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EZB vor Zinswende? Analysten sehen keine Lockerung
12.12.25 09:25
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Während die US-Notenbank zur Wochenmitte die Leitzinsen ein weiteres Mal um 25 Basispunkte gesenkt hat, ist bei der Europäischen Zentralbank in der kommenden Woche keine Veränderung der Geldpolitik zu erwarten, so die Analysten der Helaba.
Dies sei insbesondere deshalb bemerkenswert, weil die Teuerungsrate in der Eurozone mit knapp über 2% derzeit mit dem US-Wert an der 3%-Marke kontrastiere. Mehr noch, die US-Notenbank signalisiere mit dem unveränderten Median des "dot plot", denen von den FOMC-Mitgliedern für das Ende eines Jahres als angemessen erscheinenden Zinsniveaus, jeweils einen weiteren Zinsschritt im kommenden wie im übernächsten Jahr. Bei der EZB hingegen scheine sich die Diskussion mehr und mehr in die Richtung zu entwickeln, dass das erreichte Zinsniveau nicht nur kurzfristig die Geldpolitik "als gut positioniert" erscheinen lasse, sondern zukünftig wieder höhere Zinsen nicht gänzlich auszuschließen seien. Villeroy de Galhau und Schnabel hätten dies jüngst angedeutet, wobei Ersterer auf bestehende Inflationsrisiken sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite verwiesen habe.
Die Notenbanker würden unter erhöhter Unsicherheit agieren, denn zum einen würden verschiedene Indikatoren signalisieren, dass der Lohndruck in der Eurozone auch in Folge der nur mäßigen konjunkturellen Dynamik vor allem im Industriesektor abgenommen habe. Zudem sei die monetäre Entwicklung von schwachen Zuwächsen geprägt. Zum anderen bestünden wohl berechtigte Hoffnungen, dass das Wirtschaftswachstum auch dank eines kräftigen fiskalischen Impulses spürbar zulege. Ein zusätzlicher geldpolitischer Stimulus erscheine daher nicht vonnöten. Letztlich werde die EZB aber datenabhängig agieren und stehe dabei zum Glück nicht unter politischem Druck wie die Fed. (12.12.2025/alc/a/a)
Dies sei insbesondere deshalb bemerkenswert, weil die Teuerungsrate in der Eurozone mit knapp über 2% derzeit mit dem US-Wert an der 3%-Marke kontrastiere. Mehr noch, die US-Notenbank signalisiere mit dem unveränderten Median des "dot plot", denen von den FOMC-Mitgliedern für das Ende eines Jahres als angemessen erscheinenden Zinsniveaus, jeweils einen weiteren Zinsschritt im kommenden wie im übernächsten Jahr. Bei der EZB hingegen scheine sich die Diskussion mehr und mehr in die Richtung zu entwickeln, dass das erreichte Zinsniveau nicht nur kurzfristig die Geldpolitik "als gut positioniert" erscheinen lasse, sondern zukünftig wieder höhere Zinsen nicht gänzlich auszuschließen seien. Villeroy de Galhau und Schnabel hätten dies jüngst angedeutet, wobei Ersterer auf bestehende Inflationsrisiken sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite verwiesen habe.
Die Notenbanker würden unter erhöhter Unsicherheit agieren, denn zum einen würden verschiedene Indikatoren signalisieren, dass der Lohndruck in der Eurozone auch in Folge der nur mäßigen konjunkturellen Dynamik vor allem im Industriesektor abgenommen habe. Zudem sei die monetäre Entwicklung von schwachen Zuwächsen geprägt. Zum anderen bestünden wohl berechtigte Hoffnungen, dass das Wirtschaftswachstum auch dank eines kräftigen fiskalischen Impulses spürbar zulege. Ein zusätzlicher geldpolitischer Stimulus erscheine daher nicht vonnöten. Letztlich werde die EZB aber datenabhängig agieren und stehe dabei zum Glück nicht unter politischem Druck wie die Fed. (12.12.2025/alc/a/a)


