Anleihen-Barometer: Anleihe der R-LOGITECH S.A.M. weiterhin mit Bestnote


12.03.20 09:00
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - In einem aktuellen Barometer-Update bewerten die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG die 8,50%-Anleihe (ISIN DE000A19WVN8 / WKN A19WVN) der R-LOGITECH S.A.M. weiterhin als "äußerst attraktiv" und vergeben 5 von 5 möglichen Sternen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Die Emittentin weise weiterhin einen erfolgreichen Track Record auf und habe sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in der wachstumsstarken Region Afrika eine hohe Reputation erarbeitet, so die Analysten in ihrem Fazit. Mit der "Euroports"-Übernahme habe sich das Unternehmen ideal verstärkt und sei nun dabei, erhebliche positive Synergien zu schaffen, was sich für das aktuelle Geschäftsjahr 2020 schon schnell zeigen sollte. Aufgrund des unverändert risikoaversen Geschäftsmodells, der unverändert hohen Eigenkapitalquote von ca. 30% und der zu erwartenden nachhaltigen Ausweitung von Umsatz und Ertrag sei die 8,50%-Anleihe deshalb weiterhin "äußerst attraktiv".

R-LOGITECH-Anleihe 2018/23

ANLEIHE CHECK: Die im März 2018 emittierte Unternehmensanleihe der R-LOGITECH S.A.M. sei mit einem Zinskupon von 8,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 29.03.) ausgestattet und habe eine fünfjährige Laufzeit bis zum 29.03.2023. Im Rahmen der Emission seien zunächst 25 Mio. Euro platziert worden, die im März 2019 um 100 Mio. Euro auf ein Gesamtvolumen von 125 Mio. Euro aufgestockt worden seien.

Anleihebedingungen: In den Anleihebedingungen seien vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin ab 29.03.2021 zu 104% und ab 29.03.2022 zu 102% des Nennwerts vorgesehen. Die Emittentin verpflichte sich und ihre Tochtergesellschaften zur Einhaltung einer Eigenkapitalquote von mindestens 25% und einer Ausschüttungsbeschränkung von max. 50% des Jahresgewinns.

International agierender Dienstleister

Die R-LOGITECH S.A.M. sei ein Schwesterunternehmen der Metalcorp Group S.A. unter dem gemeinsamen Dach der Monaco Resources Group S.A.M. und sei ein internationaler Anbieter von Infrastruktur- und Logistikdienstleistungen mit Hauptfokus auf dem Rohstoffsektor. Die Hauptgeschäftsfelder des Konzerns seien Häfen- und Terminalmanagement, Logistik und Technologielösungen.

Die R-LOGITECH agiere als reiner Dienstleister. Das Unternehmen werde mit entsprechenden Honoraren für Dienstleistungen entgolten, sodass Preisschwankungen der Güter, die für die Kunden bewegt würden, keinen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der R-LOGITECH hätten. Auch Währungseffekte seien stark eingegrenzt, da in den jeweiligen Ländern Kosten und Erträge in Landeswährung anfallen würden. Gleichzeitig erfolge die Abrechnung mit den Kunden, die meist internationale Konzerne aus Europa oder den USA seien, in US-Dollar oder Euro und damit innerhalb des europäischen Rechtsrahmens. Der Logistikmarkt in Afrika boome weiterhin und weise laut KFM-Analyse ein anhaltendes Wachstum auf, welches durch natürliche Ressourcen, eine wachsende Mittelschicht und demographische Trends begünstigt werde. Mitbewerber in diesem französischen Sprachraum seien kaum vorhanden und auch der aktuelle Handelskrieg zwischen den USA und China scheine bisher fast ausschließlich den englischsprachigen Raum zu betreffen.

Akquisition von Euroports

Bisher sei R-LOGITECH an 22 verschiedenen Standorten mit rund 1.500 Mitarbeitern weltweit tätig. Mit der Akquisition der "Euroports" zum Stichtag 01.07.2019 seien 29 Terminals in neun Ländern mit rund 2.300 zusätzlichen Mitarbeitern hinzugekommen, womit sich R-Logitech zu einem der führenden Infrastruktur- und Logistikserviceanbieter im Rohstoffbereich entwickle.

Erträge durch Corona-Virus

Mit ihrem großen Netzwerk namhafter internationaler Kunden und der Fokussierung auf Nischensektoren mit margenstarken Dienstleistungen wie dem spezialisierten Massengutumschlag und Speditions- und Schiffsagentur-Leistungen sei die R-LOGITECH bestens positioniert, um die Marktposition nicht nur in Afrika, sondern auch weltweit weiter auszubauen, so die KFM-Analysten. Denn durch die Aktivitäten der "Euroports" (Belgien) seien Europa und China hinzugekommen. Besonders in China dürfte R-Logitech nach Meineung der KFM-Experten dank Euroports aktuell vom Corona-Virus profitieren. Dadurch, dass die Waren aus China seit mehreren Wochen nicht ausgeführt werden könnten, dürfte R-Logitech mit ihren Lagerhallen durch einen höchstwahrscheinlichen Warenstau außerordentliche Erträge erwirtschaften.

Finanzkennzahlen 2019

Im Geschäftsjahr 2019 habe R-LOGITECH nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 427,6 Mio. Euro nach 160,9 Mio. Euro im Vorjahr erzielt. Dies entspreche einem Anstieg von 166%. Dieser Ergebnisanstieg sei stark beeinflusst vom erstmaligen Einbezug der im März/April 2019 übernommenen "Euroports", die ab dem 01.07.2019 vollständig im Sinne der Vollkonsolidierung einbezogen worden sei. Das vorläufige Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei von 18,7 Mio. Euro auf 60,3 Mio. Euro gestiegen. Das Konzern-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe bedingt durch nicht liquiditätswirksame teilweise einmalige Abschreibungen im Rahmen der Euroports-Übernahme 7,4 Mio. Euro nach 15,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum betragen. Das Konzern-Eigenkapital habe sich aufgrund dieser Übernahme absolut von 32,8 Mio. Euro auf 483,9 Mio. Euro erhöht. Dies entspreche einer nach wie vor soliden Konzern-Eigenkapitalquote von 29,5% zum 31.12.2019 nach 39,9% zum Vorjahresstichtag. Die liquiden Mittel seien von 11,5 Mio. Euro auf 66,3 Mio. Euro zum 31.12.2019 angewachsen.

Ausblick 2020

Ausgehend von dem zuvor genannten Zahlenmaterial errechne sich nach Schätzung der Analysten für das Gesamtjahr 2020 ein Konzernumsatz der R-LOGITECH Gruppe von mehr als 800 Mio. Euro. Zudem lasse sich laut Analyse aus den genenannten Informationen ein EBITDA von mehr als 100 Mio. Euro für 2020 ableiten. Entsprechend errechne sich nach Schätzungen der KFM ein normalisiertes EBIT von mehr als 35 Mio. Euro für das Gesamtjahr 2020.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 11.03.2020) (12.03.2020/alc/n/a)