Hemdenhersteller ETERNA plant Laufzeit-Verlängerung der Anleihe 2017/22 - Anleihenews


26.10.20 11:45
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Die ETERNA Mode Holding GmbH strebt eine Verlängerung der Laufzeit ihrer im März 2022 fälligen Anleihe 2017/22 bis mindestens 3. Juni 2024 bei unverändertem Zinssatz an, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Die ETERNA-Anleihe habe ein Volumen von 25 Mio. Euro und werde jährlich mit 7,75% verzinst. Zudem solle die Laufzeit eines Schuldscheindarlehens verlängert werden, um der derzeitigen wirtschaftlichen Situation frühzeitig mit finanzieller Stabilität entgegenzutreten.

ETERNA werde die Inhaber ihrer Anleihe 2017/22 über den formellen Weg einer Gläubigerversammlung entsprechend zu einer Abstimmung über eine Verlängerung der Laufzeit auffordern. Die Aufforderung zur Abstimmung solle voraussichtlich in der Kalenderwoche 44 veröffentlicht werden. Sofern im Rahmen der Abstimmung das notwendige Quorum von 50% nicht erreicht werden sollte, werde ETERNA ggf. zu einer 2. Versammlung einladen.

ANLEIHE CHECK: Die im März 2017 emittierte Anleihe (WKN A2E4XE) der ETERNA Mode Holding GmbH mit einem Volumen von 25 Mio. Euro sei mit einem Zinskupon von 7,75% p.a. (Zinstermin jährlich am 03.03.) ausgestattet. Die Laufzeit der Anleihe ende zum 03.03.2022. Zuletzt habe der Minibond bei 91,5% (Stand: 23.10.2020) notiert.

Laufzeit-Verlängerung von Schuldscheindarlehen

Des Weiteren habe sich ETERNA bereits mit ihren Schuldschein-Gläubigern über eine Verlängerung der Laufzeit des im März 2021 fälligen Schuldscheindarlehens mit einem ausstehenden Volumen von 25 Mio. Euro geeinigt. Die Laufzeit des Schuldscheindarlehens werde bis mindestens zum 3. September 2021 verlängert. Bei Zustimmung der Anleihegläubiger zur Verlängerung der Anleihe-Laufzeit, werde sich die Laufzeit des Schuldscheindarlehens sogar bis zum 10. Juni 2023 verlängern.

"Mit der angestrebten Verlängerung des bestehenden Finanzierungskonstrukts wollen wir weiter unseren Weg mit dem Kapitalmarkt gehen. Nachdem unsere Schuldscheingläubiger mit ihrer Zustimmung bereits ihr fortbestehendes Vertrauen in ETERNA bekundet haben, sind wir zuversichtlich, dass dieses Vorhaben auch von unseren Anleihegläubigern mitgetragen wird", so Henning Gerbaulet.

INFO: ETERNA sei einer der ersten Emittenten aus der Modebranche gewesen, der mit einer Mittelstandsanleihe über den Kapitalmarkt finanziert gewesen sei. Die damalige großvolumige Anleihe habe das Unternehmen vollständig und vorzeitig im Jahr 2017 zurückgezahlt. Vor der Corona-Pandemie habe ETERNA aus einem intakten Cashflow heraus die Nettoverschuldung fortlaufend abbauen können - im Zeitraum von 2013 bis 2019 um über 30% auf 38,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2019.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Operativ habe ETERNA in den letzten Jahren das Geschäft mit der Modernisierung von Marke und Kollektionen erfolgreich entwickeln und zugleich die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum schaffen können. So sei es ETERNA gelungen, sechs Jahre in Folge den Umsatz und das operative Ergebnis zu steigern. Im Zeitraum von 2017 bis 2019, also seit Beginn der bestehenden Finanzstruktur, habe ETERNA das operative Ergebnis mit einem CAGR von rund +5% merklich verbessern können. Vor Ausbruch der Pandemie habe ETERNA im Geschäftsjahr 2019 den Umsatz auf 106,0 Mio. Euro und gleichzeitig das EBITDA um 5,4% auf 13,1 Mio. Euro gesteigert. Daraus habe eine im Branchenvergleich hohe, zweistellige EBITDA-Marge von 12,2% resultiert. Im ersten Halbjahr 2020 hingegen habe ETERNA infolge des Lockdowns eine weiterhin operativ profitable, aber im Vergleich zum Vorjahr negative Umsatz- und Ergebnisentwicklung verzeichnet.

"Der 2017 aufgesetzte Finanzierungsmix aus Schuldscheindarlehen und Anleihe hat sich für ETERNA bewährt. Die Finanzierung verschafft uns den notwendigen Handlungsspielraum, um unsere Wachstumsstrategie konsequent umzusetzen. Nach Jahren der erfolgreichen Entwicklung spüren aber auch wir im ersten Halbjahr 2020 die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie deutlich. Die Dauer und weiteren Effekte der Pandemie können weiterhin nicht abschließend beurteilt werden. Gleichzeitig sehen wir uns jedoch mit unserem Geschäftsmodell gut aufgestellt, um diese Phase zu meistern und perspektivisch den Wachstumskurs weiter fortsetzen zu können. Vor diesem Hintergrund wollen wir mit der geplanten Verlängerung des bestehenden Finanzierungsmix frühzeitig finanzielle Stabilität in der derzeitigen Phase sowie für die kommenden Jahre schaffen", erkläre Henning Gerbaulet, geschäftsführender Gesellschafter der ETERNA Mode Holding GmbH, das Vorgehen des Modeunternehmens.

In Folge der COVID-19-Pandemie habe ETERNA eine Vielzahl an Initiativen eingeleitet, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzumildern. Unter anderem seien umfangreiche Kosten- und Prozessoptimierungen in allen Unternehmensbereichen eingeleitet und bereits im April die Produktion an den europäischen Standorten frühzeitig auf Mund-Nasen-Masken umgestellt worden. Dies trage seither zur teilweisen Kompensation von Umsatzausfällen im stationären Einzelhandel bei. Insgesamt sehe das ETERNA-Management das Modeunternehmen aus Passau gut im Markt positioniert und werde unverändert an der bisherigen Strategie festhalten. Dabei sollten insbesondere die Internationalisierung und Digitalisierung der Geschäftsaktivitäten fortgeführt werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (26.10.2020/alc/n/a)