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Anleihen-Woche KW 15: Deutsche Rohstoff, nextbike, SANHA, Europäischer Mittelstandsanleihen FONDS, SeniVita, Ferratum
14.04.20 11:00
Anleihen Finder
Brechen (www.anleihencheck.de) - In der Karwoche (Kalenderwoche 15, 06.04. bis 09.04.20) stimmen die Corona-Statistiken des Robert Koch-Instituts, die insgesamt eine spürbare Verlangsamung der Virusausbreitung in Deutschland offenbaren, vorsichtig optimistisch, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
Die Politik werde nach Ostern über das weitere Vorgehen beraten und wichtige Entscheidungen für die Gesellschaft und Wirtschaft treffen. Zahlreiche KMU-Anleihen-Emittenten hätten in den vergangenen Wochen auf die Corona-Krise reagiert und die Weichen unternehmensintern auf Krisenabwehrmodus gestellt.
So schlage die SANHA GmbH & Co. KG vor dem Hintergrund der Corona-Krise ihren Anleihegläubigern ein Konzept zur Anpassung der Anleihebedingungen der SANHA-Anleihe 2013/23 vor, welches u.a. eine dreijährige Verlängerung der Anleihen-Laufzeit sowie eine neu gestaffelte Zinszahlung vorsehe. Die SANHA-Gläubiger sollten zwischen dem 23. und 25. April 2020 in einer Abstimmung ohne Versammlung darüber entscheiden. Das hätten die Anleihegläubiger der SeniVita Social Estate AG schon hinter sich und in der letzten Woche online die für das Unternehmen dringend benötigte Änderungen der Wandelanleihe 2015/20 mit großer Mehrheit beschlossen. Die Beschlussvorschläge sähen vor, die Laufzeit der am 12. Mai 2020 zur Rückzahlung fälligen Anleihe um fünf Jahre bis zum 11. Mai 2025 zu verlängern. Neben der Laufzeitverlängerung werde u.a. der Zinssatz der Anleihe von derzeit 6,5% p.a. auf 8,5% p.a. erhöht.
Die Deutsche Rohstoff AG sehe sich für die aktuelle COVID-19-Krise und das schwierige Marktumfeld im Öl- und Gasbereich gerüstet. Der Konzern reagiere mit verschiedenen Maßnahmen auf die derzeitigen sehr niedrigen Öl- und Gaspreise und drossele die Produktion ihrer eigenständig betrieben Erdölförderanlagen. Zugleich nehme der Vorstand die Prognose für 2020 zurück und überprüfe die Dividenden-Ausschüttung.
Die Euroboden GmbH komme bislang gut durch die Corona-Krise. Durch den Schwerpunkt auf Wohnimmobilien in München und Berlin sei das Unternehmen von der Krise nicht so stark betroffen. Die Geschäftsführer des Unternehmens hätten die zwischenzeitliche Kursschwäche der Euroboden-Anleihen im Zuge der Corona-Pandemie zum privaten Anleihen-Kaufgenutzt.
Es gebe auch Emissions-Tätigkeit in der Corona-Krise, so habe der Bike-Sharing-Anbieter nextbike GmbH in Kooperation mit der SDG INVESTMENTS GmbH eine 5,25%-Anleihe mit einem Emissionsvolumen von bis zu 20 Mio. Euro aufgelegt. Der Minibond mit Nachhaltigkeitscharakter richte sich an institutionelle Investoren. Die Anleihen Finder Redaktion habe in der letzten Woche mit Leonhard von Harrach, Chief Commercial Officer der nextbike GmbH, über die Anleihe-Emission und das Unternehmen gesprochen.
Auch die KFM Deutsche Mittelstand AG sei aktiv und habe gemeinsam mit der Monega Kapitalanlagegesellschaft mbH bereits am 1. April 2020 den Europäischen Mittelstandsanleihen FONDS aufgelegt. Dieser investiere in ausgewählte Unternehmensanleihen mittelständischer Unternehmen der Europäischen Union, wobei der Fokus auf Emissionen in Euro und aus stabilen Volkswirtschaften wie z.B. Deutschland, Frankreich, den Beneluxländern und Skandinavien liege. Der Fonds sei eine alternative zum bewährten Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS und werde der Risikoklasse 3 (1 - geringes Risiko bis 7 - hohes Risiko) zugeordnet.
Die Ratingagentur Fitch Ratings habe aufgrund der Coronavirus-Risiken das Rating des finnischen Fintech-Unternehmens Ferratum Oyj und sowie das Rating der von Ferratum Capital Germany GmbH ausgegebenen Unternehmensanleihen von "BB-" (Ausblick stabil) auf "B+" (Ausblick negativ) herabgestuft.
Die Media and Games plc. erfreue sich hingegen aufgrund der derzeitigen Stay-at-Home-Phase über einen deutlichen Anstieg der Spieleraktivitäten und Neuregistrierungen bei ihren Online-Plattformen und rechne für 2020 mit einem starken Wachstum.
Auch die JDC-Group habe in der letzten Woche weitere Großkunden hinzugewinnen können und die Salzgitter AG habe beschlossen, Wandelanleihen im Gesamtnennbetrag von 47,9 Mio. Euro (dies entspreche ungefähr 32% des ausstehenden Gesamtnennbetrags) zurückzukaufen.
Den kompletten Beitrag mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der 15. Kalenderwoche 2020 im Überblick finden Sie hier. (News vom 10.04.2020) (14.04.2020/alc/n/a)
Die Politik werde nach Ostern über das weitere Vorgehen beraten und wichtige Entscheidungen für die Gesellschaft und Wirtschaft treffen. Zahlreiche KMU-Anleihen-Emittenten hätten in den vergangenen Wochen auf die Corona-Krise reagiert und die Weichen unternehmensintern auf Krisenabwehrmodus gestellt.
So schlage die SANHA GmbH & Co. KG vor dem Hintergrund der Corona-Krise ihren Anleihegläubigern ein Konzept zur Anpassung der Anleihebedingungen der SANHA-Anleihe 2013/23 vor, welches u.a. eine dreijährige Verlängerung der Anleihen-Laufzeit sowie eine neu gestaffelte Zinszahlung vorsehe. Die SANHA-Gläubiger sollten zwischen dem 23. und 25. April 2020 in einer Abstimmung ohne Versammlung darüber entscheiden. Das hätten die Anleihegläubiger der SeniVita Social Estate AG schon hinter sich und in der letzten Woche online die für das Unternehmen dringend benötigte Änderungen der Wandelanleihe 2015/20 mit großer Mehrheit beschlossen. Die Beschlussvorschläge sähen vor, die Laufzeit der am 12. Mai 2020 zur Rückzahlung fälligen Anleihe um fünf Jahre bis zum 11. Mai 2025 zu verlängern. Neben der Laufzeitverlängerung werde u.a. der Zinssatz der Anleihe von derzeit 6,5% p.a. auf 8,5% p.a. erhöht.
Die Deutsche Rohstoff AG sehe sich für die aktuelle COVID-19-Krise und das schwierige Marktumfeld im Öl- und Gasbereich gerüstet. Der Konzern reagiere mit verschiedenen Maßnahmen auf die derzeitigen sehr niedrigen Öl- und Gaspreise und drossele die Produktion ihrer eigenständig betrieben Erdölförderanlagen. Zugleich nehme der Vorstand die Prognose für 2020 zurück und überprüfe die Dividenden-Ausschüttung.
Die Euroboden GmbH komme bislang gut durch die Corona-Krise. Durch den Schwerpunkt auf Wohnimmobilien in München und Berlin sei das Unternehmen von der Krise nicht so stark betroffen. Die Geschäftsführer des Unternehmens hätten die zwischenzeitliche Kursschwäche der Euroboden-Anleihen im Zuge der Corona-Pandemie zum privaten Anleihen-Kaufgenutzt.
Auch die KFM Deutsche Mittelstand AG sei aktiv und habe gemeinsam mit der Monega Kapitalanlagegesellschaft mbH bereits am 1. April 2020 den Europäischen Mittelstandsanleihen FONDS aufgelegt. Dieser investiere in ausgewählte Unternehmensanleihen mittelständischer Unternehmen der Europäischen Union, wobei der Fokus auf Emissionen in Euro und aus stabilen Volkswirtschaften wie z.B. Deutschland, Frankreich, den Beneluxländern und Skandinavien liege. Der Fonds sei eine alternative zum bewährten Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS und werde der Risikoklasse 3 (1 - geringes Risiko bis 7 - hohes Risiko) zugeordnet.
Die Ratingagentur Fitch Ratings habe aufgrund der Coronavirus-Risiken das Rating des finnischen Fintech-Unternehmens Ferratum Oyj und sowie das Rating der von Ferratum Capital Germany GmbH ausgegebenen Unternehmensanleihen von "BB-" (Ausblick stabil) auf "B+" (Ausblick negativ) herabgestuft.
Die Media and Games plc. erfreue sich hingegen aufgrund der derzeitigen Stay-at-Home-Phase über einen deutlichen Anstieg der Spieleraktivitäten und Neuregistrierungen bei ihren Online-Plattformen und rechne für 2020 mit einem starken Wachstum.
Auch die JDC-Group habe in der letzten Woche weitere Großkunden hinzugewinnen können und die Salzgitter AG habe beschlossen, Wandelanleihen im Gesamtnennbetrag von 47,9 Mio. Euro (dies entspreche ungefähr 32% des ausstehenden Gesamtnennbetrags) zurückzukaufen.
Den kompletten Beitrag mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der 15. Kalenderwoche 2020 im Überblick finden Sie hier. (News vom 10.04.2020) (14.04.2020/alc/n/a)
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