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Datenflut und Notenbanksitzungen
15.12.25 11:15
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In den USA wird sich der vom Regierungsstillstand verursachte Datennebel in dieser Woche weiter lichten, so die Analysten der Helaba.
Am Dienstag solle der Arbeitsmarktbericht vom November veröffentlicht werden, zusammen mit den Beschäftigungszahlen vom Oktober. In welcher Verfassung sei der Arbeitsmarkt? Klare Signale habe es zuletzt nicht gegeben: Während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe trotz des jüngsten Anstiegs ein niedriges Niveau aufweisen und keine Schwäche erkennen lassen würden, habe der private Arbeitsmarktdienstleister ADP einen Stellenrückgang gemeldet. Sollte der Arbeitsmarkt in einer weitgehend soliden Verfassung sein, dürfte die Zinssenkungsfantasie einen Dämpfer erhalten. Dies gelte auch mit Blick auf die Inflationszahlen, die am Donnerstag auf dem Programm stünden. Die Teuerungsrate habe bis zuletzt bei 3 Prozent gelegen und sie könne nach Einschätzung der FED durch nachlaufende Zolleffekte noch steigen. Dies spreche gegen unmittelbar weitere oder deutliche Zinssenkungen.
Die am Donnerstag anstehende EZB-Ratssitzung dürfte wenig Überraschendes bieten. Bei den Währungshütern herrsche weitgehend Einigkeit, dass die derzeitige Geldpolitik gut positioniert sei und die Hürde für eine Anpassung hoch liege. Das Inflationsziel von 2 Prozent sei für die Währungshüter erreichbar, auch weil von einem langsameren Lohnwachstum ausgegangen werde. Die Bank von England, die ebenfalls am Donnerstag über die Geldpolitik entscheide, werde den Basiszins vermutlich senken, die Bank von Japan (Freitag) dagegen erhöhen. Das datenseitige Interesse gelte indes den Frühindikatoren, die wegen der anstehenden Weihnachtsfeiertage vorgezogen würden. Auf dem Programm stünden die Einkaufsmanagerindices und die ZEW-Umfrage (Dienstag) sowie das ifo-Geschäftsklima Deutschland (Mittwoch). Nennenswerte Stimmungsverbesserungen würden sich nicht abzeichnen. (15.12.2025/alc/a/a)
Am Dienstag solle der Arbeitsmarktbericht vom November veröffentlicht werden, zusammen mit den Beschäftigungszahlen vom Oktober. In welcher Verfassung sei der Arbeitsmarkt? Klare Signale habe es zuletzt nicht gegeben: Während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe trotz des jüngsten Anstiegs ein niedriges Niveau aufweisen und keine Schwäche erkennen lassen würden, habe der private Arbeitsmarktdienstleister ADP einen Stellenrückgang gemeldet. Sollte der Arbeitsmarkt in einer weitgehend soliden Verfassung sein, dürfte die Zinssenkungsfantasie einen Dämpfer erhalten. Dies gelte auch mit Blick auf die Inflationszahlen, die am Donnerstag auf dem Programm stünden. Die Teuerungsrate habe bis zuletzt bei 3 Prozent gelegen und sie könne nach Einschätzung der FED durch nachlaufende Zolleffekte noch steigen. Dies spreche gegen unmittelbar weitere oder deutliche Zinssenkungen.
Die am Donnerstag anstehende EZB-Ratssitzung dürfte wenig Überraschendes bieten. Bei den Währungshütern herrsche weitgehend Einigkeit, dass die derzeitige Geldpolitik gut positioniert sei und die Hürde für eine Anpassung hoch liege. Das Inflationsziel von 2 Prozent sei für die Währungshüter erreichbar, auch weil von einem langsameren Lohnwachstum ausgegangen werde. Die Bank von England, die ebenfalls am Donnerstag über die Geldpolitik entscheide, werde den Basiszins vermutlich senken, die Bank von Japan (Freitag) dagegen erhöhen. Das datenseitige Interesse gelte indes den Frühindikatoren, die wegen der anstehenden Weihnachtsfeiertage vorgezogen würden. Auf dem Programm stünden die Einkaufsmanagerindices und die ZEW-Umfrage (Dienstag) sowie das ifo-Geschäftsklima Deutschland (Mittwoch). Nennenswerte Stimmungsverbesserungen würden sich nicht abzeichnen. (15.12.2025/alc/a/a)


