KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 5,00%-VEDES-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet


28.11.17 12:00
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Barometer zur 5,00%-Anleihe der VEDES AG kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Die VEDES AG sei einer der führenden B2B-Dienstleister in der europäischen Spielwarenbranche. Die Gesellschaft fungiere hierbei als Bindeglied zwischen Industrie, Einzelhandel und DZB Bank GmbH, welche als Handelsbank den Geschäftsverkehr begleite. Der regionale Schwerpunkt liege hierbei auf den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz.

Die Geschäftstätigkeit gliedere sich in drei Segmente: Großhandel und Logistik, Finanzdienstleitung und Services. Im Segment Großhandel und Logistik übernehme die VEDES AG die Steuerung des Informations- und Warenflusses und helfe, Optimierungspotenziale in der gesamten Wertschöpfungskette aufzudecken. Im Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen werde mit Hilfe des externen Partners DZB Bank GmbH das finanzielle Risiko im Handelsgeschäft zwischen Industrie und Einzelhandel auf die Handelsbank übertragen. Das Segment Services umfasse diverse Zusatzleistungen für den Einzelhandel, vom Sortimentsmanagement bis hin zu Digitalisierungsangeboten.

Im Geschäftsjahr 2016 habe die VEDES AG etwa 131,8 Mio. Euro Umsatz generieren können (Vj.: 132,7 Mio. Euro). Die Erlöse würden im Wesentlichen in den Geschäftsbereichen Großhandel und Logistik sowie Finanzdienstleistung erwirtschaftet. Mit 118,9 Mio. Euro (Vj.: 120,7 Mio. Euro) würden im Segment Großhandel und Logistik etwa 90,3% des Konzernumsatzes generiert. Der Bereich Finanzdienstleistung habe im Geschäftsjahr 2016 etwa 10,8 Mio. Euro erwirtschaftet (Vj.: 10,5 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) habe im gleichen Betrachtungszeitraum um 2,9 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro gesteigert werden können (Vj.: -1,3 Mio. Euro). Die EBT-Marge sei leicht auf ein weiterhin niedriges Niveau von 1,2% erhöht worden. Die Verbesserung resultiere im Wesentlichen aus einer Optimierung der Personal- und Betriebskosten im Geschäftsbereich Großhandel und Logistik.

Im ersten Halbjahr 2017 würden sich weiterhin leicht rückläufige Umsätze bei gleichzeitiger Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern zeigen. Auf Grund der fortschreitenden Kostenoptimierung werde ein Anstieg des Ergebnisses vor Steuern um 0,2 Mio. Euro bis 0,6 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro bis 2,2 Mio. Euro vor außerordentlichen Ergebniseffekten für das Geschäftsjahr 2017 prognostiziert.

Die VEDES AG weise im Geschäftsjahr 2016 eine Eigenkapitalquote von 24,4% aus (Vj.: 21,4%). Auf Grund saisonaler Schwankungen habe sich die Eigenkapitalquote im ersten Halbjahr 2017 auf 21,0% verringert. Unter Berücksichtigung der Ergebnisprognose für 2017 sei von einer stabilen bis leicht steigenden Eigenkapitalquote zum Jahresende 2017 auszugehen.

Das Unternehmen sei im Wesentlichen über Anleihemittel fremdfinanziert. Die bestehende im Jahr 2014 emittierte 7,125%-Anleihe mit einem Volumen von 20,0 Mio. Euro, welche weitgehend für die Finanzierung des Kaufs der Hoffmann Spielwaren GmbH & Co. KG verwendet worden sei, sei mit Bekanntmachung vom 24.11.2017 zum 27.12.2017 vorzeitig gekündigt worden. Durch die im November 2017 erfolgte erfolgreiche Refinanzierung der Anleihe könne der jährliche Zinsaufwand um 0,2 Mio. Euro reduziert werden.

Die im November 2017 emittierte Anleihe der VEDES AG sei mit einem Zinskupon von 5,00% p.a. ausgestattet (Zinszahlung jährlich am 17.11.) und habe eine fünfjährige Laufzeit bis zum 17.11.2022. Das Emissionsvolumen betrage bis zu 25 Mio. Euro. Die Emission sei ausschließlich institutionellen Investoren in Stückelungen ab 100.000 Euro angeboten worden. In den Anleihebedingungen seien vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin ab 17.11.2020 zu 101% und ab 17.11.2021 zu 100,50% des Nennwertes vorgesehen.

Die Anleihe sei durch die Verpfändung der nach deutschem Recht verpfändbaren Rechte an der eingetragenen Marke "VEDES" durch die Emittentin besichert. Die Verpfändung sei bis zur Rückzahlung der Alt-Anleihe mit Laufzeit bis 2019 nachrangig. Außerdem werde ein Konto der Emittentin verpfändet, auf das 20 Mio. Euro eingezahlt würden, was dem Volumen der Anleihe mit Laufzeit bis 2019 entspreche. Nach der Rückzahlung der Anleihe 14/19 werde die neue Anleihe mit Laufzeit bis 2022 erstrangig mit der Marke "VEDES" besichert. Darüber hinaus sei in den Anleihebedingungen eine freiwillige Transparenzverpflichtung verankert. Bei Verstoß gegen diese Transparenzverpflichtung erhöhe sich der Zinskupon der Anleihe in der folgenden Zinsperiode um 0,5% p.a.

Die VEDES AG sei gekennzeichnet durch eine solide Eigenkapitalquote und eine weitgehend stabile Umsatzbasis mit sich verbessernden Ergebnismargen. In Verbindung mit der Rendite von 5,00% p.a. (Kurs von 100,00% am 27.11.2017) wird die 5,00%-VEDES-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (28.11.2017/alc/n/a)