KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 4,875%-UBM-Anleihe weiterhin als "durchschnittlich attraktiv" bewertet


05.10.16 10:30
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Barometer zur 4,875%-Anleihe der UBM Development AG kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 Sternen) einzuschätzen.

Bereits seit Emission der Anleihe durch die damalige Emittentin UBM Realitätenentwicklung AG im Juni 2014 werde die Anleihe als durchschnittlich attraktiv eingeschätzt. Grund hierfür seien die sehr guten Ergebnisse, die das Unternehmen über Jahre hinweg liefere. Lediglich die für eine Mittelstandsanleihe unterdurchschnittliche Rendite verringere die Attraktivität der Anleihe.

Die Ursprünge der UBM Development AG (UBM) würden auf den 1873 gegründeten Ziegelhersteller unter dem Namen "Union-Baumaterialien-Gesellschaft" zurückgehen. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sei die Transformation vom Ziegelhersteller zum Immobilienentwickler erfolgt. Die Immobilien-Entwicklungskompetenz sei in den letzten Jahrzehnten sukzessive vom Ursprung in Wien auf die Kernmärkte Österreich, Deutschland, Tschechien und Polen sowie weitere europäische Länder - zuletzt unter der Firma UBM Realitätenentwicklung AG - ausgeweitet worden.

UBM sei über den gesamten Lebenszyklus von Immobilien aktiv. Dies umfasse sowohl die Neubauentwicklung als auch Stadt- und Baulandentwicklungen größerer Flächenareale sowie die Umnutzung und Revitalisierung von Objekten. Das Unternehmen fokussiere sich auf die Objektklassen Hotel, Büro, Wohnen, Handel und Multi-Use-Objekte. Die Development-Leistungen würden für das eigene Portfolio sowie für institutionelle Investoren und Dritte erbracht. Neben der Immobilienentwicklung würden auch eigene Objekte, insbesondere Hotels betrieben.

Im Jahr 2014 sei der Zusammenschluss der damaligen UBM Realitätenentwicklung AG mit der Strauss & Partner-Gruppe, die die Immobilienaktivitäten der PORR AG bündele, initiiert worden. Mit Abschluss der gesellschaftsrechtlichen Reorganisation sei im ersten Halbjahr 2015 die Firma in UBM Development AG geändert worden. Die Strauss & Partner-Gruppe sei nun 100%-ige Tochtergesellschaft der UBM.

Im ersten Halbjahr 2016 habe UBM die Ergebnisse des Rekordjahres 2015 halten können: Die Gesamtleistung des Konzerns habe sich in den ersten sechs Monaten um 24,0% auf 255,3 Mio. Euro erhöht. Die Erlöse seien durch Mieteinnahmen, Einnahmen aus dem Hotelbetrieb sowie Erlöse aus Immobilienverkäufen, die teilweise aus dem weiterhin laufenden Abbau der im Eigenbestand gehaltenen Objekte resultieren würden, erzielt worden. Ergebnisseitig profitiere UBM weiterhin vom anhaltenden Niedrigzinsumfeld. Das Ergebnis vor Steuern habe mit 15,5 Mio. Euro im Vorgleich zum Vorjahreszeitraum (Vj. 15,3 Mio. Euro) gehalten werden können.

Bereits zum 30.06.2016 würden mehrere Objekte im Gesamtvolumen von 101,9 Mio. Euro als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte, die u.a. auch ein Hotel in Österreich umfassen würden, klassifiziert. Daher sei im zweiten Halbjahr 2016 mit weiteren Verkäufen von Bestandsimmobilien zu rechnen. Nach Angaben des Unternehmens werde der Höhepunkt der Nettoverschuldung innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet. Daher sei - unabhängig von einer weiteren Optimierung der Finanzierungsstruktur - von weiter hohen Investitionen in das aktuelle Projektportfolio auszugehen.

Die Eigenkapitalquote der UBM betrage per 30.06.2016 etwa 27,2% und sei weiterhin als solide einzuschätzen. Mittelfristig sei von einer weitgehend stabilen Entwicklung der Eigenkapitalquote auszugehen. Die weiterhin erforderlichen Investitionen in die u.a. von der Strauss & Partner-Gruppe übernommenen Projekte sowie die mittelfristig vorgesehene Rückführung des Mezzanine-Kapitals dürften von der positiven Ergebnisentwicklung und dem weiteren Bestandsabbau kompensiert werden.

Die im Juli 2014 emittierte Mittelstandsanleihe der UBM Development AG sei mit einem Zinskupon von 4,875% p.a. (Zinszahlung jährlich am 09.07.) und einer Laufzeit bis zum 09.07.2019 ausgestattet. Im Rahmen der Anleiheemission seien insgesamt 200 Mio. Euro platziert worden. Die Anleihebedingungen würden keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten für die Emittentin vorsehen.

UBM weise seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich Gewinne aus und verfüge hierdurch über einen hervorragenden Track Record. Auf Basis des bestehenden Projektportfolios und der anhaltenden Niedrigzinsphase sei sowohl für dieses Jahr als auch die kommenden Jahre von einer weiterhin ertragreichen Entwicklung des Unternehmens auszugehen.

Aufgrund der hohen Solidität der UBM in Verbindung mit der im Immobiliensektor durchschnittlichen, aber im Vergleich mit anderen Mittelstandsanleihen lediglich unterdurchschnittlichen Rendite von 3,14% p.a. (Kurs von 104,50% am 04.10.2016) wird die 4,875%-UBM-Anleihe als weiterhin "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (05.10.2016/alc/n/a)