KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 5,25%-Deutsche Lichtmiete-Anleihe 19/25 als "attraktiv" eingeschätzt


22.10.20 12:00
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 5,25%-Anleihe (ISIN DE000A2TSCP0 / WKN A2TSCP) der Deutsche Lichtmiete AG kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "attraktiv (4 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Die Deutsche Lichtmiete AG mit Sitz in Oldenburg biete ihren Kunden energieeffiziente LED-Beleuchtung zur Miete an. Denn obwohl sich Maßnahmen zur Energieeinsparung in der Regel rechnen würden, würden nach Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG viele Unternehmen die hohen Anschaffungskosten scheuen. Neben der Erstinvestition entfalle ein weiterer kostenintensiver Teil auf Energie- und Wartungsarbeiten bestehender Beleuchtungsanlagen. Hier setze das Geschäftsmodell der Deutsche Lichtmiete AG an, mit dessen Unterstützung Kunden die LED-Beleuchtung mieten und direkt ohne Investitionen Energiekosten einsparen würden, da die Einsparung in der Regel die Kosten für die Miete übersteige.

Mit diesem Konzept habe die Deutsche Lichtmiete AG bereits mehrere namhafte Unternehmen überzeugen können, darunter unter anderem Audi, Edeka, Knorr-Bremse, die Deutsche Post oder auch Vorwerk. Die Deutsche Lichtmiete AG agiere dabei nicht nur als Vermieter der Leuchtmittel, sondern zum Teil auch als deren Hersteller. Der überwiegende Teil der Bauteile und Materialien der hochwertigen LED-Leuchten werde von Zulieferern aus Deutschland gefertigt. In der Produktionsstätte der Deutsche Lichtmiete AG im niedersächsischen Hatten würden alle Komponenten zusammengebaut, konfektioniert und geprüft.

Seit dem Jahr 2008 verfolge das Unternehmen diese Geschäftsidee und sei mit heute über 450 nachweisbaren Energieeffizienz-Projekten der größte europäische Industriedienstleister im Beleuchtungssektor LaaS (Light as a Service). Die Deutsche Lichtmiete AG setze hierbei auf hochwertige LED-Industrieprodukte aus eigener Produktion und von namhaften Kooperationspartnern. Durch den Einsatz von energiesparenden LED-Beleuchtungskörpern könnten die direkten Stromkosten um bis zu 70% gesenkt werden. Je nach individuellem Energiemix habe dies auch hohe positive Effekte auf die CO2-Bilanz eines Unternehmens. Inklusive der Mietkosten für die neuen LED-Beleuchtungsanlagen ergebe sich auf Kundenseite oftmals eine Gesamtersparnis von bis zu 35%.

Nach der Neustrukturierung der Deutsche Lichtmiete Unternehmensgruppe im Jahr 2018 habe die Deutsche Lichtmiete AG zum 31.12.2019 erstmalig einen Konzernabschluss auf freiwilliger Basis erstellt. Hierbei betrage das Eigenkapital 75,2 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote der Deutsche Lichtmiete AG liege bei 33,9%. Im Vergleich zur Eröffnungsbilanz zum 01.01.2019 habe das Eigenkapital absolut zwar um 2,1 Mio. Euro gesteigert werden können, durch die Begebung von zwei Unternehmensanleihen (Gesamtvolumen 62,6 Mio. Euro) habe sich die Eigenkapitalquote jedoch um 15,4 Prozentpunkte verringert.

Der Konzernumsatz 2019 der Unternehmensgruppe habe 43,9 Mio. Euro betragen und im Vergleich zum Vorjahr (33,7 Mio. Euro) durch die Steigerung der Kundenbasis um 10,2 Mio. Euro bzw. 30% gesteigert werden können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe 7,2 Mio. Euro erreicht, was einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr von 1,5 Mio. Euro bzw. 26% entspreche. Dies sei umso erfreulicher, da hohe einmalige Kosten für den Kapitalvertrieb (Anleiheemission, Emission der Vermögensanlage "Direktinvestment") in Höhe von 6,4 Mio. Euro bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ins Gewicht fallen würden. Diese sollten nach Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG in Zukunft in dieser Höhe nicht mehr anfallen und die Profitabilität des Konzerns weiter steigern.

Für die Zukunft erwarte die KFM Deutsche Mittelstand AG, dass der Markt für Dienstleistungen im Energieeffizienzbereich weiter dynamisch wachse, dies gelte ebenso für die Nische des LaaS-Marktes. Die Covid-19 Pandemie könnte diesen Trend durch die Verlagerung der Produktionsstätten vom Ausland zurück nach Deutschland sogar beschleunigen. Das Mietmodell biete dafür energieeffiziente Leuchtmittel ohne die dafür gängigen hohen Investitionen. Die Deutsche Lichtmiete AG erwarte auf diesen Grundlagen Wachstumsraten von bis zu 42% p.a. bis 2025.

Die im September 2019 emittierte besicherte und nicht nachrangige Unternehmensanleihe der Deutsche Lichtmiete AG sei mit einem Zinskupon von 5,25% p.a. (Zinszahlung jährlich am 01.09.) ausgestattet und habe eine Laufzeit 01.09.2019 bis zum 01.09.2025. Das Volumen der Emission betrage 50 Mio. Euro mit einer Stückelung von 1.000 Euro. Vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin seien in den Anleihebedingungen nicht vorgesehen.

Der Emissionserlös werde im Wesentlichen für die Ausreichung eines Darlehens an die 100%ige Tochtergesellschaft Deutsche Lichtmiete Handelsgesellschaft mbH verwendet, die damit neue und gebrauchte Deutsche Lichtmiete LED-Industrieprodukte (inkl. Zubehör) erwerbe. Die Anleihegläubiger würden durch die Sicherungsübereignung von LED-Industrieprodukten abgesichert. Die Anleihe werde u.a. an den Börsen Frankfurt, Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf gehandelt.

Zusammenfassend laute die Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG wie folgt: Die Deutsche Lichtmiete AG sei der Pionier und Marktführer im europäischen LaaS-Markt (Light as a Service). Das innovative Geschäftsmodell treffe den aktuellen Zeitgeist und helfe Unternehmen, laufende Kosten zu sparen und die CO2-Bilanz zu verbessern, ohne dabei hohe Investitionen zu tätigen. Dies spiegele sich in hohen Wachstumsraten wider, welche vom Konzern profitabel gestaltet würden. In Verbindung mit der Rendite von 4,78% p.a. (auf Kursbasis von 102,00% am 21.10.2020 an der Börse Frankfurt bei Berechnung bis zum Ende der Laufzeit am 01.09.2025) wird die 5,25%-Deutsche Lichtmiete-Anleihe mit Laufzeit bis 2025 weiterhin als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (22.10.2020/alc/n/a)