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ANLEIHEN-Woche KW9 - 2022: Ekosem-Agrar, paragon, Schalke 04 und andere - Anleihenews
07.03.22 09:00
Anleihen Finder
Brechen (www.anleihencheck.de) - Zu Anfang März (KW9 vom 28.02. bis 04.03.2022) bestimmt die Nachrichtenlage aus der Ukraine weiterhin das Geschehen auf den Kapitalmärkten, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
Die wirtschaftlichen Sanktionen der westlichen Welt in Folge des militärischen Einmarschs Russlands in das Nachbarland Ukraine würden nun auch erste Unternehmen am KMU-Anleihemarkt mit Verbindungen oder Geschäftsbeziehungen nach Russland treffen. In der Kolumne "Die neue finanz-politische Weltordnung" habe mwb-Vorstand Kai Jordan die derzeitige Situation und deren Auswirkungen auf die Kapitalmärkte in der vergangenen Woche gut zusammengefasst.
Aufgrund der zunehmenden Restriktionen und Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit dem Russland Ukraine-Konflikt habe der Vorstand der Ekosem-Agrar AG die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 vorerst ausgesetzt. Der Vorstand des russischen Milchproduzenten werde nach eigenen Angaben eine angepasste Prognose veröffentlichen, sobald weitgehend verlässliche Parameter für eine Anpassung der Planung gegeben seien. Die Kurse der Ekosem-Agrar-Anleihen 2012/22 und 2019/24 seien in der vergangenen Woche auf unter 25% gestürzt.
Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. habe in der vergangenen Woche mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, die Partnerschaft mit der russischen Gazprom aufgrund des Ukraine-Konflikts vorzeitig zu beenden. Das Schalke-Management, das für Frühjahr 2022 eine weitere Anleihe-Emission angekündigt habe, befinde sich nach eigenen Angaben derzeit mit Vertretern des aktuellen Hauptsponsors des Zweitligisten in Gesprächen. Die paragon GmbH & Co. KGaA gehe auf einen Gegenantrag bezüglich der anstehenden Verlängerung ihrer 4,50%-Anleihe 2017/22 (ISIN DE000A2GSB86 / WKN A2GSB8) ein und die angepassten Forderungen eines Anleihegläubigers an.
So solle u.a. der Zinskupon der paragon-Anleihe im Verlängerungszeitraum zunächst auf 6,25% (bei halbjährlicher Auszahlung) erhöht werden und weitere Teiltilgungen der Anleihe über den Verlängerungszeitraum hinweg erfolgen. Der Zinssatz solle dabei zukünftig abhängig von der vom Unternehmen angestrebten Verringerung des Verschuldungsgrades schrittweise sinken. Die zweite und entscheidende Gläubigerabstimmung bzgl. der Verlängerung der paragon-Anleihe 2017/22 finde in dieser Woche am 10. März um 10 Uhr in Delbrück statt.
Die Deutsche Lichtmiete Unternehmensgruppe habe sich zur aktuellen Situation geäußert und dabei bestätigt, dass die Insolvenzanträge aller Lichtmiete-Gesellschaften am 22.02.2022 beim Insolvenzgericht Oldenburg zurückgenommen worden seien. Hintergrund dieser Maßnahme sei die nach Angaben des Unternehmens "konkrete Aussicht, den Geschäftsbetrieb der Deutsche Lichtmiete Gruppe mithilfe von Investoren fortführen können". In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 28.02.2022 sei indes Thomas Rogalla als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Lichtmiete AG gewählt und im Anschluss Dr. Gert Sieger als neuer Vorstand der Deutsche Lichtmiete AG eingesetzt worden. Währenddessen seien in der vergangenen Woche einige Green City-Gesellschaften in ein vorläufiges Regelinsolvenzverfahren eingetreten.
Aufgrund eines technischen Problems habe die blueplanet Investments AG die für den 26.02. vorgesehene Zinszahlung für ihre Wandelanleihe 2021/26 nicht rechtzeitig leisten können. Das Problem sei laut Emittentin nunmehr identifiziert und die Zinszahlung an die Anleger solle bis zum 8. März 2022 erfolgen. Die fünfjährige blueplanet-Wandelanleihe 2021/26 (ISIN DE000A3H3F75 / WKN A3H3F7) habe ein Emissionsvolumen von bis zu 20 Mio. Euro und werde jährlich mit 5,50% p.a. verzinst.
Im Zuge der allgemein schwierigen Kapitalmarktsituation habe der Kurswert der 7,25%-Anleihe (ISIN DE000A3H2ZP5 / WKN A3H2ZP) der Cardea Europe AG (ehemals DESIAG) in der vergangenen Woche deutlich an Wert verloren. Das Unternehmen betone, dass es hierfür keinerlei fundamentale Gründe gebe und zur Verbesserung der Marktliquidität der Anleihe ein neuer Market Maker gesucht werde.
Die Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH (NZWL) habe vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht und demnach einen Konzernumsatz von 140,4 Mio. Euro (2020: 94,1 Mio. Euro) erwirtschaftet. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrage laut NZWL 24,3 Mio. Euro (2020: 9,3 Mio. Euro) und das vorläufige Konzernergebnis werde auf 5,0 Mio. Euro (2020: -0,9 Mio. Euro) beziffert. Die Konzern-Eigenkapitalquote steige auf 17,2% (31. Dezember 2020: 12,1%). In zwei aktuellen Anleihen-Barometer hätten die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG die beiden 5,25%-Anleihen (ISIN DE000A2TSPC0 / WKN A2TSPC und ISIN DE000A2YN2F3 / WKN A2YN2F) der Aves Transport 1 GmbH & Co. KG mit Laufzeiten jeweils bis 2024 weiterhin als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" mit 3,5 von 5 möglichen Sternen bewertet.
Personaldienstleister TEMPTON habe Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 auf ein Rekordniveau steigern können und prüfe derzeit die Option eines Börsengangs. Die PREOS Global Office Real Estate & Technology AG habe Planungen zur Aufnahme eines neuen Luxemburger Mehrheitsaktionärs konkretisiert und modifiziert. Christian Hillermann, Vorstand im Bereich Unternehmensfinanzierung der ERWE Immobilien AG, werde das Immobilien-Unternehmen mit Wirkung zum 31. März 2022 verlassen. Die Greencells GmbH plane den weiteren Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit in Ungarn mit der Inbetriebnahme eines 65-MWp-Solarparks im Oktober 2022, die GECCI Gruppe habe mit dem zweiten Hausbau in Bockenem begonnen und die Mutares SE & Co. KGaA habe ihre ersten Transaktionen im Kalenderjahr 2022 vollzogen.
Den kompletten Beitrag zusammen mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der KW9 - 2022 im Überblick finden Sie hier. (News vom 04.03.2022) (07.03.2022/alc/n/a)
Die wirtschaftlichen Sanktionen der westlichen Welt in Folge des militärischen Einmarschs Russlands in das Nachbarland Ukraine würden nun auch erste Unternehmen am KMU-Anleihemarkt mit Verbindungen oder Geschäftsbeziehungen nach Russland treffen. In der Kolumne "Die neue finanz-politische Weltordnung" habe mwb-Vorstand Kai Jordan die derzeitige Situation und deren Auswirkungen auf die Kapitalmärkte in der vergangenen Woche gut zusammengefasst.
Aufgrund der zunehmenden Restriktionen und Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit dem Russland Ukraine-Konflikt habe der Vorstand der Ekosem-Agrar AG die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 vorerst ausgesetzt. Der Vorstand des russischen Milchproduzenten werde nach eigenen Angaben eine angepasste Prognose veröffentlichen, sobald weitgehend verlässliche Parameter für eine Anpassung der Planung gegeben seien. Die Kurse der Ekosem-Agrar-Anleihen 2012/22 und 2019/24 seien in der vergangenen Woche auf unter 25% gestürzt.
Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. habe in der vergangenen Woche mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, die Partnerschaft mit der russischen Gazprom aufgrund des Ukraine-Konflikts vorzeitig zu beenden. Das Schalke-Management, das für Frühjahr 2022 eine weitere Anleihe-Emission angekündigt habe, befinde sich nach eigenen Angaben derzeit mit Vertretern des aktuellen Hauptsponsors des Zweitligisten in Gesprächen. Die paragon GmbH & Co. KGaA gehe auf einen Gegenantrag bezüglich der anstehenden Verlängerung ihrer 4,50%-Anleihe 2017/22 (ISIN DE000A2GSB86 / WKN A2GSB8) ein und die angepassten Forderungen eines Anleihegläubigers an.
So solle u.a. der Zinskupon der paragon-Anleihe im Verlängerungszeitraum zunächst auf 6,25% (bei halbjährlicher Auszahlung) erhöht werden und weitere Teiltilgungen der Anleihe über den Verlängerungszeitraum hinweg erfolgen. Der Zinssatz solle dabei zukünftig abhängig von der vom Unternehmen angestrebten Verringerung des Verschuldungsgrades schrittweise sinken. Die zweite und entscheidende Gläubigerabstimmung bzgl. der Verlängerung der paragon-Anleihe 2017/22 finde in dieser Woche am 10. März um 10 Uhr in Delbrück statt.
Aufgrund eines technischen Problems habe die blueplanet Investments AG die für den 26.02. vorgesehene Zinszahlung für ihre Wandelanleihe 2021/26 nicht rechtzeitig leisten können. Das Problem sei laut Emittentin nunmehr identifiziert und die Zinszahlung an die Anleger solle bis zum 8. März 2022 erfolgen. Die fünfjährige blueplanet-Wandelanleihe 2021/26 (ISIN DE000A3H3F75 / WKN A3H3F7) habe ein Emissionsvolumen von bis zu 20 Mio. Euro und werde jährlich mit 5,50% p.a. verzinst.
Im Zuge der allgemein schwierigen Kapitalmarktsituation habe der Kurswert der 7,25%-Anleihe (ISIN DE000A3H2ZP5 / WKN A3H2ZP) der Cardea Europe AG (ehemals DESIAG) in der vergangenen Woche deutlich an Wert verloren. Das Unternehmen betone, dass es hierfür keinerlei fundamentale Gründe gebe und zur Verbesserung der Marktliquidität der Anleihe ein neuer Market Maker gesucht werde.
Die Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH (NZWL) habe vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht und demnach einen Konzernumsatz von 140,4 Mio. Euro (2020: 94,1 Mio. Euro) erwirtschaftet. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrage laut NZWL 24,3 Mio. Euro (2020: 9,3 Mio. Euro) und das vorläufige Konzernergebnis werde auf 5,0 Mio. Euro (2020: -0,9 Mio. Euro) beziffert. Die Konzern-Eigenkapitalquote steige auf 17,2% (31. Dezember 2020: 12,1%). In zwei aktuellen Anleihen-Barometer hätten die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG die beiden 5,25%-Anleihen (ISIN DE000A2TSPC0 / WKN A2TSPC und ISIN DE000A2YN2F3 / WKN A2YN2F) der Aves Transport 1 GmbH & Co. KG mit Laufzeiten jeweils bis 2024 weiterhin als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" mit 3,5 von 5 möglichen Sternen bewertet.
Personaldienstleister TEMPTON habe Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 auf ein Rekordniveau steigern können und prüfe derzeit die Option eines Börsengangs. Die PREOS Global Office Real Estate & Technology AG habe Planungen zur Aufnahme eines neuen Luxemburger Mehrheitsaktionärs konkretisiert und modifiziert. Christian Hillermann, Vorstand im Bereich Unternehmensfinanzierung der ERWE Immobilien AG, werde das Immobilien-Unternehmen mit Wirkung zum 31. März 2022 verlassen. Die Greencells GmbH plane den weiteren Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit in Ungarn mit der Inbetriebnahme eines 65-MWp-Solarparks im Oktober 2022, die GECCI Gruppe habe mit dem zweiten Hausbau in Bockenem begonnen und die Mutares SE & Co. KGaA habe ihre ersten Transaktionen im Kalenderjahr 2022 vollzogen.
Den kompletten Beitrag zusammen mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der KW9 - 2022 im Überblick finden Sie hier. (News vom 04.03.2022) (07.03.2022/alc/n/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 27,50 € | 27,40 € | 0,10 € | +0,36% | 17.04./08:34 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000A2GSB86 | A2GSB8 | 69,95 € | 26,00 € | |
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