Erweiterte Funktionen
Inflation bei 2,6%: EZB unter Druck - Märkte warten auf Entscheidung
17.04.26 09:27
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Der durch den Nahost-Krieg ausgelöste Ölpreisanstieg hat die Inflation im Euroraum im März auf 2,6% und damit deutlich über das EZB-Ziel von 2,0% getrieben (Daten EU-Statistikamt Eurostat), so die Analysten der Nord LB.
Damit liege die Teuerungsrate sowohl über der vorläufigen Schätzung als auch klar über dem Februarwert von 1,9%. Vor der anstehenden Zinssitzung dürfte die EZB angesichts des erneuten Inflationsdrucks besonders vorsichtig agieren. Dies bestätige auch eine Aussage von EZB-Ratsmitglied Madis Müller (estnischer Notenbankchef) auf der Frühjahrstagung des IWF und der Weltbank in Washington. Laut Madis verfüge die Europäische Zentralbank womöglich noch nicht über ausreichende Daten, um die Notwendigkeit einer Zinserhöhung beurteilen zu können. In die gleiche Kerbe schlage Olli Rehn: "Besonnenheit und Urteilsvermögen werden über Eile siegen, und keine Entscheidungen sind im Voraus festgelegt". Für die folgende EZB-Sitzung im Juni sehe das aber wohl schon anders aus!
Heute würden wir eine echte Seltenheit im ökonomischen Kalender erleben, denn bezüglich der betrachteten Volkswirtschaften gebe es heute: Nichts. Das stimme allerdings nur bedingt, denn es würden zwar tatsächlich keine harten Konjunkturdaten veröffentlicht und auch die Notenbanker hätten ihr rhetorisches Pulver für diese Woche bei der IWF-Konferenz aufgebraucht. Es gelte aber natürlich den Iran-Konflikt im Auge zu behalten, denn hier habe es zuletzt dezente Hinweise auf hinter den Kulissen stattfindende Gespräche zwischen den USA und dem Iran gegeben. Zum Ende der Handelswoche könnte es also im Tagesverlauf doch noch zu der ein oder anderen Überraschung kommen.
Der zweiwöchige Iran-Waffenstillstand sei zur Zeit gerade kaum eine Woche alt. Fazit: Vorsicht sei besser als Nachsicht. Trotzdem oder gerade deshalb seien die Börsen bisher ausgesprochen zurückhaltend. Es fühle sich an als wäre man on-hold. Wann werde die Strasse von Hormus denn nun wieder final geöffnet? Diese Gretchen-Frage bleibe das Gebot der Stunde. Man wisse es einfach nicht. Der deutsche Leitindex schließe in diesem Umfeld leicht im Plus. An der Wall Street ergebe sich ein ähnliches Bild. Auch an den Rentenmärkten herrsche eine abwartende Stimmung. (17.04.2026/alc/a/a)
Damit liege die Teuerungsrate sowohl über der vorläufigen Schätzung als auch klar über dem Februarwert von 1,9%. Vor der anstehenden Zinssitzung dürfte die EZB angesichts des erneuten Inflationsdrucks besonders vorsichtig agieren. Dies bestätige auch eine Aussage von EZB-Ratsmitglied Madis Müller (estnischer Notenbankchef) auf der Frühjahrstagung des IWF und der Weltbank in Washington. Laut Madis verfüge die Europäische Zentralbank womöglich noch nicht über ausreichende Daten, um die Notwendigkeit einer Zinserhöhung beurteilen zu können. In die gleiche Kerbe schlage Olli Rehn: "Besonnenheit und Urteilsvermögen werden über Eile siegen, und keine Entscheidungen sind im Voraus festgelegt". Für die folgende EZB-Sitzung im Juni sehe das aber wohl schon anders aus!
Heute würden wir eine echte Seltenheit im ökonomischen Kalender erleben, denn bezüglich der betrachteten Volkswirtschaften gebe es heute: Nichts. Das stimme allerdings nur bedingt, denn es würden zwar tatsächlich keine harten Konjunkturdaten veröffentlicht und auch die Notenbanker hätten ihr rhetorisches Pulver für diese Woche bei der IWF-Konferenz aufgebraucht. Es gelte aber natürlich den Iran-Konflikt im Auge zu behalten, denn hier habe es zuletzt dezente Hinweise auf hinter den Kulissen stattfindende Gespräche zwischen den USA und dem Iran gegeben. Zum Ende der Handelswoche könnte es also im Tagesverlauf doch noch zu der ein oder anderen Überraschung kommen.
Der zweiwöchige Iran-Waffenstillstand sei zur Zeit gerade kaum eine Woche alt. Fazit: Vorsicht sei besser als Nachsicht. Trotzdem oder gerade deshalb seien die Börsen bisher ausgesprochen zurückhaltend. Es fühle sich an als wäre man on-hold. Wann werde die Strasse von Hormus denn nun wieder final geöffnet? Diese Gretchen-Frage bleibe das Gebot der Stunde. Man wisse es einfach nicht. Der deutsche Leitindex schließe in diesem Umfeld leicht im Plus. An der Wall Street ergebe sich ein ähnliches Bild. Auch an den Rentenmärkten herrsche eine abwartende Stimmung. (17.04.2026/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


