allen Investments anderer Assetklassen, also Aktien, Rohstoffe oder Immobilien, sind auch bei Anleihen Chancen und Risiken vorhanden. Das abgelaufene Jahr 2021 zeigte uns, dass sich die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen am KMU-Anleihenmarkt positiv entwickelt haben. Den erfreulichen Entwicklungen standen leider auch einige Fehlentwicklungen gegenüber. Diese sollten aber nicht davon ablenken, das KMU-Anleihen nach wie vor ein Segment darstellen, bei dem nach unserer Einschätzung bessere Rendite-Chancen vorliegen als bei Staats- oder Industrieanleihen mit einem Investmentgrade", habe Hans-Jürgen Friedrich von der KFM Deutsche Mittelstand AG das Jahr am KMU-Anleihemarkt im Anleihen Finder-Interview in der vergangenen Woche resümiert. Auch die Analysten der URA Research GmbH hätten zum Jahresende ein neues Update ihrer Beurteilungen geliefert und für 13 KMU-Anleihen ihre Bewertung bestätigt. Alle laufenden Anleihen der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH (NZWL) hätten eine Bewertungs-Verbesserung von 0 auf einen "URA-Haken" erfahren, schlechtere Bewertungen habe es indes keine gegeben.

Die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG stocke ihre 4,00%-Anleihe 2017/27 um ein Volumen von bis zu 8 Mio. Euro auf ein Gesamtvolumen von 18 Mio. Euro auf. Der Ausgabekurs liege nach Angaben der Deutsche Bildung in der Mitte des Zielkorridors von 102,50% bis 107,50%. Der Emissionserlös diene der weiteren finanziellen Förderung von Studierenden. Der monatlich ausschüttende Anleihenfonds FU Fonds - Bonds Monthly Income werde seinen Anlegern am 15. April 2022 eine Sonderzahlung in Höhe von 0,50 Euro je Fondsanteil für das Kalenderjahr 2021 ausschütten. Zuzüglich zu der monatlichen Basis-Ausschüttung von 0,25 Euro würden die Anleger Mitte April somit eine Auszahlung von insgesamt 0,75 Euro je Anteilsschein erhalten.

In einer Abstimmung ohne Versammlung zwischen dem 03. bis 07. Dezember hätten die Anleihegläubiger der Eyemaxx-Anleihe 2020/25 die One Square Advisory Services S.à.r.l. zum gemeinsamen Vertreter gewählt. In den Abstimmungen über die Eyemaxx-Anleihen 2018/23 und 2019/24 sei das notwendige Quorum von 50% nicht erreicht und somit keine Beschlussfähigkeit erzielt worden.

Die ABO Wind AG spüre die Auswirkungen von Lieferverzögerungen und Preissteigerungen bei Zulieferern, sei aber weiterhin zuversichtlich, die Gewinnprognose für das laufende Jahr zu erfüllen. ABO-Vorstand Dr. Jochen Ahn rechne mit einem Jahresergebnis in 2021, das geringfügig über dem Jahresüberschuss von 2020 in Höhe von 13,1 Mio. Euro liegen solle. Die Pentracor GmbH habe seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2021 indes nach unten korrigiert. Das Medizintechnikunternehmen rechne nun mit Umsatzerlösen von etwa 1,3 Mio. Euro nach zuvor anvisierten 2,0 Mio. Euro.

Die Homanit GmbH & Co. KG, Tochtergesellschaft der Homann Holzwerkstoffe GmbH, habe umfangreiche Investitionen am saarländischen Standort Losheim am See angekündigt. Geplant seien Ersatzinvestitionen für eine neue Holz-Plattenpresse sowie weitere flankierende Maßnahmen zur Holz-Veredelung mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 65 Mio. Euro. Der Vorstand der Aves One AG habe in Abstimmung mit dem Großaktionär Rhine Rail Investment AG das Delisting aller Aves One-Aktien von den Börsen Frankfurt, Hamburg und Hannover beschlossen. Die Deutsche Rohstoff-Tochter Bright Rock Energy habe bei ihren Bohrungen in Wyoming im November durchschnittlich 864 Barrel Öl pro Tag gefördert. Das Produktionsergebnis sei höher als das der benachbarten Bohrungen und entspreche den Erwartungen des Unternehmens.

Den kompletten Beitrag zusammen mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der KW49 - 2021 im Überblick finden Sie hier. (News vom 10.12.2021) (13.12.2021/alc/n/a)





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