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ESPG vor möglichem Covenants-Bruch - Anleger sollen erneut Änderungen der Anleihebedingungen zustimmen - Anleihenews
19.02.24 10:00
Anleihen Finder
Brechen (www.anleihencheck.de) - Möglicher Covenants-Verstoß - die European Science Park Group AG (ESPG) fordert die Gläubiger der erst im vergangenen Jahr um drei Jahre verlängerten Anleihe 2018/26 erneut zu einer Stimmabgabe im Rahmen einer Abstimmung ohne Versammlung auf, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
Hintergrund sei ein möglicher Verstoß der Gesellschaft gegen eine Verpflichtung aus den Anleihebedingungen ("Gesamt-LTV-Covenant"). Um diesem möglichen Verstoß zu entgehen, bitte die ESPG AG vorsorglich um die Aussetzung des "Gesamt-LTV-Covenants". Außerdem würden von der Emittentin in diesem Zusammenhang noch weitere Anpassungen der Anleihebedingungen angestrebt.
ANLEIHE CHECK: Die ESPG-Anleihe 2018/26 (ISIN DE000A2NBY22 / WKN A2NBY2) habe ein platziertes Volumen von rund 46 Mio. Euro. Die Unternehmensanleihe sei im vergangenen Jahr mit Zustimmung der Anleihegläubiger um drei Jahre bis zum 1. Oktober 2026 verlängert worden. Dabei sei auch der Verpflichtungskatalog für die Emittentin angepasst und der Zinskupon von 6,00% p.a. auf 9,50% p.a. erhöht worden. Die Anleihe notiere gegenwärtig an der Börse Frankfurt bei 59% (Stand: 16.02.2024).
Aussetzung des Gesamt-LTV-Covenants angestrebt
Hintergrund: Der relevante Vergleichswert des LTV sei laut den Anleihebedingungen dabei zum 31. Dezember 2023 auf 75%, zum 31. Dezember 2024 auf 70% und zum 31. Dezember 2025 auf 65% festgelegt worden. Nach den gegenwärtig vorliegenden, aber noch vorläufigen Bewertungs- und Berechnungsgrundlagen gehe der ESPG-Vorstand davon aus, dass der Gesamt-LTV zum 31. Dezember 2023 bei 74,3% liege und der Gesamt-LTV-Covenant damit eingehalten werden könne. So weit, so gut.
ABER, da der vorläufige Wert nur ganz knapp unter dem relevanten Vergleichswert liege und es im Rahmen der Abschlussprüfung noch zu Anpassungen der Bewertungs- und Berechnungsgrundlagen kommen könne, sei laut ESPG nicht auszuschließen, dass der Wert von 75% zum 31. Dezember 2023 eventuell doch noch überschritten werde. Daher bitte die ESPG AG die Gläubiger der Anleihe 2018/26 vorsorglich um Zustimmungserteilung zur Aussetzung des Gesamt-LTV-Covenants zum 31. Dezember 2023. Eine erste Abstimmung ohne Versammlung dazu werde im Zeitraum vom 18. bis 20. März 2024 stattfinden.
Neben der Aussetzung des Gesamt-LTV-Covenants zum 31. Dezember 2023 schlage die ESPG den Anleihegläubigern vor, dem gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger die Befugnis einzuräumen, bei Bedarf auch für 2024 und 2025 einer (erneuten) Aussetzung des Gesamt-LTV-Covenants gegenüber der Emittentin zuzustimmen. Zudem solle - ebenfalls rein vorsorglich - einer möglichen Aufstockung des Volumens der Anleihe 2018/2026 um bis zu 20% des derzeit ausstehenden Gesamtnennbetrages zu einem Kurs von mindestens 95% des Nennbetrages zugestimmt werden, um weitere finanzielle Flexibilität zu erhalten. Die Aufforderung zur Stimmabgabe werde darüber hinaus noch weitere Vorschläge zu Änderungen der Anleihebedingungen enthalten.
Hinweis: Die Aufforderung der Anleihegläubiger zur Stimmabgabe werde voraussichtlich am 19. Februar 2024 auf der Internetseite der ESPG AG und am 20. Februar 2024 im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Hier weitere Informationen zur ESPG AG und zur Anleihe 2018/26
Gesteigerte Mieteinnahmen in 2023
Die ESPG AG habe das Geschäftsjahr 2023 nach eigenen Angaben in einem schweren Marktumfeld mit "soliden Geschäftszahlen" und gesteigerten Mieteinnahmen abgeschlossen. Nach vorläufigen Zahlen habe das bereinigte Ergebnis aus der Immobilienbewirtschaftung bei 9,2 Mio. Euro gelegen (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro). Die annualisierten Mieteinnahmen hätten im Dezember 2023 rund 12,7 Mio. Euro erreicht (+22,1% ggü. Vorjahr). Die durchschnittliche Nettokaltmiete sei aufgrund von neuen Mietverträgen und der Indexierung von Bestandsmietverträgen von 9,16 Euro/m2 im Dezember 2022 auf 9,89 Euro/m2 im Dezember 2023 gestiegen. Zudem sei der Leerstand mit Neuvermietungen auf 17,0% reduziert worden.
Zum 31. Dezember 2022 habe der testierte Marktwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 228,5 Mio. Euro betragen. Nach Bewertungsgutachten, die allerdings noch vorläufig seien, sei laut ESPG davon auszugehen, dass der Immobilienwert zum 31. Dezember 2023 stabil bleiben werde. Negative Markteffekte seien demnach weitestgehend durch die deutliche Steigerung der Vermietungserlöse und gezielte Investitionen in den Bestand kompensiert worden. Die liquiden Mittel würden zum 31. Dezember 2023 auf 7,2 Mio. Euro steigen und damit einen Rekordwert erreichen (31.12.2022: 3,0 Mio. Euro).
"Das Marktumfeld für Immobiliengesellschaften bleibt außerordentlich anspruchsvoll und komplex. Angesichts der aktuellen Herausforderungen stimmt mich die Entwicklung von ESPG sehr zuversichtlich. Wir haben die Mieteinnahmen deutlich gesteigert und unser Portfoliowert zeigt sich nach vorläufigen Bewertungsgutachten stabil. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass wir mit der Fokussierung auf Science Parks auf dem richtigen Weg sind", sage Dr. Ralf Nöcker, Vorstand der ESPG AG.
Vorstandskollege Markus Drews ergänze: "Mit unserem Science Park-Portfolio sind wir ausgesprochen gut durch eine höchst schwierige Marktphase gekommen. Wir verzeichnen eine anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Spezialflächen Unser Anspruch ist es, gemeinsam mit unseren Investoren und Bondholdern die ESPG zu dem Marktführer für Science Parks in Europa zu entwickeln."
Investoren-Call am 20. Februar 2024 um 16 Uhr
ESPG biete am kommenden Dienstag, 20. Februar um 16 Uhr, einen Update-Call (Zoom) für Anleiheinvestoren an. Die Teilnehmer könnten während des Calls Fragen über die Chat-Funktion einreichen. Zudem werde es eine aktualisierte Unternehmenspräsentation geben.
Hinweis: Über diesen Link könne man sich für den Investoren-Call registrieren: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_gnOZK8cgShOZdlWpmWO3mg
Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 16.02.2024) (19.02.2024/alc/n/a)
Hintergrund sei ein möglicher Verstoß der Gesellschaft gegen eine Verpflichtung aus den Anleihebedingungen ("Gesamt-LTV-Covenant"). Um diesem möglichen Verstoß zu entgehen, bitte die ESPG AG vorsorglich um die Aussetzung des "Gesamt-LTV-Covenants". Außerdem würden von der Emittentin in diesem Zusammenhang noch weitere Anpassungen der Anleihebedingungen angestrebt.
ANLEIHE CHECK: Die ESPG-Anleihe 2018/26 (ISIN DE000A2NBY22 / WKN A2NBY2) habe ein platziertes Volumen von rund 46 Mio. Euro. Die Unternehmensanleihe sei im vergangenen Jahr mit Zustimmung der Anleihegläubiger um drei Jahre bis zum 1. Oktober 2026 verlängert worden. Dabei sei auch der Verpflichtungskatalog für die Emittentin angepasst und der Zinskupon von 6,00% p.a. auf 9,50% p.a. erhöht worden. Die Anleihe notiere gegenwärtig an der Börse Frankfurt bei 59% (Stand: 16.02.2024).
Aussetzung des Gesamt-LTV-Covenants angestrebt
Hintergrund: Der relevante Vergleichswert des LTV sei laut den Anleihebedingungen dabei zum 31. Dezember 2023 auf 75%, zum 31. Dezember 2024 auf 70% und zum 31. Dezember 2025 auf 65% festgelegt worden. Nach den gegenwärtig vorliegenden, aber noch vorläufigen Bewertungs- und Berechnungsgrundlagen gehe der ESPG-Vorstand davon aus, dass der Gesamt-LTV zum 31. Dezember 2023 bei 74,3% liege und der Gesamt-LTV-Covenant damit eingehalten werden könne. So weit, so gut.
ABER, da der vorläufige Wert nur ganz knapp unter dem relevanten Vergleichswert liege und es im Rahmen der Abschlussprüfung noch zu Anpassungen der Bewertungs- und Berechnungsgrundlagen kommen könne, sei laut ESPG nicht auszuschließen, dass der Wert von 75% zum 31. Dezember 2023 eventuell doch noch überschritten werde. Daher bitte die ESPG AG die Gläubiger der Anleihe 2018/26 vorsorglich um Zustimmungserteilung zur Aussetzung des Gesamt-LTV-Covenants zum 31. Dezember 2023. Eine erste Abstimmung ohne Versammlung dazu werde im Zeitraum vom 18. bis 20. März 2024 stattfinden.
Neben der Aussetzung des Gesamt-LTV-Covenants zum 31. Dezember 2023 schlage die ESPG den Anleihegläubigern vor, dem gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger die Befugnis einzuräumen, bei Bedarf auch für 2024 und 2025 einer (erneuten) Aussetzung des Gesamt-LTV-Covenants gegenüber der Emittentin zuzustimmen. Zudem solle - ebenfalls rein vorsorglich - einer möglichen Aufstockung des Volumens der Anleihe 2018/2026 um bis zu 20% des derzeit ausstehenden Gesamtnennbetrages zu einem Kurs von mindestens 95% des Nennbetrages zugestimmt werden, um weitere finanzielle Flexibilität zu erhalten. Die Aufforderung zur Stimmabgabe werde darüber hinaus noch weitere Vorschläge zu Änderungen der Anleihebedingungen enthalten.
Hinweis: Die Aufforderung der Anleihegläubiger zur Stimmabgabe werde voraussichtlich am 19. Februar 2024 auf der Internetseite der ESPG AG und am 20. Februar 2024 im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Hier weitere Informationen zur ESPG AG und zur Anleihe 2018/26
Die ESPG AG habe das Geschäftsjahr 2023 nach eigenen Angaben in einem schweren Marktumfeld mit "soliden Geschäftszahlen" und gesteigerten Mieteinnahmen abgeschlossen. Nach vorläufigen Zahlen habe das bereinigte Ergebnis aus der Immobilienbewirtschaftung bei 9,2 Mio. Euro gelegen (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro). Die annualisierten Mieteinnahmen hätten im Dezember 2023 rund 12,7 Mio. Euro erreicht (+22,1% ggü. Vorjahr). Die durchschnittliche Nettokaltmiete sei aufgrund von neuen Mietverträgen und der Indexierung von Bestandsmietverträgen von 9,16 Euro/m2 im Dezember 2022 auf 9,89 Euro/m2 im Dezember 2023 gestiegen. Zudem sei der Leerstand mit Neuvermietungen auf 17,0% reduziert worden.
Zum 31. Dezember 2022 habe der testierte Marktwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 228,5 Mio. Euro betragen. Nach Bewertungsgutachten, die allerdings noch vorläufig seien, sei laut ESPG davon auszugehen, dass der Immobilienwert zum 31. Dezember 2023 stabil bleiben werde. Negative Markteffekte seien demnach weitestgehend durch die deutliche Steigerung der Vermietungserlöse und gezielte Investitionen in den Bestand kompensiert worden. Die liquiden Mittel würden zum 31. Dezember 2023 auf 7,2 Mio. Euro steigen und damit einen Rekordwert erreichen (31.12.2022: 3,0 Mio. Euro).
"Das Marktumfeld für Immobiliengesellschaften bleibt außerordentlich anspruchsvoll und komplex. Angesichts der aktuellen Herausforderungen stimmt mich die Entwicklung von ESPG sehr zuversichtlich. Wir haben die Mieteinnahmen deutlich gesteigert und unser Portfoliowert zeigt sich nach vorläufigen Bewertungsgutachten stabil. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass wir mit der Fokussierung auf Science Parks auf dem richtigen Weg sind", sage Dr. Ralf Nöcker, Vorstand der ESPG AG.
Vorstandskollege Markus Drews ergänze: "Mit unserem Science Park-Portfolio sind wir ausgesprochen gut durch eine höchst schwierige Marktphase gekommen. Wir verzeichnen eine anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Spezialflächen Unser Anspruch ist es, gemeinsam mit unseren Investoren und Bondholdern die ESPG zu dem Marktführer für Science Parks in Europa zu entwickeln."
Investoren-Call am 20. Februar 2024 um 16 Uhr
ESPG biete am kommenden Dienstag, 20. Februar um 16 Uhr, einen Update-Call (Zoom) für Anleiheinvestoren an. Die Teilnehmer könnten während des Calls Fragen über die Chat-Funktion einreichen. Zudem werde es eine aktualisierte Unternehmenspräsentation geben.
Hinweis: Über diesen Link könne man sich für den Investoren-Call registrieren: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_gnOZK8cgShOZdlWpmWO3mg
Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 16.02.2024) (19.02.2024/alc/n/a)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000A2NBY22 | A2NBY2 | 9,99 € | 5,00 € | |


