Anleihen: In den AUD diversifizieren


19.04.13 13:31
Fuchsbriefe

Berlin (www.anleihencheck.de) - Die Experten von "Fuchsbriefe" stellen zwei auf den AUD lautende Anleihen vor.

Während die US-Wirtschaft 2013 um voraussichtlich 2,4% und 2014 um mehr als 3% wachse, stecke Europa noch immer in der Rezession. Der EZB-Chef halte aktuell eine Leitzinssenkung nicht für nötig, sie sei aber im weiteren Verlauf des Jahres durchaus möglich. Ergänzend oder alternativ kämen unkonventionelle Maßnahmen wie Anleihekäufe infrage. In der FED werde dagegen schon darüber diskutiert, die extrem lockere Geldpolitik erneut etwas zurückzufahren. Es sei vorerst wenig wahrscheinlich. Insgesamt spreche jedoch aktuell mehr für den USD als für den Euro.

Die mittelfristigen Aussichten für den Euro würden die Experten eher skeptisch beurteilen. Der JPY dürfte vorerst die einzige große Währung sein, die nach wie vor gegenüber dem Euro abwerte. Interessant sei der Australische Dollar (AUD). Die Notenbank habe Ende 2012 überraschend die Leitzinsen gesenkt, den AUD habe dies jedoch nur kurz irritieren können. Er mache seit mittlerweile vier Jahren beständig gegenüber dem Euro Boden gut. Da China, einer der wichtigsten Absatzmärkte für die Rohstoffe Australiens, offenbar eine harte Landung seiner Konjunktur vermeiden könne, bestehe für die Rohstoffwährung durchaus weiteres Aufwertungspotenzial.

Um die Kursfantasie bei AUD zu nutzen, könne man in die Anleihe (ISIN AU0000KFWHV4 / WKN A1PG39) der Kreditanstalt Für Wiederaufbau (KFW) investieren. Sie laufe bis August 2017 und verfüge bei Moody's über das Top-Rating "Aaa" und bei S&P über "AAA". Der auf den AUD lautende Bond verfüge jedoch im Vergleich zu Euro-Emissionen über einen spürbaren Renditevorsprung.

Der Bond (ISIN XS0761063394 / WKN A1MLPQ) der Deutschen Telekom offeriere bei einem Investmentgrade-Rating von "Baa1" eine jährliche Verzinsung von immerhin 4,2%. Die Laufzeit ende in knapp fünf Jahren.

Natürlich besteht bei Fremdwährungs-Anleihen auch ein Wechselkursrisiko, bei den AUD sehen wir gegenüber dem Euro aber eher die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung, so die Experten von "Fuchsbriefe". (Ausgabe 16 vom 18.04.2013) (19.04.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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