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Defizite bei "grünen" Anleihen


10.05.19 08:45
AnlegerPlus

München (www.anleihencheck.de) - Green Bonds gelten als großer Trend, wie aus der aktuellen Ausgabe der "AnlegerPlus News" hervorgeht.

Finanzinstitute würden jedoch noch Defizite im Bereich der grünen Anleihen aufweisen - insbesondere in der Leistungsfähigkeit der eigenen Systeme sowie bei den Produkten und Dienstleistungen, die sie anböten. Das zeige der aktuelle Green Bond Survey 2019 von BearingPoint, eine Befragung von Experten bei Finanzinstituten im deutschsprachigen Raum.

Die Ergebnisse der Studie würden laut BearingPoint zeigen, dass in den befragten Finanzinstituten durchaus strukturelle Herausforderungen und Defizite vorliegen würden. "In den kommenden Jahren werden kosteneffiziente Lösungen benötigt, um die hohe Nachfrage der Investoren bedienen zu können", erkläre Stefan Schütt, verantwortlicher Partner für den Bereich Finance & Regulatory bei BearingPoint. Nur 39% der Umfrageteilnehmer würden nämlich der Aussage uneingeschränkt zustimmen, dass nachhaltige Posten in den bestandsführenden Systemen problemlos aufzufinden seien. Etwas mehr als die Hälfte (56%) der befragten Experten gebe zudem an, dass das aktuelle Produkt- und Serviceangebot des eigenen Instituts nicht die Voraussetzungen für künftige grüne Emissionen erfülle.

Dennoch würden sich immer mehr Finanzinstitute für die Ausgabe grüner Anleihen entscheiden. Entscheidend seien hierbei für die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer externe Faktoren wie Investorennachfragen (83%), Diversifikationsaspekte (83%) und Marketinggesichtspunkte (61%) einer solchen Emission. 78% der Befragten würden die grünen Anleihen als einen elementaren Bestandteil der firmenweiten Nachhaltigkeitsstrategie und der sozialen Verantwortung des eigenen Unternehmens gegenüber der Gesellschaft sehen. (Ausgabe 5/2019) (10.05.2019/alc/n/a)