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EZB setzt den Kurs der Bestätigung fort
12.09.25 08:21
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die europäischen Börsen haben am Donnerstag moderat zugelegt. Im Mittelpunkt stand die EZB, die die Leitzinsen wie erwartet unverändert ließ, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Der Einlagenzins verbleibe somit bei 2,0%. Präsidentin Christine Lagarde habe betont, man halte sich mit Blick auf kommende Daten alle Optionen offen und habe von einem ausgewogeneren Wachstumsausblick gesprochen. Nach acht Zinssenkungen zwischen Juni 2024 und Juni 2025 sowie einer Pause im Juli habe die Notenbank damit den Kurs der Bestätigung fortgesetzt. Laut den neuen Prognosen rechne die EZB beim BIP mit einem Zuwachs von 1,2% im Jahr 2025, gefolgt von 1,0% 2026 und 1,3% im Jahr 2027. Bei den Verbraucherpreisen erwarte sie 2025 einen Anstieg um 2,1%, 2026 um 1,7% und 2027 um 1,9%. In diesem Umfeld habe der österreichische Leitindex ATX und der DAX jeweils um 0,3% fester aus dem Handel gehen können. Der EURO STOXX 50 sei zum Schluss noch um 0,5% geklettert.
Auf der anderen Seite des Atlantiks seien die US-Makrodaten in den Fokus gerückt. Die Verbraucherpreise seien im August etwas stärker als erwartet gestiegen: Das Bureau of Labor Statistics habe +0,4% zum Vormonat gemeldet, im Jahresvergleich habe die Inflationsrate bei 2,9% nach 2,7% im Juli gelegen. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel habe sich um 0,3% erhöht und bei 3,1% im Jahresvergleich verharrt. Parallel hätten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt hingedeutet, sie seien um 27 Tsd. auf 263 Tsd. gestiegen. Vor diesem Hintergrund hätten die Märkte für die FED-Sitzung in der kommenden Woche ohnehin eine Zinssenkung eingepreist, ein größerer Schritt in Richtung 50 Basispunkte werde nicht ausgeschlossen und Terminmärkte würden zusätzliche Lockerungen im Oktober und Dezember signalisieren. Die Aussicht auf sinkende Zinsen habe die Wall Street wenig überraschend auf neue Rekordstände getrieben. Der NASDAQ 100 habe 0,6% gewonnen, der Dow Jones 1,4% zugelegt und der S&P 500 sei um 0,9% vorgerückt - alle drei seien auf Allzeithochs gestiegen. Zudem stehe heute die vorläufige Verbraucherstimmung der University of Michigan für September an, zuletzt habe der Index bei 58,2 gelegen. Die asiatischen Börsen würden sich heute Morgen grundlegend positiv zeigen.
Nach dem jüngsten Aufwärtstrend seien die Ölpreise am Donnerstag deutlich unter Druck geraten, nachdem die IEA für das kommende Jahr einen klaren Angebotsüberschuss von durchschnittlich 3,33 Mio. Barrel pro Tag in Aussicht gestellt habe. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im November koste aktuell wieder rund USD 66. Gold habe einen Teil der Verluste wettgemacht und sich weiterhin in der Nähe des Rekordhochs gehalten, da auch das Edelmetall von den gesunkenen Opportunitätskosten in Form von Zinsen profitiere. Derzeit liege der Preis für eine Feinunze bei knapp USD 3.650. Der Bitcoin notierte aktuell bei rund USD 115.000. (12.09.2025/alc/a/a)
Der Einlagenzins verbleibe somit bei 2,0%. Präsidentin Christine Lagarde habe betont, man halte sich mit Blick auf kommende Daten alle Optionen offen und habe von einem ausgewogeneren Wachstumsausblick gesprochen. Nach acht Zinssenkungen zwischen Juni 2024 und Juni 2025 sowie einer Pause im Juli habe die Notenbank damit den Kurs der Bestätigung fortgesetzt. Laut den neuen Prognosen rechne die EZB beim BIP mit einem Zuwachs von 1,2% im Jahr 2025, gefolgt von 1,0% 2026 und 1,3% im Jahr 2027. Bei den Verbraucherpreisen erwarte sie 2025 einen Anstieg um 2,1%, 2026 um 1,7% und 2027 um 1,9%. In diesem Umfeld habe der österreichische Leitindex ATX und der DAX jeweils um 0,3% fester aus dem Handel gehen können. Der EURO STOXX 50 sei zum Schluss noch um 0,5% geklettert.
Auf der anderen Seite des Atlantiks seien die US-Makrodaten in den Fokus gerückt. Die Verbraucherpreise seien im August etwas stärker als erwartet gestiegen: Das Bureau of Labor Statistics habe +0,4% zum Vormonat gemeldet, im Jahresvergleich habe die Inflationsrate bei 2,9% nach 2,7% im Juli gelegen. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel habe sich um 0,3% erhöht und bei 3,1% im Jahresvergleich verharrt. Parallel hätten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt hingedeutet, sie seien um 27 Tsd. auf 263 Tsd. gestiegen. Vor diesem Hintergrund hätten die Märkte für die FED-Sitzung in der kommenden Woche ohnehin eine Zinssenkung eingepreist, ein größerer Schritt in Richtung 50 Basispunkte werde nicht ausgeschlossen und Terminmärkte würden zusätzliche Lockerungen im Oktober und Dezember signalisieren. Die Aussicht auf sinkende Zinsen habe die Wall Street wenig überraschend auf neue Rekordstände getrieben. Der NASDAQ 100 habe 0,6% gewonnen, der Dow Jones 1,4% zugelegt und der S&P 500 sei um 0,9% vorgerückt - alle drei seien auf Allzeithochs gestiegen. Zudem stehe heute die vorläufige Verbraucherstimmung der University of Michigan für September an, zuletzt habe der Index bei 58,2 gelegen. Die asiatischen Börsen würden sich heute Morgen grundlegend positiv zeigen.
Nach dem jüngsten Aufwärtstrend seien die Ölpreise am Donnerstag deutlich unter Druck geraten, nachdem die IEA für das kommende Jahr einen klaren Angebotsüberschuss von durchschnittlich 3,33 Mio. Barrel pro Tag in Aussicht gestellt habe. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im November koste aktuell wieder rund USD 66. Gold habe einen Teil der Verluste wettgemacht und sich weiterhin in der Nähe des Rekordhochs gehalten, da auch das Edelmetall von den gesunkenen Opportunitätskosten in Form von Zinsen profitiere. Derzeit liege der Preis für eine Feinunze bei knapp USD 3.650. Der Bitcoin notierte aktuell bei rund USD 115.000. (12.09.2025/alc/a/a)


