GOLDEN GATE-Anleihe: Sämtliche Versuche der Refinanzierung sind gescheitert - Anleihenews


02.10.14 16:00
anleihencheck.de

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der langjährige geschäftsführende Gesellschafter der GOLDEN GATE GmbH, Herr Uwe Rampold, hat am heutigen Tage mit sofortiger Wirkung sein Amt als alleiniger Geschäftsführer der GOLDEN GATE GmbH sowie in den Tochtergesellschaften der GOLDEN GATE GmbH niedergelegt, so die GOLDEN GATE GmbH in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Ihm folgt unmittelbar Dr. Hans Volkert Volckens, Geschäftsführender Gesellschafter der Immobilis Trust GmbH, einer auf die Sanierung von Immobiliengesellschaften und Immobilienfonds spezialisierten Beratungsgesellschaft. Dr. Volckens übernimmt zugleich die Geschäftsführung in den Tochtergesellschaften der GOLDEN GATE-Gruppe.

Die Geschäftsführung der GOLDEN GATE GmbH wird zudem heute beim zuständigen Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gemäß § 270a InsO stellen. Ziel ist die zügige nachhaltige Sanierung der GOLDEN GATE GmbH in Eigenverwaltung. Der Antrag betrifft ausschließlich die GOLDEN GATE GmbH. Die Tochtergesellschaften der GOLDEN GATE GmbH bleiben von dem Verfahren voraussichtlich unberührt.

Die GOLDEN GATE GmbH ist insolvenzrechtlich überschuldet und zahlungsunfähig. Am 11. Oktober 2014 wird zudem eine im April 2011 begebene Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1KQXX5 / WKN A1KQXX) in Höhe von nominal 30 Mio. EUR zzgl. Zinsen in Höhe von 1,95 Mio. EUR fällig. Sämtliche vom bisherigen Management unternommenen Versuche einer Refinanzierung der Anleihe sind gescheitert. Insbesondere eine vom bisherigen Management geplante Veräußerung der Projektentwicklung in Leipzig konnte aufgrund ihrer besonderen rechtlichen und immobilienwirtschaftlichen Herausforderungen nicht zeitgerecht umgesetzt werden. Auch die Projektentwicklung in Amberg ist aufgrund ihrer rechtlichen und immobilienwirtschaftlichen Komplexität in ihrem aktuellen Zustand nur schwer kurzfristig veräußerbar.

Bei den Projektentwicklungen in Leipzig und Amberg werden ehemalige Bundeswehrkrankenhäuser und deren weitflächige Liegenschaften einer neuen Nutzung zugeführt.

Sofern das Amtsgericht München dem Antrag auf Eigenverwaltung zustimmt, wird die neue Geschäftsführung der GOLDEN GATE GmbH in Abstimmung mit dem vom Gericht bestellten vorläufigen Sachwalter einen Insolvenzplan erarbeiten. Ziel des Insolvenzplans würde es sein, realistische Perspektiven insbesondere für die Projektentwicklungen in Leipzig und Amberg zu erarbeiten und auf dieser Basis eine finanzielle Restrukturierung der GOLDEN GATE GmbH mit dem Ziel ihrer nachhaltigen Sanierung zu organisieren, um dadurch Schaden der Gläubiger zu begrenzen. Die von dem bisherigen Management geführten Gespräche mit der Öffentlichen Hand, lokalen Projektentwicklern und potenziellen Interessenten werden unverzüglich fortgesetzt.

Auch wenn aufgrund der Größe des Unternehmens rechtlich nicht zwingend, wird das neue Management zusätzlich die Bestellung eines Gläubigerausschusses beantragen, um die Gläubigerinteressen im Rahmen der folgenden gerichtlichen Sanierung angemessen vertreten zu wissen.

Weiterhin wird das neue Management unverzüglich klären, welche Rechte aus dem seitens Herrn Uwe Rampold gegenüber der GOLDEN GATE GmbH gegebenen Patronat bestehen und diese unverzüglich zur Sicherung der Gläubigerinteressen geltend machen.

Die GOLDEN GATE GmbH erwirbt, entwickelt und realisiert über ihre Tochtergesellschaften im Wesentlichen Gesundheits- und Wohnimmobilien in Deutschland.

Über die GOLDEN GATE GmbH:

Die GOLDEN GATE GmbH hat sich auf den Erwerb, die Entwicklung und Vermarktung von Gesundheits- und Wohnimmobilien spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt und realisiert zukunftsgerichtete Nutzungskonzepte und veräußert die Immobilien später wieder an langfristig orientierte Betreiber und Investoren. (02.10.2014/alc/n/a)