Südzucker-Hybridanleihe unter Druck - Anleihenews


08.02.16 11:16
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Vergangene Woche wurde bekannt, dass dem größten Zuckerhersteller der Welt, Südzucker, eine Klagewelle wegen illegaler Kartellabsprachen droht, so die Börse Stuttgart.

Der geforderte Schadensersatz von 31 Lebensmittelherstellern summiere sich laut einem Medienbericht auf 315 Millionen Euro. Bislang sei die Öffentlichkeit noch von einer Forderungssumme von 100 Millionen Euro ausgegangen.

Aus Sicht des Bundeskartellamts hätten sich Südzucker, Nordzucker sowie Pfeifer & Langen (Diamant-Zucker) über Jahre hinweg bis 2009 verbotenerweise über Verkaufsgebiete, Quoten und Preise abgesprochen. Die Behörde habe die Unternehmen bereits mit hohen Bußgeldern abgestraft. Südzucker habe mit 195,5 Millionen Euro die höchste Einzelstrafe zahlen müssen, insgesamt seien es 280 Millionen Euro gewesen.

An der Börse Stuttgart verzeichnete insbesondere der Hybridtitel (ISIN XS0222524372 / WKN A0E6FU) des Zuckerproduzenten in der Handelswoche weitere Kursverluste. Das nachrangige Papier im Volumen von 500 Millionen Euro sei mit einem Floater-Kupon, der sich am 3-Monats-Euribor + 310 Basispunkte orientiere, ausgestattet und könne zu einer Mindeststückelung von 1.000 Euro nominal gehandelt werden. Seitens des Emittenten bestehe ein Kündigungsrecht zu 100 Prozent zum 30. eines jeden Quartals. Derzeit notiere die Anleihe bei 85,5 Prozent. (Ausgabe 4 vom 05.02.2016) (08.02.2016/alc/n/a)