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EZB-Sitzung: Zinssenkung erst im September?
25.07.19 08:30
Edmond de Rothschild Asset Management
Paris (www.anleihencheck.de) - Wir erwarten keine Zinssenkung auf der heutigen EZB-Sitzung und gehen davon aus, dass sie möglicherweise auf der September-Sitzung vorgenommen werden könnte, so Michaël Nizard, Head of Asset Allocation and Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild Asset Management.
Dann seien die nächsten Daten über das Wirtschaftswachstum und die Inflationsszenarien in der Eurozone zuverlässiger. Für eine Zinssenkung der EZB bis Ende des Jahres würden aus Sicht der Experten zwei Gründe sprechen: Der erste Grund sei die Inflation. Zweitens sehe man das Risiko einer Aufwertung des effektiven Wechselkurses des Euro in einem Kontext, in dem sich das globale Wachstum verlangsame.
Was den eher strukturellen Aspekt, die Inflation, betreffe, so habe EZB-Präsident Mario Draghi, beginnend mit den Interventionen von Sintra im Juli 2014, eine Maßnahme zur Bewertung der Deflationsrisiken vorgesehen, indem er das Maß des Inflationsratenswaps von fünf Jahren hervorgehoben habe. Fünf Jahre später stünden wir vor einer fünfjährigen Inflationsrate von 1,15 Prozent, und als Mario Draghi angefangen habe, darüber zu sprechen, sei das Ziel gewesen, die zwei Prozent zu erreichen. Es sei daher logisch, dass sich die EZB auf eine kongruentere Geldpolitik zubewege, insbesondere weil die Zentralbank versuchen werde, bei einem Rückgang der Leitzinsen der Federal Reserve eine deutliche Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zu vermeiden.
Wenn die Leitzinsen der US-Notenbank sinken würden, was vom Markt bereits erwartet werde, werde es die EZB nämlich schwer haben zu reagieren. Es werde ein echtes Problem mit dem effektiven Wechselkurs des Euro geben. Es sei nicht unwichtig gewesen, am 18. Juni kurz vor dem BFS (Federal Open Market Committee) eine Rede in Sintra gehalten zu haben. Mit anderen Worten: Die Notenbanken würden auch versuchen, die relative Geschwindigkeit von Real- und Nominalzinsen zu kontrollieren. Darüber hinaus spiegele die Abflachung der Kurve bereits die Geldpolitik wider, wobei mit sinkenden Zinsen gerechnet werde. Die effektive untere Grenze sei erreicht worden: -40 Basispunkte am Ende der ersten Juli-Woche. (Ausgabe vom 24.07.2019) (25.07.2019/alc/a/a)
Dann seien die nächsten Daten über das Wirtschaftswachstum und die Inflationsszenarien in der Eurozone zuverlässiger. Für eine Zinssenkung der EZB bis Ende des Jahres würden aus Sicht der Experten zwei Gründe sprechen: Der erste Grund sei die Inflation. Zweitens sehe man das Risiko einer Aufwertung des effektiven Wechselkurses des Euro in einem Kontext, in dem sich das globale Wachstum verlangsame.
Was den eher strukturellen Aspekt, die Inflation, betreffe, so habe EZB-Präsident Mario Draghi, beginnend mit den Interventionen von Sintra im Juli 2014, eine Maßnahme zur Bewertung der Deflationsrisiken vorgesehen, indem er das Maß des Inflationsratenswaps von fünf Jahren hervorgehoben habe. Fünf Jahre später stünden wir vor einer fünfjährigen Inflationsrate von 1,15 Prozent, und als Mario Draghi angefangen habe, darüber zu sprechen, sei das Ziel gewesen, die zwei Prozent zu erreichen. Es sei daher logisch, dass sich die EZB auf eine kongruentere Geldpolitik zubewege, insbesondere weil die Zentralbank versuchen werde, bei einem Rückgang der Leitzinsen der Federal Reserve eine deutliche Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zu vermeiden.
Wenn die Leitzinsen der US-Notenbank sinken würden, was vom Markt bereits erwartet werde, werde es die EZB nämlich schwer haben zu reagieren. Es werde ein echtes Problem mit dem effektiven Wechselkurs des Euro geben. Es sei nicht unwichtig gewesen, am 18. Juni kurz vor dem BFS (Federal Open Market Committee) eine Rede in Sintra gehalten zu haben. Mit anderen Worten: Die Notenbanken würden auch versuchen, die relative Geschwindigkeit von Real- und Nominalzinsen zu kontrollieren. Darüber hinaus spiegele die Abflachung der Kurve bereits die Geldpolitik wider, wobei mit sinkenden Zinsen gerechnet werde. Die effektive untere Grenze sei erreicht worden: -40 Basispunkte am Ende der ersten Juli-Woche. (Ausgabe vom 24.07.2019) (25.07.2019/alc/a/a)


