Anleihen-Barometer: Deutsche Bildung-Anleihe erhält 3 Sterne - Anleihenews


21.09.18 11:30
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - In einem aktuellen Anleihen-Barometer zur 4,00%-Anleihe der Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG mit Laufzeit bis 2027 vergeben die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG 3 von 5 möglichen Sternen und bewerten die Anleihe somit als "durchschnittlich attraktiv", berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Das Geschäftsmodell werde laut Analysten durch das stringente Auswahlverfahren, die breite Streuung der Förderanträge und einem sehr gering eingeschätzten Ausfallrisiko von unter 0,5% abgesichert. In Verbindung mit der Rendite von 3,53% p.a. (auf Kursbasis von 103,50% am 18.09.2018) sei die Anleihe daher als "durchschnittlich attraktiv" mit 3 KFM-Sternen zu bewerten, so die KFM.

Deutsche Bildung Studienfonds II-Anleihe 2017/27

ANLEIHE CHECK: Die im Juli 2017 emittierte unbesicherte Anleihe der Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG mit Laufzeit bis 13.07.2027 und einem Volumen von 10 Millionen Euro sei mit einem Zinskupon von 4,00% p.a. (Zinstermin jährlich am 13.07.) ausgestattet. Der Bildungs-Bond sei am Open Market der Börsen Frankfurt, Berlin, Düsseldorf und Stuttgart notiert - die Mindeststückelung betrage 1.000 Euro. Die Anleihenmittel würden genutzt, um weitere Studierende finanziell und mit dem Trainingsprogramm WissenPlus inhaltlich zu fördern.

Anleihebedingungen: In den Anleihebedingungen seien keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin vorgesehen. Die Emittentin verpflichte sich in den Anleihebedingungen zu einer Ausschüttungsbeschränkung.

Deutsche Bildung

Die Deutsche Bildung Studienfonds würden Studierende aller Fachrichtungen finanziell und inhaltlich fördern. Die Studierenden würden eine flexible Studienfinanzierung erhalten und würden mit einem Trainingsprogramm auf einen erfolgreichen Berufseinstieg vorbereitet. Dazu schließe die Deutsche Bildung Studienfonds II Fördervereinbarungen mit den ausgewählten Studierenden ab, die diesen über einen bestimmten Zeitraum eine monatliche Finanzierung gewähren würden. Gegebenenfalls könne auch ein zusätzlicher Einmalbetrag (z. B. zur Finanzierung eines Auslandsstudiums) zur Verfügung gestellt werden.

Nach dem Abschluss des Studiums würden die Geförderten - wie in den individuell abgeschlossenen Fördervereinbarungen geregelt - über einen bestimmten Zeitraum einen prozentualen Anteil ihrer Bruttoeinkünfte an die Deutsche Bildung Studienfonds II zahlen. Die Rückzahlung der Studienförderung erfolge als fester Anteil vom Einkommen über eine festgesetzte Laufzeit und passe sich der Leistungsfähigkeit des Einzelnen individuell an. Im Gegensatz zu Krediten seien die Rückzahlungsraten nicht starr, sodass keine Überlastung bei anfänglich geringerem Einkommen auftrete.

Cash-Flow und stille Reserven

Bei der Auswahl der Studenten folge der Deutsche Bildung Studienfonds einem erprobten Prüfungsprozess. Der anschließende Überwachungsprozess über den gesamten Lebenszyklus sichere zusätzlich die Qualität des Portfolios. Die breite Streuung der Förderung auf eine Vielzahl von Studierenden führe zu einem ermittelten Ausfallrisiko, das mit aktuell unter 0,5% von den KFM-Analysten als sehr gering eingeschätzt werde.

Im Jahr 2017 habe die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG den Umsatz deutlich auf 0,40 Millionen Euro ausgeweitet (Vj. 0,16 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse würden aus Erlösen aus dem WissenPlus-Programm resultieren. Das Ergebnis nach Steuern habe minus 2,81 Millionen Euro nach minus 2,37 Millionen Euro im Jahr 2016 betragen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 weise der Deutsche Bildungsfonds aus abgeschlossenen Förderverträgen Forderungen gegenüber den Geförderten in einer Gesamthöhe von rund 21,5 Millionen Euro aus.

Per 31.12.2017 weise die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG ein Eigenkapital in Höhe von 4,66 Millionen Euro (Vj. 6,47 Mio. Euro) aus. Die Eigenkapitalquote habe sich im Jahr 2017 von 25,83% auf 15,51% verringert. Die Emittentin bilanziere nach HGB und die abgeschlossenen Förderverträge würden deshalb grundsätzlich in Höhe der ausgereichten Beträge bzw. ihres niedrigeren beizulegenden Werts bilanziert. Daraus würden sich stille Reserven ergeben, die erst bei ihrer Realisierung aufgedeckt würden und in die Bilanz einfließen würden. Es sei laut KFM davon auszugehen, dass diese stillen Reserven in den kommenden Jahren sukzessive aufgedeckt würden und das Ergebnis stärken würden.

Anzahl der Geförderten steige

Zu Jahresbeginn 2017 habe die Emittentin Studierende mit 2.273 aktiven Förderverträgen unterstützt. Im Laufe des Geschäftsjahres 2017 seien weitere 600 Verträge abgeschlossen worden und zum 31.12.2017 hätten 2.752 aktive Förderverträge bestanden. Insgesamt habe die Deutsche Bildung Studienfonds II damit zum Jahresende 3.265 Fördervereinbarungen abgeschlossen. Auch im laufenden Geschäftsjahr habe mit Abschluss des 2. Quartals der Wachstumskurs weiter fortgesetzt werden können.

Insgesamt würden 3.550 Studenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Studiengängen betreut, die sich auf 780 Hochschulen im In- und Ausland befinden würden. Die Rahmenbedingungen für das Geschäftsmodell des Deutsche Bildung Studienfonds würden insgesamt von den Analysten auch für die Zukunft positiv eingeschätzt. Die Studienfinanzierung werde immer wichtiger, da der Anteil der BAföG-Förderung sinke und auch die Anzahl der vergebenen KfW-Studienkredite seit 2014 um 24% zurückgegangen sei.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 19.09.2018) (21.09.2018/alc/n/a)





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